Moviejones.de ist ein kostenloses Angebot, welches sich durch Werbung refinanziert. Adblocker minimieren die Einnahmen monatlich um 40%. Wenn du möchtest, dass wir auch in Zukunft unsere Redakteure bezahlen können, deaktiviere bitte deinen Adblocker.

Du willst dennoch keine Werbung oder diese deutlich minimieren?

Hier mehr erfahren
Moviejones finanziert sich nur über Werbung
Möchtest du MJ helfen, deaktivere bitte deinen Adblocker. Falls du dennoch weniger Werbung sehen willst und das sogar kostenlos, erfährst du hier mehr.
MCU-Ausstieg? Alles halb so wild!

Auch ohne MCU: Tom Holland lobt Sonys "Spider-Man"-Idee

Auch ohne MCU: Tom Holland lobt Sonys "Spider-Man"-Idee
41 Kommentare - Mi, 26.02.2020 von R. Lukas
Tom Holland bekommt seinen Willen, Spider-Man bleibt fürs Erste im MCU. Aber selbst wenn sein Betteln bei Disneys Ex-CEO Bob Iger nicht von Erfolg gekrönt gewesen wäre, wäre es kein Problem gewesen.
Auch ohne MCU: Tom Holland lobt Sonys "Spider-Man"-Idee

Sie ist fast schon legendär, die Geschichte, wie Tom Holland den mächtigen Bob Iger unter Tränen und Alkolholeinfluss am Telefon angefleht hat, doch noch einen neuen Deal mit Sony Pictures auszuhandeln, um Spider-Man im Marvel Cinematic Universe zu halten. Und damit auch noch Erfolg hatte.

Jetzt endet eine Ära der Walt Disney Company, denn Hollands neuer Kumpel dankt mit sofortiger Wirkung als CEO ab. Bob Chapek, seit 2013 Teil des Unternehmens und seit 2018 Vorsitzender von Disney Parks, Experiences and Products, wurde zu seinem Nachfolger ernannt und tritt sein Amt auch sofort an, während Iger fortan die Rolle eines Executive Chairman übernimmt und den Vorstand noch bis Ablauf seines Vertrags am 31. Dezember 2021 leitet.

Der Spider-Man-Deal war also eine seiner letzten großen Amtshandlungen (die Übernahme von 20th Century Fox und weiterer Fox-Assets könnte man auch noch nennen). Laut Holland, der Spidey mittlerweile in fünf Filmen gespielt hat und dies ab dem 15. Juli 2021 im noch titellosen Spider-Man 3 zum sechsten Mal tut, wäre ein MCU-Abschied aber gar nicht mal so tragisch gewesen.

Die Zukunft von Spider-Man wäre bei Sony immer noch sehr rosig gewesen, sagte er MTV News. Man habe eine richtig, richtig wundervolle Idee gehabt, wie man zu einem Spider-Man ohne das MCU übergehen könnte - welche auch immer. Sony-Chef Tom Rothman und Produzentin Amy Pascal seien zuversichtlich gewesen, dem Ganzen gerecht werden und einen Film von dem Kaliber machen zu können, das Spider-Man erfordere.

Gleichwohl - das gab Holland zu - sei er sehr froh, zurück im MCU zu sein und das Team wieder zusammenzuhaben, denn dorthin gehöre der Charakter jetzt. Er sei Iger und Rothman dankbar dafür, dass sie es ihm gestattet haben, an dem Prozess, Spidey nach Hause zu holen, teilzuhaben. Es sei eine ziemlich coole Erfahrung gewesen und auch die beste Prahlerei aller Zeiten - er habe Spider-Man gerettet!

Quelle: Slashfilm
Mehr zum Thema
DVD & Blu-ray
AmazonAmazonAmazon
Horizont erweitern

Was denkst du?
oder direkt auf MJ registrieren Ich stimme den Anmelderegeln beim Login zu!
41 Kommentare
Avatar
Watchman : : Moviejones-Fan
02.04.2020 16:41 Uhr
0
Dabei seit: 30.04.13 | Posts: 161 | Reviews: 0 | Hüte: 13

@luhp92

"The Rise of Skywalker" wurde allerdings wieder ebenso positiv aufgenommen wie "The Force Awakens".

Joa mag sein. Wobei die Zahlen eher Richutng Last Jedi gehen. Was ich auch von vielen höre ist, dass RoS sogar noch schlechter sein soll. Aber da hängt wohl vieles vom persönlichen Geschmack ab und ob man den Alleingang in Last Jedi annimmt oder nicht. Was ich so an Story fetzten gehört habe und alles Rund um Palpatine ist schon arg schlecht und macht einfach keinen Sinn. Da ich den Film aber auch so schnell (wenn überhaupt) nicht sehen werde ist er mir auch relativ egal. Es ist nur traurig wie das alles endet.

"Nein, danke, Diskussionen über die "Star Wars"-ST und insbesondere über "The Last Jedi" hängen mir mittlerweile zum Hals heraus^^"

Absolut verständlich wink

"Echt? Gibt es die nicht immer noch auf VHS oder als Teil der 90er DVD-Veröffentlichung? Das ist zumindest das, was ich meine ich immer gelesen habe."

So weit ich weiß war die erste geänderte Version von Star Wars bereits 1981, wo u.a. "A new Hope" ergänzt wurde. All weiteren Filmversionen bezogen sich auf diese Version, nicht die Orginal Version von 77. Die 1997 erschienen DVD/ Blue Ray Versionen waren die von 1981, müsste das aber noch mal genau prüfen.

"Fazit: Du und ich definieren den Begriff "Adaption" sehr unterschiedlich^^"

Anscheinend ja. ^^ Wo wir bei Adaptionen sind..." Adaption – Der Orchideen-Dieb" ist einer meiner all time favorite Filme. Kann ich sehr empfehlen.

"Wenn man unbedingt möchte, gestaltet sich das Anschauen also und sogar für kleines Geld als ziemlich leicht."

Da kann ich wohl wenig gegen sagen. Denoch habe ich das Gefühl das die Sinatra Version unter dem Radar läuft und kaum noch populär ist. Wer weiß heute noch dass es sie überhaupt gibt?

"Mir fällt gerade kein allgemein negativ rezipiertes Remake ein, welches die Zeit überlebt hat und bekannter ist als das jeweilige Original."

Spontan kann ich auch keine nennen. Ich gucke aber auch lieber die Originale als Remakes. Aber ich würde sagen es gibt einige und es ist eigentlich nur eine Frage der Zeit. Es gibt genug Remakes bei denen die Meisten gar nicht wissen dass es Remakes sind. Vor allem bei Filmen aus den 40gern und 50gern. Es gibt Remakes die besser sind als das Original und andersrum. Beides halte ich für fragwürdig, denn obowhl ich dir Zustimme dass das Oceans 11 Remake gelungen ist, verdrängt es doch das Original.

T2 wird Dark Fate überleben, weil DF ein grottiger Film ist. D.h. nicht das er Leuten nicht gefallen kann, aber man kann den FIlm wirklich fast Szene für Szenen im Vergleich zu T2 auseinander nehmen und ich habe ihn erst einmal gesehen. Hätten die Produzenten einen ordentlichen Film abgeliefert, wer weiß ob man sich in 10-20 Jahren daran erinnert hätte das John Connor mal der Held war. Dark Fate suggeriert ja auch kein Teil einer Serie zu sein, könnte also durchaus als Anfang von etwas verstanden werden.

Aber ich kann deine Sicht schon verstehen, vielleicht bin ich da auch zu...besorgt. Das liegt aber auch daran, dass ich durchaus nicht wenige kenne, die "alte" Filme nicht gerne sehen. Und das können schon Filme aus den 80gern oder 90gern sein. Selbst meine Freundin zählt dazu. Wenn der Film schon alt aussieht, ist es schwer für sie. Jetzt könnte man natürlich argumentieren, dass man für solche Leute auch die Remakes macht. Ist nicht so einfach das Thema. Vielleicht bin ich auch zu old school.

"Ich habe vor ein paar Jahren auch ein Kurzreview zum Film geschrieben, falls du da näher drauf eingehen möchtest. Liebend gerne hätte ich hier die vollständige Salvation-Trilogie gesehen, die ursprünglich geplant war!"

Eine gute und objektive Review würd ich sagen, die sich mit meinem Eindruck deckt. Vor allem das Gut/Böse Gegenspiel. Entsprechend kan ich nicht viel mehr dazu sagen. Auch ist Salvation schon etwas her. Dass es als Trilogie geplant war, war mir nicht bewusst. Der Film funktioniert aber auch gut alleine. Die Länge ist mir damals aber auch aufgefallen. Mir kam es vor als wüssten sie nicht so recht wie sie den Film beenden wollen. Was jetzt durchaus Sinn macht wenn es mal einen Trilogie werden sollte. An sich ist die Story auch schnell erzählt. Der Film nimmt aber etwas zu viel Zeit sie zu erzählen, was in einigen Längen resultiert.

Ich denke das größte Problem des Films war, dass die Leute etwas anders erwartet haben. Man kannte die Zukunft aus T1 und T2 und wollte entsprechend so etwas sehen. Als es dann aber anders kam waren die Leute enttäuscht. Ich denke es wäre besser gewesen den Film so verlaufen zu lassen, dass die Rebellen in der Mitte des Filmes die Pläne von Skynet zu Laserwaffen finden und am Ende die ersten Waffen eingesetzt werden. So würden Leute denken, dass der Krieg dann wie in T1 und T2 wird und würden auch einen 2. Teil sehen wollen. Wenn der 2. Teil dann die Reise von Reece in die Vergangenheit angedeutet hätte, wären die Leute vielleicht zufrieden gewesen. So fühlte sich der Film ein wenig deplaziert an. Worauf läuft alles hinaus? Ist es noch die Zeitlinie aus T1 und T2? Soll das jetzt ein Reboot sein? Das hätten die Produzenten wissen müssen und den Film entsprechend machen müssen. Wie gesagt, wenn man einen Film in einem bestehenden Franchise macht, kann man nicht alles ignorieren oder etwas völlig Neues machen, es sei denn man vermakrtet den Film entsprechend.

MJ-Pat
Avatar
luhp92 : : BOTman Begins
01.04.2020 08:06 Uhr | Editiert am 01.04.2020 - 08:08 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 12.649 | Reviews: 184 | Hüte: 432

@Watchman

"Es war die breite Masse des Publikums, die mit dem Film (Last Jedi) nicht einverstanden war."

Ja, die Einahmen sanken von "The Force Awakens" bis "The Rise of Skywalker" jedenfalls immer weiter. Beim Publikum brach "The Last Jedi" zudem bei den Bewertungen ein, "The Rise of Skywalker" wurde allerdings wieder ebenso positiv aufgenommen wie "The Force Awakens".

"Ich könnte schildern warum ich es anders sehe [...], aber nur wenn Bedarf besteht."

