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Kill Bill - Vol. 1

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Heiterer Familienspaß?

Kill Bill - Vol. 1 Kritik

Kill Bill - Vol. 1 Kritik
12 Kommentare - 19.01.2014 von sittingbull
In dieser Userkritik verrät euch sittingbull, wie gut "Kill Bill - Vol. 1" ist.

Bewertung: 4.5 / 5

Kapitel 1: Die Einleitung

Okay. Zu Beginn können wir gleich mal „heiter“ streichen. Auch die „Familie“ schicken wir am besten hinterher. Was bleibt ist der „Spaß“ – und warum man den beim diesen Film im Übermaß hat, lest ihr in den folgenden Zeilen.

Kapitel 2: Die Handlung

Eine junge, blonde Frau erwacht nach vier Jahren aus dem Koma. Das letzte woran sie sich erinnern kann ist, dass ein Killerkommando unter Führung ihres Ex-Mannes Bill auf ihrer Hochzeit ein Blutbad angerichtet hat. Nachdem die gesamte anwesende Gesellschaft erschossen wurde, jagt ihr ihr Ex-Mann schließlich noch eine Kugel in den Kopf. Doch sie überlebt und schwört Rache an all denen zu nehmen, die damals an dem Massaker beteiligt waren. Auf ihrem Weg hinterlässt sie im wahrsten Sinne des Wortes eine Schneise der Verwüstung.

Kapitel 3: Die Kritik

„Rache ist ein Gericht, das am besten kalt serviert wird“ – altes klingonisches Sprichwort. Mit diesem Satz beginnt der 4. Film des Kultregisseurs Quentin Tarantino (Django Unchained) und dieser besagte Satz bringt gleich mal die Marschrichtung des gesamten Films auf den Punkt. Tarantino bewies schon in seinem Gangsterkracher „Pulp Fiction“ großen Pioniergeist und brach die Tradition des klassischen Erzählkinos. Auch hier werden wieder die einzelnen Episoden der Story in Kapitel unterteilt die in ihrem Inhalt nicht zwingend chronologisch erzählt werden. Auf viele Zuschauer wirkt das am Anfang vielleicht etwas unübersichtlich aber der positive Aspekt aus dieser Vorgehensweise liegt für mich klar auf der Hand – Anspruch an das Publikum. Ein Aspekt der in den heutigen Filmen leider immer seltener wird. Tarantino traut seinem Publikum wie schon in „Pulp Fiction“ etwas zu.

Auch wenn diese Erwartungshaltung in „Kill Bill“ bestimmt nicht die höchste ist, bietet er neben dem enormen Unterhaltungswert ab und zu einen Moment zum grübeln.

Ansonsten wird die Story nicht gerade kinderfreundlich erzählt. Der Film feiert eine Orgie aus beeindruckender Kampfkunst, Blut und gespitzten Dialogen gepaart mit einem Soundtrack der seinesgleichen sucht.

Die Hauptdarstellerin Uma Thurman (Pulp Fiction) spielt die anfangs namenlose Braut. In meinen Augen passt sei nahezu perfekt zu dieser Rolle. Sie ist bestimmt nicht die klassische Hollywood-Schönheit schlechthin, punktet aber dafür mit starkem Schauspiel und ihrem Charakter. In manchen Momenten hat man vor ihrer Blutrünstigkeit und dem Ausmaß ihrer Schwertkunst Angst. Sie ist jederzeit bereit zu töten und nimmt für ihre Rache alle Umstände in Kauf. Allein schon ihr ehemaliger Codename „Black Mamba“ ist aussagekräftig genug.

Es gibt jedoch auch sehr süße und freundliche Momente, wie z.B. ihr Aufenthalt in der Sushi-Bar auf Okinawa oder am Ticketschalter des Flughafens. Diese Szenen entstehen jedoch nur außerhalb ihres Rachefeldzugs und bilden einen angenehmen Kontrast zu ihrem sonst so harten Auftritt.

