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Obi-Wan Kenobi

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Welche Auswirkungen hatte die Serie?

"Obi-Wan Kenobi": Wir müssen reden... über Kanon, die Zukunft und die Fans

"Obi-Wan Kenobi": Wir müssen reden... über Kanon, die Zukunft und die Fans
29 Kommentare - Do, 23.06.2022 von F. Bastuck
Die Serie "Obi-Wan Kenobi" ist beendet. Ist der "Star Wars"-Kanon nach dem Finale noch intakt? Und wie könnte es weitergehen? Auch über die Fans müssen wir reden...
Achtung, diese Meldung enthält Spoiler!
"Obi-Wan Kenobi": Wir müssen reden... über Kanon, die Zukunft und die Fans

Lange haben die Fans auf Obi-Wan Kenobi gewartet und jetzt ist schon wieder alles vorbei. In sechs Episoden wurde die Geschichte des Jedi-Meisters zwischen Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith und Star Wars: Episode IV - Eine neue Hoffnung erzählt. Die Meinungen sind wie immer geteilt, unsere Review zum Finale könnt ihr hier nachlesen. Aber ein Großteil der Fans scheint glücklich mit dem Ergebnis zu sein und auch als Erfolg kann die Serie betrachtet werden.

Im Laufe der letzten Wochen hat die Serie für reichlich Gesprächsstoff und auch für einige Kontroversen gesorgt. Auf einige Punkte wollen wir im Folgenden eingehen.

"Obi-Wan Kenobi" Season 1 Trailer 1 (dt.)

Im Einklang mit dem Kanon?

Schon vor Beginn von Obi-Wan Kenobi herrschte bei vielen Fans die Sorge darum, die Serie könne mit dem Kanon brechen oder für Ungereimtheiten sorgen. Macht das Aufeinandertreffen zwischen Darth Vader und Obi-Wan in Star Wars: Episode IV - Eine neue Hoffnung noch Sinn, wenn sie sich bereits hier begegnet sind? Bislang dachte man ja, ihr letztes Treffen habe auf Mustafar stattgefunden bei ihrem legendären Duell in Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith.

Als man dann sah, dass eine junge Leia eine große Rolle in der Serie spielen würde, gab es erneut große Sorgen um die Kontinuität. Ihr Hilferuf in Star Wars: Episode IV - Eine neue Hoffnung machte plötzlich keinen Sinn mehr, wissen wir doch jetzt, dass sie Obi-Wan Kenobi selbst kannte. Warum also der Verweis auf ihren Vater in ihrem Hilferuf?

Man kann jetzt sicherlich darüber streiten, ob es die Serie als Ganzes überhaupt gebraucht hätte. Musste es dieses erneute Duell zwischen Meister und ehemaligen Schüler geben? Die Antwort darauf überlassen wir euch.

Aber nach dem Finale können wir festhalten, dass mit dem Kanon nicht gebrochen wurde und es am Ende dann doch soweit alles Sinn ergibt. Darth Vader musste erkennen, dass er immer noch ein Schüler und Obi-Wan der Meister ist. Obi-Wan musste erkennen, dass sein alter Freund gestorben und nur noch eine diabolische Maschine übrig ist. Es macht jetzt sogar mehr Sinn, warum er ihn später in ihrem Duell auf dem Todesstern nur noch mit Darth anredet, wie er es auch hier zum Abschied getan hat.

Auch die Sache mit Leia gibt am Ende Sinn, dank des finalen Gesprächs zwischen ihr und Obi-Wan, wo der Jedi-Meister ihr klarmacht, dass niemand von ihrer beider Verbindung wissen dürfe, da dies sie sonst in Gefahr bringen würde - wie gefährlich eine Botschaft in den falschen Händen ist, wurde ebenfalls deutlich gezeigt. Leia wusste also von Obi-Wan in Star Wars: Episode IV - Eine neue Hoffnung, sie wusste, dass er auf Tatooine ist und helfen kann. Und statt auf ihre gemeinsame Verbindung hinzuweisen, nutzte sie für ihre Nachricht denselben Grund, denn auch ihre Entführer und Reva benutzt hatten: General Kenobi, der Bail Organa in den Klonkriegen gedient hatte. Es macht Sinn, ob es einem jedoch gefällt, ist eine andere Sache.

