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Spider-Man 3

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Spider-Man 3 Kritik

Spider-Man 3 Kritik

Spider-Man 3 Kritik
0 Kommentare - 11.09.2021 von ProfessorX
In dieser Userkritik verrät euch ProfessorX, wie gut "Spider-Man 3" ist.

Bewertung: 3.5 / 5

Für Peter Parker (Tobey Maguire) könnte es nicht besser Laufen: Sein Alter Ego Spider-Man wird zum Ehrenbürger von New York ernannt, der Daily Bugle nimmt ihm seine Fotos von Spider-Man immer noch gerne ab und auch seine Beziehung zu Mary Jane Watson (Kirsten Dunst) könnte nicht besser laufen. Doch es brauen sich neue Bedrohungen zusammen, denn ein mysteriöses Alien landet auf der Erde und nimmt Peter Parker in Besitz. Zudem hat auch Harry Osborn (James Franco) noch eine Rechnung mit seinem Kindheitsfreund offen und sinnt auf Rache für den Tod seines Vaters. Ein aufstrebender Fotograf namens Eddie Brock (Topher Grace) will Peter seine Stellung beim Daily Bugle streitig machen. Als wäre das nicht schon genug, erfahren Peter und May (Rosemary Harris), daß die Polizei den falschen Mann für den Mord an ihrem Geliebten Ben (Cliff Robertson) gefasst hat und der wahre Täter ein Kleinverbrecher namens Flint Marko (Thomas Haden Church) sei.

Ähnlich wie seine Hauptfigur nun, ist Spider-Man 3 eigentlich ein Werk mit gespaltener Persönlichkeit: Einerseits muss man den Film für seine Ästhetik und seine Konsequenz loben. Anderseits quetscht der Film Unmengen an Handlungssträngen in ein Fass, daß zum Überlaufen droht. So muss Peter Parker erneut seine Arbeit, sein Alter-Ego und sein Liebesleben unter einen Hut bringen. Als wäre das nicht schon genug, kommt mit dem Charakter Venom, nun ein neues Element in den Film, daß den Hauptcharakter zusätzlich zu den genannten Plotpoints noch vereinnahmt. Dabei tut sich auch schon eine große Schwäche des Filmes auf. Denn Venom wirkt als Charakter nicht nur recht uninspiriert und langweilig, sondern man merkt dem Film an, daß er eigentlich zunächst gar nicht geplant war. Dies liegt unter anderem daran, daß der Film so wie er ist, auch ohne Venom hätte funktionioeren können. Die generelle Antipathie Raimis dem Charkater gegenüber mal außen vorgenommen, ist Venom hier primär nebensächlich.

Trailer zu Spider-Man 3

Zwar schafft der Film es Eddie Brock gut zu etablieren und seine Wandlung zum sinistren Schurken nachvollziehbar zu gestalten, auf der anderen Seite wirkt dies alles auch ein wenig gehetzt und so hätten sowohl Brock als auch Venom mehr Zeit gebraucht sich in dem Film entwickeln zu können. Topher Graces Darstellung als schmieriger Fotograf lässt ihm ob der Schreibe des Charakters wenig Raum um wirklich groß zu glänzen. Er macht jedoch das Beste aus dem ihm gegebenen Material. Wesentlich besser funktionieren dabei die anderen Schurken im Film. So gelingt es Thomas Haden Church trotz seiner hühnenhaften Austrahlung einen wirklich faszinieren Schurken zu entwickeln. Sein Flint Marko ist ein Opfer seiner Umstände, wenngleich er ab einem gewissen Zeitpunkt zum Täter wird. So kreiert der Film eine komplexe Figur, deren Motivation und gebrochene Art sehr nahbar und menschlich wirkt und mit zu dem Besten gehört, was die Trilogie zu bieten hat.

Weiterhin geht auch die Rechnung der Macher hinter der Entwicklung von Harry Osbron auf. So bekommt Harry Osborn nach dem Ende des zweiten Teils eine sehr tragische Geschichte zugeschrieben. Der Mörder seines Vaters bleibt nach wie vor sein Bester Freund. Auch im Hinblick auf diese Entwicklung geht dieser Film noch einen Schritt weiter und gibt Francos Charakter einen wirklich faszinierenden Arc. In manchen Momenten wirkt der Film dadurch ziemlich Überladen und kommt auch nicht ohne die ein oder andere Länge aus. Über Kirsten Dunsts Figur lässt sich auch im dritten Teil nicht wirklich viel postives sagen. So verkommt sie abermals zur Jungfrau in Nöten, deren Herz zwar dieses mal nicht verloren geht, aber ihre Bedrüfnisse abermals eher narzisstischer Natur sind. Dabei karikiert der Film fast schon unfreiwillig den klassischen Superhelden-Love-Interest, ohne es eventuell sogar zu bemerken.

Gerade im Hinblick auf den Eingangs erwähnten Venom-Charakter schafft der Film es den Zuschauer mit wirklich faszinierenden Momenten zu erstaunen. Es hat etwas sehr surreales, wenn Peter Parker eine plötzliche Wandlung erfährt, die in einigen sehr seltsam anmutenden Montagen zusammengefast werden. So gelingt es dem Film zwar in diesen Momenten zu unterhalten, doch man fragt sich auch die Ganze Zeit dabei, was davon jetzt eigentlich ernst zu nehmen ist. Auf der anderen Seite ist die Gestalt von Venom selbst, weniger beeindruckend in visueller Hinsicht. Hier hätte der Film mit seinem doch recht großen Budget wesentlich mehr raushauen können.

In vielen Momenten tut der Film aber auch gut daran, eben nicht zu viel Action zu präsentieren. Das hat schon den Vorgänger ausgemacht und wird hier quasi auf die Spitze getrieben, in dem man durchaus wirklich große Actionsequenzen präsenieren könnte, dies aber zu Gunsten der dringend benötigten Charkaterarbeit außen vorlässt. Daran erkennt man ganz gut, wie viel Probleme Raimi damit hat die passende Balance aus diesem Schauspiel zu finden. Doch irgendwie hat man den Eindruck er habe das gut geschafft und auch beliebte Charaktere aus den Vorgängern schaffen es abermals den Zuschauer in ihren Bann zu ziehen. Allen voran natürlich J.K. Simmonss ikonische Darstellung.

Dieser Film wird vermutlich ewig ein umstrittenes Werk sein. Doch auch Jahre nach seiner Veröffentlichung ist er lange nicht so grauenhaft wie sein Ruf. Gemessen an anderen Filmen wirkt Spider-Man 3 eben nicht wie der oft verschmähte Clusterfuck, sondern primär wie ein würdiger Abschluß einer Trilogie, der zwar den Hauptcharakteren nicht mehr viel Raum für Entwicklung gibt, aber dennoch seine Stärke aus einigen Antagonisten ziehen kann. Der übrige Cast ist konstant unterhaltend und in manchen Momenten wirkt das Gefüge unfreiwillig komisch. Dennoch kann der Film auch mit Dramatik, guter Action und einigen wirklich sehr stark inszenierten Szenen aufwarten, die mit zu den einprägsamsten der gesamten Trilogie gehören.

Spider-Man 3 Bewertung
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