Nein, danke, Diskussionen über die "Star Wars"-ST und insbesondere über "The Last Jedi" hängen mir mittlerweile zum Hals heraus^^

"das original Star Wars von 1974 existiert nicht mehr"

Echt? Gibt es die nicht immer noch auf VHS oder als Teil der 90er DVD-Veröffentlichung? Das ist zumindest das, was ich meine ich immer gelesen habe.


"MMn hätte man Cloud Atlas entsprechend beschreiben und vermarkten müssen, so dass die Leute wüssten, dass es sich nur um ein Kapitel oder eine Geschichte daraus handelt und nicht um das ganze Buch."

Fazit: Du und ich definieren den Begriff "Adaption" sehr unterschiedlich^^


"Wenn du heute Oceans 11 hörst, denkst du an die version mit Clooney oder an die mit Sinatra? Jetzt versuch mal die Version mit Sinatra zu finden und zu gucken."

Der Sinatra-Film läuft zwar nicht auf Netflix oder Amazon, dafür aber auf diversen anderen Streamingdiensten. Wenn man unbedingt möchte, gestaltet sich das Anschauen also und sogar für kleines Geld als ziemlich leicht.

https://www.werstreamt.es/film/details/121196/frankie-und-seine-spiessgesellen/

Bei "Oceans 11" denke ich, wie wohl die meisten, natürlich an den Film mit George Clooney, dieses Remake gilt im Allgemein allerdings auch als gelungen. Andere Beispiele wären "Ben Hur" mit Charlton Heston, "Scarface" mit Al Pacino oder "The Departed" von Martin Scorsese. Mir fällt gerade kein allgemein negativ rezipiertes Remake ein, welches die Zeit überlebt hat und bekannter ist als das jeweilige Original.

Dementsprechend wird "Terminator 2" auch locker "Dark Fate" überleben, trotz der Universumsumgestaltung. Sollte "Dark Fate" in Zukunft tatsächlich bekannter sein als "Terminator 2", gehe ich davon aus, dass der Großteil der Zuschauerschaft den Film dann gut finden wird.

"Der einzige Film nach T2 der etwas wirklich Neues versucht hat war Salvation"

Den Ansatz, den "Salvation" wählte, fand ich ebenfalls hochinteressant. Ich habe vor ein paar Jahren auch ein Kurzreview zum Film geschrieben, falls du da näher drauf eingehen möchtest. Liebend gerne hätte ich hier die vollständige Salvation-Trilogie gesehen, die ursprünglich geplant war!

https://www.moviejones.de/filme/38/terminator-die-erloesung.html#commentstop

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

Avatar
Watchman : : Moviejones-Fan
27.03.2020 15:21 Uhr
0
Dabei seit: 30.04.13 | Posts: 161 | Reviews: 0 | Hüte: 13

@luhp92

"Ich würde das wie gesagt schon sagen."

Um wirklich dagegen argumentieren zu können erinnere ich den Film nicht mehr genug. Aber ich denke diese Empfindung kann man durchaus haben. Ich hatte sie halt nicht.

"Da hast du Recht. Das populärste Beispiel dürfte wohl "Star Wars" sein, die Filme setzen sich ja aus zahlreichen Inspirationen zusammen."

Genau. Ich denke man kann erkennen das "The hidden fortress" eine große Inspiration war, Star Wars aber denoch eine eigene Identität hat.

"In den meisten Fällen wird die Gruppe der Nicht-Leser die größere sein. Die Leser mögen den Kern und den Antrieb bilden, aber sie allein werden nicht ausreichen, um eine Verfilmung zum Erfolg zu machen."

Das würde ich auch so sehen. Bei so etwas ist es aber so, dass das was den Lesern gefällt einfach nur einer größeren Gruppe (evtl. leicht angepasst) presentiert wird. Aus dem gleichen Grund ist es dann aber auch albern zu sagen, dass die Star Wars Fans/Leser den Erfolg maßgeblich beeinflusst hätten. Es war die breite Masse des Publikums, die mit dem Film (Last Jedi) nicht einverstanden war. Selbst neue Fans denen Force Awekens sehr gut gefallen hat, oder es ihr erster Film war, waren mit Last Jedi wohl unzufrieden.

"Wie ich gerade aber auf Wikipedia gelesen habe, wurde der Roman später auch unter dem Titel "Blade Runner" vertrieben. Trotz der nur losen Adaption gehe ich daher davon aus, dass man den Film also doch klar als Adaption und klar verbunden mit der Buchvorlage verstanden hat."

Kann man so sehen. Ich würde eher sagen, der Film war (irgendwann) wesentlich erfolgreicher als der Roman, bzw. bekannter als das Buch. Um also mehr Einheiten des Buches zu verkaufen, wurde der Name abgepasst. Marketing. Dem Schritt, dass der Film eine genauere Adaption war nur weil der Name des Buches angepasst wurde kann ich nicht folgen. Auch gerade weil der Film einen ganz anderen Namen hat, denke ich eher das anfangs versucht wurde die beiden nicht so sehr mit einander zu mischen. Aber die Gedanken der Vertreiber und Produzenten kann ich natürlich nicht lesen.

"Wenn ich da jetzt mit deiner Bedingung einer gesamtheitlichen, vorlagengetreuen Adaption rangehen würde, müsste ich "Cloud Atlas" als schlechte Adaption verurteilen, weil die Bedingung eben nicht erfüllt und sich dennoch als Adaption versteht "

Habe leider weder Buch noch Film gesehen. Aber von dem was du beschreibst würde ich es so sehen, ja. Genauso würde ich die Verfilmung des ersten HDR Buches nicht als complette Adaption anerkennen. MMn hätte man Cloud Atlas entsprechend beschreiben und vermarkten müssen, so dass die Leute wüssten, dass es sich nur um ein Kapitel oder eine Geschichte daraus handelt und nicht um das ganze Buch. Man könnte die Geschichte um Tom Bombadill verfilmen und behaupten es wäre die HDR Verfilmung, aber ich denke kein Leser der Bücher wäre damit einverstanden.

"Catwoman ist hier ja auch eine Frau gewesen wie in der Vorlage, die Kritik am Genderswitch und Kritik an der Kritik am Genderswitch konnte es aber also gar nicht geben."

Das ist sicherlich richtig, aber der Genderswap ist ja nur die Spitze des Eisberges und nur ein einzelner Punkt der Kritik, z.B bei Cap. Marvel. Die Kritiker bei Catwoman wurden aber nicht dafür angegangen wie sie es wagen können einen Film zu kritisieren wo eine schwarze Frau die Hauptrolle spielt.

"Und ersetzt in dem Sinne, dass zu keinen Zugriff mehr darauf hast, wird "Terminator 2" auch nicht. Du kannst dir den Film ja weiterhin anschauen und "Dark Fate" ignorieren."

Guter Punkt zu den Namen mit der Abgrenzung. Aber. Denk mal an andere Remakes. Selbst die Guten. Wenn du heute Oceans 11 hörst, denkst du an die version mit Clooney oder an die mit Sinatra? Jetzt versuch mal die Version mit Sinatra zu finden und zu gucken. Darüber hinaus sollte Dark Fate ja ein neues "Universum" beginnen. D.h. der Film sollte eine neue Zeitlinie einleiten, die alte vergessen machen und in Zukunft als Terminator angehsehen werden.

"Passender als Vergleich wären da zum Beispiel die Special Editions der "Star Wars"-OT, da führte George Lucas ja tatsächlich Änderungen als Werk selbst durch."

Sicherlich gibt es Leute, die die eine oder andere Version bevorzugen. Aber für diese nachträglichen Änderungen hat Lucas ordentlich Kritik einstecken müssen. Übringends, das original Star Wars von 1974 existiert nicht mehr, außer jemand hat damals die Version im TV aufgenommen und bunkert diese im Keller. Das kann man sehen wie man möchte, ich persönlich finde es sehr bedauerlich.

"Während sich das in "Genisys" aber natürlich und organisch anfühlte und der Film die Reihe mMn vernünftig weiterentwickelte, war "Dark Fate" einfach nur ein faules, lahmes Remake von T1 und T2."

Ok, da werden wir nie überinkommen wink Ich habe die ganau gegenteilige Meinung zu den Filmen und fand sie beide furchtbar. Der einzige Film nach T2 der etwas wirklich Neues versucht hat war Salvation, unabhängig davon ob man den mochte oder nicht. Dark Fate hatte die Beziehung zwischen Sarah Connor und dem T800 der ihren Sohn getötet hat, aber daraus wurde fast nichts gemacht und der Ablauf des Filmes ist eigenltich eine T2 kopie mit dem gleichen Figuren.

""The Force Awakens" und "The Last Jedi" sind für mich ganz normale, sinnvolle Fortsetzungen der OT, da sehe ich jetzt nichts, was (zum Schlechten hin) verändert wurde."

Ich könnte schildern warum ich es anders sehe und gerade Last Jedi keine echte Fortsetzung von gar nichts ist, sondern sich wie ein eigenständiger Film anfühlt, aber nur wenn Bedarf besteht. Force Awakens empfand ich als freche kopie von New Hope aber ich wollte wissen wie es weiter geht. Last Jedi ist inhaltlich einfach eine Katastrophe.

Davon abgesehen, hatte ich nie ein Problem mit Rey, Fyn oder Po an sich, sondern mit deren Charaktern. Wie gesagt, Rey hätte die mächtigste aller Jedi werden können. Aber die Art und Weise wie das erzählt wurde war einfach schwach und schlecht. Und da es durchaus gewisse "Richtlinien" gibt wie man gute Charaktere schreibt und zeigt, kann man auch sehen, dass auf Rey dies nicht oder nur äußerts gering zutrifft. Stichwort ist hier die klassische Heldenstory oder Reise.

""The Rise of Skywalker" habe ich noch nicht gesehen, vor dem graut es mich aber etwas."

An diesem Film habe ich leider überhaupt kein Interesse. Ich denke aber er könnte sogar noch schlechter als Last Jedi sein.

"Bird of Prey" soll ja in die gleiche Richtung gehen."

Und ist deswegen auch genau so gescheitert. Die Medien versuchen ihn zwar als Erfolg zu verkaufen, aber die Zahlen sagen was anderes.

MJ-Pat
Avatar
luhp92 : : BOTman Begins
21.03.2020 19:17 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 12.649 | Reviews: 184 | Hüte: 432

@Watchman

"Und ich schätze mal dass der 70ger Version trotzdem deutlich die Vorlage anzusehen ist. Beim Dunklen Turm zB, würde ich das verneinen."

Ich würde das wie gesagt schon sagen.

"Es gibt ja unzählige Medien die nur angelehnt sind oder nur inspiert wurden. Die Quelle ist evtl. (deutlich) zu erkennen, aber das Werk grenzt sich trotzdem von der Vorlage genug ab und steht für sich selbst."

Da hast du Recht. Das populärste Beispiel dürfte wohl "Star Wars" sein, die Filme setzen sich ja aus zahlreichen Inspirationen zusammen.