Die Rolle der japanischen Unterwelt-Chefin O-Ren Ishii alias „Cottonmouth“ übernimmt Lucy Liu (3 Engel für Charlie). Auch hier gelingt die Besetzung nahezu perfekt. Lucy Liu verkörpert auf der einen Seite eine erbarmungs- und kompromisslose Anführerin der Unterwelt und mimt auf der anderen Seite die chinesisch-japanisch-amerikanische Schönheit. So fragil und zärtlich sie auch aussehen mag, sollte man es vermeiden sich mit ihr anzulegen – das wird spätestens bei der Besprechung am Konferenztisch klar. O-Ren Ishii’s Charakter wirkt auf mich sehr „tief“. Sie verliert früh ihre Eltern, wird daraufhin zur Auftragskillerin und kämpft sich ihren Weg an die Spitze der japanischen Unterwelt.

In ihrem Gefolge finden sich die 17-Jährige Gogo Yubabi (Chiaki Kuriyama) und ihre engste Vertraute und Dolmetscherin Sofie Fatale (Julie Dreyfus). Beide spielen sehr solide und vor allem die verrückte Gogo geht besonders „ab“. Ich glaube ich verrate nicht zu viel wenn ich sage, dass ihr Kampf gegen „Black Mamba“ ziemlich innovativ und gut inszeniert ist.

Eine weitere erwähnenswerte Rolle ist die des japanisches Schmiedemeisters Hattori Hanzo (Sonny Chiba – Fast & Furious: Tokyo Drift), der nun eine Sushi-Bar auf Okinawa betreibt. Er hat eigentlich aufgehört Samuraischwerter in überlegenster Qualität zu schmieden und versucht sich nun als Gastronom. Doch als eine junge blonde Amerikanerin in seinen Laden spaziert ändert sich seine Einstellung gehörig. Sonny Chiba spielt die Rolle ebenfalls sehr gut. Er tut dem Film gut, weil er zum Teil etwas schrullig und raubeinig wirkt. Man merkt aber gleich, dass er ein Mann von Ehre ist und zu guter Letzt beschert ihm Tarantino tolle Dialoge mit der Braut und seinem Angestellten. Er verleiht dem Film zusätzlich zum eh schon hohen „Japanfaktor“ noch ein weiteres Maß an asiatischer Ausgewogenheit.

In weiteren Rollen sieht man noch die anderen Mitglieder des ehemaligen Killerkommandos „Tödliche Viper“. Vivica A. Fox als „Copperhead“, Daryl Hannah als „California Mountain Snake“ und Michael Madsen als Budd alias „Sidewinder“. Ihre Rollen sind in diesem Film nicht sonderlich groß aber die Charaktere passen wie die Faust aufs Auge.

Spätestens beim 2. Teil der Reihe merkt man dann wie gut die einzelnen Figuren besetzt wurden. Die Rolle des Oberschurken Bill übernimmt David Carradine (Das Schlangenei). Seine Rolle als „Snake Charmer“ ist zwar ebenfalls nicht unbedingt groß aber dafür umso wichtiger und mysteriöser. Er ist das Objekt auf das sich die Rache kanalisiert, auf das sich die Story ausrichtet und trotzdem sieht man ihn nie vollständig. Man hört immer nur seine ruhige, gelassene Stimme, die man zeitweise sogar sympathisch finden könnte. Tarantino baut hier bewusst ein Mysterium auf, das den Zuschauer fesseln soll.

Von allen Mitgliedern der ehemaligen Attentatstruppe – Bill und Budd schließen wir mal aus – geht eine gewisse bedrohliche Schönheit aus. Besonders Lucy Liu bringt diesen Aspekt konsequent auf den Punkt und macht dem Zuschauer wieder mal klar wo der Hammer hängt.

Kapitel 3.1: Die Stilmittel

Quentin Tarantino ist ja dafür bekannt einen unorthodoxen Weg in Sachen Regie einzuschlagen. Er inszeniert Filme gern ein bisschen anders als der Rest und hat sich so konsequent eine gewisse Narrenfreiheit in Hollywood erspielt. Auch in diesem Film merkt man als Zuschauer sofort, dass Tarantino ein intelligenter Regisseur ist, der oftmals einfach nur Spaß an seinem Handwerk hat.

