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Stirb langsam

Kritik Details Trailer Galerie News
"Das war Gary Cooper, du Arschloch."

Stirb langsam Kritik

Stirb langsam Kritik
16 Kommentare - 29.12.2017 von Silencio
In dieser Userkritik verrät euch Silencio, wie gut "Stirb langsam" ist.

Bewertung: 5 / 5

„Stirb Langsam“

Für den New Yorker Cop John McClane läuft es nicht besonders gut: Weihnachten in einer fremden Stadt, seine Frau hat seinen Namen abgelegt, auf einer Weihnachtsfeier voller Yuppies – und dann brechen auch noch Terroristen in das Hochhaus, in dem er sich gerade befindet, ein und nehmen Geiseln. Im Unterhemd, ohne Schuhe, bewaffnet nur mit seiner Dienstpistole nimmt McClane den aussichtslosen Kampf auf. Als einzige Unterstützung von außen bleibt McClane nur der Schreibtischcop Al, der ihm über Funk beiseite steht. Kann McClane diese Nacht überleben und seine Frau retten?

Eigentlich kann man nichts mehr zu „Stirb Langsam“ sagen, was nicht bereits überall gesagt wurde: Regisseur John McTiernan hat einen absoluten Klassiker der (Action-)Filmgeschichte hingelegt, der oft kopiert, aber nur selten (vielleicht sogar gar nicht) erreicht wurde. Nach den von Supermenschen wie Arnold Schwarzenegger bevölkerten Filmen der 80er, die McTiernan ein Jahr zuvor mit „Predator“ bereits effektiv in den Ruhestand beförderte, wandelte sich der Actionfilm hier endgültig zum Vehikel für „everyman“-Helden. Das funktioniert nicht nur wegen McTiernans unglaublichem Gespür für Inszenierung, sondern vor allem wegen seiner Geheimwaffe: Bruce Willis. Mittlerweile unvorstellbar, aber zur Zeit der Dreharbeiten war Willis keine sichere Bank. Immerhin war er zuvor nur Fernsehdarsteller, was in den 80ern noch ernsthafte Bedenken auslöste, der zudem noch winzig aussah im Vergleich zu einem Sylvester Stallone oder dem zuvor genannten Arnold Schwarzenegger. Im Gegensatz zu denen spielte Bruce Willis hier aber einen richtigen, dreidimensionalen Charakter, der zweifeln, sogar verzweifeln darf, im Angesicht der Übermacht, die sich gegen ihn gestellt hat. Der Actionheld ist plötzlich keine bloße Machtphantasie mehr, vielmehr wird er zur Identifikationsfigur, deren überleben, wenn man mal von den existierenden Sequels absieht, nie gesichert zu sein scheint.

Ein Held ist aber natürlich nur so stark wie sein Gegenspieler. Und selten hat man einen Gegenspieler wie Hans (deutsche Fassung: Jack) Gruber zu Gesicht bekommen. Mit sardonischem Grinsen von Alan Rickman zur Perfektion gespielt, geht von Gruber gleichzeitig eine Weltgewandtheit, sowie eine Aura der Gefahr aus. Mit wenigen Pinselstrichen wird Gruber so zum optimalen Gegenspieler für McClane gezeichnet. Wo McClane im schmierigen Unterhemd unterwegs ist, trägt Gruber Maßanzug. Während McClane alleine unterwegs ist, hat Gruber eine Gruppe von beinharten Henchmen, die er jedem Problem entgegenwerfen kann. Nicht umsonst war „Stirb Langsam“ nicht nur für den Hauptdarsteller, sondern auch für Alan Rickman das Trittbrett zur großen Hollywoodkarriere.

McTiernan und sein Kameramann Jan de Bont, der später bei der „Die Hard on a bus“-Variante „Speed“ Regie führen sollte, erreichen dies, indem sie sich bemühen McClane durchgehend isoliert und eingeengt zu zeigen, selbst bevor Gruber und seine Jungs anfangen im Nakatomi Plaza rumzuballern. So zieht sich dann auch ein Gefühl der Klaustrophobie („Jetzt weiß ich, wie sich ein Rohrpostbrief fühlt!“) durch den Film, dass die Spannung fast unerträglich werden lässt. Generell beweist das Zweiergespann eine Vorliebe für etwas „künstlerische“ (eigentlich: klassischere) Bildgestaltung, mit ihrer vom Film Noir inspirierten Beleuchtung (besonders Fritz Langs „Heißes Eisen“ scheint Pate gestanden zu haben) und klaren Bildsprache. Wenn jemand den alten Spruch „Show, dont tell“ auspackt, dann meint er genau das hier! „Stirb Langsam“ ist der beste Beweis dafür, dass man auf den Actionfilm nicht herunterschauen muss, denn auch hier kann handwerklich-künstlerisch hochwertiges geschaffen werden, wenn man die richtigen Leute ranlässt.