"Was sie aber nicht machen werden ist, sich nur auf eine kleine Gruppe (von Nicht-Lesern) zu konzentrieren"

In den meisten Fällen wird die Gruppe der Nicht-Leser die größere sein. Die Leser mögen den Kern und den Antrieb bilden, aber sie allein werden nicht ausreichen, um eine Verfilmung zum Erfolg zu machen.

"Ich nehme dafür mal Blade Runner und Do Androids dream of electric sheeps."

Wie der Film in den 1980er beworben wurde, kann ich nicht sagen, das müssen dir Zeitzeugen hier´im Forum beantworten. Wie ich gerade aber auf Wikipedia gelesen habe, wurde der Roman später auch unter dem Titel "Blade Runner" vertrieben. Trotz der nur losen Adaption gehe ich daher davon aus, dass man den Film also doch klar als Adaption und klar verbunden mit der Buchvorlage verstanden hat.

Ein verwandtes Beispiel ist "Cloud Atlas". Ich halte den Film für ein Meisterwerk, kenne die Buchvorlage des gleichen Namens jedoch nicht. Laut früheren MJ-Usern handelt es sich bei der Adaption aber nur um die Adaption eines Teils des Romans und soll das diesen Teil dafür aber wohl überagend adaptiert haben. Wenn ich da jetzt mit deiner Bedingung einer gesamtheitlichen, vorlagengetreuen Adaption rangehen würde, müsste ich "Cloud Atlas" als schlechte Adaption verurteilen, weil die Bedingung eben nicht erfüllt und sich dennoch als Adaption versteht - und nicht als Inspiration, Spin-Off ö.Ä. oder unter anderem Titel veröffentlicht wurde.

"Bei Catwoman wurden die Kritiker zB nicht so angegangen, obwohl die Kritiken mitunter vernichtend waren."

Catwoman ist hier ja auch eine Frau gewesen wie in der Vorlage, die Kritik am Genderswitch und Kritik an der Kritik am Genderswitch konnte es aber also gar nicht geben.

"Den Veggie Burger aber Big Mac zu nennen schon. Terminator 2 durch Dark Fate zu ersetzen ist zB einfach großer Mist."

"Terminator 2" und "Terminator: Dark Fate" sind erstmal aber zwei unterschiedliche Filmtitel, sind also klar als unterschiedliche Produkte zu erkennen. Und ersetzt in dem Sinne, dass zu keinen Zugriff mehr darauf hast, wird "Terminator 2" auch nicht. Du kannst dir den Film ja weiterhin anschauen und "Dark Fate" ignorieren.
Passender als Vergleich wären da zum Beispiel die Special Editions der "Star Wars"-OT, da führte George Lucas ja tatsächlich Änderungen als Werk selbst durch.

Die Big-Mac-Vergleich auf die gesamte "Terminator"- bzw. "Star Wars"-Reihe (Luke, Han, Leia) angewandt: Die Änderungen, die "Genisys" und "Dark Fate" vorgenommen haben, fand ich toll. Während sich das in "Genisys" aber natürlich und organisch anfühlte und der Film die Reihe mMn vernünftig weiterentwickelte, war "Dark Fate" einfach nur ein faules, lahmes Remake von T1 und T2.
"The Force Awakens" und "The Last Jedi" sind für mich ganz normale, sinnvolle Fortsetzungen der OT, da sehe ich jetzt nichts, was (zum Schlechten hin) verändert wurde. "The Rise of Skywalker" habe ich noch nicht gesehen, vor dem graut es mich aber etwas.

"Charlies Angels ist ein sehr gutes Beispiel dafür."

Ich habe "Charlies Angels" nicht gesehen, aber sollte er seine Themen so umsetzen, wie du es beschreibt, dann stimme ich deiner Kritik definitiv zu. "Bird of Prey" soll ja in die gleiche Richtung gehen.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

Avatar
Watchman : : Moviejones-Fan
20.03.2020 16:27 Uhr | Editiert am 20.03.2020 - 16:35 Uhr
0
Dabei seit: 30.04.13 | Posts: 161 | Reviews: 0 | Hüte: 13

@luhp92

"weshalb Elrond sich dann dazu entscheidet, Aragorn zu unterstützen und das Schwert neu schmeiden lässt."

Das habe ich im Endeffekt auch gemeint. Also Zustimmung.

"Kennst du die Rotoskopie-Zeichentrick-Adaption von Ralph Bakshi aus den 1970er Jahren? " Leider, leider nicht. Obowhl ich ihn auf meiner Liste habe. Denoch sei zu unterscheiden einen Film stark zu kürzen damit man in ein Format passt und ihn abzuwandeln, bis er kaum noch Ähnlichkeiten mit der Vorlage aufweist. Und ich schätze mal dass der 70ger Version trotzdem deutlich die Vorlage anzusehen ist. Beim Dunklen Trum zB, würde ich das verneinen.

"Adaptionen müssen nicht akkurat sein, um zu überzeugen."

Würde ich auch so sehen. Aber sie sollten schon noch den Kern der Vorlage einfangen. D.h. wichtige Charaktere beinhalten, das Thema der Vorlage und Hauptpunkte der Handlung. Wenn eine Adaption keine Ähnlichkeit mit der Vorlage hat, oder Charaktere völlig verändert, was hat das dann noch mit der Vorlage zu tun? Dann doch lieber was Neues schreiben oder? Es gibt ja unzählige Medien die nur angelehnt sind oder nur inspiert wurden. Die Quelle ist evtl. (deutlich) zu erkennen, aber das Werk grenzt sich trotzdem von der Vorlage genug ab und steht für sich selbst.

"Filme richten sich ja nicht nur an die Buchleser, sondern an das Publikum allgemein."

Absolut. Aber es muss ja einen Grund geben gewisse Bücher zu verfilmen und andere nicht. Es muss ja etwas geben, was die Bücher beliebt gemacht hat. Und wenn Produzenten meinen, dass dieses Etwas auch bei einem größeren Publikum funktioniert werden sie versuchen dies einem größeren Publikum zu zeigen um noch mehr Geld zu verdienen ohne das Publukim zuvernachlässigen, dass das Buch erfolgreich gemacht hat. Die Leser sind doch quasi die "sichere" Zielgruppe und die Basis für den Erfolg einer Verfilmung. Was sie aber nicht machen werden ist, sich nur auf eine kleine Gruppe (von Nicht-Lesern) zu konzentrieren oder den Inhalt stark zu verfälschen. Denn damit verfälschen sie evtl. auch die Erfolgsformel der Vorlage. Und wenn sie es doch tun, sind die Filme oftmals nicht sehr erfolgreich. Ich denke Spielverfilmungen sind dafür ein gutes Beispiel, weil es nicht einfach ist in einem Film zu zeigen was die Spieler an den Spielen mögen. Deswegen funktionieren die wenigsten Spielverfilmungen.

"Überlege zum Beispiel mal, wie viele Filmadaptionen hast du gesehen, bei denen du die Vorlage nicht kennst? Von Filmen, bei denen man gar nicht weiß, dass es eigentlich Adaptionen sind, ganz zu schweigen."

Dazu kommen auch noch Filme die lose auf Vorlagen wie Kurzgeschichten basieren. Ich nehme dafür mal Blade Runner und Do Androids dream of electric sheeps. Der Film behandelt das Hauptthema, lässt aber viele Details der Story weg. Vielleicht heißt der Film deswegen auch nicht wie das Buch, was evtl. verdeutlichen soll, dass der Film keine echte Adaption ist. Der Film wird mMn auch nicht als Verfilmung beworben. Wenn du aber einen Film als Roman Adaption bewirbts, dann erwartet das Publikum entsprechende Inhalte.

Und, viele Filme die auf Vorlagen basieren, die ich nicht kannte oder nicht wusste dass es so war, waren gute Filme bzw. waren relativ vorlagentreu soweit es möglich war. Wie gesagt, die Vorlagen wurden nicht umsonst herangezogen. Es wäre natürlich denkbar einen Film im Universum des Buches zu machen, der das Buch nicht direkt wieder geben soll. Eine Art Spin-off. Das muss dann aber auch entprechend klargestellt werden. Denn selbst Spin-offs versuchen eigenständig zu sein und nicht zu sehr mit dem Hauptprodukt verwechselt zu werden.

"Was hätte der Film dann erzählen sollen?"

Hab den Film zwar gesehen aber davon blieb nicht viel zurück. Das zB der Dunkle Turm das Hauptthema war erinnere ich gar nicht mehr. Was der Film mit den Büchern zu tun hat erinnere ich tatsächlich auch nicht mehr wirklich. Ich weiß noch es kommen Roland, Jake und der Man in Schwarz vor und die Ideen der "Türen die ins nichts führen" aber ansonsten? Ich meinte es aber auch etwas anders. Sie hätten einfach den Film so machen können, aber mit anderem Inhalt. Equilibrium zeigt zB auch außergewöhnliche Pistolenfähigkeiten, und ein bisschen Magie hier und da gibts auch zu Hauf in anderen Filmen. Es wäre einfach ein Film Gut gegen Böse gewesen, aber halt nicht im Turm Universum.

"Gleichzeitig wäre die Kritik an "Ghostbusters" meiner Einschätzung nach dann aber ebenfalls nicht so laut gewesen, wie die Kritik an der Kritik."

Könnte sein. Aber Klassiker zu verunstalten kam bisher nie gut an und wurde eigentlich immer stark kritisiert. Ich denke aber das zB Total Recal lauter kritisert worden wäre, wenn der FIlm alle Frauen als inkompetent, dumm oder eindimensional böse gezeigt hätte. Denn dann würde zur allgemeinen Kritik auch noch die Kritik über den dämlichen Inhalt dazu kommen. Was berechtigt gewesen wäre.

Es ist aber auch ein Novum, dass Filmamacher/ Produzenten, Medien und Schaupieler Zuschauer für deren Meinung kritisieren und diese Kritik dann stark verallgemeinern, so dass jeder Kritiker (egal ob Troll oder ernsthafte und belegte Kritik) in die gleiche Ecke gestellt werden. Das hat sicherlich noch mal Öl ins Feuer gegossen und die Kritiker noch leuter werden lassen. Bei Catwoman wurden die Kritiker zB nicht so angegangen, obwohl die Kritiken mitunter vernichtend waren. Was hat sich seit dem geändert?

Aber alles das zu bentworten ist tatsächlich zu theoretisch.

"aber die Band doch nicht dazu auffordern, wieder Musik wie in alten Zeiten zu machen. "

Natürlich nicht. Den Musikstil zu ändern ist aber nicht das gleiche wie ein beliebtes Lied umzuschreiben und umzukomponieren und es dann mit dem selben Titel als Ersatz für das Alte zu verkaufen. Das wäre also so, also würde man in einem Musikalbum ab der Hälfte plötzlich ein völlig neues Genre etablieren und sich wundern warum es Fans nicht gefällt. Wenn sie ein neues Album machen gebe ich dir Recht. Das gab es in der Vergangenheit ja schon. Mir geht es aber darum altes oder bestehendes umzuändern um es als was anderes zu verkaufen. Wie gesagt, gegen den Veggie Burger habe ich nichts (neues Musikgenre). Den Veggie Burger aber Big Mac zu nennen schon. Terminator 2 durch Dark Fate zu ersetzen ist zB einfach großer Mist.

