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Mad Max - Fury Road

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Durch die (Produktions-) Hölle und zurück!

Mad Max 4 - Fury Road Kritik

Mad Max 4 - Fury Road Kritik
3 Kommentare - 07.06.2015 von MarvelMan
In dieser Userkritik verrät euch MarvelMan, wie gut "Mad Max - Fury Road" ist.
Mad Max 4 - Fury Road

Bewertung: 5 / 5

George Miller inszenierte 1979 mit dem noch sehr unbekannten Mel Gibson ein wahnwitziges Endzeitepos, das keinerlei Rücksicht auf Charaktertode und irre Ideen gemacht hat. 36 (in Worten sechsunddreißig) Jahre nach dem ersten Teil und zwei weiteren Mad Max Filmen jeweils auch mit Mel Gibson als Titelheld kam dieses Jahr das vierte Abenteuer des Irren in die Kinos - jedoch mit Tom Hardy als Max Rockatansky. Aber warum wurde diese Rolle umbesetzt? Gibson hat Max seinen persönlichen Stempel Aufgedrückt und den Charakter des Irren so eine starke Würze gegeben, er wurde durch diese Rolle Weltberühmt. 1999 hatte Miller erste Ideen für einen vierten Teil, doch es dauerte weitere vier Jahre bis er das Drehbuch fertig hatte und 100 Millionen Dollar vom Studio bekam. Als es kurz vor Drehbeginn dann größere Probleme mit dem Drehort gab stieg Gibson aus dem Projekt aus. Miller gab trotzdem nicht auf und wollte seinen Film auch ohne Gibson realisieren und überarbeitete das Drehbuch nochmals und designte Fahrzeuge. 2010 war es endlich so weit, die Rolle des Mad Max wurde mit dem briten Tom Hardy Besetzt, der kurz darauf weibliche Unterstützung in Form von Charlize Theron bekommen sollte. Ende 2011, acht Jahre nach dem ersten Drehversuchen, begannen endlich die Dreharbeiten zu Fury Road. Ende 2013 gab es Nachdrehs, bis er schließlich in Produktion ging. Handlung: Der Traumatisierte Max Rockatansky (Tom Hardy) streift ziellos durch das kontaminierte Ödland der Zukunft, bis er schließlich brutal eingefangen wird. Als sie in einer zahlreich bewohnten Festung ankommen, wird er geschoren und als menschliches Ersatzteillager eingestuft. Zur gleichen Zeit spricht Immortan Joe (Hugh Keaays-Byrne) zu seinen Anhängern und schickt Imperator Furiosa (Charlize Theron) mit einem riesigen Tankfahrzeug und ein paar Warboys (Joes Soldaten mit Glauben an Walhalla) zum Geschäfte machen los. Als Furiosa die Route verlässt, wird Immortan Joe schnell klar, das sie seine Brüter (junge, gebärfähige Frauen) befreit hat. Als es hektisch wird, will Nux (Nicholas Hoult), einer der Warboys, natürlich mitmischen und Furiosa auch verfolgen. Doch er bekommt noch eine Bluttransfusion vom neuen Blutbeutel (Max), der kurzerhand vorm Wagen gekettet wird. Doch das ist ein schwerer Fehler... Um ehrlich zu sein, war ich anfangs nicht sehr angetan von Tom Hardy (Rock N Rolla, The Dark Knight Rises). In den Filmen die ich zufor mit ihm gesehen hatte, fand ich ihn in seinen Rollen nie sehr berauschend. Doch das hat sich jetzt mit Fury Road drastisch geändert. Als Max Rockatansky strahlt er eine gewaltige Portion Wahnsinn und Coolness aus, so das man ihn nur beeindruckend finden muss. Den gebrochenen Mann, der seine Familie verloren hat und einfach nur seine Ruhe haben will, kauft man Hardy sofort ab. Nach diesem Film muss ich sagen, das Tom Hardy ein würdiger Mel Gibson Nachfolger ist und mindestens genau so viel Wahnsinn ausstrahlt wie der erste Max. Wer der Meinung ist, Max würde nur ein Nebencharakter sein, irrt sich. Es stimmt schon, er bekommt weniger Screentime als in den ersten drei Filmen, doch die restliche Zeit wird mit der brillanten Charlize Theron (Prometheus- Dunkle Zeichen, A Million Ways to Die in the West) als Furiosa gefüllt. Theron als gnadenlose sowie selbstlose Kriegerin ist grandios. Furiosa ist eine gelungene sowie interessante Ergänzung zu Max. Diese beiden bilden ein dynamisches Duo, von dem man gerne mehr sehen möchte. Es gibt kaum ein vergleichbares Gespannt in der Filmwelt, was so hervorragend harmoniert wie Furiosa und Max. Als Gegenspieler wurde Hugh Keays-Byrne (bereits 1979 im Mad Max, aber in einer anderen Rolle) als Immortan Joe verpflichtet, der einen guten job als