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Resident Evil - Afterlife

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Resident Evil - Afterlife - Kritik

Resident Evil - Afterlife Kritik

Resident Evil - Afterlife Kritik
0 Kommentare - 14.01.2021 von ProfessorX
In dieser Userkritik verrät euch ProfessorX, wie gut "Resident Evil - Afterlife" ist.

Bewertung: 3 / 5

Nachdem das T-Virus fast die gesamte Menschheit ausgelöscht hat und eine Zombie-Epidemie die Erdbewohner zum großen Teil muntieren lies, stellt sich die über Superkräfte verfügende Alice (Milla Jovovich) dem Leiter der Umbrella Coperation Albert Wesker (Shawn Roberts) entgegen. Nach ihrem Kampf gelangt Alice nach Los Angeles, wo es noch Überlebende der Apkalypse geben soll

irgendwie ist Resident Evil - Aftlerlife ein Film, der komplett in seinem Zeitgeist entstanden ist. Was sich jetzt erstmal wie so gar keine Erkenntnis anhört, ist in der Tat auch nicht wirklich eine. Dennoch umschreibt es den Zustand des Films recht treffend würde ich meinen. Denn ja, diese "Handlung", ist eigentlich nur Mittel zum Zweck um endlich mal wieder hirnloses Geballer zu zelebrieren. Und dabei verliebt sich Paul W. S. Anderson, der hier nun (endlich) wieder auf den Regiestuhl zurückkehrt, vor allem in eines: Zeitlupen. Ja, der Film hat unzählige davon. Was zunächst wie ein lustiges Trinkspiel mit Freunden anmutet, ist im Endeffekt ziemlich selbstzerstörerrisch. Und am Ende bleibt die Frage, wieviel eigentlichen Film man noch gesehen hat.

Trailer zu Resident Evil - Afterlife

Darüberhinaus setzt auch dieser Teil auf altbewährte Stärken des Franchise und präsentiert uns schon wieder eine Gruppe austauschbarer Überlebender. Im Endeffekt weiß ich jetzt schon nicht mehr, wer eigentlich da in dieser Gruppe so agierte. Dennoch blieb ein Meta-Kommentar über Hollywoodproduzenten in Form von Bennett (Kim Coates) nicht unbemerkt. Ob das jetzt unfreiwillige, oder freiwillige Ironie ist, sei mal dahingestellt. Aber es hat zumindest bei mir funktioniert. Unterdessen hat sich auch das Overacting der Akteure kein bisschen gewandelt und wird auch in diesem Teil in einer Form zelebriert, für welche sich andere Filme schämen würden.

Shawn Roberts gibt hier das peinlichste Matrix-Cosplay aller Zeiten und trägt in Gedenken an Neo zu jeder Tageszeit, in jedem Raum eine Sonnenbrille um seine Coolness zu untertreichen. Dabei kann man ihn zu keinem Zeitpunkt ernstnehmen, und muss unweigerlich anfangen zu lachen sobald er das Bild betritt.

Und irgendwie scheinen auch die Zombies ihren tollen Romero-Charme eingebüßt zu haben. Ob es jetzt nur ein Gefühl ist, oder es tatsächlich kalkuliert inszeniert wurde, mag ich an der Stelle nicht zu beurteilen. Aber dennoch hatte ich den Eindruck, daß sie tatsächlich bewegungstechnisch von Anderson angepasst wurden. Fraglich bleibt auch, in wie fern man denn Zombies einfach erschießen kann. Aber das sollte vielleicht eine allgemeine Frage bleiben. Denn mit Logik kommt man hier nicht weiter.

Ansonsten liebt Anderson es irgendwie Computersequenzen mit einem Computer zu inszenieren. Ist vielleicht schwer nachvollziehbar was ich damit meine. Aber wer den ersten Teil gesehen hat und weiß wie dort dem Zuschauer vermittelt wird, wo die Protagonisten sich gerade befinden, wird wissen was ich meine. Was vielleicht Anfang der 2000er Jahre noch cool war, ist spätestens hier einfach nur trashig. Und auch zum dritten, oder schon vierten Mal, hinterlässt Anderson einen Teaser für den Nächsten Film.

Das hört sich jetzt alles ziemlich furchtbar an. Und ja, daß ist es auch. Zumindest wenn man das ernst nimmt. Ich für meinen Teil sehe in Resident Evil: Afterlife den üblichen Trash. Wentworth Miller kann abermals Überzeugen, wobei er eigentlich auch hier wieder sich selber verkörpert. Prison Break lässt Grüßen. Und geht es dann aufs Finale zu, so bekommen wir tatsächlich ein wirklichen "Bosskampf" gegen irgendsoein überdimensional großes Kloppemonster. Nun, "Bossgegener" aus Videospielen so zu inszenieren ist mal wieder eine herrlich beschissene Idee, die Freude macht.

Und genau das ist es am Ende einfach. Viel zu viel Freude. Völlig banales, inhaltsleeres Machwerk, dessen "Handlung" nur als Konstrukt dient, um mal Zombies abzuballern. Ein wenig an Charme verloren hat es schon, und auch sind die ständigen Slow-Motions, die vermutlich dem damaligen 3D Hype entsprangen, ein wenig anstregend. Wer sich also berieseln lassen will, und nicht nach innerer Logik stochert, der wird an Resident - Evil Afterlife seine Freude haben. Nie war Milla Jovovich platter. Doch sollte man sich wirklich über diese Form von Film aufregen? Ich denke nicht.

Resident Evil - Afterlife Bewertung
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610
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