Um das mal zB auf Star Wars umzumümzen. Wenn sie der Meinung sind dass das Franchise grundlegend geändert werden muss, ok, aber dann nicht innerhalb einer Film Serie oder Trilogie. Sie hätten die Geschichten um Luke und Leia noch zu Ende bringen müssen im Stile der Filme die sie groß gemacht haben. Wenn sie danach etwas anderes gemacht hätten, hätte es den Fans evtl. nicht gefallen, aber die Kritik wäre eine völlig andere gewesen und bestimmt auch weniger heftig.

"Dem dürfte auch kein vernünftiger Mensch wiedersprechen."

Also wiedersprechen nicht, aber die Medien unterstützen solche Gedanken momentan eher als dass sie die Leute fragen ob sie das ernst meinen. Damit wollte ich auch andererseits zeigen wie vernebelt und abgehoben einige in Hollywood scheinbar geworden sind. Das ist dann mMn nach auch ein möglicher Ursprung Zuschauer in Filmen belehren statt unterhalten zu wollen. "Die wissen was gut für uns ist und deren Meinung ist besser als unsere." Wen sowas nicht stört. Charlies Angels ist ein sehr gutes Beispiel dafür. Alle Frauen können alles (gegen die Botschaft an sich ist nichts einzuwänden, nur wie sie presentiert wird ist so ne Sache), was Frauen in dem Film und vor allem die Engel selbst entsprechend langweilig und ununterscheidbar dastehen lässt. Und alle Männer sind dumm und böse. Selbst die Männer die gut erscheinen sind sogar noch böser am Ende. Wer (Frauen und Männer) will so etwas sehen außer ein kleine Gruppe die es braucht das deren Ego gestreichelt wird indem andere nieder gemacht werden? So wird doch keine breite Unterhaltung konzipiert. Und das zeigt sich dann auch beim Boxoffice. Es ist ja nicht nur so das nur Männer wegbleiben.

"Ja. Ich bin ohnehin allgemein gespannt, in welche Richtung das "Star Wars"-Franchise im Film- und Serienbereich in Zukunft gehen wird."

Das bin ich irgendwo auch. Wie von mir vermutet hat Kennedy jetzt angeblich den Wunsch geäußert Star Wars und Lucasfilm verlassen zu wollen. Sobald Ersatz gefunden wurde darf sie das wohl auch.

Die neuen Pläne klingen recht interessant, aber da wird es dann auch auf die Umsetzung ankommen und die Leute werden sehr genau hinsehen was Disney da jetzt macht. Den Freifahrtschein aus Force Awankens haben sie verloren. Mandalorian war mMn ok, wurde mir aber etwas zu stark in den Himmel gelobt. Vielleicht auch als Reaktion auf die neuen Filme.

Schade ist, das Disney bis auf die Filme alles gestrichen hat. In Büchern, Comics und Spielen (die es leut Kennedy gar nicht gibt) gab es viel Potenzial für viele Geschichten.

Mal sehen was da kommt.

MJ-Pat
Avatar
luhp92 : : BOTman Begins
19.03.2020 18:08 Uhr | Editiert am 19.03.2020 - 18:10 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 12.649 | Reviews: 184 | Hüte: 432

@Watchman

"Aber "groß" war sie in den Filmen eigentlich nicht oder?"

Groß in Betrachtung der 9-12 Stunden Laufzeit natürlich nicht, aber doch stets präsent und wichtig für die Handlung in "Herr der Ringe". Durch den auf der Beziehung basierendem Konflikt zwischen Elrond und Arwen wird Optimusmus und Pessimismus über den Ausgang des Kampfes gegen Sauron verhandelt und Arwens Schicksal ist an das des Ringes gebunden, weshalb Elrond sich dann dazu entscheidet, Aragorn zu unterstützen und das Schwert neu schmeiden lässt.

"Würde dir so etwas als HDR Film gefallen?"

Kennst du die Rotoskopie-Zeichentrick-Adaption von Ralph Bakshi aus den 1970er Jahren? Die erzählt "Die Gefährten" und "Die Zwei Türme" in einem 132-Minuten-Filnen, die Handlung ist also stark eingekürzt, dennoch ist es meiner Meinung nach ein okayer bis guter Film. Natürlich kein Vergleich zur Jackson-Adaption, aber trotzdem. Adaptionen müssen nicht akkurat sein, um zu überzeugen.

"Für wen?"

Filme richten sich ja nicht nur an die Buchleser, sondern an das Publikum allgemein. Überlege zum Beispiel mal, wie viele Filmadaptionen hast du gesehen, bei denen du die Vorlage nicht kennst? Von Filmen, bei denen man gar nicht weiß, dass es eigentlich Adaptionen sind, ganz zu schweigen. Ich gehe davon aus, dass Filmadaptionen, bei denen man die Vorlage kennst, in der Minderheit sind.

"Der Film hätte mMn ohne Der Schwarze Turm besser funktioniert."

Was hätte der Film dann erzählen sollen? Wenn du alle Buchelemente rausnimmst (den Dunklen Turm, Revolvermänner, den Mann in Schwarz, die Taheen, das "Shining" der Kinder zur Zerstörung des Turms, usw), dann bleibt doch kaum etwas übrig.

"Auch ein rein männlicher Cast hätte diese Reaktion ausgelöst, nur wäre das mediale Echo auf diese Kritik wahrscheinlich nicht annähernd so groß und am Thema vorbei gewesen."

Dem stimme ich zu. Gleichzeitig wäre die Kritik an "Ghostbusters" meiner Einschätzung nach dann aber ebenfalls nicht so laut gewesen, wie die Kritik an der Kritik.


"Leute die den Big Mac wollen und lernen dass Mc Donalds den nie wieder herstellen wird, werden wohl einfach nicht mehr zu Mc Donalds gehen."

Ja, eben.

"Warum hat Mc Donalds nicht einfach einen neuen Burger gemacht und den Big Mac behalten? Warum den neuen Big Mac nennen?"

Das ist dann wie gesagt Firmensache. Wichtig ist dann natürlich, wie das bei der Kundschaft ankommt, aber das ist das steht erstmal auf einem anderen Blatt.
Mir ist gerade noch ein anderes Beispiel eingefallen: Musiker ändern ja oft auch ihren Stil und machen andere Genremusik als vorher. So gut wie immer gibt es dann die alten Fans, denen das nicht gefällt, gleichzeitig werden aber auch neue Fans gewonnen. Die alten Fans können das kritisieren, die neuen Alben nicht mehr kaufen, aber die Band doch nicht dazu auffordern, wieder Musik wie in alten Zeiten zu machen. So auch hier bei den Filmen.

"Es geht mittlerweile nämlich soweit, dass bei Charlies Angels 2019 die Regisseurin noch vor der Veröffentlichung gesagt hat"

Dass Elizabeth Banks da Unsinn erzählt das, stimmt selbstverständlich. Dem dürfte auch kein vernünftiger Mensch wiedersprechen.

"Genau das passiert gerade bei Star Wars."

Ja. Ich bin ohnehin allgemein gespannt, in welche Richtung das "Star Wars"-Franchise im Film- und Serienbereich in Zukunft gehen wird.


"Diesen Austausch mit dir finde ich gut."

Ja, empfinde ich auch so, den Dank gebe ich gerne zurück.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

Avatar
Watchman : : Moviejones-Fan
16.03.2020 18:18 Uhr
0
Dabei seit: 30.04.13 | Posts: 161 | Reviews: 0 | Hüte: 13

@luhp92

"Roman ist das bei der Rettung aber ein anderer, männlicher Elf. Auch die Liebesbeziehung mit Aragorn wurde vergrößert bzw. mehr in den Fokus gerückt."

Ok, das erinnere ich gar nicht mehr. Aber im Endeffekt war es für den Film durchaus besser dass sie Frodo rettet und kein namenloser Elf, der mit der Geschichte nichts zu tun hat. Auch die Vergrößerung der Liebesbeziehung erinnere ich nicht mehr. Aber "groß" war sie in den Filmen eigentlich nicht oder? Sie diente gut als Konflikt zwischen Elrond und Aragorn aber an sich nichts Wichtiges würde ich sagen.

"Beim "Hobbit" bin ich bei dir. Legolas und Tauriel hätte ich komplett weggelassen und der Anfang von Teil 3 gehört eindeutig in Teil 2. Dient nur als Cliffhanger und wirkt in Teil 3 wie ein Fremdkörper."

Sehe ich auch so.

"Das ergäbe so auch keinen Sinn oder man müsste Folgeänderungen vornhemen, männliche Erbfolge gäbe es dann nicht mehr und das beträfe dann ja auch die Charaktere von Denethor und den Vater-Sohn-Konflikt mit Faramir."

Joa an sich gebe ich dir Recht. Aber solche Änderungen werden nicht immer durchdacht eingearbeitet..

"Der "Der Dunkle Turm"-Film baut sich aus den Büchern halt seine eigene Geschichte zusammen,..."

Und da habe ich leider ein Problem mit. Würde dir so etwas als HDR Film gefallen? Wenn einfach aus den Büchern etwas wild zusammen geklatscht würde und das dann als Verfilmung der Bücher verkauft werden würde? Warum dann überhaupt die Bücher nehmen (und evtl. das Franchise verheizen)? Warum nicht was Eigenes und Neues erfinden? Warum eine Verfilmung eines Buches machen wenn diese mit dem Buch bis auf Kleinigkeiten nichts zu tun hat und es dann Verfilmung nennen?

Ich mag Idris Elba ebenfalls. Seine Luthor Serie zB kann ich empfehlen. Aber als Roland fand ich ihn eine Fehlbesetzung aus folgendem Grund. Die Bücher thematisieren Rassismus. Und auch Zwischen Roland, dem anderen weißen Mann (hab seinen Namen vergessen) und Odetta ist das vor allem bei ihrer ersten Begegnung ein großes Thema. Jetzt kann man natürlich sagen: Odetta kommt im Film ja gar nicht vor. Stimmt. Aber bei der Besetzung von Elba muss man dann davon ausgegangen sein dass eine romantreue Verfilmung wie bei HDR nie die Absicht war, und ich frage mich dann warum dieser Film überhaupt gemacht wurde. Für wen?

Der Film hätte mMn ohne Der Schwarze Turm besser funktioniert.

"RoboCop" hat abgesehen vom PG-13 jetzt nicht allzu viel verändert. "

Also das sehe ich doch völlig anders. Es gibt einige Unterschiede. Das mag sicherlich Geschmackssache sein, aber mir gefiel zB die satirische und absurd brutale Version von Verhoeven deutlich besser als die softe "haben Maschinen ein Recht auf Menschlichkeit" Version von 2017. Auch die 2017ger Version enthält ein wenig von der Satire des Originals aber nur eher beiläufig. Das kann sicherlich als Geschmackssache ausgelegt werden, die Frage warum man dafür RoboCop benutzt hat bleibt.