Als wichtigsten Punkt würde ich an dieser Stelle den Soundtrack bezeichnen. Er wurde nicht eigens für den Film komponiert und spielt trotzdem wie in vielen Filmen des Amerikaners eine enorm tragende Rolle. „Perfekt“ trifft die Sache eigentlich am besten. Egal ob Nancy Sinatra gefühlvoll „My Baby Shoot Me Down“ singt oder die 5.6.7.8’s „Woo Hoo“ gröhlen – es passt einfach. Höhepunkte was die Verschmelzung von Bild, Ton und Epik betrifft gibt es viele. Hier sind meine Top 3: 1. Die Übergabe des Schwerts mit George Zamfir an der Panflöte („The Lonely Shepherd“) 2. Der Einmarsch von O-Ren Ishii mit „Battle Without Honor Or Humanity“ – dem Kill Bill-Sound schlechthin. 3. Das Finale im Meditationsgarten unterlegt mit – Achtung, festhalten! – Flamenco und spanischen Gitarren von Santa Esmeralda („Don’t Let Me Be Misunderstood“)

Gänsehaut!

Hand in Hand mit dem Soundtrack geht die enorm innovative Kameratechnik des Films. Man bekommt oft Winkel und Einstellungen aufgetischt, die sehr beeindruckend sind. Von unten, den Gang entlang, mit grünem Filter wegen der Sonnenbrille, in Schwarz-Weiß, nur Füße etcetc. Auch hier komme ich nicht um 2 Highlights herum.

Zum einen wäre da die Anfangsszene in der Bill seiner Ex-Frau eine Kugel verpasst. Wahnsinnig toll wie man den Vorgang eines Schusses aus einem Revolver so zelebrieren kann. Und das andere Highlight ist für mich der „Showdown im Haus der blauen Blüten“ als das Licht ausgeht und man nur noch Schatten sieht. Einfach toll!

Außerdem hat der Film einen enorm japanischen Touch. Ein Großteil der Handlung spielt sich dort ab und die gezeigten Schwertkämpfe sind wahrlich beeindruckend. Virtuose Choreographien werden mit einem weiteren Stilmittel Tarantinos verknüpft – wahnwitzige Mengen an Blut. Gott sei Dank wirkt das die meiste Zeit so gewollt überspitzt, dass ich das keinesfalls als Kritik anrechnen werde. Es macht eigentlich sogar Spaß wenn ich ehrlich bin.

Der fernöstliche Stil wird des weiteren von den vielen Dialogen auf japanisch unterstrichen, was dem ganzen ein Stück Authentizität verleiht. Zudem bekommt man als Zuschauer einen kurzen waschechten Anime im Film serviert. Ein mehr als revolutionäres Vorgehen um einen japanischen Charakter (in diesem Fall O-Ren Ishii) vorzustellen. Außerdem passt das asiatische Motiv zum Racheepos der Braut. Während die westliche Kultur meist sehr zielgerichtet und erfolgsorientiert lebt, herrscht in der asiatischen Kultur das Credo „Der Weg ist das Ziel“. Sie leben viel spiritueller und ausgewogener als viele Europäer und Amerikaner. Ich sehe hier eine Parallele zur Braut, die langsam aber stetig ihre „kill bill“ (Achtung Wortspiel) abarbeitet und dafür einiges in Kauf nehmen muss.

Ein weiteres eher ungewöhnliches Stilmittel sind die streckenweise sehr lustigen Kommentare aus dem Off. Mal werden so neue Charaktere eingeführt und kurz beschrieben oder es werden eben nur Kommentare abgelassen („...die so angezogen ist, wie die Bösen bei Star Trek“). Auch die Dialoge im Allgemeinen funktionieren einwandfrei und der Film strotzt vor Zitaten. Unter anderem wird auch der Flug nach Okinawa wie zu besten „Indiana Jones“-Zeiten dargestellt!

