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World Invasion - Battle Los Angeles

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Wackelkameradoku ohne Spannung

World Invasion - Battle Los Angeles Kritik

World Invasion - Battle Los Angeles Kritik
0 Kommentare - 20.04.2011 von Tim
In dieser Userkritik verrät euch Tim, wie gut "World Invasion - Battle Los Angeles" ist.

Bewertung: 2 / 5

Ich gebe zu, ich habe mich richtig auf [b]Battle - LA[/b] gefreut und das seit es die ersten Meldungen darüber vor einigen Jahren gab. Die Idee [b]Black Hawk Down[/b] mit der klassischen Alieninvasion zu vermischen, klang interessant und als dann auch noch Aaron Eckhart dabei war, war ich Feuer und Flamme für den Film. In weiser Voraussicht und um nicht sinnlos Vorfreude aufzubauen, klingt ich mich schon sehr früh aus den Medienhype aus. Bis auf den ersten Trailer mied ich alles, was mit dem Film zu tun hatte. Möglichst keine Erwartungshaltung war mein Ziel, die Messlatte sollte sehr niedrig sein. Doch selbst daran scheitert [b]Battle - LA[/b] bereits. Es ist, als wenn ein Hochspringer über einen Hocker stolpert. Die Story von [b]Battle - LA[/b] ist schnell erzählt. Asteroiden rasen auf die Erde zu, doch was im ersten Augenblick als Naturphänomen erscheint, ist eine waschechte Alieninvasion. Die garstigen Biester aus dem All legen in Windeseile die wichtigsten Zentren der Erde in Schutt und Asche. Darunter auch der Filmhandlungsort Los Angeles. Dort Sgt. Michael Nantz (Aaron Eckhart) seine Militärkarriere gerade erst beenden, doch die Invasion zwingt ihn dazu das Kommando über eine junge Einheit zu übernehmen. Zusammen sollen sie Zivilisten aus einer Polizeistation retten, bevor das Santa Monica Gebiet vom Militär vernichtet wird. Doch die Bedrohung durch die Aliens ist weit größer als angenommen. Erstmal zu den positiven Punkten von [b]Battle - LA[/b], das geht diesmal schön schnell. Die Effekte sind ganz hübsch und einige Szenen, die Liebesman zeigt sind sogar richtig cool. Der Film ist schmutzig und dreckig, wirkt somit nicht wie der typische Popcornfilm. Auch die Aliens und ihre Raumschiffe waren durchaus kreativ. Das war es auch schon. Der negative Teil, der dauert diesmal deutlich länger. Also Herr Liebesman, was ist denn das für ein Chaos was sie hier fabrizieren? Der Irrsinn beginnt bereits in den ersten Filmminuten. Wir werden direkt in die Action geworfen. Keine schlechte Idee, wenn man sie richtig einsetzt. Doch zwei Minuten später Rückblende. Was soll denn das bitte schön? Dann der nächste Schock, die Wackelkamera, das gemeinste Monster des modernen Kinos. So etwas erzeugt weder Authentizität noch ist es förderlich für die Spannung, abträglich für das Wohlbefinden der Zuschauer ist es auch noch. Lernt man so etwas heute an Filmhochschulen oder will uns der Regisseur nur zeigen, wie gefährlich Parkinson für Regisseure sein kann? Die Kamera wackelt in vielen Szenen so gefährlich, die Szenen sind so schnell geschnitten und unübersichtlich, dass man als Zuschauer vielen Handlungsverläufen, besonders in Kämpfen gar nicht folgen kann. Selbst wenn zwei Personen sich in einem Büro unterhalten, wackelt die Kamera wie bei einem Erdbeben. Dazu zoomt Liebesman immer so dicht an das Geschehen und die Figuren heran, dass man deren Poren zählen könnte. Daneben bietet [b]Battle - LA[/b] an lieblosen Figuren, die spärlich vorgestellt werden und dann absolut lieblos und uninteressant im Kampfgeschehen geopfert werden. Soll das Emotionen beim Zuschauer wecken, falls ja, dann versagt man hier auf ganzer Linie. Dabei steckt in vielen Momenten durchaus Potential. Wenn die Aliens landen und plötzlich aus dem Meer steigen und Badegäste am Strand attackieren, daraus hätte man etwas machen können, ebenso aus vielen anderen Stellen mit den Marines. Aber dafür nimmt sich [b]Battle - LA[/b] nie die Zeit. Lieber schnell den nächsten unübersichtlichen Kampf abhandeln. Auch schön, obwohl Liebesman auf die Realität setzt und den Kampf dreckig inszeniert wollte, wirkt der Film blutarm. Da sterben zig tausend Menschen, ständig Marines im Kampf und [b]Battle - LA[/b] schafft es bis auf einen Zivilisten nicht einen Tropfen Blut zu vergießen. Dazu kommt dann der überpatriotische Schwenk und die Glorifizierung der amerikanischen Marines zum Ende des Films. Die Botschaft, Marines brauchen keinen Schlaf und opfern sich heldenhaft bis zum letzten Mann. Ganz doll furchtbar. Das Beste dann zum Schluss, wir holen uns Los Angeles zurück! Wie bitte? Wieso sollte ich so eine verkohlte Ruine zurückerobern wollen? Fakt ist, die Menschen verlieren diesen Krieg, doch das Ende soll zeigen wie wir zurückschlagen. Wie denn bitte? Allein die Opfer in LA beim Militär dürften ausreichen, dass die Erde verloren ist. Aber die heldenhaften Marines ziehen siegessicher in die Schlacht. Man mag über Emmerichs [b]Independence Day [/b]denken wie man will. Der Film ist unlogisch, üperpatriotisch und Popcornkino in Reinkultur. Aber Emmerich beherzte ein paar Grundregeln eines netten Films. Der Film hatte einen Fluss. Einleitung, Invasion, Angriff, Flucht, Gegenschlag, Sieg. Simpel, aber effektiv ein Film in 6 Akten. [b]Battle - LA[/b] ist dagegen ein sinnlos zusammegeschnittener Film, der sich weder Zeit für die Figuren noch die einzelnen Szenen nimmt, und den Rest verwackelt präsentiert. Will ich Emotionen beim Zuschauer wecken, dann muss ich mir die Zeit in einem Film auch nehmen und nicht mit Figuren aus der Retorte kommen. Aber dafür ist im modernen Hollywood wohl kein Platz. Hauptzielgruppe ist der 10-13jährige MTV-Zuschauer mit einer Aufmerksamkeitsspanne von 5s. Ich frage mich auch, welchen Sinn eine Michelle Rodriguez hier hatte, so eine tolle Schauspielerin und so wenig sinnvoller Einsatz. Ich habe [b]Skyline [/b]noch nicht gesehen, somit keinen Vergleich ob ein moderner Alieninvasionsfilm so aussehen muss. Schlechter als [b]Battle - LA[/b] kann [b]Skyline [/b]aber auch nicht sein. Nein Liebesman, das war nun absolut gar nichts. Mir graust es jetzt schon davor, dass der Typ [b]Kampf der Titanen 2[/b] macht. Da wünsch ich mir ja fast schon Leterrier zurück. [b]4 von 10 Punkten[/b] für ein paar nette Szenen und das mögliche, aber ungenutzte Potential. [b]Battle - LA[/b] ist eigentlich nur für Filmstudenten geeignet, um ihnen zu zeigen, wie man es besser nicht machen sollte.

World Invasion - Battle Los Angeles Bewertung
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