"Warum sollen Frauen auch keine Ghostbusters sein dürfen? Da spielt das Geschlecht überhaupt keine Rolle."

Dem stimme ich zu. Die Idee für G3 war ja mal die Fackel an weibliche und männliche Ghostbusters zu übergeben. Warum auch nicht?

Ich sag mal so. Die Kritik an diesem Film bezog sich, soweit ich weiß, nie nur darauf dass es um Frauen geht. Sondern, dass der Film einfach Müll ist. Um dies zu erläutern wurden die Frauen natürlich mit angegriffen, weil auch sie in so einem schlechten Film Teil des Problems waren. Sie waren aber nicht der Auslöser für die Kritik. Auch ein rein männlicher Cast hätte diese Reaktion ausgelöst, nur wäre das mediale Echo auf diese Kritik wahrscheinlich nicht annähernd so groß und am Thema vorbei gewesen.

Dark Fate ist aber wohl das beste Beispiel dafür dass es nichts mit Geschlechtern zu tun hat, es aber gerne so hin gestellt wird, dass es die Hauptkritik wäre. Um mal Tim Miller (sinngemäß) zu zitieren: „wir wollten mit Dark Fate etwas Neues machen und dem Zuschauer etwas anders bieten als immer nur das Gleiche“. Und für Tim Miller bedeutete das T2 fast 1:1 zu kopieren und nur 2 männliche Hauptrollen durch weibliche zu ersetzen. Nebenbei die Wichtigsten des gesamten Franchises. Und tada, Progression und ein „völlig neuer“ Terminator Film für die Presse. Dann wundern sich alle warum der Film niemanden interessiert (oder so stark kritisiert wird) und es werden Schuldige gesucht. Natürlich nicht die Produzenten, die diesen Mist zu verantworten haben. Auch nicht der Regisseur, der nur die Vision umsetzen sollte und am wenigsten die Schauspieler, die immer einen außergewöhnlichen Job machen. Da bleiben dann nicht mehr viele denen man die Schuld geben könnte. (Aus dem Tod John Connors hätte man einiges machen können, aber das ist ein anderes Thema und würde voraussetzen, dass man an einem guten Film interessiert ist und nicht an einer leere Transporthülse für irgendwelche persönlichen Überzeugungen mit dem Versuch schnelles Geld oder gute Publicity zu erhalten.)

"Höchstwahrscheinlich nicht. Dafür müsste ich mir den Film aber erstmal anschauen."

Nun, mir persönlich gefallen die Paul Feig Filme nicht. Ich hätte aber wie gesagt kein Problem damit wenn er eine Persiflage des Filmes gemacht hätte. Niemand hätte ein Problem damit gehabt. Aber als vollwertigen Ghostbusters Ersatz? Nicht akzeptabel, und das wurde vielleicht etwas zu deutlich gemacht. Aber man wollte wohl sichergehen, dass Hollywood es versteht. Und das haben sie bei diesem Film auch, da sie einen neuen produziert haben.

"Nehmen wir mal an, McDonalds würde komplett auf vegetarische Produkte umsteigen."

Dieser Satz reicht eigentlich schon. Leute die den Big Mac wollen und lernen dass Mc Donalds den nie wieder herstellen wird, werden wohl einfach nicht mehr zu Mc Donalds gehen.

"Und sollte dir der Veggie Burger tatsächlich nicht schmecken, kannst du natürlich kritisieren, dass der Big Mac nicht mehr das Gleiche ist wie früher und mit Fleisch besser schmeckt."

Das ist unerheblich. Der Veggie Burger hat mit dem Big Mac ja nichts zu tun. Ob er dir schmeckt oder nicht ist egal.

"Du kannst McDonals aber nichts dazu auffordern, ihr Produkt für mich abzuwandeln."

Nun, das ist gerade die Sache. Mc Donalds hat ungefragt den Burger bereits abgewandelt. Du willst einfach nur den alten Burger zurück. Warum hat Mc Donalds nicht einfach einen neuen Burger gemacht und den Big Mac behalten? Warum den neuen Big Mac nennen?

Man kann viel argumentieren wie: Mc Donalds möchte neue Wege gehen, umweltbewusster werden, neues Klientel ansprechen usw. Ok, sollen sie. Aber sie sollen nicht die Stammkundschaft dafür kritisieren ihren neuen Burger nicht kaufen zu wollen, bzw. deswegen keine Restaurants mehr zu besuchen. Denn das passiert ja gerade bei gewissen Filmen.

Man vergrößert seine Kundschaft nicht indem man die Stammkundschaft verprellt oder nicht mehr bedient.

Um mal zu sagen was ich konkret meine. Es geht mittlerweile nämlich soweit, dass bei Charlies Angels 2019 die Regisseurin noch vor der Veröffentlichung gesagt hat: "wenn dieser Film nicht erfolgreich sein wird, ist es der Beweis das Männer keine Frauen in Action Filmen sehen wollen. Und sie (allein) der Grund für den Misserfolg sind". Männer werden also der Grund sein warum der Film floppt, weil sie den Film nicht gucken werden obwohl er doch alles daran setzt Männer zu verunglimpfen.

So falsch und hirnrissig diese Aussage ist, so gefährlich ist sie. Denn diese Schiene fahren so ziemlich alle „Agenda getriebenen“ Filme. Nicht die Qualität ist ausschlaggebend wenn der Film floppt, sondern Frauenhasser, Trolle, etc. Und leider glauben das auch viele weil die Presse da einfach gleichgeschaltet wirkt. Ich habe hier größtenteils auf inhaltliche Kritik zu den Filmen verzichtet weil es Seiten füllen würde diese auseinander zu nehmen. Wäre aber möglich falls gewünscht. Denn zu denken ich kritisiere Filme weil dort Frauen die Hauptrolle haben ist mir langsam auch zu billig.

"Kritisieren ja, auf Bewertungsseiten schlecht bewerten ja, boykottieren ja. Solltest du genügend Mitstreiter finden, werden die Einnahmen sinken und McDonalds wird gezwungen sein zu handeln."

Genau das passiert gerade bei Star Wars. Sie geben natürlich nicht zu Fehler gemacht zu haben, aber die Verantwortliche bei Lucasfilm wurde bereits ersetzt und wird keinen Einfluss mehr auf zukünftige Filme haben. Filmemachen ist am Ende des Tages eben doch ein Geschäft, keine persönliche Bühne. Disney kann Verluste wie keine zweite Firma wegstecken, aber auch die werden ihre Politikverstöße neubewerten müssen und wohl eher zurückfahren.

PS: Diesen Austausch mit dir finde ich gut. Danke.

MJ-Pat
Avatar
luhp92 : : BOTman Begins
13.03.2020 12:12 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 12.649 | Reviews: 184 | Hüte: 432

@Watchman

"Sie hat den Auftritt bei der Rettung von Frodo im ersten Film"

Ja, im "Herr der Ringe"-Roman ist das bei der Rettung aber ein anderer, männlicher Elf. Auch die Liebesbeziehung mit Aragorn wurde vergrößert bzw. mehr in den Fokus gerückt. Aber ja, Eowyn ist die interessantere Figur.

Beim "Hobbit" bin ich bei dir. Legolas und Tauriel hätte ich komplett weggelassen und der Anfang von Teil 3 gehört eindeutig in Teil 2. Dient nur als Cliffhanger und wirkt in Teil 3 wie ein Fremdkörper.

"was müssen wir anpassen damit wir die Bücher auf die Leinwand kriegen; und weniger eine Interpretation der Ereignisse im Buch"

Beide trifft zu, würde ich sagen. Tom Bombadil hätte ich zwar gerne im Film gesehen, kann wie du aber auch vollkommen nachvollziehen, dass sein Auftritt weggelassen wurde.

"Aus Faramir zB eine Tochter zu machen, wäre dann für mich wieder einfach unnötig."

Das ergäbe so auch keinen Sinn oder man müsste Folgeänderungen vornhemen, männliche Erbfolge gäbe es dann nicht mehr und das beträfe dann ja auch die Charaktere von Denethor und den Vater-Sohn-Konflikt mit Faramir.


"Aber vergleich mal die HDR Trilogie mit dem Schwarzem Turm Film."

Der "Der Dunkle Turm"-Film baut sich aus den Büchern halt seine eigene Geschichte zusammen, die meiner Meinung nach durchaus hätte funktionieren können, wären da bessere Drehbuchautoren und ein besserer Regisseur am Start gewesen. Die Änderungen störten mich nicht, Idris Elba fand ich als Roland Deschain bzw. allgemein als Revolvermann zum Beispiel richtig klasse. Stephen King, der in dieser Hinsicht ja sonst sehr penibel ist, war mit den Änderungen übrigens einverstanden.

"Total Recall, Conan und Robo Cop Remakes seien hier mal erwähnt. Die Filme wurde sehr kritisiert. Und da verstehe ich zB nicht warum Ghostbusters 2016 für die gleichen Gründe, nicht kritisiert werden darf, oder man gleich ein Frauenhasser ist wenn man(n) es doch tut."

"RoboCop" hat abgesehen vom PG-13 jetzt nicht allzu viel verändert. Dass Murphys Charakter hier näher beleuchtet und emotionalisiert wurde, fand ich sogar positiv, dass hat mir im Original gefehlt.

Wer sagt denn, dass "Ghostbusters" nicht aus den gleichen Gründen kritisiert werden darf. Kritik an einer sachlichen Kritik (also z.B. gegten den typischen Feig-Humor) ist mir da nicht aufgefallen. Das richtete sich eben nur gegen Kritik, die speziell gegen die Frauen und weiblichen Charaktere als Ziel hatten. Warum sollen Frauen auch keine Ghostbusters sein dürfen? Da spielt das Geschlecht überhaupt keine Rolle.

"Oder hätte dir McCarthy in ihrer Rolle in Spy als vollwertiger Bond ersatz gefallen?"

Höchstwahrscheinlich nicht. Dafür müsste ich mir den Film aber erstmal anschauen.


"Um das mal so zu sagen. Wenn du zu McDonalds gehst, weißt du was du erhalten wirst."

Nehmen wir mal an, McDonalds würde komplett auf vegetarische Produkte umsteigen. Den Big Mac könnten sie auch mit Tofufleisch o.Ä. anbieten, es ist ja ihre Marke, und allgemein ändern sich Burger auch abseits dieses Gedankenbeispiel.

Wenn McDonalds den Veggie Big Mac dann jedoch als Fleischburger bewirbt und verkauft, wird das natürlich problematisch und dagegen könntest du sicherlich auch klagen. Sollte dir der Veggie Burger wider Erwarten schmecken, würdest du aber ja nicht den Burger an sich kritisieren, sondern das Marketing (was bei Filmen News, Trailer, etc wären). Und sollte dir der Veggie Burger tatsächlich nicht schmecken, kannst du natürlich kritisieren, dass der Big Mac nicht mehr das Gleiche ist wie früher und mit Fleisch besser schmeckt. Du kannst McDonals aber nichts dazu auffordern, ihr Produkt für mich abzuwandeln.