Am Ende gibt es jedoch eine Sache, wo sie dann doch mit dem Kanon brechen: Qui-Gon Jinn. Es war toll, Liam Neeson wieder in der Rolle zu sehen, ohne Frage. Aber eigentlich hätte dieser Auftritt so nicht passieren dürfen, zumindest nicht körperlich. Qui-Gon hat es geschafft, sein Selbst nach dem Tod zu bewahren. Eine Fähigkeit, die er von den Whills erlernt hat. Er war jedoch nicht in der Lage, diese Fähigkeit vollständig zu meistern und konnte sein physisches Selbst nach seinem Tod nicht erhalten. Erst Obi-Wan gelang dies und nach ihm dann auch Yoda. Qui-Gon ist also nur eine Stimme und kann selbst nicht als ein Machtgeist erscheinen.

Das ungeduldige Urteil der Fans

Fans sind mitunter sehr leidenschaftlich und oftmals sehr schnell mit einem Urteil. Obi-Wan Kenobi bewies dies leider erneut. Über den Hass, den Reva-Darstellerin Moses Ingram seit Folge 1 aushalten muss, wollen wir dabei nicht einmal sprechen, da wir dieses unnötige und dumme Verhalten einiger Leute dort draußen nicht mit zusätzlicher Aufmerksamkeit belohnen wollen.

Doch auch inhaltlich waren viele Fans schnell mit einem Urteil, ohne dabei jedoch den weiteren Verlauf der Geschichte zu kennen. Hier zeigt sich einmal mehr, dass die Vorgehensweise der Jedi oftmals die richtige wäre: Geduld haben.

Als Beispiel kann die Szene am Ende der zweiten Episode von Obi-Wan Kenobi herangezogen werden, als nicht nur der Großinquisitor vermeintlich getötet wurde, sondern Reva auch offenbart, zu wissen, dass Darth Vader einst Anakin Skywalker war. Viele Fans haben dies teils hart kritisiert. Nicht nur breche man mit dem Kanon, da der Großinquisitor Jahre später in Star Wars Rebels auftreten würde, auch könne Reva nicht Vaders wahre Identität kennen, da dies ein Geheimnis sei, selbst innerhalb des Imperiums.

Schnell wurden die Autoren und Macher der Serie kritisiert, sie hätten hier große Fehler begangen und der Serie als Ganzes wurde von einigen bereits ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Dabei lagen zu diesem Zeitpunkt noch vier Episoden vor uns. Abwarten, ob dies alles noch in den kommenden Folgen aufgeklärt wird? Dies scheinen einige nicht zu können und ergießen sich lieber in ihrem Hass. Man kritisiert des Kritisierens wegen.

Dies ist aber nicht nur hier ein Problem. Auch bei vielen anderen Serien fällt immer öfters auf, dass den Zuschauern die nötige Geduld fehlt, um Story-Entwicklungen abzuwarten.

Die hier angesprochenen beiden vermeintlichen Fehler der Macher wurden in Episode 5 der Serie aufgeklärt und ergaben Sinn. Manchmal ist Geduld eben der richtige Ratgeber.

Gleiches gilt für Reva als Ganzes. Ihre Figur und ihr Story-Arc wurden wohl am meisten kritisiert. Viele behaupten aktuell sogar, ihre Figur könne man getrost aus der Serie streichen, ohne, dass sich dabei etwas ändern würde. Dies stimmt so aber nicht.

Tatsächlich ist ihre Geschichte, wenn man sie jetzt als Ganzes betrachtet, eine sehr tragische. Denn von Anfang an wurde sie von Vader und dem Großinquisitor nur benutzt. Vader wusste die ganze Zeit, was ihr eigentlicher Plan war und wer sie in Wirklichkeit ist. Er benutzte sie und ihren Schmerz nur, um seine eigenen Ziele zu erreichen. Und ihr gelang es dann ja auch tatsächlich, Kenobi aus seinem Versteck zu locken. Ohne Reva wäre es also nie zum Aufeinandertreffen zwischen Obi-Wan und Vader gekommen.