All das wäre natürlich aber nicht den Klassikerstatus wert, würde das Drehbuch nicht stimmen. Dieses arbeitet aber mit einer uhrwerkartigen Präzision, die Grubers Plan alle Ehre macht. Nicht eine Szene, nicht eine Dialogzeile ist überflüssig, nichts könnte gestrichen werden, ohne dass alles in sich zusammenfällt. Jeder Storybeat passiert genau zu dem Zeitpunkt, zu dem er passieren muss: läuft der Film Gefahr langweilig zu werden, weil McClane auf sich alleine gestellt ist, stellt der Autor ihm Polizist Al Powell zur Seite, dem er sich anvertrauen kann. Droht der Plan Grubers auf eine unüberwindbare Hürde zu treffen, verschafft ihm das FBI genau zum richtigen Zeitpunkt ein Weihnachtswunder. Die beiden Autoren, Steven E. De Souza (auch Autor des unterhaltsamen „Das Phantom Kommando“ mit der steirischen Eiche) und Jeb Stuart („Auf der Flucht“), haben den Plot zu jeder Sekunde im Griff. Davor muss man den Hut ziehen.

Herausgekommen ist ein wegweisender Film, der auch fast 30 Jahre nach seinem Erscheinen immer noch frisch und unverbraucht wirkt und sich vor der Flut an Special Effects geladenen Blockbustern von heute nicht verstecken braucht. Es gibt durchaus spektakulärere Actionfilme, aber bessere? Das wage ich zu bezweifeln.

Prädikat: Besonders geil.

Stirb langsam Bewertung
Bewertung des Films
1010
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16 Kommentare
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Silencio : : Moviejones-Fan
28.12.2018 17:10 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 1.289 | Reviews: 45 | Hüte: 116

TiiN:

Dann habe ich dich im ersten Absatz einfach nur falsch verstanden, nix für ungut. zum Rest: müssen wir uns einfach aufs Uneinigsein einigen. Und Danke, 1000 jetzt voll. laughing ;)

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TiiN : : Goldkerlchen 2019
28.12.2018 14:55 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 4.217 | Reviews: 101 | Hüte: 161

@Silencio

Natürlich gibt es bestimmte handwerkliche Belange wo man festmachen kann, dass ein Drehbuch besonders gut, mäßig oder schlecht geschrieben ist. Das sehe ich auch so und das von Stirb langsam gehört sicherlich zu den besseren Drehbüchern. Noch deutlicher wird es, wenn man den Blickwinkel auf Actionfilme beschränkt. Trotzdem ist es dann ein subjektives Empfinden, ob jemand auf einer großen Skala etwas nun mit 10, 9 oder 8 von 10 Punkten bewertet. Das kann man auch an keinen Maßstäben festmachen. Würde die Skala nur von 1 bis 3 gehen (schlecht, mittel, gut) wäre das etwas anderes.

Zum zweiten Absatz: Ja das kann man natürlich als Kritik an der Bundesbehörde sehen, ist auch nicht verkehrt. Aber trotzdem hat der Film meiner Meinung nach hier seinen Stil zeitweise verlassen und hätte diese, nennen wir es mal "kritische Betrachtung der Bundesbehörde" durchaus cleverer schreiben und inszenieren können.

Aber hier werden wir wohl nicht auf einne Nenner kommen. Müssen wir ja auch nicht. Ich mag den Film ja auch sehr gerne und finde ihn ziemlich klasse. Wollt nur neben dem ganzen Lob auch kritische Themen angesprochen haben.

BTW: Ich sehe du bist kurz vor deinem 1000. Beitrag, in diesem Sinne schonmal herzlichen Glückwunsch! smile

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Silencio : : Moviejones-Fan
28.12.2018 09:27 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 1.289 | Reviews: 45 | Hüte: 116

TiiN:

"Letztendlich ist alles ein persönliches Empfinden und eine persönliche Wertung. Es gibt kein Maßstab wo man sagen kann, dass Drehbuch ist eine 10 von 10 oder etwas weniger - jeder entscheidet das für sich persönlich."