wahnsinniger Diktator macht. Er startet die gnadenlose Jagd auf Furiosa, um seine Brüter wieder zu bekommen und geht dafür über Leichen. Seine zornigen Augen reichen vollkommen aus, um die ganze Bosheit des Joes hinter seiner makanten Atemmaske wieder zu spiegeln. Nicht ganz so zornig aber dafür umso verrückter sind die Warboys. Einer jener ist Nux, gespielt von Nicholas Hoult (Warm Bodies, X-Men- Zukunft ist Vergangenheit). Er versucht die Gunst seines Führers zu erlangen und macht sich auf Furiosas Jagd, genau wie die anderen. Doch er wird vom Jäger zum Gejagten, da er sich Furiosa und Max anschließt. Seine Rolle ist die wohl witzigste aber auch die überraschendste. Gegen Ende des Films empfindet man sogar Sympathie mit Nux. Meines Erachtens gibt es keinerlei schwächen in George Millers Drehbuch. Er hatte schon in den ersten drei Mad Max Filmen immer mit menschlichen Abgründen gespielt, doch Fury Road übertrifft sie locker. Die Menschen benehmen sich teilweise barbarisch und haben keinerlei Moral sowie Sozialverhalten, bis auf Furiosa und Max. Auf dem von Atomwaffen kontaminierten Land wächst kaum etwas, da der Boden zu sauer ist. So machen sich Not und Hunger breit, was Menschen zu Tieren werden lässt. Genial aber genau so ekelig finde ich die Molkerei. Da es keine Kühe im Ödland gibt, werden kurzerhand Frauen an die Melkmaschinen angeschlossen und deren Muttermilch wird getrunken wie Kuhmilch. Sieht man diese Milchproduktion in Zusammenhang mit den Blutbeuteln, wird sehr deutlich gemacht, wie verzweifelt die Menschen versuchen am Leben zu bleiben. Wenn man dann aber noch die Geschwulste, Wucherungen und Missbildungen an manchen Körper in diesen Film (Immortan Joe und Nux leiden auch darunter) dazu nimmt, Rundet es die Geschichte des radioaktiv verseuchten Landes ab. Die trockene Wüste ist von Miller gekonnt in Szene gesetzt worden und die Verfolgungsjagden quer durch die Wüste machen eine Menge Spaß. Die verrückt und kreativ designten Fahrzeuge bringen Farbe und Kontur in die eintönige Wüstenlandschaft. Meine persönlichen Highlight-Fahrzeuge waren ganz klar der nahezu unzerstörbare Tanklastzug, mit dem Max und Co durch die Wüste jagen sowie der mobile Lautsprecher, von dem man rockige E-Gitarrenmusik (mit Flammeneinlagen) zu hören bekommt. Ich musste immer etwas schmunzeln, wenn ich den vor den Lautsprecher in der Luft baumelnden Gitaristen gesehen und gehört habe. Miller war es wichtig, einen Film mit handgemachter Action zu drehen und größtenteils auf die moderne Computertechnik zu verzichten, was ihm sehr gut gelungen ist. Die CGI Effekte dienen hier hauptsächlich nur zum untermauern der Landschaft (die Festung) und der Witterung (der heftige Sandsturm). Mad Max- Fury Road ist ein bombastisches Actionkino geworden, was man sehr gut genießen kann. Aber warum ist das so? Es liegt am Schnitt und an der Kameraführung! Moderne Actionfilme leiden oft daran, das die Actionsequenzen hektisch zusammen geschnitten werden und die Kamera nah an das Geschehen heranzoomt, als Zuschauer muss man dann echt aufpassen, das man nicht den Faden verliert. In längeren Actionszenen ist das nervig und anstrengend. Bei Fury Road kann man total entspannen und überschlagende Autos sowie Schießereien und Explosionen auf sich wirken lassen. Hier sind die Schnittsequenzen deutlich länger und die kamera fängt ein größeres Bild der Umgebung ein. Wahnsinn wird in diesem Film groß geschrieben. Mit einem bisherigen Einspielergebnis von ca. 307 Millionen Dollar und Produktionskosten in Höhe von 150 Million Dollar entwickelt sich Fury Road zu einem finanziellen Erfolg und der angedachte fünfte und sechste Teil rücken in greifbarer Nähe. Ein Kinoticket für Teil fünf wäre von mir so gut wie gekauft. Zum Guten Schluss kann ich nur ganz klar meine Empfehlung für Mad Max- Fury Road geben. Kranke sowie faszinierende Ideen kombiniert mit atemberaubender Action und coolen Fahrzeugen sowie eine hervorragende Geschichte und einen grandiosen Max Rockatansky machen diesen Film zu dem Besten, den ich seit langer Zeit gesehen habe. Ich gebe ohne wenn und Aber 10 von 10 Punkten!

