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Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2

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Düsterer und würdiger Abschluss der magischen Saga

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2 Kritik

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2 Kritik
0 Kommentare - 01.11.2018 von HelloMyMedia
In dieser Userkritik verrät euch HelloMyMedia, wie gut "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2" ist.
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2

Bewertung: 5 / 5

Mit über 7,7 Milliarden Dollar Einspielergebnis und 450 Millionen verkauften Exemplar hat sich die „Harry Potter“-Reihe einen Platz in den Rekordlisten gesichert. Mehr noch, die Saga hat sich als festen Bestandteil der gegenwärtigen Jugendliteratur und des Allgemeinwissens etabliert. Unzählige Fans, auch „Potterheads“ genannt, haben den Zauberlehrling auf seiner Reise durch die Welt von Hogwarts über sieben Jahre hinweg begleitet und in der magischen Kulisse ein Zuhause entdeckt. Mit dem Streifen „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Teil 2“, der nebenbei genannt auf dem zehnten Platz der erfolgreichsten Filme überhaupt thront, beendet Regisseur David Yates eine Reihe, die vielschichtiger kaum sein könnte – mehr dazu in der folgenden Rezension.

Man merkt es schon in den allerersten Sequenzen: Dieser Film ist düsterer als alle seine Vorgänger. Alleine wenn das Logo des Filmverleihs und der Schriftzug des Streifens durch graue, fast schwarze Wolken auf uns zu geschwebt kommen – und nicht das gewohnte „Hedwig’s Theme“ ertönt, sondern ein viel bedrückenderes und ernsteres Stück namens „Lily’s Theme“, merkt man, es kommen düstere Zeiten auf uns zu.

Einige Aspekte, die diesen Effekt der Atmosphäre verstärken, möchte ich im Folgenden kurz herausarbeiten. Da ist zunächst die starke Leistung von Komponist Alexandre Desplat zu erwähnen, der es schafft, mit ruhigen, bedrückenden, aber oft auch epochalen, orchestralen Klängen einen abwechslungsreichen Film zu untermalen und dabei perfekt die Balance zwischen „ausdrucksstark“ und „hintergründig“ hält.

Die Kamera fängt von der ersten bis zur letzten Sekunde sehr düstere Farben ein. Bunte, farbenfrohe Bilder mischen sich nur selten in das Etablissement – hier dominiert das Dunkle. Überzeugende Spezialeffekte ergänzen diesen Eindruck.

Ebenfalls ist anzumerken, einen wie großen Beitrag das Drehbuch, verfasst von Steven Kloves, zu einer bedrückenden Atmosphäre liefert. Spannende Dialoge, die teilweise die Zerrüttung oder den Mut oder die Trauer der Figuren herauskristallisieren, und niemals gestellt wirken, werden dem Zuschauer auf dem Silbertablett serviert.

Dem Cast gelingt es ebenfalls, die Handlung glaubwürdig auf den Schultern zu tragen. In dem Film kommt jeder essenziellen Figur genug Screentime zugute, als dass man hier eine Hintergrundgeschichte erzählen kann, um emotionale Tiefe und somit Bindung zum Zuschauer zu erzeugen – oder eben man kennt die Person schon aus den Vorgängerfilmen.

Diesen Job erledigen alle Schauspieler mit Bravour, dennoch gibt es einige Figuren, die den anderen ringsherum die Schau stehlen und somit hier einer expliziten Erwähnung würdig sind. Der großartige, und leider inzwischen verstorbene Alan Rickman verkörpert in dem letzten Teil der Saga ebenfalls wieder eine der faszinierendsten Charaktere, die „Harry Potter“ zu bieten hat: Professor Severus Snape. Keine Figur sonst konnte mich so fesseln wie er – v.a. durch einen genialen Wendepunkt, den der Film der Buchvorlage nach gelungen umzusetzen weiß. Man kauft Alan Rickman wirklich alles ab, was er hier vor der Kamera vollführt und er ist wie für die Rolle gemacht. Seine spannende Rolle, dass er zwischen zwei Fronten steht und man nie weiß, auf welcher er jetzt eigentlich steht, wird in den letzten Minuten so stark und kraftvoll enttarnt, dass man als Zuschauer beinahe überwältigt wird.

Auch Ciarán Hinds (alias Aberforth Dumbledore) schafft es, durch eine interessante Hintergrundgeschichte und einem überzeugenden Spiel zu fesseln. Die Verbitterung, dieser Hass und doch gleichzeitig diese brüderliche Liebe gegenüber Albus Dumbledore und die geistige Stärke haben mich in ihren Bann gezogen, sodass ich hierin eine ausgeprägte und spannende Charakterisierung entdeckt habe.

Für eine Altersfreigabe ab zwölf Jahren finde ich den Streifen ziemlich heftig. Über die zwei Stunden Laufzeit hinweg gibt es nur wenig Entlastung, die der sonst so grauen und deprimierenden Atmosphäre Einhalt gebietet. Schon nach den ersten Sequenzen wird klar: Es handelt sich hier nicht mehr um ein süßes, kindgerechtes Fantasyabenteuer – nein, „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Teil 2“ ist nichts anderes als ein Kriegsfilm.

Ein komplexer und vielschichtiger Kriegsfilm, möchte ich betonen. Der vorliegende Streifen strotzt nur so vor emotionsgeladenen und mutigen Szenen, in welchen sich die Figuren gegenseitig Kraft bieten, gegenüber einem zu mächtig erscheinenden Antagonisten: Lord Voldemort. Im großen Finale wird seine Schwäche und Angst deutlich, sodass sich hier ein Gegenspiel von Gut zu Böse sehr interessant ansehen lässt.

Das, was die Reihe innerhalb von sieben Filmen aufgebaut hat, eine ganze Welt, die aus der Feder von J.K. Rowling stammt, wird innerhalb des letzten Teils würdig zu Ende gebracht, und genau das ist es, was der Film ist: Ein würdiges und kraftvolles Ende.

„Harry Potter“ ist nicht ohne Grund so populär. Das, was dieses Werk so erfolgreich macht, ist seine Fülle an magischen Ideen, herzerwärmenden Figuren und einem spannenden Plot, der sich durch die ganze Saga zieht, bis zum großen Showdown – und auch diesen setzt der Film so gut um (wenn auch leicht abweichend von seiner literarischen Vorlage), dass selbst dem schärfsten Kritiker kein stichworthaltiges Gegenargument einfallen dürfte.

Wenn man mich fragen würde, ob ich diesen Film weiterempfehlen kann, dann wäre die Antwort ein Ja in Großbuchstaben. Diese Reihe, und die dazugehörigen Verfilmungen, begleiten mich schon seit Kindesalter und werden mich auch weiterhin nicht loslassen. „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Teil 2“ reiht sich nahtlos in die Reihe der „Harry Potter“-Filme ein – und ist für sich genommen ein absolutes Meisterwerk, aber das unterscheidet ihn ja nicht von seinen Vorgängern.

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2 Bewertung
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1010
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