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The Purge - Election Year

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The Purge - Election Year Kritik

The Purge - Election Year Kritik

The Purge - Election Year Kritik
0 Kommentare - 14.10.2021 von ProfessorX
In dieser Userkritik verrät euch ProfessorX, wie gut "The Purge - Election Year" ist.
The Purge - Election Year

Bewertung: 3 / 5

Nach etlichen Jahren der Purge-Nächte hat sich in der Bevölkerung ein regelrechter Unmut über die Zustände der Nacht breit gemacht, die eigentlich nur dazu dient, die Einkommenschwächeren Familien auszuradieren. Nun setzt sich die Senatorin Charlie Roan (Elizabeth Mitchell) dafür ein, die Purge abzuschaffen. Ihre Motivation wird deutlich, denn auch sie wäre in einer Purge fast einmal ums Leben gekommen. Doch so ein Vorhaben schafft Feinde, und so sieht sie sich mit der NFFA und konfroniert, die ihr nach dem Leben trachten. Die neue Purge steht an, und so muss ihr Sicherheitschef Leo Barnes (Frank Grillo) alles daran setzen, sie sicher durch die Nacht zu bringen.

Viel eindeutiger kann man ein poltisches Statement vermutlich gar nicht setzten, als es The Purge: Election Year tut. Abseits des wirklich gelungenen Titels, ist der Film abermals eine Erweiterung des so beliebten Anarchie-Konzeptes. Und das sieht man auch, hieß in The Purge - Die Säuberung noch im eigenen Hause zu überleben, ist Election Year quasi schon eine Odyssee durch die Straßen von Washington D.C. Denn selbst wenn die Protagonisten zu Beginn noch alles im Griff zu haben scheinen, dürfte jedem Horrorfan, jedem Filmfan, eigentlich allumfassend jedem klar sein, das daß nicht lange anhalten kann. Natürlich werden sich die Helden dieser Geschichte auf der Straße wiederfinden, natürlich müssen sie um ihr Überleben kämpfen, und natürlich wird Blut fließen. Das ist in jedem Fall mal Sonnenklar.

Trailer zu The Purge - Election Year

Es ist spannend diesen und andere politische Filme jener Zeit retrospektiv zu betrachten, denn immerhin ging auch dieser Film davon aus, daß Hillary Clinton vermutlich die Präsidentschaftswahl gewinnen würde. So ist Elizabeth Mitchells Charlene Roan natürlich als Allegorie auf Frau Clinton zu verstehen. Ob James DeMonaco wirklich so blauäugig ist und in ihr die Rettung der westlichen Welt sah, kann man nur schwer beurteilen, tatsächlich ist aber Roan eine eindeutig gute Person. Nun mag das nicht weiter stören, schließlich arbeiten Filme - ganz besonders auch Horrorfilme - eben mit Stereotypenzeichnung. Doch die Trennung von Fiktion und Realität funktioniert hier nur noch sehr schwer.

Wovon ebenso wenig bleibt wie bereits im Vorgänger, sind die Horroraspekte. Denn von einem Horrorfilm hat dieser Film nun mal so gar nichts mehr. Ob man das jetzt gut findet, oder nicht sei jedem natürlich selbst überlassen. Ich für meinen Teil sehe darin dennoch eine große Schwäche, da das Setting und die darin agierenden Figurn (besonders auf der Antagonistenseite) eigentlich nach Horrorfilm schreien.So bietet dieser Film natürlich auch einige Subplots, und verzahnt diese konsequent gut mit der übergeordneten Handlung. So bindet der Film eine Geschichte um den Ladenbesitzer Joe Dixon und seinem Mitarbeiter Marcos Dali ein. Ein weiterer Wink in Richtung Trump Administration, der eindeutig zeigen soll, wie vertrakt und rassistisch die damals noch unerahnte Regierung um diesen Präsidenten sein würde. Schließlich spielen Neo-Nazis, die mit Regieregenden Zusammenarbeiten auch eine entscheidende Rolle im Film, und somit wird die Haltung von DeMonaco mehr als überdeutlich in diesem Film.

Doch der Action-Survival-Thriller mit Hang zur Politisierung hat ebenso wie seine Vorläufer ein großes Problem: Er ist eben kein Horrorfilm mehr. Zwar sind die Kostüme und Tode leicht skurril, viel mehr noch grotesk, aber in der Umsetzung zeigt der Film primär ein Verstecken, teilweise Schießereien in den Straßen und mehr auch nicht. Weder große Jump Scares, noch die Ruhe vor dem Sturm erhalten hier Einzug in den Film. Nun ist es rrichtig, daß ein Horrorfilm nicht unbedingt auch diese Klischees bedienen muss, aber auch auf der Wahrnehmungsebene ist der Film ähnlich wie seine Botschaft viel zu Eindeutung. natürlich ist das in gewisserweise auch das Anliegen von DeMonaco, dennoch wird es im Endeffekt dadurch zu weit weg vom eigentlichen Genre geworfen.

Und in Sachen Figurenarbeit bietet der Film dahingehend dann leider auch zu wenig, denn Leo Barnes ist einfach nur Leo Barnes mit den Erfahrungen aus dem zweiten Film. Charie Roan ist einfach nur gut und alle anderen sind einfach zu einfach. Das Figurenkonstrukt funktioniert ebenso wie alles an diesem Film primär als Satire, wenn man es denn so nennen mag und so verlässt der Film sich auch zu sehr auf seine Action und darauf, daß den Zuschauer die politische Ebene genügend tangiert. Ambitioniert ist das natürlich auch, und man möchte das im Endeffkt auch loben, nur kann man sich auch etwas Langweilen wenn man mit falschen Erwartungen an diesen Film herangeht. Ein kleinerer Wehrmusttropfen sind auch der - wie ich ihn nenne - Overacting-Verschleiß um Kimmy und ihre Schulfreundin. Nun was ein Schokoriegel und zu wenig Schauspielschule anrichten können, darin belehrt einen dieser Film überdeutlich. Was in den drei Vorgängern tatsächlich noch recht belustigend war, ist in diesem Film mehr als nervig. Das mag natürlich äußert subjektiv sein, denn immerhin ist Miley Cyrus-Geschmack, fast schon gleichwertig mit keinem Geschmack.

Alles in Allem wird The Purge: Ecletion Year dadurch zu einem Film der hohe Ambitionen hat, aber an ihnen so ein bisschen zu scheitern veruteilt ist. Zwar ist die Idee des Plots eine gut durchdachte, aber auch logisch klare Weiterentwicklung der Formel, nur bleiben die Charaktere zu Schablonenhaft, als das einem das Schicksal dieser wichtig sein könnte. Doch die Ideen sind da, und in weiten Teilen kann man daran Spaß haben.

The Purge - Election Year Bewertung
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610
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