Mad Max 4 - Fury Road Bewertung
Bewertung des Films
1010
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3 Kommentare
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MarvelMan : : HERO for hire
25.06.2015 12:36 Uhr
0
Dabei seit: 07.04.13 | Posts: 1.300 | Reviews: 21 | Hüte: 12
@Hanjockel79

Danke für den Hut, freut mich das dir die Kritik gefaffel hat!

Du hast eine Menge Fan-Wissen, beeindruckend.
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Hanjockel79 : : Moviejones-Fan
08.06.2015 17:27 Uhr
0
Dabei seit: 05.09.13 | Posts: 4.750 | Reviews: 36 | Hüte: 236
@ MarvelMan
Miller war es wichtig, einen Film mit handgemachter Action zu drehen und größtenteils auf die moderne Computertechnik zu verzichten, was ihm sehr gut gelungen ist. Die CGI Effekte dienen hier hauptsächlich nur zum untermauern der Landschaft (die Festung) und der Witterung (der heftige Sandsturm).

Das ist so im großen und ganzen die Essenz, die den Film so ultra geil macht und wesewegen ich George Miller am liebsten einen "Interceptor Gedenkschrein" bauen würde. Schön geschrieben diese Stelle. Das ist einfach Pflicht das dies gesondert würdigt wird und der Film nicht wie bei 80% der Casual Kinogänger als für heutzutage selbstverständlich angesehen wird. Es war echte Handarbeit, vor allem auch die ganzen geilen Karren zu bauen.

Um ehrlich zu sein, war ich anfangs nicht sehr angetan von Tom Hardy (Rock N Rolla, The Dark Knight Rises).

Ja das ging mir auch so, das ich vor allem nach dem Auftritt als Bane etwas skeptisch war ob es Tom Hardy packt Mel Gibson zu ersetzen. Aber dann dachte ich an andere Highlightfilme mit Hardy wie Bronson aber vor allem den Warrior Film wo er gegen seinen Bruder im ultimate Fighting antrat und dann wurde mir klar: Jo das hat Potenzial. Aber als ich den Film dann zum ersten mal sah im Kino, war jede skepsis wie weg geblasen. Mad Max Fury Road rockt die Bude und an Mel Gibson habe ich schon nach 10 Minuten Film gar nicht mehr zurück gedacht. Ich finde sogar Hardy und Theron teilen sich 50:50 den Film. Er hat seine geilen Szenen, sie die ihren. Auf jeden Fall aber war es am Ende Max um den sich alles drehte.