Man könnte vielleicht kritisieren dass der Film zu offensichtlich auf 2 Teile ausgelegt ist (Cliffhanger am Ende). Ebenso könnte man Tarantino ankreiden, dass er oftmals den Bogen des guten Geschmacks überspannt und in seiner ständigen, pubertären Zitierwut einem auf die Nerven geht. Aber ich denke ihr habt bereits ausreichend gelesen wie ich zu diesem Film stehe, von daher ist das hinfällig.

Kapitel 4: Die Abrechnung

Quentin Tarantino beweist einmal mehr sein grandioses Gespür für einen unterhaltsamen, stilprägenden und intelligenten Film. „Kill Bill“ bietet einen grandiosen Cast mit einer tollen Uma Thurman und einer exzellenten Lucy Liu. Zudem funktionieren die Dialoge prächtig und die Geschichte eines eiskalten Racheengels wird perfekt inszeniert. Der epische Soundtrack und die innovative Optik untermalen das Ganze auf eine besondere Art und Weise. Das hohe Maß an Blut (könnte mich da immer wieder kaputt lachen) und Gewalt ist wahrscheinlich nicht jedermanns Sache, aber dennoch kann man sich nur schwer dem Bann dieser Geschichte entziehen. Besonders nach dem Showdown im Haus der blauen Blüten und dem letzten Satz von Bill...

Also löst euer Ticket nach Japan und genießt den 109-minütigen Kultfilm in vollen Zügen. „So. Ihr dürft jetzt gehen, aber die abgetrennten Gliedmaßen bleiben hier“
Kill Bill - Vol. 1 Bewertung
Bewertung des Films
910
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12 Kommentare
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sittingbull : : Häuptling
23.01.2014 22:23 Uhr
0
Dabei seit: 22.06.13 | Posts: 2.326 | Reviews: 6 | Hüte: 40
Nochmals vielen lieben Dank Aldrich! Mir wird es schon fast peinlich laughing

Passt alles.
Freue mich und vor allem freue ich mich auch auf dein nächstes Werk!
Kanalratte schmeckt vielleicht wie Kürbiskuchen, aber ich werds nie erfahren, denn ich fress die Viecher nicht
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AldrichKillian : : Black Panther
23.01.2014 18:30 Uhr
0
Dabei seit: 24.05.13 | Posts: 2.122 | Reviews: 20 | Hüte: 141
Hallo sittingbull,

es freut mich, dass meine Worte bei dir Anklang finden und danke dir wieder einmal für deine tolle Kritik, welche wirklich sehr lesenswert ist.

Dass es diese kleinen Spoiler gibt finde ich ja wie gesagt ganz und gar nicht schlimm oder verraten etwas von der Handlung im großen Ganzen, sondern steigern den Appetit nur und das ist gut und benötigt keinerlei Vorwarnung.

Welche deiner beiden Kritiken mir besser gefällt ist sehr schwer zu sagen, da beide einen etwas anderen Aufbau verfolgen und einem komplett anderem Genre zuzuschreiben sind und daher mir beide auf ihre Art und Weise sehr gut gefallen.
Darüber hinaus beinhalten ja all deine Kritiken immer die wichtigsten Aspekte und sind sehr charmant, sowie emotional verfasst, auch wenn das bei dieser Kritik zu "Kill Bill" sogar noch ein bischen stärker rauszulesen ist, was mir sehr gut gefällt.

Auf der anderen Seite gefällt mir deine Kritik zu "Zwei glorreiche Halunken" vermutlich einen Tick besser, weil mir das Western-Genre sehr viel bedeutet und es davon leider nur wenige Kritiken außerhalb von dir gibt und ich mich deshalb immer wieder freue, wenn es eine neue Western-Kritik von dir gibt.
Aber wie gesagt, ich würde beide Kritiken ziemlich nah beieinander auf einem sehr hohen Niveau sehen.
Also weiter so!
Avatar
sittingbull : : Häuptling
22.01.2014 21:00 Uhr
0
Dabei seit: 22.06.13 | Posts: 2.326 | Reviews: 6 | Hüte: 40
Lieber Aldrich,

herzlichen Dank für deine wirklich netten und lobenden Worte. Freut mich.