Wir wollen dabei natürlich nicht unterschlagen, dass es durchaus einige zutreffende Kritikpunkte in der Serie gibt. Doch das harsche Vorgehen mancher Fans wirkt oft schon sehr eigenartig. Ja, Obi-Wan und Leia hätten die Laserschranke einfach umgehen können, die Szene wirkt schon ein wenig merkwürdig. Doch wegen solcher paar Sekunden eine ganze Serie verteufeln? Man kann nur froh sein, dass die Original-Trilogie vor 40 Jahren bereits veröffentlicht wurde. Würde sie heute erscheinen, man kann sich gar nicht ausmalen, wie über so machen Fehler (und davon gab es auch dort einige) oder so manche Story-Entscheidung hergezogen werden würde.

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29 Kommentare
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MJ-Pat
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Kayin : : Hollywoodstar
25.06.2022 17:31 Uhr
0
Dabei seit: 11.10.15 | Posts: 2.834 | Reviews: 2 | Hüte: 316

@mj-steffispichala @mj-frankbastuck

Wie man dieses Thema journalistisch richtig aufarbeitet, seht ihr hier bei Robert Hofmann

https://youtu.be/UZSSOpFoSpA

"I’ll do my best."

"Your best! Losers always whine about their best. Winners go home and fuck the prom queen."

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MJ-SteffiSpichala : : Moviejones-Fan
25.06.2022 14:32 Uhr | Editiert am 25.06.2022 - 14:36 Uhr
0
Dabei seit: 07.01.14 | Posts: 710 | Reviews: 0 | Hüte: 28

@Tiin - Aspekt 1: genau wie du sagst, "Bloß dass Obi-Wan sie durchschaut hat und sie gegen Vader eingesetzt hat." - sowohl Kenobi wie auch Vader haben sie benutzt und ihre Pläne durchkreuzt - Leia war ein Mittel zum Zweck, das aber eben nicht im Endziel funktioniert hat, zwar wurde Kenobi vorgelockt, doch was sie selbst damit erreichen wollte, hat sie eben nicht erreicht, im Gegenteil. An Vader kommt sie nun auch nicht mehr ran, bleibt noch Kenobi und dessen Schützling Luke. Blind vor Rache eben - aber noch so gerade rechtzeitig die Kurve bekommen, bevor sie selbst endgültig zu dem Monster wird, dass sie eigentlich bekämpfen will.

Ich verstehe auch, was du mit der Laserschranke meinst, natürlich gibt es mehr fragwürdige Szenen, das sollte nur ein Beispiel sein - liest sich missverständlich. Haben daher aus "wegen dieser paar Sekunden" nun "solcher paar Sekunden" gemacht, das Beispielhafte wird so sicher klarer, denn solcherlei gibt es natürlich nicht nur an einer Stelle. Und darf natürlich auch kritisiert werden, wir stellen nur infrage, ob man solchen Kritikpunkten wirklich so viel Gewicht beimessen muss, deshalb gleich die ganze Serie komplett mies zu finden.

@Mabuse - es gibt diese typischen Themen in Märchen / SW, die nie abgedroschen sind, weil sie bis heute immer wieder auch gelebt werden, zB: In Kriegen und sonstigen gewaltsamen Konflikten mit Opfern wird die nächste Hass- & Rachewelle herangezüchtet, und zwar immer von beiden Seiten der Front. Einfach, weil es IMMER Opfer gibt und deren traumatisierte Hinterbliebene.

SW hat schon immer diese typischen Themen eben bedient, die einen auf die Dunkle Macht reinfallen lassen oder eben zum auch zweifelhaften Helden der Hellen Macht motivieren, und das immer eher märchenhaft oberflächlich bis hin zu humorvoll trotz Tragik, und auch gern überzogen, nicht als spannende tiefschürfende Charakterstudien und allzu komplexe clevere logisch total saubere Plots - wenn man das nicht mehr sehen will, sollte man kein SW gucken. Dass die 6 Serienfolgen grob auch 6 Filmepisoden spiegeln, zeigt den Wiederholfaktor der Grundthematik recht deutlich. laughing

@all - Es hätte sicher niemand etwas dagegen, wenn auch mal alles total logisch wäre in jeder Szene (ähnlich im Alien-Franchise, immer wieder die gleichen dummen Fehler von Wissenschatlern/Forschern/Entdeckern - dont touch the egg!), aber erwarten kann man das von SW einfach nicht, auch nicht, wenn Obi-Wan Kenobi draufsteht. laughing