Den Teil mit der Milchproduktion, den Blutbeuteln und den Geschwulsten habe ich mir ausgerechnet kurz vorm Mittagessen durchgelesen. Egal Essen war totzdem lecker.^^ Ich fand jetzt die ganzen Muttermilch Szenen weniger schlimm im Film. Ist halt so. Muttermilch ist Natur. Die haben wir alle irgendwann mal literweise "gesoffen" früher.^^ Wo ich immer ganz sensibel bald zusammen klappe ist wenn es um so Sachen wie den menschlichen Blutbeutel geht. Da bin ich immer gleich ganz marode, und wie er sicvh dann später im Film den Schlauch raus zieht. Eijeijeijei, AuA!^^

Meine persönlichen Highlight-Fahrzeuge waren ganz klar der nahezu unzerstörbare Tanklastzug, mit dem Max und Co durch die Wüste jagen sowie der mobile Lautsprecher, von dem man rockige E-Gitarrenmusik (mit Flammeneinlagen) zu hören bekommt.

Sehr geil ist ja das George Miller und sein Filmteam jedes kleinste Detail, ob Hintergrundstories für Charaktere wie den Gitarristen als auch für die ganzen Fahrzeuge ausgearbeitet haben. So hat jedes einzelne von dir beschriebene Fahrzeug seinen eigenen Namen.

Der Tanklastzug bzw. diese fahrende brachiale Festung von einem Truck (dagegen wirkt der aus Mad Max 2 wie ein Matchbox Modell^^) nennt sich The WAR RIG (übersetzt vermutlich: der Kriegssattelzug).

Dann dieser abgefahrene Doppeldecker Caddilac Monsertruck von Immortan Joe, der hat einen ebenso wahnsinnigen Name: The Gigahorse^^

Oder der von dir genannte "mobile Lautsprecher", bzw. dieses "moderne Kriegstrommelgerät trägt den Name The Doofwagon (was sinngemäß übersetzt wohl soviel heißt wie, Der Partywagen. echt krank^^)

Das weiß ich aus dem Vehicle Special Video. Oder die ganzen kranken Beziehungen der Charaktere. Immortan Joes schießwütiger unheimlicher Waffenbruder Major Kalashnikov.^^ Immortan Joes großer bulliger Titan von einem Sohn trug wiederrum den lustigen Name Rictus Erectus usw. Einfach sauviel feine Details, wo jede Menge Ideenfluss zu nötig ist. Mehr Fanservice geht nicht. So wird um den Film herum quasi wie ein kleines Franchise Universum aufgebaut. George Miller und sein Team sind einfach richtig cool drauf. Sehr gerne viel mehr davon! :-D

HAMMERGEILER Film. Bisher die klare Nummer 1 in 2015 für mich was die Qualität und den Wiedersehwert betrifft. Ein in sich total rundes Action Schlachtfest der Premiumklasse, gerade für dieälteren Kinogänger, einfach traumhaft. Ein Inferno der "gewaltigen" Action.^^ Da ist es mir ganz egal ob dann irgendwer so Sachen sagt wie: "Ööööööööh, der hat aber noch nicht so viel eingespielt wie andere Filme, öööööhhhh *klugscheiss* (mit in den Himmel ragender Nasenspitze)!" Na und? Dafür waren die Filme die mehr eingespielt haben lange nicht so geil wie dieser Film! :-D

Drauf geschissen ob es das Bewertungssystem nicht mehr gibt für die Kritiken. Für die Kritik zieh ich dir einen Hut über und das praktischwerweise in deinem Kommentar. Ich freue mich schon richtig fett auf den nächsten Mad Max Film. :-D
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MarvelMan : : HERO for hire
07.06.2015 19:16 Uhr
1
Dabei seit: 07.04.13 | Posts: 1.300 | Reviews: 21 | Hüte: 12
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