Ich hab mir schon gedacht, dass du zu "Indy" bestimmt was sagst! laughing Schön. Mir ist das beim gucken auch sofort aufgefallen und irgendwie ists auch gleich hängen geblieben.

Um diese "Spoiler", die in der Tat nur sehr klein sind kam ich leider diesmal nicht herum. Ich habe auch bewusst die Sätze immer ein bisschen "offen" gelassen und wirklich darauf geachtet keine massiven Spoiler einzubauen. Ich musste aber irgendwie meine Begeisterung für die jeweiligen kleinen Szenen verdeutlichen smile Das war mir diesmal wichtig...
Und wie du schon sagst verraten sie ja wirklich nicht viel (das mit der Kugel im Kopf ist ja eigentlich der Aussgangspunkt der Handlung)

Ich muss aber noch eine Sache fragen: Halunken oder Bill? Welche hat dir besser gefallen? laughing Ich habe eine leise Vermutung^^

Also nochmals danke Kollege! Hau rein.
Kanalratte schmeckt vielleicht wie Kürbiskuchen, aber ich werds nie erfahren, denn ich fress die Viecher nicht
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AldrichKillian : : Black Panther
22.01.2014 16:18 Uhr | Editiert am 22.01.2014 - 16:22 Uhr
0
Dabei seit: 24.05.13 | Posts: 2.122 | Reviews: 20 | Hüte: 141
So, wie versprochen nun auch meine Rückmeldung zu deiner Kritik von "Kill Bill- Vol. 1", sittingbull.

Ersteinmal kann ich allen Vorrednern zustimmen, dass deine Idee, die Kritik passend zum Film selbst in kleine Kapitel einzuteilen und diese auch mit netten Überschriften zu versehen, mir wirklich sehr gut gefällt und man darauf bei einer Filmkritik ersteinmal kommen muss!
Diese Kapitel sind darüber hinaus gut gewählt und strukturieren dementsprechend den kompletten Text sehr gut.

Auch dieses mal liest man deiner Kritik auf eine charmante Art und Weise heraus, dass du den Streifen sehr gerne hast und auch dieses Mal überträgt sich dieses Gefühl auch auf den Leser, eben weil du jeden Kritikpunkt sehr locker beschreibst und nicht zu sachlich daherkommst, sondern immer wieder deine persönliche Meinung und Favoriten miteinbringt.
Sehr schön waren auch deine sehr ausführlichen Bezugnahmen auf zahlreiche Charaktere und selbst wenn dieses Kapitel den Text in die Länge zieht, finde ich diese Beschreibungen sehr gelungen, lesenswert und nicht zu ausufernd und somit ist die Textlänge sehr gut zu lesen.

Zwar nennst du dieses Mal desöfteren kleine Spoiler, diese verraten jedoch nur sehr wenig zur eigentlichen Handlung und wirken als gelungene Ergänzungen und wecken mehr Interesse, als das diese von der Handlung vorwegnehmen, also musst du keine Spoiler-Warnung schreiben.

Für mich persönlich ist deine Nennung der "Indiana Jones"-Anspielung das kleine Highlight deiner Kritik, welche einmal mehr sehr lesenswert und emotional, spannend, immer informativ und nachvollziehbar ist und man eine deutliche (positive) Entwicklung von Kritik zu Kritik erkennen kann und du inzwischen wirklich auf einem hohen Niveau bist. Sehr gut!

So und wie immer schreibe ich nun noch meine Meinung zum Film selbst, wobei sich diese wieder sehr gut mit deinen genannten Punkten vereinbaren lässt.
Ich finde, dass man bei diesem Film von Tarantino sehr stark merkt, dass er sich von seinen großen Vorbildern leiten lässt, aber dennoch sein eigenes Werk schafft und dieses wiederum mit zahlreichen Zitaten oder Anspielungen erweitert und somit einen sehr speziellen, aber sehenswerten Film geschaffen hat.
Die Gewaltszenen und der hohe Bluteinsatz sind schon sehr drastisch, aber genau diese machen doch diesen Streifen erst zu dem was er ist und bildet dessen Herzstück.

