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Waterloo

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Meilenstein des Historienepos

Waterloo Kritik

Waterloo Kritik
1 Kommentar - 04.09.2012 von Juergen
In dieser Userkritik verrät euch Juergen, wie gut "Waterloo" ist.

Bewertung: 5 / 5

Spätestens in diesem Mamutfilm beweist Rod Steiger, dass er zu den größten Schauspielern aller Zeiten gehört. Ob als Westernschurke oder rassistischer Sheriff bei Virgil Tibbs und am Ende seiner beruflichen Laufbahn in "Mars Attacks" als brüllender General dürfte seine Rolle des Napoleon wohl die größte Herausforderung gewesen sein. Großartig bis ins Detail spielt Rod Steiger den größenwahnsinnigen und kriegshungrigen Ex-Kaiser. Als sein Gegenspieler, der Herzog von Wellington glänzt ebenfalls meisterhaft in einer Paraderolle Christopher Plummer. Darüber hinaus nehmen noch weitere namhafte Schauspieler wie Orson Welles und Jack Hawkins an diesem Monumentalwerk teil. Inszeniert wurde das Meisterwerk von dem bedeutendem Regisseur Sergei Bondarchuk, der durch seinen Mehrteiler "Krieg und Frieden" internationale Anerkennung fand. Immerhin ist "Krieg und Frieden" die (inflationsbereinigt) teuerste Produktion, die von der UDSSR je gedreht wurde. Allein dafür schon Hut ab! Die Art und Weise, wie sich der Film zusammenstellt ist schon klasse. Erst konzentriert sich die Handlung auf Napoleon und seine Rückkehr nach Paris und leitet dann zu den Briten über. Erst in der Schlacht um Waterloo wechseln die Szenen regelmäßig von Franzosen zu Briten. So kann sich der Zuschauer anfangs auf beide Lager in Ruhe einstellen, bevor es zur Schlacht wechselt, in deren Verlauf beide Lager im ständigen und temporeichen Wechsel nebst mit dem wohl eins der aufwändigsten Schlachtgetümmel der Filmgeschichte begegnen. Eine derart durchchoreographierte Schlacht mit einer Überzahl an Komparsen sucht in der Filmwelt ihresgleichen. Fasst hat man den Eindruck einer Verherrlichung des Krieges, wenn da nicht der Satz am Ende jener Schlacht wäre, die Wellington sagt: "Neben einer verlorenen Schlacht ist das Traurigste, was es gibt, eine gewonnene Schlacht!"

Waterloo Bewertung
Bewertung des Films
1010

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1 Kommentar
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Ater : : Moviejones-Fan
10.09.2012 14:20 Uhr
0
Dabei seit: 09.12.10 | Posts: 663 | Reviews: 0 | Hüte: 44
In einem Punkt gebe ich dem Autoren recht - der Film ist dann am stärksten, wenn der Zuschauer sich in den Gedanken der beiden Feldherren befindet.

Der Film selbst hat die Schwäche, da ist er seinem Gegenstück "Austerlitz" übrigens sehr ähnlich, dass er dem militär-historisch eher nicht bewanderten Publikum den Ablauf der Schlacht nicht wirklich wiedergibt. Man sieht ständig Truppen hin- und herlaufen, dort schießen die Kanonen und hier stürmt die Kavallerie. Es erscheint alles wirr, zufällig und sinnlos. Die historischen Namen stimmen alle, auch die Entscheidungen und deren Wirkung - aber die Projezierung zum Publikum gelingt nicht. So erschließt sich dem Publikum nicht, was für Giganten bei Waterloo mit Napoleon und Wellington aufeinander getroffen sind.
Jedesmal, wenn ich diesen Film zeige, habe ich einen Foliensatz mit Kartenmaterial bereit, die die Schlacht zu ihren "besonderen" Augenblicken zeigen. Wer ist wo, wer trifft warum welche Entscheidung und was sind die Auswirkungen. Im richtigen Augenblick unterbreche ich den Film und zeige die aktuelle Situation auf. Das ist bislang immer sehr gut angekommen.

Ansonsten ist die Kritik aber eher nicht das, was ich für einem so großen Film erwarten würde - eigentlich ist sie sogar nichtssagend. Lediglich die offenkundige Begeisterung des AUtoren für den Film stimmt mich versöhnlich.

Eines aber kann ich nicht akzeptieren. Napoleon Bonaparte als "größenwahnsinnig" und "kriegshungrig" zu bezeichnen ist vollkommen unangebracht, unkorrekt, unfair und ein Zeugnis von historischer Unkenntnis bei dem Autoren.
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