Moviejones.de ist ein kostenloses Angebot, welches sich durch Werbung refinanziert. Adblocker minimieren die Einnahmen monatlich um 40%. Wenn du möchtest, dass wir auch in Zukunft unsere Redakteure bezahlen können, deaktiviere bitte deinen Adblocker.

Du willst dennoch keine Werbung oder diese deutlich minimieren?

Hier mehr erfahren
Moviejones finanziert sich nur über Werbung
Möchtest du MJ helfen, deaktivere bitte deinen Adblocker. Falls du dennoch weniger Werbung sehen willst und das sogar kostenlos, erfährst du hier mehr.

Love, Simon

Kritik Details Trailer Galerie News
Berührendes und tiefgreifendes Jugendkino!

Love, Simon Kritik

Love, Simon Kritik
0 Kommentare - 01.11.2018 von HelloMyMedia
In dieser Userkritik verrät euch HelloMyMedia, wie gut "Love, Simon" ist.
Love, Simon

Bewertung: 4.5 / 5

Es ist ein Buch, das eine große Reichweite erlangt hat, und das verfilmt wurde, mit Darstellern, die viele Menschen kennen, mit einer Thematik, die jeden betrifft und erreichen muss. Ohne die dazugehörige Buchvorlage zu kennen, habe ich mir den Film „Love, Simon“ angesehen. Im Folgenden möchte ich den Streifen näher analysieren und mit gleichwertigen Werken vergleichen.

Von der ersten Sekunde an empfängt „Love, Simon“ sein gesamtes Publikum mit offenen Armen. Nick Robinson als Protagonist funktioniert einwandfrei. Er präsentiert sich als offenherzige und nahbare Figur, die wie aus dem echten Leben zu gegriffen sein scheint. Mit seiner sympathischen, leicht schüchternen Persönlichkeit gewinnt er schnell die Gunst des Publikums und es bereitet wahre Freude, diese echte und lebendige Person durch den Streifen zu begleiten. Genau diese herzliche Art und Weise soll es sein, die den Zuschauer nicht mehr so schnell loslassen wird.

Auch das ringumstehende Figurenensemble, welches Simon während seiner Entwicklungsphase zur Seite steht, kann durch seinen Charme und die Mehrdimensionalität punkten. Als jugendlicher Zuschauer fällt es leicht, sich mit ihnen zu identifizieren und sich in die Lage hineinzuversetzen, wie man selbst an ihrer Stelle agieren würde. Sie verhalten sich zu jeder Zeit nachvollziehbar und verständlich und folgen nicht zu klischeebehafteten Rollen, als dass dies schwer ins Gewicht fallen würde.

Während knapp zwei Stunden Lauflänge entwickelt sich eine wilde Achterbahnfahrt aus unterschiedlichen Emotionen, die einem beim Zuschauen unter die Haut gehen. Man kann sich den behandelten Themen nicht entziehen – denn Homosexualität und der Umgang damit ist etwas, was jeden betrifft und womit man sich beschäftigen muss. Dass ein Film in einem so großen Rahmen dermaßen selbstverständlich und offen mit dieser Streitfrage umgeht, ist meiner Meinung nach ein ganz großer Schritt in die richtige Richtung. Der Film vermittelt so viel Witz, Ehrlichkeit und gleichzeitig Mut, sodass jeder seine eigene Botschaft aus „Love, Simon“ schöpfen und in der Realität anwenden kann.

Vorliegendes Werk lädt seine Zuschauerzahl wörtlich zum Dahinschmelzen ein. Obwohl er stellenweise in einen schon bekannten Aufbau hineinrutscht, überzeugt er mit seinem Tiefgang, und beweist, dass manchmal nicht viel nötig ist, um Stoff zum Träumen herzustellen. Er regt in seinem Zuschauer dauerhaft die Motivation, zu sich selbst zu stehen und dem Druck von außen nicht klein beizugeben. Dabei wirkt er zu jeder Zeit, und es gibt kein anderes Wort, womit ich dieses Gefühl definierten könnte, „echt“. Vor allem für die Zielgruppe, an die er gerichtet ist, sollte er viel Nachdenkstoff geben und einen Effekt erzielen.

Trotz seiner Ehrlichkeit und dem Mut hätte ich mir an der einen oder anderen Stelle ein wenig mehr Courage zur Eigenheit gewünscht. Man merkt doch, wie optimistisch der Film erzählt ist und dass sich diese ganze Entwicklung in einem sehr behütenden Umfeld geschieht, in welchem man auch keine größeren Folgen auf ein Outing erwarten würde.

Ja, vielleicht ist „Love, Simon“ teilweise zu kitschig, aber meine Aufgabe ist es, mir abwägend und vergleichend ein Bild von dem Streifen zu machen und das nach außen hin kundzutun. Der Eindruck und das Hochgefühl, welches ich nach Betrachten des Films in mir verspürt habe, schwingen noch rekapitulierend in mir mit. Und wenn „Love, Simon“ es schafft, mich so nachtragend zu beeindrucken, dann rechne ich ihm dies hoch an.

„Love, Simon“ ist berührendes und tiefgreifendes Jugendkino der Extraklasse. Mit einer aktuellen Thematik, charmanten Figuren und einer anregenden Botschaft konnte er mein Herz erobern und noch langwierig im Gedächtnis bleiben.

Love, Simon Bewertung
Bewertung des Films
910
Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie
DVD & Blu-ray
AmazonAmazonAmazonAmazonAmazon

Weitere spannende Kritiken

Ferdinand - Geht STIERisch ab! Kritik

ROTER STAUB

Poster Bild
Kritik vom 15.11.2018 von MobyDick - 4 Kommentare
Hallöchen in die Runde, das ist keine wirkliche Besprechung des Filmes Ferdinand, sondern des 1950er Klassikers "Roter Staub". Da Ferdinand aber zu großen Teilen auf der Dramaturgiue des alten Filmes aufbaut, Roter Staub noch nicht in der Datenbank von MJ ist, dachte ich, mache ich wieder...
Kritik lesen »

Braveheart Kritik

Ein Epos der Sonderklasse!

Poster Bild
Kritik vom 14.11.2018 von sublim77 - 16 Kommentare
Zum Anlass der Veröffentlichung von Outlaw King möchte ich hier einmal den Film näher beleuchten, der (ohne damit zu übertreiben) mein Leben maßgeblich beeinflusst hat: Braveheart Ich muss zugeben, dass ich diesen Film wahrscheinlich nie gesehen hätte, wenn meine dama...
Kritik lesen »
Mehr Kritiken
Horizont erweitern

Was denkst du?