Die Darsteller finde ich auch passend und gut gewählt und die Kameraeinstellungen konnten mich auch überzeugen, ebenso wie der etwas eigensinnige und untypische Soundtrack, welcher aber trotzdem zum Film passt.
Die beinahe volle Punktzahl würde ich persönlich zwar nicht vergeben, aber ein toller Film ist "Vol.1" schon.
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sittingbull : : Häuptling
20.01.2014 22:56 Uhr
0
Dabei seit: 22.06.13 | Posts: 2.326 | Reviews: 6 | Hüte: 40
@Han

Super! Freue mich mich ultronisch laughing
Ich finde den 2. Teil wirklich toll! Aber er erreicht in meinen Augen noch lange nicht die Genialität des 1. Gerade was die epischen Kämpfe angeht.
Aber er definitiv auch geile Momente! Ganz klar.

@hekra

Dankeschön! smile

@McDivermann

Auch dir vielen lieben Dank! Ich glaube dass wir beide einen recht gleichen Musikgeschmack haben laughing Cool dass sich das auch bei dem Film deckt. "Lonely Shepherd" oder "Dont Let Me Be Misunderstood" in Kombination mit dem Showdown treibt mir immer wieder eine Gänsehaut auf den Körper. Einfach geil.
"Twisted Nerve" und natürlich "Battle Without..." reihen sich da nahtlos ein.

Kill Bill Vol.2
Also ich muss mal gucken ob ich die Zeit dazu finde. Habe ja wie gesagt Zwei Glorreiche Halunken parallel geschrieben & veröffentlich. Ich müsste den Film auf jeden Fall nochmals angucken...! Also mal gucken. Aber danke!
Ich freue mich nämlich sehr, dass der Stil gut ankommt und die positive Resonanz mit Forderung nach Teil 2 lässt mir ja fast keine andere Wahl smile
Kanalratte schmeckt vielleicht wie Kürbiskuchen, aber ich werds nie erfahren, denn ich fress die Viecher nicht
MJ-Pat
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McDivermann : : Intersect
20.01.2014 22:07 Uhr
0
Dabei seit: 16.07.13 | Posts: 600 | Reviews: 13 | Hüte: 10
Eine wirklich toll und locker geschriebene Kritik zu einem sehr guten Film. Beide Daumen hoch!

Besonders cool finde ich das deine Top 3 Songs sich mit meinen überschneiden und ich erstmal wieder den Soundtrack aus dem Regal holen mußte! (Auch wenn ich dabei Gefahr laufe das Pfeifen aus "Twisted Nerve" nicht wieder aus dem Ohr heraus zu bekommen)

Allerdings muß ich jetzt, genau wie Han anmerken: Schade das keinen zweiten Teil der Kritik gibt.
Hilft es vielleicht wenn wir "Bitte" sagen? wink
!! Cpt. Captain, der Captain aller Captains !!
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hekra : : Moviejones-Fan
20.01.2014 21:21 Uhr | Editiert am 20.01.2014 - 21:22 Uhr
0
Dabei seit: 18.07.12 | Posts: 1.382 | Reviews: 0 | Hüte: 17
schöne kritik, die sich mit meiner meinung fast hundertprozentig deckt.
die einteilung in kapitel ist wirklich eine nette idee ;)

wie auch für leia ist auch für mich kill bill vol.1 mein liebster tarantino film - der geht einfach immer!
mein highlight: die anime-szenen über o-rens herkunft - sehr stark erzählt!
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Han : : Space Cowboy
20.01.2014 21:09 Uhr
0
Dabei seit: 14.04.13 | Posts: 1.977 | Reviews: 8 | Hüte: 102
@Häuptling:
Schon gesehen, Feedback folgt ;)