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Mabuse : : Moviejones-Fan
25.06.2022 11:20 Uhr
0
Dabei seit: 27.03.11 | Posts: 69 | Reviews: 0 | Hüte: 4

Ich bleibe dabei: Die Serie ist leider Mist. Die letzte Folge hat mich ein Bischen versöhnt, aber im großen und ganzen finde ich die Serie schlecht. Ist meine Meinung und dazu stehe ich. Um mich an meinem Feind zu rächen werde ich ein Teil seiner Gang und ein noch üblerer Massenmörder als er selbst. Foltere Leute, lasse welche hinrichten usw. Und dann zum Schluß falle ich in der Wüste auf die Knie, heule rum und alles ist vergeben und vergessen. Friede Freude Eierkuchen. Sorry leute, das ist mir zu dumm und zu billig und abgedroschen.

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TiiN : : Goldkerlchen 2021
25.06.2022 01:03 Uhr | Editiert am 25.06.2022 - 01:07 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 7.515 | Reviews: 156 | Hüte: 465

@Moviejones / MJ-FrankBastuck

Euren Standpunkt kann ich absolut nachvollziehen. Vermutlich wird euch niemand groß widersprechen, dass es genug Leute gibt, welche die Serie feiern und dass Kritik einen bestimmten Anspruch mit sich bringen sollte. Die Ausnahmen gibt es leider immer wieder. Da wo ich im Netz unterwegs bin waren das meiner Meinung nach wirklich Ausnahmen.
Jedoch solltet ihr euch nicht wundern wenn ihr sowas postet:

Ja, Obi-Wan und Leia hätten die Laserschranke einfach umgehen können, die Szene wirkt schon ein wenig merkwürdig. Doch wegen dieser paar Sekunden eine ganze Serie verteufeln?

und Leute schreiben, dass ihr mit Kritik nicht ausreichend sachlich, journalistisch etc. umgeht. Ich glaube wenn ihr diese zwei Sätze weggelassen oder anders formuliert hättet wäre es etwas anders gelaufen.
Rechtfertigen ist eine natürliche und menschliche Reaktion. Verständnis aufbringen ebenso. Beides steht oft nicht im Gleichgewicht.

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MJ-FrankBastuck : : Moviejones-Fan
24.06.2022 23:30 Uhr | Editiert am 24.06.2022 - 23:32 Uhr
0
Dabei seit: 07.02.21 | Posts: 33 | Reviews: 0 | Hüte: 4

Hallo allerseits. Ich wollte mich jetzt auch einmal zum Artikel äußern und auch einige Missverständnisse aufklären.

Zum einen, was Kritik betrifft: Selbstverständlich darf man die Serie kritisieren. Teilweise muss man dies sogar, in der Hoffnung, dass die Macher aus ihren Fehlern lernen. So wie man die Kritik, wenn sie sachlich ist, akzeptieren sollte, sollte man aber auch andere Meinungen akzeptieren. Und es gibt viele Fans, die voll des Lobes für die Serie sind. Wie wir eingangs im Artikel erwähnt haben: Die Meinungen sind wie immer geteilt.

Etwas schwer nachzuvollziehen ist manche Kritik an unserem Artikel. Nein, wir betreiben hier kein Fanbashing. Wir kritisieren einen Teil der Fans für ihr Verhalten und nicht alle Fans. Wir schreiben explizit von manchen Fans und einige Fans, nicht jedoch von allen Fans und Zuschauern und auch nicht gezielt von euch hier in den Kommentaren. Hier wurde von einigen von euch etwas hineininterpretiert, was wir einfach so nicht geschrieben haben.

In den letzten Wochen wurde vor allen in den sozialen Medien international viel geschrieben, viel kritisiert und auch viel Hass verbreitet. Unter diesen Eindrücken haben wir einen Teil der Fans kritisiert. Und gleichzeitig auch angemerkt, dass diese Vorgehensweise vieler (nicht aller) Zuschauer auch bei anderen Serien immer öfters vorkommt.