Mit solchen Aussagen habe ich arge Probleme, denn die Implikation ist, dass es eigentlich gar keine Regeln (oder meinetwegen Prinzipien) gäbe. Das ist aber einfach nicht richtig, denn es gibt durchaus einen breiten Konsens darüber, wie ein gutes Drehbuch (und generell: eine gute Geschichte) aufgebaut ist. Bevor jetzt "Aber Film X weicht davon ab und ist trotzdem gut" kommt: ja, Ausnahmen bestätigen die Regel und die Ausnahmen funktionieren meistens, weil sie auf eben diese Konventionen reagieren und antithetisch zu denen aufgebaut sind.

Zum zweiten Absatz:

Ja, das sind aber beides Stereotypen, Ellis ist nicht mehr Charakter als die Johnsons es sind. Er ist nur Schmierstiefel, der gekokst hat. Die Johnsons sind nur kriegsgeile Regierungsbeamte. Könnte es nicht (eine leichte Form der) Kritik sein, wenn sich die Macher dazu entschließen, die Regierung auf diese Weise darzustellen? Und mal davon ab: eine misstrauische Darstellung der Regierungsbehörden im Allgemeinen und des FBI im Speziellen hat doch eine lange Tradition (im Fall des FBI nicht ganz so lange, weil es das nicht so lange gibt) in der amerikanischen (Pop-)Kultur, da verortet sich "Stirb Langsam" doch in einem breiten Feld...

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TiiN : : Goldkerlchen 2019
27.12.2018 19:21 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 4.217 | Reviews: 101 | Hüte: 161

@Silencio

Letztendlich ist alles ein persönliches Empfinden und eine persönliche Wertung. Es gibt kein Maßstab wo man sagen kann, dass Drehbuch ist eine 10 von 10 oder etwas weniger - jeder entscheidet das für sich persönlich.

Daher ist es auch mein persönliches Empfinden, was Ellis und die beiden Johnsons angeht. Aber ich kann das auf ihre jeweiligen Rollen zurückführen: Ellis ist ein Angestellter, ein Schmierstiefel, er hat gekokst. Natürlich ist der so schräg drauf in dieser Drucksituation. So wird er einem schon ganz am Anfang auf der Party vorgestellt.
Die beiden Johnsons dagegen sind FBI Agenten. Sie repräsentieren den Inlandsgeheimdienst der USA. Eine Institution, welche Investigation und Gesetz repräsentiert. Aber die beiden Agenten wirken schmierig und zum Ende hin ebenfalls als hätten sie gekokst.

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Silencio : : Moviejones-Fan
27.12.2018 17:42 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 1.289 | Reviews: 45 | Hüte: 116

TiiN:

"Das hat auch nix mit Überheblichkeit zutun, sondern sie verkommen zu kriegsgeilen Actionnerds."

EXAKT! laughing

Ne, mir fiel auch nach dem Tippen auf, dass ich das hätte ein bisschen schärfer formulieren müssen. Sie verkommen zu absoluten machohaften Alphamännchen, werden dabei der Lächerlichkeit preisgegeben (dass sie Witzfiguren sind, IST der Punkt... ), stehen damit im Kontrast zu McClane, der ja nur (halbwegs) angemessen auf die Situation reagiert und auch zum Captain, der auf seine eigene Art mit der Situation überfordert ist. Das mag vielleicht auf etwas "breite" Art und Weise geschehen sein, ändert aber nichts an der reinen Konstruktion.

" Aber sowohl der Captain und noch mehr die beiden FBI Agenten können in der Charakterzeichnung dem Rest des Films meiner Meinung nach nicht ganz gerecht werden, weil sie eben sehr klischeehaft daher kommen."

Also... ja, die sind bei weitem nicht so dichte Charaktere, wie bspw. McClane und Powell, das Drehbuch jongliert aber mit so vielen Elementen, da können nicht alle Charaktere mit dem gleichen feinen Pinsel gezeichnet werden. Aber gerade Ellis ist doch auch so eine Figur, die eigentlich nur grob skizziert ist (sleazy yuppie - mehr ist da ja nicht), da stört es dich nicht. Schwierige Frage, warum das glaubhafter ist, als die beiden Johnsons.

Da diskutieren wir wahrscheinlich (mMn) nicht mehr, ob und wie das Drehbuch funktioniert, sondern ob das dem persönlichen Geschmack zusagt. Das ist ein feiner Unterschied - den wohl keiner zu 100% immer trifft. ;)

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TiiN : : Goldkerlchen 2019
27.12.2018 14:24 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 4.217 | Reviews: 101 | Hüte: 161

@Silenco

Ich stimme dir zu, dass das Drehbuch ziemlich gut jedes Rad ineinander greifen lässt und das eigentlich nichts irgendwie unnötig ist. Die Charakterzeichnung würde ich aber auch einfach mal dem Drehbuch zuschreiben. Da stimmen für mich alle Figuren, sogar der schmierige Hart Bochner. Aber sowohl der Captain und noch mehr die beiden FBI Agenten können in der Charakterzeichnung dem Rest des Films meiner Meinung nach nicht ganz gerecht werden, weil sie eben sehr klischeehaft daher kommen.