Schade, Vol. 2 in diesem Stil fänd ich ebenfalls klasse! Vor allem weil ich zugeben muss, dass mir diese sogar noch ein winziges bissle besser gefiel als die grandiose Vol. 1. Ich weiß da bin ich recht allein, weil der halt nicht so grandiose Actionsequenzen wie der erst hat, aber z.B. die grausame Lehre des Pai Mei und natürlich das komplette Ende mit Bill inklusive der besten Superman-Erklärung aller Zeiten ist einfach nur genialst! Da sitz ich immer und feier jedes Wort ab laughing

"In der Geschichte passiert alles zweimal. Das erste Mal als Tragödie, das zweite Mal als Farce." - J.J. Abrams

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sittingbull : : Häuptling
20.01.2014 20:54 Uhr
0
Dabei seit: 22.06.13 | Posts: 2.326 | Reviews: 6 | Hüte: 40
@Leia und Han

Vielen lieben Dank für das tolle Feedback! Ich freue mich wirklich sehr dass es euch gefallen hat smile
Und ich freue mich dass euch anscheinend der "angepasste" Stil aufgefallen ist laughing

Kill Bill Vol.2 habe ich eigentlich nicht vor! Habe ja parallel Zwei Glorreiche Halunken veröffentlich und erstmal nicht vor was zu schreiben. Vllt schaut ihr bzw. schaust du ja auch mal vorbei hehe smile

Also nochmals danke Leute!
Kanalratte schmeckt vielleicht wie Kürbiskuchen, aber ich werds nie erfahren, denn ich fress die Viecher nicht
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Han : : Space Cowboy
20.01.2014 17:19 Uhr
0
Dabei seit: 14.04.13 | Posts: 1.977 | Reviews: 8 | Hüte: 102
@Häuptling:
Haha wirklich sehr geil, den Stil mit den Kapiteln auch in die Kritik einzubauen. Auch sonst schließe ich mich Leia an: Geniale Kritik, volle Punkte auch von mir! smile

Witzigerweise fand ich Kill Bill Vol. 1 beim ersten Sichten gar nicht mal so supergut. Erst nachdem ich den 2. Teil sah und dann nochmal den ersten, wurde mir die Genialität des Werkes klar und ich begann es zu lieben. Mittlerweile für mich in der Kombination mit Teil 2 nach Pulp Fiction Tarantinos bester Film und auf jeden Fall ein Meisterwerk! Machst Du Kill Bill Vol. 2 auch noch?

"In der Geschichte passiert alles zweimal. Das erste Mal als Tragödie, das zweite Mal als Farce." - J.J. Abrams

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Leia : : Prinzessin
20.01.2014 11:55 Uhr
0
Dabei seit: 14.04.13 | Posts: 558 | Reviews: 13 | Hüte: 56
Jaaaa!!
Eine Kritik zum für mich besten Tarantino (ich weiß, da raufen sich einige die Haare, aber so sehe ich das) und zu einem meiner Lieblingsfilme generell! Ich habe selbst schon so lange überlegt, eine Kritik darüber zu schreiben, es aber bislang nicht gewagt, weil mir der Film so viel bedeutet.

Und dann kommt der große Häuptling einfach mal so um die Ecke geritten und haut nun dieses Ding hier raus!

Es hat richtig viel Spaß gemacht, diese Kritik zu lesen. Ich liebe es ja, wenn eine Kritik zu einem Film deren Stil/Atmosphäre übernimmt und dies in den Schreibstil mit eingebaut wird. Das beschreibt den Film hundertmal mehr, als jede Detailbeschreibung es könnte.

Das ist definitiv eine Kritik, die dem Film würdig wird, von daher von mir volle Punktzahl.

Hören Sie... ich weiß nicht, wer Sie sind, und auch nicht, woher Sie kommen, aber von jetzt an tun Sie, was Ich Ihnen sage, OK!?!

Avatar
sittingbull : : Häuptling
19.01.2014 19:36 Uhr
0
Dabei seit: 22.06.13 | Posts: 2.326 | Reviews: 6 | Hüte: 40
Ich würde mich sehr über euer Feedback freuen! smile
Kanalratte schmeckt vielleicht wie Kürbiskuchen, aber ich werds nie erfahren, denn ich fress die Viecher nicht
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