Es ist üblich, dass zumeist vor allem die negativen Punkte lautstark besprochen werden und das oftmals Positive schlicht hingenommen wird, ohne es gesondert zu erwähnen oder gar zu loben.

Dies ist kein neues Phänomen. Gerade in den sozialen Medien wird oft nur kommentiert, wenn man etwas schlecht findet und kritisiert. Und unter dem Deckmantel der Anonymität "Meinungen" verbreiten, die einfach inakzeptabel sind.

Und genau unter diesem Eindruck der ständigen Negativität wurde auch dieser Artikel geschrieben. Wir sind absichtlich nicht stärker auf die vielen vorhandenen Kritikpunkte der Serie eingegangen, da diese zu jederzeit und überall besprochen werden. Es wäre auch für uns ein leichtes gewesen, einen ebenso langen Artikel darüber zu schreiben, was bei Obi-Wan Kenobi alles schiefgelaufen ist. Das wollten wir nicht, gleichzeitig haben wir aber sehr wohl eben diese Kritikpunkte auch eingeräumt:

Wir wollen dabei natürlich nicht unterschlagen, dass es durchaus einige zutreffende Kritikpunkte in der Serie gibt.

Doch in diesem Artikel sollte es absichtlich nicht darum gehen. Es geht hier nicht um die vielen absolut vorhandenen Kritikpunkte. Es geht um die oftmals überzogene Kritik, die nicht selten mit einer falschen Erwartungshaltung zusammenhängt. Wenn man liest, dass einige von Star Wars ernsthaft inhaltlich etwas auf dem Niveau von Better Call Saul erwarten, fragt man sich schon, ob diese Zuschauer jemals Star Wars gesehen haben. Man kann doch auch nicht bei Star Trek enttäuscht sein, nur weil es nicht so lustig ist wie Hot Shots.

Noch kurz zu Reva: Es gibt tatsächlich viele Fans, welche sie richtig mögen und diesen Charakter richtig spannend finden. Natürlich gibt es ebenso viele, die dies gänzlich anders sehen. Und beides ist ok und sollte jeweils akzeptiert werden.

Doch es gab in ihrem Fall eben von Anfang an auch eine Welle der Kritik, die sachlich nicht zu erklären ist. Die bereits nach der ersten oder zweiten Episode alles an ihr infrage stellten und kritisierten, ohne überhaupt zu wissen, wo die Reise mit ihr hingehen wird. Und direkt nach diesen ersten beiden Folgen wurde die Schauspielerin teils übelst und leider auch rassistisch beleidigt. Es ist sehr bedenklich, dass einige von euch der Ansicht sind, diese Tatsache kleinreden zu müssen. Und selbst wenn es nur ein einzelner vermeintlicher Fan war, wäre dies schon negativ gesehen genug.

Natürlich darf man Kritik an ihr üben, wenn einem nicht gefällt, wie der Charakter geschrieben ist oder Ingram diese Figur spielt. Doch leider können viele Zuschauer nicht unterscheiden zwischen einer fiktiven Figur und der Schauspielerin dahinter, die nur ihren Job tut.

Im Fall von Obi-Wan Kenobi ist uns in den letzten Wochen einfach diese mittlerweile veränderte, sehr kritische Fan-Kultur so stark aufgefallen, wie selten zuvor bei anderen Serien. Uns geht es nicht um die völlig berechtigte Kritik, sondern um teils völlig überzogene Kritik, um die Ungeduld, eine Story sich entwickeln zu lassen und um den Hass gegenüber Schauspielern oder auch Machern, die jederzeit völlig fehl am Platz ist und nicht erst seit Kenobi Ausmaße annimmt, die besorgniserregend sind.

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JackSparrow86 : : Moviejones-Fan
24.06.2022 20:18 Uhr
0
Dabei seit: 26.01.15 | Posts: 177 | Reviews: 0 | Hüte: 2

@ Kayin @ Steffi @ TiiN

Ich dachte mir auch eher, dass Reva am Ende gecheckt oder vermutet hat, dass Leia und Luke quasi Vaders "Jünglinge" sind und da Leia wieder in Sicherheit bei Obi war und Luke ungeschützt (so wie Sie selbst damals) ging sie auf Luke los um es Vader gleich zu tun ... Daher dann ja auch die Erinnerungen. Am Ende konnte Sie es aber nicht durchziehen.