Kritisieren ja, auf Bewertungsseiten schlecht bewerten ja, boykottieren ja. Solltest du genügend Mitstreiter finden, werden die Einnahmen sinken und McDonalds wird gezwungen sein zu handeln.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

Avatar
Watchman : : Moviejones-Fan
10.03.2020 12:55 Uhr | Editiert am 10.03.2020 - 13:29 Uhr
0
Dabei seit: 30.04.13 | Posts: 161 | Reviews: 0 | Hüte: 13

@luhp92

"Und dennoch wurde auch dort schon mehr Fokus auf weibliche Charaktere gelegt (größere Rolle von Arwen), "

Stimmt, ob da aber von mehr Fokus gesprochen werden kann.hmm. Die Rolle von Arwen ist mMn insgesamt zu vernachlässigen. Sie hat den Auftritt bei der Rettung von Frodo im ersten Film, danach taucht sie kaum noch auf und hat auch keinen Einfluss auf die Handlung. Und so weit ich mich erinnere kommt die Rettung so auch im Buch vor. (Da finde ich die Rolle von Eowin wesentlich besser und interessanter. Ob sie für den Film angepasst wurde weiß ich leider nicht.)

Von den Hobbit Filmen war ich insgesammt sehr enttäuscht. Um aus diesem kleinen Buch 3 Filme zu machen, wurde allerhand reingebaut, was mir nicht gefallen hat. So wurde auch Legolas reingebaut obwohl er nicht im Buch vorkommt. Mit irgendwas mussten die Filme ja aufgefüllt und verkauft werden. Das Ganze war scheinbar eine reine Kommerzgeschichte und es wurde Disney mehr als nur Konkurenz im Ausschlachten eines Franchises gemacht. Alleine schon der Übergang vom 2. zum 3. Film ist eine Frechheit für mich gewesen.

Da wurde sich nicht mehr so eng an die Vorlage gehalten und der finanzielle Erfolg stand gefühlt absolut im Mittelpunkt. So war die Kritik an diesen Filmen auch größer als an der HDR Trilogie (wenn es dort überhaupt Kritik gab).

"das fällt alles unter persönliche Interpretation. Es ist auch immer noch eine Adaption."

Ich würde sagen das war eher eine Sache von: was müssen wir anpassen damit wir die Bücher auf die Leinwand kriegen; und weniger eine Interpretation der Ereignisse im Buch, denn diese wurde doch überwiegend treu dargestellt.

Die Änderungen von einigen Figuren kann ich nicht wirklich bewerten, dazu ist das mit den Büchern zu lange her. Aber ich könnte mir vorstellen, dass dies zu Gunsten der Geschichte und des Pacings des Filmes war. Denn, die Figur des Tom Bombadil zB wurde komplett gestrichen, was mMn gut war. Die Geschichte um ihn herum trug nichts zur Geschichte bei und hatte keinen Einfluss. Das hätte nur den Rhythmus des Filmes gestört. Es mussten Dinge geändert werden damit die Geschichte als Films funktioniert. Man darf auch nicht vergessen, dass HDR lange Zeit aufgrund des Umfanges als "unverfilmbar" galt.

Aus Faramir zB eine Tochter zu machen, wäre dann für mich wieder einfach unnötig.

Aber vergleich mal die HDR Trilogie mit dem Schwarzem Turm Film. Da wurden Dinge unnötig angepasst, so dass gewisse Sachen aus den Büchern nicht funktioniert hätten, wie die Spannungen zwischen Roland und Odetta. Davon abgesehen, dass der Film eigentlich nichts mit den Büchern zu tun hatte und man ihn auch anders hätte nennen können, was mMn besser gewesen wäre.

Und da würde ich dann auch den Unterschied sehen. Manchmal müssen Dinge der Vorlage angepasst werden damit ein Film funktioniert, manchmal werden Dinge unnötig aus persönlichen Gründen angepasst. Im Falle von Der Schwarze Turm waren es wohl persönliche Gründe. Und diese persönlichen Gründe haben bei solchen Filmen mMn nichts verloren.

"sondern liegt hier aber speziell an der Vorlage "Der Herr der Ringe", zu der das für mich nicht wirklich passt."

Und so ergeht es auch Fans anderer Franchises und Vorlagen. Sie wollen gerne Ihre Figuren und Charaktere erleben und nicht die Vorstellungen und Vorschriften von den Umsetzern dieser Vorlage. Besonders deutlich wurde das wohl bei Filmen wie Gohstbusters 2016. Aber die Leute hier scheinen auch vergessen zu haben, das solch ein respektloser Umgang mit beliebten FIlmen und Figuren schon immer kritisiert wurde. Total Recall, Conan und Robo Cop Remakes seien hier mal erwähnt. Die Filme wurde sehr kritisiert. Und da verstehe ich zB nicht warum Ghostbusters 2016 für die gleichen Gründe, nicht kritisiert werden darf, oder man gleich ein Frauenhasser ist wenn man(n) es doch tut. Original Ghostbusters zB war ein "Comedy" Film, der aber wie ein Horrorfilm dieser Zeit wirkte und entprechende Horror Szenen und Elemente hatte. Trotz Ankündigung dass der Film auch guselig sein soll, war Ghostbusters 2016 einfach nur eine Persiflage mit Slapstickhumor dieses Klassikers. Hätte man den Film als solchen gekennzeichnet (wie zB Spy von Feig und mit McCarthy, der eine Persiflage auf Bond und Bourne etc darstellt) wäre es kein Problem gewesen. Aber diesen grottigen Film als Remake eines prägenden Klassikers zu verkaufen (der ja quasi das Original ersetzt hätte), war einfach zu respektlos und daneben. Oder hätte dir McCarthy in ihrer Rolle in Spy als vollwertiger Bond ersatz gefallen?

Abschließend, möchte ich drauf hinweisen dass ich absolut kein Problem damit habe dass Produzenten und Regisseure ihre Ansichten in Filmen verarbeiten wollen. Warum auch. Aber dann sollen sie das bitte in eigenen Projekten machen, und nicht bei Vorlagen oder Franchises die schon bestehen. Bis heute konnte mir auch noch niemand erklären warum eine Anpassung eines bestehenden Franchises umbedingt passieren muss, statt neue Franchises zu entwickeln die ihren Fokus woanders haben oder die persönliche Sicht der Macher darstellen.

Um das mal so zu sagen. Wenn du zu McDonalds gehst, weißt du was du erhalten wirst. Und wenn du einen Big Mac Menu haben willst, wirst du dich wohl kaum mit einem Salat zufrieden geben nur weil der Verkäufer der Meinung ist, dass der Salat besser für dich ist. Ob es dann Cola oder Fanta wird ist vielleicht egal aber den Big Mac willst du haben, denn dafür bist du hingegangen. Wenn McDonalds dann anfangen würde dich dafür zu beschimpfen weil du dich darüber beschwerst das haben zu wollen wofür du gekommen bist, sie es dir aber nicht geben wollen, oder sie den Big Mac aus welchen Gründen auch immer von der Karte streichen und die Leute dafür beschimpfen die Alternative zum Big Mac nicht kaufen zu wollen, ist der Unmut der Stammkundschaft vielleicht nachvollziehbar.

MJ-Pat
Avatar
luhp92 : : BOTman Begins
09.03.2020 13:56 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 12.649 | Reviews: 184 | Hüte: 432

@Watchman
"Er weißt daraufhin dass es ihm nicht darum geht eine persönliche Story zu zeigen, oder seine persönlcihe Version oder Interpretation. Er wollte den Büchern treu beleiben und den Fans geben worauf sie gewartet haben."

Und dennoch wurde auch dort schon mehr Fokus auf weibliche Charaktere gelegt (größere Rolle von Arwen), um im Vergleich mit der Romanvorlage die männliche Dominanz aufzulockern. Für die Hobbit-Filme wurde dafür dann ja sogar mit Tauriel eine komplett neue Figur erfunden. Allgemein wurden viele Figuren abgeändert (Faramir, Aragorn, Denethor, die Freundschaft zwischen Frodo und Sam), um die Geschichte zu erden, das fällt alles unter persönliche Interpretation. Es ist auch immer noch eine Adaption.

Eine weibliche, aus LGBTQX-Minderheiten bestehende Ringgemeinschaft würde mir als Fan der Bücher wahrscheinlich auch nicht gefallen, das ist aber keine allgemeingültige Aussage, sondern liegt hier aber speziell an der Vorlage "Der Herr der Ringe", zu der das für mich nicht wirklich passt.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

Avatar
Watchman : : Moviejones-Fan
05.03.2020 14:26 Uhr
0
Dabei seit: 30.04.13 | Posts: 161 | Reviews: 0 | Hüte: 13

@Raven13

"Aha, dir ist Rey als als Heldin zu schnell zu stark? Das trifft auf 90 % aller männlichen Actionhelden der letzten 40 Jahre ebenfalls zu, übrigens auch auf Luke, "

Nein, das hat nichts damit zu tun wie stark Rey mal wird, sondern dass sie es von Anfang an ist. Ich habs immerhin versucht. Das erste Aufeinandertreffen von Luke und Vader: Luke hat keine Chance. 2 Treffen: Luke ist durchs Training zwar wesentlich besser geworden hat trotzdem keine Chance und verliert seine Hand. 3. Treffen: Luke ist Vader überlegen.

= Charakterentwicklung, Spannung, Auflösung bzw. verdientes Happy End.

Alle Treffen von Rey und Kylo: Rey gewinnt jedesmal. Keine Entwicklung, keine Spannung. Für dich also keinerlei Unterschied? Ok.

Ich könnte das noch mit weiteren Szenen durchspielen wie zB die Jedi Mind Tricks die Rey anwendet um aus der Gefangenschaft zu entkommen oder dass sie ohne Erklärung den Falken besser fliegen kann und mehr darüber weiß als Han in seinen 40 Jahren. Aber bringt ja doch nichts.

Es geht nicht darum dass sie Kylo irgendwann schlägt und von mir aus zum mächtigsten Jedi aller Zeiten wird. Kann sie gerne werden!! Es geht um den Werdegang. Wenn es keine Spannung oder Risiken gibt (sie gewinnt immer gegen Kylo) und ncihts gibt an dem sie wachesen kann ist es ein langweiliger und schlecht geschriebener Charakter. Ich nenne dies das Superman problem. Wohlgemerkt "man".

"Überall männliche Mary Sues, über die aber noch nie jemand gemeckert hat. Hallo? Außerdem wird Rey nicht als unfehlbar dargestellt. Sie hat Ängste und sie macht Fehler. "Perfekt" ist sie demnach nicht."