Beim Captain mag ich dir in gewisser Weise noch zustimmen, er ist zu zaghaft. Finde ich persönlich ziemlich unpassend, aber soll möglich sein. Aber was die beiden FBI Agenten am Ende mit ihrem Hubschrauber abziehen sprengt für mich den Rahmen des glaubwüridgen. Das hat auch nix mit Überheblichkeit zutun, sondern sie verkommen zu kriegsgeilen Actionnerds.

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Silencio : : Moviejones-Fan
27.12.2018 13:13 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 1.289 | Reviews: 45 | Hüte: 116

TiiN:

Das ändert aber nichts daran, dass in dem Drehbuch jedes Teil ineinander greift wie in einem Uhrwerk.

Der Captain ist übrigens weniger überheblich, als viel zu zaghaft. Darum sind die FBI-Agenten ja so überheblich, der Film will sie da kontrastieren. Und der Captain wird ja auch gegen 50 Minuten, eine Stunde Laufzeit (also ungefähr zur Hälfte) eingeführt, deswegen passt da "Die gesamte Laufzeit" auch nicht so ganz. Wäre ja nicht so, als hätte der die im letzten Akt aus dem Hut gezaubert. ;)

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TiiN : : Goldkerlchen 2019
24.12.2018 23:27 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 4.217 | Reviews: 101 | Hüte: 161

Passend zum Weihnachtsfest sah ich heute einmal mehr Stirb Langsam und habe mir anschließend nochmal deine Kritik zu Gemüte geführt, Silencio. smile

Ich stimme dir in fast allen Punkten überein. Jedoch würde ich beim Drehbuch ein paar kleinere Abzüge machen. Der Einsatzleiter der Polizei wie auch die Agenten des FBIs wirken komplett überheblich, arrogant und zum Finale hin sogar kriegsgeil ("Das ist wie Saigon!"). Stirb Langsam fährt in seiner vollen Laufzeit ein ziemlich authentisches Bild, aber Polizei wie FBI wirken ziemlich klischeehaft und nicht sehr realistisch.
Das trübt das Gesamtbild des Films nur unwesentlich, sollte aber meiner Meinung nach nicht unerwähnt bleiben.

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MrBond : : Imperialer Agent
02.01.2018 07:47 Uhr | Editiert am 02.01.2018 - 07:48 Uhr
0
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 2.736 | Reviews: 19 | Hüte: 374

@Silencio

Das sehe ich genau gleich. Die deutsche Synchro ist im Grunde Bestandteil dieses großartigen Films und die Dialogzensur nicht weiter tragisch. Einzig über die Szene, in der sich McClane Grubers Namen aufschreibt und dazu sagt: "Dich nenne ich Hans", lässt mich immer wieder schmunzeln, da er ja eigentlich überhaupt keinen Grund hat, "Jack" umzubenennen (was er ja auch eigentlich nicht tut). smile

@TiiN

"Trotzdem wäre eine korrigierte/angepasste Synchronistation toll."

Da scheiden sich dann wohl die Geister. Bisher kamen Neusychronisationen meistens schlechter beim Puplikum weg, als die Originale - selbst wenn sie "korrekter" übersetzt waren, einerseits, da man sich an die alte Synchro gewöhnt hat, und andererseits, weil es tatsächlich oftmals schlechter wirkt. Bei Teil 3 wäre es natürlich noch interessanter, da man hier den "falschen Synchronsprecher" gegen den richtigen tauschen könnte - das wäre in der Tat spannend.

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

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Silencio : : Moviejones-Fan
31.12.2017 03:15 Uhr
1
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 1.289 | Reviews: 45 | Hüte: 116

Vielen Dank an alle für die netten Worte.

Die Dialogzensur kenne ich, sie stört mich persönlich nur geringfügig. Dafür hat sich die Synchro einfach zu sehr bei mir eingebrannt und davon abgesehen halte ich sie auch eigentlich für ganz gelungen.

Reginald VelJohnson war natürlich schon vier Jahre vorher auf der großen Leinwand zu sehen, nämlich als Schließer im Knast bei den "Ghostbusters". Übrigens nicht der einzige Darsteller, den sich beide Filmreihen teilen...