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TiiN : : Goldkerlchen 2021
24.06.2022 18:41 Uhr
1
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 7.515 | Reviews: 156 | Hüte: 465

@MJ-SteffiSpichala
@Kayin - Aspekt 1: Reva hat bezüglich Leia-Entführung versagt, nur entführen bedeutet eben, kann auch wieder entkommen. wink Denkbar wäre also, dieses Risiko nicht noch einmal einzugehen - die Order 66 lautet schließlich finden und töten.

Aber was hat das mit Revas Motiv zutun Luke zu töten? Leia war doch nur Mittel zum Zweck um an Obi-Wan ranzukommen und das hat sie erfüllt. Bloß dass Obi-Wan sie durchschaut hat und sie gegen Vader eingesetzt hat.

Bleiben nun die beiden Optionen, dass sie Luke töten wollte um sich an Obi-Wan zu rächen oder um sich an Vader zu rächen. Wobei aus dem Nachrichtenfetzen nicht hervor geht, dass der Junge zu Vader gehört. Bleibt nur noch die Rache an Obi-Wan ... kann man natürlich machen. Man tötet ein Kind, weil Kenobi damals nicht Anakin aufgehalten hat, wie er Kinder getötet hat. Aber dass das albern ist merkt man beim Lesen.

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MJ-SteffiSpichala : : Moviejones-Fan
24.06.2022 16:08 Uhr | Editiert am 24.06.2022 - 16:09 Uhr
0
Dabei seit: 07.01.14 | Posts: 710 | Reviews: 0 | Hüte: 28

@Kayin - Aspekt 1: Reva hat bezüglich Leia-Entführung versagt, nur entführen bedeutet eben, kann auch wieder entkommen. wink Denkbar wäre also, dieses Risiko nicht noch einmal einzugehen - die Order 66 lautet schließlich finden und töten. Aspekt 2: guck Star Wars Rebels. wink Es ist in Franchises nicht gerade unüblich, gewisse Mysterien an anderer Stelle zu klären oder schon geklärt zu haben (und entsprechend solche Charakter-Elemente in Prequels/Sequels, Spin-offs mitzubedenken, Kanon eben).

@all - natürlich gibt es Kritikpunkte, wie auch im Artikel gesagt wird, der Artikel dreht sich aber darum, statt nur über Kritikpunkte zu reden, auch mal Positives herauszustellen und daran zu erinnern, dass so mancher Kritikpunkt sich auch als zu voreilig herausstellte oder auch in einem Sci-Fi-Märchen-Franchise, in dem jeder Film/Serie so seine Logikmacken und Naja-Verhaltensweisen/Entscheidungen/Szenen hat, Obi-Wan Kenobi da vielleicht nicht viel besser, aber eben auch nicht schlechter als andere SW-Produkte ist. Weder Better Call Saul noch clevere Sci-Fi-Serien sind da sinnvolle Vergleichsbeispiele, das war SW nie und wird es wohl auch nie sein. Es steht und fällt doch so einiges auch immer mit der Erwartungshaltung der Fans. Die auch enttäuscht werden kann, natürlich, das will niemand abstreiten.

MJ-Pat
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Kayin : : Hollywoodstar
24.06.2022 15:43 Uhr
0
Dabei seit: 11.10.15 | Posts: 2.834 | Reviews: 2 | Hüte: 316

@mj-steffispichala

Zu Reva

Nennt mir bitte das Motiv, warum Reva Luke töten will. Und warum der Grosinquisitor nicht tot ist.

Alleine diese 2 Aspekte zeigen doch auf, dass man keinen Plan hatte, was man außer Obi Wan vs Vader mit der Serie machen soll. Die Drehbücher sind absoluter Müll und nur dadurch, dass Ungereimtheiten im Kanon erklärt werden müssen, ergibt es wieder halbwegs Sinn. Sorry aber das ist kein professionelles Vorgehen. Passt aber zu Disney und ihrem Umgang mit Star Wars.

"I’ll do my best."

"Your best! Losers always whine about their best. Winners go home and fuck the prom queen."