Welche Fehler macht sie denn? Was kann sie denn nicht? Mary Sue Charaktere können alles von Anfang an und alles fügt sich zu Ihren Gunsten. Das war doch zB bei Luke völlig anders. Am Anfang konnte er relaliv gut schießen und fliegen, was im Film etabliert wird. Mehr nicht. Er war ein u.a. ein Hitzkopf, ungeduldig (rebellsich) und schnell zornig. Am Ende ist er ein ganz anderer Charakter weil er viel gelernt hat, gewachsen ist und durch die Hilfe anderer zu dem großen Jedi wurde. Rey kann von Anfang an einfach alles und alles besser als jeder andere ohne irgendwas je gelernt haben zu müssen. Später heißt es sogar sie sei ein Niemand. Zu dem Zeitpunkt war Palpatine im dritten Teil nicht vorgesehen. Also wovon redest du da?

"Star Wars ist eine Fantasy-Filmreihe, kein Drama oder Kriegsfilm nach wahren Begebenheiten."

Das waren Lucas Ansichten als er Star Wars erschaffen hat. Noch bevor es andere Ableger gab. Er bezog auf sich dabei auf die Geschichte. Ist es denn heute so das Frauen den gleichen Anteil in Armeen darstellen wie Männer? Übrigends, weißt du welche Jedi Figur mir am besten von allen gefällt? Asoka. Und nu?

"Und auch hier liegst du wieder daneben. Inhaltlich (IM FILM!) ist Captain Marvel zu keinem Zeitpunkt feministisch und ist ebenso wenig "politisch korrekt".

Wie gesagt, wenn dir soche Sachen nicht auffallen, dann ist es so. Anderen fallen sie auf. Wenn dir nicht auffällt, dass der Endgeger und das Hauptthema des Films "die Unterdrückung der Frau durch den Mann" ist, dann nicht. Manchmal ist etwas ja so offensitlich dass man es übersieht.

"Auch ein "Mary Sue"-Charakter kann gut geschrieben und interessant und sympathisch sein."

Wenn du auf Charaktere stehst die keine nenneswerte Entwicklung durchlaufen, sofort alles können ohne es lernen zu müssen und allen überlegen sind. Dann ist das so. Sympathie hat da wenig mit zu tun. Sie ist sympathisch, aber ein absolut langweiliger Charakter bei dem man weder mitfiebert noch eine Spannung aufbaut. Cap Marvel ist hingegen ein völlig unsympathischer Mary Sue Charakter.

"aber es gibt auch sehr viele Millionen Fans da draußen, die Rey halt sympathisch und toll geschrieben finden".

Deswegen schmierten die Filme so an der Kinokasse ab? Ach so.

@luhp92

"Du musst es dir nicht anschauen"

Wenn es ein Solofilm des Regisseurs wäre, der seine Ansichten präsentieren möchte, geb ich dir absolut Recht. Aber in einem Franchise wo Filme ineinandergreifen sollen oder Teil eines bereits etablierten Universums sind, absolut nicht. Im Prinzip nichts was auf Vorlagen basiert. DC hat damit versagt und Edgar Wright durfte deswegen seinen Antman nicht machen. Bei so einem Projekt müssen sich Regisseure an gewissen Dinge halten sonst passen die Filme nicht ins Konzept. Die Filme müssen eigenständig sein, dürfen aber nicht alles vernachlässig was war oder noch kommt. Da geht es nicht um den persönlichen Ausdruck des Regisseurs, sondern um ein Mosaikstein eines größeren Gebildes. Dazu wäre zB das Interview von Jackson zu den Herr der Ringen Filme interessant. Er weißt daraufhin dass es ihm nicht darum geht eine persönliche Story zu zeigen, oder seine persönlcihe Version oder Interpretation. Er wollte den Büchern treu beleiben und den Fans geben worauf sie gewartet haben.

Für einige hier wäre eine aus Minderheiten bestehende weibliche LGBTQX Gemeinschaft des Ringes wohl kein Problem. Für Fans der Bücher aber wohl schon. Ist das nachvollziehbar?

"Und die Rechte liegen bei dem Studio und sie beauftragen Regisseure und Drehbuchautoren damit, einen Film zu kreieren".

Ja absolut. Wenn etwas völlig Neues gemacht wird, ist die Freiheit des Regisseurs evlt. größer. In einem Frachsie ist das aber doch anders. Man siehe DC. Die Freiheiten waren zu groß was ein Teil des Problems wurde.

"Seine Macht ist es, dem Kino fernzubleiben oder den Film zu kritisieren."

Das mit der Kritik scheint ja nur bedingt zu stimmen. Aber das mit dem Fernbleiben ist nachweisbar. Allerings je größer das Franchise desto eher können Fehltritte ausgeglichen werden. Der Verlust von 700mio bei Star Wars ist sicherlich nicht so schwerwiegend wie der Verlust bei Dark Fate zB. Denn am Ende bedeutet dies evtl. das Ende eines Franchises. Siehe auch Ghostbusters. Dort versucht man nun schnell den vergangenen Film vergessen zu machen damit das Franchise überlebt.

""Star Wars" hatte allerdings schon immer feministische Züge, siehe zum Beispiel die Rolle von Prinzessin Leia in der OT. Allgemein ist der rebellische Widerstand stets von Frauen durchzgen, während das Imperium nur aus Männern besteht."

Zustimmung. Deswegen habe ich auch gerne auf Leia verwiesen, wie man es richtig macht. (Oder auch auf Ripley, Sahra Connor (T1+T2) Beatrix Kiddow, Claric Satrling etc etc. es gibt so viele gute Beispiele) Der Unterschied zwischen Leia und Rey ist imens. Wem das nicht auffällt, fällt es nun mal nicht auf. Leia ist ein guter Charakter und symbolisiert absolut eine starke Frau in einer Welt voller Männer. Ohne dies so dumm und platt unterstreichen zu müssen wie bei Rey oder Cap Marvel. Habe vor kurzem Superman: Red Son gesehen. Eine starke feministische Lois Lane und eine lesbische Wonder Woman (was mich gewundert, aber nicht gestört hat. Es hat sogar Sinn gemacht wie es eingeführt wurde). Sehr gut etabliert und eingesetzt. Ein krasses Gegenbeispiel wäre die Serie Batmwoman wo die Sexualität und Feminismus grundlos im Mittelpunkt steht. Es geht auch immer darum wie man etwas presentiert.

In den meisten Filmen sind Männer die Antagonisten. Frauen kommen da seltener vor obwohl es sehr gute weibliche Bösewichter gibt. Die Frage wäre warum das so ist.

"Sollte das stimmen, hat er sich selbst nicht daran gehalten. Leia und Padme kämpfen schließlich auch."

Wie gesagt waren das seine Aussagen bei der Schaffung von Star Wars. Das auch 2 Frauen auf dem Schlachtfeld standen könnte man auch mit "Ausnahmen bestätigen die Regel" erklären. Das hat bei beiden Charakteren aber auch mit der Entwicklung des Charakters und dem Storyablauf zu tun. In den jeweils ersten Filmen hätte man sich beide nicht unbedingt auf dem Schlachtfeld vorstellen können. Später erschien dies natürlich zu sein. Dagegen spricht doch auch nichts. Auch nicht das Ray die mächtigste aller Jedi wird.

@Duck

"political correctness sieht man wenn man sich davor fürchtet"

Oder man schaltet beim gucken einfach den Kopf ein und macht sie Augen auf.

"Kann man gerne nachlesen schreibt der User, ignoriert aber, dass Lucas selbst starke Frauenfiguren mit Leia oder Padme installierte und sie sogar ins Schlachtfeld schickte!"

Lies einfach was ich dazu oben geschrieben habe. Und seit wann bin ich gegen Frauen in Filmen? Oder habe etwas gegen starke Frauen? Hast wieder dein Kopfkino eingeschaltet?

"Ja, die Kritiker lieben Ghostbuster 2016."

Das ist ein ganz anderes Thema. Inweit man Kritikern heute noch vetrauen kann ist so ne Sache. Kritiker mochten anfangs auch Last Jedi. Oder die Watchman Serie. Auffällig dabei war dass nicht etwa der Film oder die Story/Charaktere gefeiert wurde, sondern seine politische Ausrichtung. Vergleicht man Ghostbusters 2016 mit den Vorgängern werden Qualitativeunterschiede sehr deutlich. Dich davon zu überzeugen was dir gefällt oder nicht hatte ich nie vor. Was einem gefällt bedeutet aber nicht automatisch dass es gut ist.

"Captain Marvel hat nur eine Szene, welche bisschen mit dem Holzhammer ist und zwar als der Song "I´m just a Girl" einsetzt."

Sehe ich anders. Der Film ist damit durchsetzt. Ich kann ohne Mühe eine ganze Reihe an Szenen nennen. Die "I´m just a Girl" Szene ist da sogar noch eine der subtileren.

"Ich wurde so belehrt und habe so stark diese Moral aufgesaugt, dass ich mich gestern entschieden habe eine Geschlechts-OP durchzuführen!"

Das wundert wohl niemanden. Viel Glück.

Avatar
Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
05.03.2020 09:56 Uhr | Editiert am 05.03.2020 - 10:04 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 7.961 | Reviews: 48 | Hüte: 483

Dass hier immer noch diskutiert wird:

"Es heißt Star WARS. Und für Lucas sind in einem Krieg Männer die Hauptpersonen auf dem Schlachtfeld"
Eine gute Zusammenfassung des eigentlichen Problems für den User, versteckt unter dem Deckmantel verschiedener aktuellen Themen. Ich bleib dabei, political correctness sieht man wenn man sich davor fürchtet. Und dieser Satz zeigt es gut. Kann man gerne nachlesen schreibt der User, ignoriert aber, dass Lucas selbst starke Frauenfiguren mit Leia oder Padme installierte und sie sogar ins Schlachtfeld schickte!

"Aber es ist zB auffällig das PC Filme in den Himmel gelobt werden obwohl sie überwiegend großer Mist sind, und Filme die kein PC beinhalten kritisiert werden dürfen ohne Ende."
Ja, die Kritiker lieben Ghostbuster 2016. Und Captain Marvel scheint vielleicht einfach nicht so ein großer Mist zu sein wie hier einige ständig versuchen zu behaupten ;) Zwei Beispiele die zeigen wie festgefahren die Ansichten sind.

@Raven13
"Und auch hier liegst du wieder daneben. Inhaltlich (IM FILM!) ist Captain Marvel zu keinem Zeitpunkt feministisch und ist ebenso wenig "politisch korrekt".
Ich stimme dir da zu. Captain Marvel hat nur eine Szene, welche bisschen mit dem Holzhammer ist und zwar als der Song "I´m just a Girl" einsetzt. Aber wem dies der gesamte Film versaut, nunja der hat wie gesagt andere Probleme. Dazu der Vergleich, dass Wonder Woman nicht politisch korrekt wäre. Wo ist da der Unterschied? Im besagtem Film sehen wir eine Frau auf einem Schlachtfeld (!), welche Männer zu Brei schlägt. Dies scheint ja das Problem für einige zu sein. Doch eher ist es wie bei Danvers so, dass einfach nur eine starke Persönlichkeit gezeigt wird. Dabei verrät der Film sich sogar selbst indem diese starke weibliche Persönlichkeit sich in den ersten gut aussehenden Mann disneymäßig nach paar Tagen verliebt und mit ihm schläft.
Und ja wie du geschrieben hast, wer Captain Marvel wegen Brie Larson scheiße findet, der sollte auch Mission Impossible wegen Tom Cruise scheiße finden. Aber vielleicht ist Feminismus auch viel schlimmer als Scientology - ok, stimmt beides sind Sekten.