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TiiN : : Goldkerlchen 2019
30.12.2017 23:04 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 4.217 | Reviews: 101 | Hüte: 161

Eine wirklich schöne Kritik die einen Klassiker würdigt. smile Bruce Willis seine englische Stimme ist durchaus gewöhnsbedürftig, wenn man Manfred Lehmann im deutschen gewohnt ist.

Schade dass es damals zu dieser Zensur kam, aber wenn man als Kind schon mit diesem Film aufgewachsen ist, dann wird das eher zu einer Randnotiz.

Trotzdem wäre eine korrigierte/angepasste Synchronistation toll. Vielleicht ja zum 30 jährigen Jubiläum laughing (man darf ja noch träumen dürfen.
Im gleichen Zuge dann bitte auch Manfred Lehmann in Stirb Langsam 3 integrieren. Danneberg ist zwar nen toller Sprecher, aber irgendwie fühlt es sich falsch an.

Besonders toll an Stirb Langsam finde ich übrigens Reginald VelJohnson als Sgt. Powell. Der Alle unter einem Dach Star auf der großen Bühne smile

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Kothoga : : Moviejones-Fan
30.12.2017 22:46 Uhr
0
Dabei seit: 05.03.17 | Posts: 526 | Reviews: 0 | Hüte: 12

@MrBond

Ja, wenn man den Film in der OV sieht, fällt einem das deutlich auf und ich finde das ist auch der einzige "Schönheits-"Makel, den "Stirb langsam" hat. Ohne die Synchroverfälschung wäre der Film möglicherweise bei uns gefloppt oder wie es schnittberichte treffend schreibt:

Wahrscheinlicher ist aber, dass FOX dem deutschen Publikum einfach keine Deutschen als Bösewichter zumuten wollte und sich zu dem Schritt entschloß, ihre Nationalität mitsamt Namen zu ändern.

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MrBond : : Imperialer Agent
30.12.2017 20:55 Uhr | Editiert am 30.12.2017 - 20:59 Uhr
0
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 2.736 | Reviews: 19 | Hüte: 374

Sehr schöne Review, die alles - wie Snake schon sagt - perfekt auf den Punkt bringt.

Dass ein, mit einer "Flut an Special Effects geladenen Blockbuster" nicht unbedingt an die erzählerische Qualität eines Stirb Langsam kommt, zeigt auf beinahe schulische Art und Weise, dass es letztendlich doch auf die Story ankommt. Diese wird auch beeindruckend mit den letzten Stirb Langsam Teilen als Negativbeispiel bewiesen. Überhaupt bin ich ein großer Freund von "handgemachter Action". So mochte mich auch, als relativ neuer Action-Film (oh Mann, auch schon knapp 16 Jahre alt), The Transporter mit Statham begeistern.

"Im Gegensatz zu denen spielte Bruce Willis hier aber einen richtigen, dreidimensionalen Charakter, der zweifeln, sogar verzweifeln darf, im Angesicht der Übermacht, die sich gegen ihn gestellt hat"

Dazu kommt aus meiner Sicht auch noch die Tatsache, dass Willis im Original auch stimmlich nicht unbedingt den Action-Helden repräsentiert. Wenn ich mir im Vergleich einen Stallone anhöre, der mit seiner rauen, tiefen Stimme, auch schon ohne Kanone in der Hand, eine klare "Ich-bin-hier-der-Boss" Aura mitbringt, arbeitet Bruce Willis hier auf einer gänzlich anderen "Helden-Ebene".

"Gegenspieler wie Hans (deutsche Fassung: Jack) Gruber ..."

Du sprichst es bereits an und vielleicht hast Du bisher noch nichts über die "Sprach-Zensur" bei Stirb Langsam gehört. Im Original sind ja alle Bösewichter Deutsche. Hierzu gibt`s eine tolle, lesenswerte Übersicht, auch was die Dialoge im Film betrifft, auf der Webseite Schnittberichte.com.

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
30.12.2017 16:20 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 11.084 | Reviews: 156 | Hüte: 362

Dem kann ich mich nur anschließen, eine großartige Kritik! "Stirb Langsam" zählt für mich neben "Lethal Weapon" zu den besten Actionfilmreihen der 80er und 90er Jahre.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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Kothoga : : Moviejones-Fan
30.12.2017 11:41 Uhr
0
Dabei seit: 05.03.17 | Posts: 526 | Reviews: 0 | Hüte: 12

Sehr sehr geiles Review von einem der nicht umsonst besten Actionfilmen aller Zeiten. Hut ab!

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