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Verdammte Zwiebelschneidende Ninjas!

Oben Kritik

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0 Kommentare - 02.04.2012 von Rinzler07
In dieser Userkritik verrät euch Rinzler07, wie gut "Oben" ist.

Bewertung: 4.5 / 5

[b][i]Ellie[/i] und [i]Carl[/i] lernten sich im Kindesalter kennen, und verliebten sich bald ineinander. Sie heiraten und stehen alle Schwierigkeiten gemeinsam durch, doch ihren gemeinsamen Traum, an die Paradiesfälle in Südafrika zu ziehen, konnten sie sich nicht erfüllen. So kommt es, dass die Zeit viel zu schnell verging, Ellie ist mittlerweile verstorben, Carl ein alter Mann, und ihr gemeinsames Haus soll abgerissen werden. So entschliesst sich Carl, hunderte von Ballons an seinem Haus zu befestigen und zu den Fällen zu fliegen. Eher unfreiwillig wird er vom dicklichen Pfadfindejungen [i]Russel[/i] auf seinem Abenteuer begleitet.[/b] [i]Pixar[/i], bekannt dafür, wunderbar animierten Figuren eine starke emotionale Bindung zu geben und sowohl Kinder, als auch Erwachsene gefühlvoll emotional zu berühren, zum lachen, zum weinen und zum mitfiebern zu bringen, hat es mal wieder geschafft. Ihr [i]Oscar[/i]-nominierter Animationshit lässt einem tieftstes Mitgefühl empfinden für die, die in unserer Gesellschaft ja eher belächelt werden: Senioren. So ergeht es auch Carl, wird er doch am Anfang ja von Polizisten oder Beamten eher nicht sonderlich ernst genommen, er wird wie ein seniler Greis behandelt. Aber [i]Oben[/i] erinnert daran, dass alte Menschen ihre eigene Geschichte haben, ob erfüllend oder nicht. Auf Carl trifft wohl irgendwie beides zu. Er hatte ein schönes Leben mit einer liebenden Frau, doch irgendwas fehlte, und nun ist er zu alt. Die ersten 10 Minuten, welche die Liebesgeschichte der beiden erzählen, ist wohl an sich das berührendste des gesamten Films, wenn nicht sogar eine der rührendsten Liebesgeschichten der letzten Jahre, dabei geht sie gerade mal 10 Minuten. Selbst ein Freund von mir, der in der Regel kaum zu packen ist von solchen Geschichten, meinte nur: "Diese verdammten Zwiebelschneidenden Ninjas!" Besonders überrascht hat mich am Film, dass es viel zu oft um Probleme geht, die kleine Kinder noch nicht verstehen können. Ob es die Tatsache ist, sich auf ein gemeinsames Kind zu freuen, ehe man erfährt, das die Schwangerschaft nur ein Fehler war und die Frau in Wahrheit gar nicht schwanger werden kann, das Gefühl, etwas im Leben verpasst zu haben, oder allein das versehentliche Umfahren des alten, liebevoll gemeinsam angemalten Briefkastens, dies sind Dinge, die Kinder eigentlich so noch nicht nachvollziehen können. Aber dies ist eine Angewohnheit, die Pixar bei ihren letzten Arbeiten [i]Wall-E, Toy Story 3 und Oben[/i] schon häufig hatte. Es kommt immer das Gefühl rüber, als ob Pixar mit jedem nächsten Projekt ein bisschen reifer und erwachsener sein möchte, immerhin werden immer mehr Erwachsenen-Probleme behandelt. Aber wie zum Beispiel zuvor bei Wall-E, konnte Oben das auch nicht halten. Sind es bei Wall-E auf einmal Menschen, die in der Mitte des Films plötzlich die melancholische Atmosphäre stören, sind es bei Oben plötzlich sprechende Hunde und witzige bunte Vögel. Die sind zwar super komisch, passen aber irgendwie nicht in diesen bis dato sehr schönen Film. Dies stört aber nicht das Gesamtbild, denn Oben zeichnet, wie bei jedem Pixar-Hit, die super Story, zu der ich nicht mehr eingehe, weil die einfach toll ist, Schluss, die einfühlsamen Charaktere, eine schöne Botschaft für Jung und Alt, das man nie zu alt für das Erfüllen seines Traumes ist, und vielen Lachern. Allerdings würde ich mir wünschen, das Pixar bei seinen zukünftigen Projekten konsequenter mit der reiferen Aussage ist. Weil das bei Oben nur zur Hälfte gemacht wurde, muss ich leider einen Punkt abziehen, daher gebe ich [i]Oben[/i] [b]9 von 10 Punkte[/b].

Oben Bewertung
Bewertung des Films
910

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