Schlusswort
Den Meisten geht es bei Filmen um Unterhaltung. Nicht darum von den Machern beleehrt zu werden und deren persönliche Moral konsumieren zu müssen.
Ich wurde so belehrt und habe so stark diese Moral aufgesaugt, dass ich mich gestern entschieden habe eine Geschlechts-OP durchzuführen! So weit ist es also schon gekommen. Da wollte ich Unterhaltung und nun liege ich auf dem OP-Tisch...verdammt! Danke Disney! Danke Larson! Danke Merkel! Und da es immer noch off-topic ist: danke Spider-Man!

MJ-Pat
Avatar
luhp92 : : BOTman Begins
05.03.2020 09:23 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 12.649 | Reviews: 184 | Hüte: 432

@Watchman

"Genauso wie Filmemmacher eine Recht auf ihre Meinung haben, haben Zuschauer ein Recht darauf davon verschont zu werden."

Wir reden hier aber immer noch von Filmen. Und so sehr ich den Spruch auch nicht mag, hier passt "Du musst es dir nicht anschauen" dann doch. Wenn du von anderen Meinungen verschont bleiben möchtest. Und die Rechte liegen bei dem Studio und sie beauftragen Regisseure und Drehbuchautoren damit, einen Film zu kreieren (oder andersherum, wenn Regisseure und Autoren an Studios herantreten), der Zuschauer hat da keine Entscheidungsgewalt. Seine Macht ist es, dem Kino fernzubleiben oder den Film zu kritisieren.

"Aber es ist zB auffällig das PC Filme in den Himmel gelobt werden obwohl sie überwiegend großer Mist sind, und Filme die kein PC beinhalten kritisiert werden dürfen ohne Ende."

Sollte das aus Selbstzweck heraus geschehen, ist das natürlich zu kritisieren, da stimme ich dir zu.


"Mach ein eigenes Franchise in einer weit weit entferten feministischen Galaxie und gut ist. [...] Politischer Feminismus, passt da nicht rein und hat da einfach nichts zu suchen."

"Star Wars" hatte allerdings schon immer feministische Züge, siehe zum Beispiel die Rolle von Prinzessin Leia in der OT. Allgemein ist der rebellische Widerstand stets von Frauen durchzgen, während das Imperium nur aus Männern besteht.

"Und für Lucas sind in einem Krieg Männer die Hauptpersonen auf dem Schlachtfeld. Kannst du nachlesen."

Sollte das stimmen, hat er sich selbst nicht daran gehalten. Leia und Padme kämpfen schließlich auch.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
Avatar
Raven13 : : Desert Ranger
04.03.2020 16:51 Uhr | Editiert am 04.03.2020 - 19:33 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 2.400 | Reviews: 53 | Hüte: 258

@ Watchman

"Auch du scheinst den Unterschied eines Mary Sue Chatakters zu einem gut geschriebenen Charakter nicht zu kennen."

Lt. Wiki:

"Eine Mary Sue ist eine idealisierte und vermeintlich perfekte Kunstfigur. Diese Figur wird oft als Wunschvorstellung des Autors wahrgenommen. Üblicherweise kann sie Aufgaben erheblich leichter bewältigen als vergleichbare Figuren mit ähnlicher Ausbildung und Erfahrung."

Aha, dir ist Rey als als Heldin zu schnell zu stark? Das trifft auf 90 % aller männlichen Actionhelden der letzten 40 Jahre ebenfalls zu, übrigens auch auf Luke, der ebenfalls mehr kann als Jedi, die bereits ab Kindesalter ausgebildet wurden. Überall männliche Mary Sues, über die aber noch nie jemand gemeckert hat. Hallo? Außerdem wird Rey nicht als unfehlbar dargestellt. Sie hat Ängste und sie macht Fehler. "Perfekt" ist sie demnach nicht.

"Es heißt Star WARS. Und für Lucas sind in einem Krieg Männer die Hauptpersonen auf dem Schlachtfeld. Kannst du nachlesen."

Star Wars ist eine Fantasy-Filmreihe, kein Drama oder Kriegsfilm nach wahren Begebenheiten. In einem (Fantasy-)Film darf es natürlich auch Mary Sues geben. Rey ist trotzdem nur bedingt eine "Mary Sue". Außerdem hat George Lucas keinerlei Rechte mehr an Star Wars, weswegen deine Aussage bezgl. Lucas Ansichten völlig irrelavant ist. Außerdem sucht sich "die Macht" ihre Anwender selbst. Und in Lucas Episoden 1-3 hat es auch weibliche Jedi gegeben, die in den Schlachten mitgekämpft haben. Und jetzt? Das hat mit "Feminismus-Kampagnen" oder "PC" auch nichts zu tun, sondern hängt schlicht mit der Tatsache zusammen, dass es im Universum nicht nur Männer gibt, sondern auch Frauen. Und auch wenn eine Frau in der Realität körperlich einem Mann in der Regel unterlegen ist, muss das noch lange nicht für Fantasy-Filme gelten, in denen sowieos alles überzeichnet und unrealistisch ist.

"Zum letzten Mal nenne ich an dieser Stelle als Beispiele Wonder Woman (ohne PC) und Cap Marvel (mit PC)."

Und auch hier liegst du wieder daneben. Inhaltlich (IM FILM!) ist Captain Marvel zu keinem Zeitpunkt feministisch und ist ebenso wenig "politisch korrekt". Ganz im Gegenteil. Wenn Brie Larson als Schauspielerin irgendwann mal etwas in dieser Richtung rausgehauen hat, hat das mit dem Film selbst wenig zu tun. Wenn du ihre Aussagen nicht vom Film trennen kannst, ist das dein Problem, nicht das des Films.

"Ganz einfach, ein gut geschriebener Charakter und keine Mary Sue."

Das eine schließt das andere nicht aus. Auch ein "Mary Sue"-Charakter kann gut geschrieben und interessant und sympathisch sein. Dir mag Rey vielleicht unsympathisch sein, weswegen du alle möglichen Gründe suchst, um sie allgemein schlecht zu reden, aber es gibt auch sehr viele Millionen Fans da draußen, die Rey halt sympathisch und toll geschrieben finden. Das hat nichts mit "Mary Sue", "Feminismus" oder "PC" zu tun, sondern nennt sich schlicht und einfach "Geschmack". Lies mal meine Reviews zu den Episoden 7-9, in denen ich auch begründe, weshalb ich Rey total super finde und wieso ich Daisy Ridleys Darstellung absolut glaubhaft finde.

Avatar
Watchman : : Moviejones-Fan
04.03.2020 16:18 Uhr
0
Dabei seit: 30.04.13 | Posts: 161 | Reviews: 0 | Hüte: 13

@Raven13

"Und an welcher Stelle sind wir eigentlich bei einem "weiblichen" Star Wars angekommen?"

Ich würde dich bitte erstmal zu lesen was die Verantwortlichen bei Lucasfilm dazu gesagt haben. Die haben sich auf die Fahnen geschrieben dass Star Wars weiblicher werden muss. Alles muss weiblicher werden und deren (persönlichen) Vorstellungen entsprechen. Obs den Fans gefällt oder nicht. In diesm Fall eher nicht. Es ist ein Prozess, denn dies muss in eine etablierte Welt eingebaut werden.

Auch du scheinst den Unterschied eines Mary Sue Chatakters zu einem gut geschriebenen Charakter nicht zu kennen. Nicht die Besetzung einer Frau als Hauptfigur hat den Filmen geschadet, sondern ihr PC Charakter. Ich weiß nicht wie oft ich das noch wiederholen muss.

"weshalb früher Männer (Luke, Han, Ben, Lando, Vader, Palpatine) dominiert haben?"

Es heißt Star WARS. Und für Lucas sind in einem Krieg Männer die Hauptpersonen auf dem Schlachtfeld. Kannst du nachlesen.

"Sorry, aber in Star Wars sehe ich nirgendwo Holzhammer-Botschaften, die PC oder Feminismus betreffen."

Wenn dir solche Sachen nicht auffallen, dann ist das so. Anderen fallen sie auf. Auf die anderen Sachen (sie ist talentiert usw.) gehe ich mal nicht ein denn das würde bedeuten dass ich die entprechenden Szenen auseinander nehmen müsste und hier wieder ein Roman schreibe der nicht gelesen wird. Bringt also nichts. Wenn du es trotzdem gerne hättest, kann ich dir eine PN schicken. Ich würde dir aber vorschlagen dass du Lukes Werdegang mit dem von Rey vergleichst und siehst warum seiner eine klassiche Heldengeschichte beschreibt und ihre nicht. Allein die Duelle mit Vader/Kylo sollten jeweils ausreichen.

"Ganz ehrlich, du siehst Hirngespinster. Kaum gibt es eine Frau als Hauptrolle, die mal etwas stärker und heldenhafter daherkommt, steckt für dich eine feministische und politische Aganda dahinter. Was wäre denn in deinen Augen besser gewesen? Wieder eine männliche Hauptrolle? Klar, dann hätten Leute wie du sich wohl besser gefühlt, um nicht in ihrer Männlichkeit gekränkt zu werden."

Nein. Nicht mal ansatzweise richtig und einfach daneben. Wie oft soll ich noch gut geschriebene weibliche Charaktere und deren Filme nennen, bzw. schlechte PC Charaktere und deren Filme? Du liest meine Antworten an dich also nicht? Warum? Zu lang? Es gibt Filme die diese PC Agenda haben und solche die es nicht haben. In den letzten Jahren ist ihre Zahl aber gestiegen und hat sich in beliebte Franchises ausgebreitet. Zum letzten Mal nenne ich an dieser Stelle als Beispiele Wonder Woman (ohne PC) und Cap Marvel (mit PC).

Was besser gewesen wäre? Ganz einfach, ein gut geschriebener Charakter und keine Mary Sue. Aber das scheinst du nicht begreifen zu wollen. Oder du liest meine Kommentare nicht, was ich stark vermute. Und da du eh nicht auf meine Kommentare und Antworten an dich eingehst, erwarte ich da auch nichts mehr.

Bei mir stellt sich aber das Gefühl ein dass ihr es entweder schafft euren Kopf bei Filmen grundsätzlich komplett auszuschalten, oder das Niveau so abgesackt ist, dass euch solche Sachen nicht mehr auffallen.

Forum Neues Thema