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DrGonzo : : Zauberer
24.06.2022 15:24 Uhr
0
Dabei seit: 02.12.10 | Posts: 2.292 | Reviews: 0 | Hüte: 95

@downset666
Only a Sith deals in absolutes

Lass den Leute ihre Meinung, so wie sie dir deine lassen. Die Kritikpunkte die genannt wurden und bekannt sind sind alle gerechtfertigt und auch in einem SciFi Märchen kann es Logiklücken geben. Lies dir einfach nochmal alle Punkte durch die genannt wurden. Du darfst die Serie ja trotzdem weiter mögen, genau so wie andere sie nicht mögen dürfen.

Und steck nicht alle sofort in eine "Disney-Hasser" Schublade. 90% von dem was aus dem Hause Disney kommt mag ich (manches Liebe ich sogar). Die Sequels, Boba Fett und Obi-Wan Kenobi gehört leider nicht dazu. Wobei ich Obi Wan von den genannten am besten finde.

Warum Moviejones die Kritikpunkte ebenfalls so runterspielt und als übertrieben darstellt kann ich nicht nachvollziehen.

"Fuck the kingsguard, fuck the city, fuck the king."

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
24.06.2022 15:16 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 10.209 | Reviews: 42 | Hüte: 639

Verstehe irgendwie nicht warum man so einen Beitrag abliefern muss. Denn in fast allen Kommentaren die man hier über 5 Wochen lesen durfte, war die Kritik oftmals mehr als fundiert. Da regt man sich vielleicht über diese Lichtschranken-Sache auf, weil es halt das Fass zum Überlaufen bringt. Es gibt so viele peinliche, schlecht geschriebene Momente in dieser Serie, dass man sich wirklich fragen muss, ob man uns für dumm verkaufen möchte. TiiN hat ja einige aufgezählt und dies ist doch nur die Spize des Eisberges.
Ja, jeder Star Wars-Film hatte Probleme und definitiv auch schon die OT. Aber irgendwann platzt dann auch mal der Kragen bei den Zuschauern. Denn Obi-Wan ist doch nur ein weiteres Produkt, welches unmotiviert uns entgegengeklatscht wird und nach der ST, Solo und Boba Fett darf man sich dann auch mal ärgern. Dass so ein Beitrag erscheint zeigt doch nur, dass Disney es irgendwie immer noch schafft Leute zu blenden - mit Nostalgie und Fanservice-Momenten. Und sorry, ja, genau dann ist es Fanbrille wenn man die Serie über den Klee lobt, weil Ewan McGregor zurückkommt, es ne unnötige Flashback-Szene gibt, Vader ein Raumschiff in der Luft hält und es zu weiteren Lichtschwertduellen kommt.
Denn die Kritik der meisten User hat Hand und Fuß - jeder mochte diese Szenen und Momente. Ich mochte z.B. sogar die kleine Leia. Aber man muss sich doch nicht blenden lassen, dass selbst diese Figur komplett schlecht geschrieben war und mit 10 Jahren absolut unglaubwürdig ist.

@downset666
Ja, gerechtfertigt Kritik ist angebracht aber das bashing von einigen ist ja schon purer Hass.
Hass? Man kann auch alles übertreiben! Fast jeder hat hier gut fundierte Argumente und glaubhaft dargelegt, dass die Masse an Problemen zu dieser durchschnittlichen Review führte. Wenn in jeder Folge gleich mehrere strutzdumme Logikfehler passieren, dann nervt dies und muss kritisiert werden. Das hat auch absolut nix mit Fantasy zu tun - wenn man in einem Raum voller Leute nicht auffällt, wenn man einem Eindrinling über Mikro hilft, dann ist dies einfach dumm, egal ob Fantasy, Thriller, Krimi, Horror und passt eigentlich nur zur Komödie.

Ich bin hier jemand, der Disney eigentlich immer verteidigt. Ich bin auch weiterhin ein großer Fan der ST, aber selbst dort muss man zugeben, dass Episode 9 Murks ist. The Mandalorian blendet dann ebenfalls mit Fanservice - die guten, wichtigen Folgen kann man an einer Hand abzählen. Man hatte nix über Han Solo zu erzählen - und wundert sich dann, dass der Film floppt. Man hat nix über Boba Fett zu erzählen - und macht dann fast sowas wie ne Parodie. Und nun eben Obi-Wan Kenobi, der das gleiche Schicksal teilt. Wenn dann doch irgendwie was erzählt werden soll, dann doch bitte mit einer echten Handlung. Denn das Potenzial war da, wieder der Hinweis auf Rebels, wo es ja ebenfalls klappte und die Inquisitoren wenigstens wie echte Charaktere wirkten und nicht wie schlechtgeschriebene Figuren.

Ich freue mich ja schon, wenn demnächst Mace Windu als Serie angekündigt wird. Kritik scheint ja dann ebenfalls nicht willkommen zu sein, immerhin darf man nochmals Samuel Jackson in der Rolle sehen und yeah, sein pinkes Schwert leuchtet ja auch so schön. Sinnhaftigkeit und Handlung scheinen ja nur der zweitwichtigste Aspekt bei Star Wars-Serien zu sein.

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MJ-SteffiSpichala : : Moviejones-Fan
24.06.2022 14:45 Uhr
0
Dabei seit: 07.01.14 | Posts: 710 | Reviews: 0 | Hüte: 28

@Harty - bitte Spoilerwarnung, wenn du Mysterien einfach offenbarst, so mancher hätte sich vielleicht stattdessen lieber SW Rebels angeguckt. Klar mag nicht jeder etwas schauen, um die Auflösung zu bekommen und recherchiert stattdessen, aber bitte überlass den Leuten doch wenigstens die Wahl statt hier zu spoilern.

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Dude : : Moviejones-Fan
24.06.2022 14:00 Uhr
0
Dabei seit: 17.07.17 | Posts: 122 | Reviews: 0 | Hüte: 5

Ich fand die Serie nicht so schlecht, aber gut ist etwas anderes. Von schlecht geschrieben über Logiklöcher, Dummheiten bis zum Teil miese Effekte war alles drin. Es hat aber Momente gegeben, die richtig gut waren wie das aufeinander treffen von Vader und Kenobi. Von den Inquisitoren war ich enttäuscht, waren bei Rebels besser.

Schlussendlich brauchte es die Serie aber nicht.

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downset666 : : Moviejones-Fan
24.06.2022 13:41 Uhr
0
Dabei seit: 27.04.16 | Posts: 349 | Reviews: 0 | Hüte: 4

Ich finde es so witzig bei einem sicence fiction Märchen, den nichts anderes ist und war es, von logiklöchern zu sprechen... da fängt es ja schon mal an.

Ja, gerechtfertigt Kritik ist angebracht aber das bashing von einigen ist ja schon purer Hass. Hier geht es doch schon lange nicht mehr um star wars. In Wahrheit gehts doch darum, dass ihr disney und alles was disney macht scheisse findet. Diejenigen die ihren spass mit der Serie hatten werden als fanboys mit rosaroten fanbrille abgetan. Auch nicht gerade das, was man tolerant nennt.

Zwingt euch doch keiner neue sw Serien oder Filme zu kucken. Ist doch eh schon von vornherein alles scheisse. Ich für meinen Teil habe mich an der Spielfreude von ewan macgregor erfreut, allein deshalb hat sich die Serie für mich schon gelohnt.

So und jetzt könnt ihr gemeinsam auf mich einprügeln was für ein idiot ich doch bin und das ich keine ahnung habe. Schönes wochenende

Es liegt in der Natur des Menschen sich selbst zu zerstören...

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Ellessarr : : Waldläufer
24.06.2022 09:18 Uhr
0
Dabei seit: 11.01.10 | Posts: 63 | Reviews: 1 | Hüte: 1

@Moviejones XD danke für diesen Text, besonders der Teil:

Und wir sagen es ganz direkt: Wir würden eine Staffel gucken, die nur davon handelt, wie Obi-Wan und Qui-Gon in der Wüste miteinander reden

Denn genau so ist es auch, Logiklöcher und Leistungen waren mir hier in dieser Serie völlig egal, das war einfach mal Futter für das Fan Herz, es wäre mir auch völlig egal gewesen hätten alle Charaktere neben Obi,Vader und Leia nur in Babysprache vor sich hin geplappert, gegurgelt oder gepfiffen. Man kann von den Episoden 1-3 halten was man will, aber Liam und Evan fand ich einfach genial.

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