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Star Trek Beyond

Space Opera im gehobenen Durchschnitt

Star Trek Beyond Kritik

5 Kommentar(e) - 31.07.2016 von luhp92
Hierbei handelt es sich um eine User-Kritik von luhp92.
Filmkritik

Star Trek Beyond Bewertung: 3/5

Ich hatte heute Abend spontan Bock auf Kino, leider läuft momentan außer Tarzan nichts wirklich Interessantes auf der großen Leinwand und für den war es schon zu spät. Also wurde es dann Star Trek Beyond. Ich bin ein nahezu vollkommener Star Trek Laie, kenne nur den Reboot von 2009 und den mochte ich nicht. Im Vergleich dazu macht Beyond qualitativ jedenfalls einen deutlichen Sprung nach vorne, kommt mMn insgesamt aber nicht über gehobenen Durchschnitt hinaus.

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Seine Stärken entfaltet der Film eindeutig in den ruhigen, charakterbezogenen Szenen. Zu Beginn wird eindrucksvoll geschildert, wie sich das Leben auf einem Raumschiff während einer jahrelangen Erforschungsreise anfühlt und wie sich das auf die Besatzung auswirkt. Nach dem emotionalen, Kirks Identitätszweifel reflektierenden Absturz der Enterprise findet sich die Mannschaft in Grüppchen versprengt auf einem fremden Planeten wieder und wird mit unterschiedlichen Problemen konfrontiert. Diese gilt es zu lösen, Charaktere reiben aneinander und vor allem Kirk, Spock und Pille (Karl Urban!) erhalten dadurch eine tiefergehende Zeichnung. Die restlichen Charaktere müssen sich dem leider unterordnen und verbleiben als rudimentär ausgebildete Stichwortgeber. Nichtsdestotrotz profitiert die Geschichte von der Chemie zwischen den Schauspielern und dem von Lin in den Fokus gestellten Motiv des friedliebenden, gleichberechtigten Zusammenhalts. Wenn man an die Entdeckungsreisen des vergangenen Jahrtausends zurückdenkt, kann man bei dieser hier nur ins Träumen geraten! Krall ist als Schurke zwar weit davon entfernt, bedrohlich zu wirken oder gut ausgearbeitet zu sein, mit seiner kriegstreiberischen, terroristischen Veranlagung passt er allerdings sehr gut in das Zeitgeschehen. Schade, dass Idris Elba hinter der Maske überhaupt nicht zur Geltung kommt, er hätte Krall allein durch seine Mimik mehr Profil geben können.

Warum trotz dieses Lobs dennoch nur gehobener Durchschnitt? Nun, das liegt daran, dass sich auch Star Trek Beyond wie schon der Abrams-Reboot weiterhin primär als SciFi-Actionfilm mit humorvollen Einlagen versteht und sich als solcher in die Masse des aktuellen Blockbusterkinos einreiht. Über Logik braucht man z.B. gar nicht erst anfangen, zu diskutieren. Die Handlung verläuft trotz der ruhigen, charakterbezogenen Momente linear und vorhersehbar und es wird wie gesagt nur ein kleiner Teil der Charaktere detaillierter beleuchtet. Die Aliens sehen mit ihren Masken ziemlich künstlich und irgendwie sehr CGI-mäßig aus und erinnern unangenehm an die Hobbit-Orks. Die standardisierte Action langweilt enorm, ist hektisch und unübersichtlich geschnitten und zumindest in 3D so dunkel, dass man kaum etwas erkennt. Einzige Ausnahme: die "Beastie Boys - Sabotage" Szene, die rockt hart!

Sofern ich das richtig verstanden habe, gilt Star Trek in seiner Urform bzw. in den Filmen/Serien vor 2009 als Paradebeispiel des Hard Science Fiction Genres. Star Trek Beyond geht dagegen wie schon der Abrams-Reboot mehr in Richtung Space Opera und als solche muss sich der Film zwangsläufig mit Größen wie Star Wars, Firefly/Serenity oder Guardians of the Galaxy messen lassen. Insgesamt fehlt da für mich die atmosphärische, herzerwärmende Klasse der genannten Beispiele und deshalb erhält Star Trek Beyond von mir letztendlich 6,5 von 10 Punkten.

P.S.: Anton Yelchins Tod wird mir persönlich momentan zu sehr gehypt. Sicherlich ist sein Tod vor allem in einem so jungen Alter äußerst tragisch, aber so groß oder besonders war seine Rolle als Chekov jetzt auch wieder nicht und sein Schauspiel nicht besser als das von z.B. Saldana, Cho oder Pegg. Dass Star Trek 4 nun komplett ohne Chekov, ein seit ca. 50 Jahren etablierter Charakter, auskommen soll, halte ich in dieser Hinsicht für etwas albern.



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Star Trek Beyond Bewertung
Bewertung des Films
610
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Trekker
Moviejones-Fan
Geschlecht | 02.08.2016 | 00:03 Uhr02.08.2016 | Kontakt
Jonesi

Auch eine Möglichkeit. smile Eine, mit der ich leben könnte.

Ich hoffe, die Macher werden den richtigen Riecher haben!

Wie sagte Captain Kirk schon in "Der Zorn des Khan" und im Reboot von 2009?! - "Ich glaube nicht an ausweglose Situationen" smile

luhp92
BOTman Begins
Geschlecht | 01.08.2016 | 23:31 Uhr01.08.2016 | Kontakt
Jonesi

Wie gesagt, nur einmal Star Trek und jetzt Star Trek Beyond.
Alpha Dog schaue ich mir dann eventuell mal an.

Vielleicht lässt man Chekov auch nur bei Stark Trek 4 außen vor und bringt ihn dann in Star Trek mit einem neuen Schauspieler zurück, nachdem genügend Zeit verstrichen ist. Quasi so ähnlich wie vor 40 Jahren bei James Bond, als "M" Bernard Lee gestorben ist. Da wurde für "In tödlicher Mission" auch kein neuer Schauspieler gecastet, sondern erst im Film danach.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

Trekker
Moviejones-Fan
Geschlecht | 01.08.2016 | 00:56 Uhr01.08.2016 | Kontakt
Jonesi

Hast Du Alpha Dog gesehen? Also er war, zumindest in meinen Augen, mindestens ein sehr talentierter Schauspieler.

Aber wollen wir das Thema nicht breiter treten, als es ist. Jeder hat da seine eigene Meinung dazu und so soll es auch bleiben. ;)

Nur was die Sache mit einer eventuellen Neubesetzung angeht, sollte es überhaupt einen weiteren Film geben, bleibe ich bei meinem Dickschädel. Ich würde wetten, die Verantwortlichen der originalen Filme hätten die Rollen der Hauptcharaktere, wären sie jemals in der Situation gewesen, auch nicht neu besetzt. In meinen Augen würde es das Gefüge wieder durcheinander bringen, manche Charaktere sind halt nicht zu ersetzen.

Aber wir können ja nur unsere Meinung äußern, entscheiden müssen andere. Kann sein, dass ich komplett anders urteile, wenn ich den nächsten, noch theoretischen, Film gesehen habe, aber einen dritten Chekov möchte ich nicht haben.

luhp92
BOTman Begins
Geschlecht | 01.08.2016 | 00:11 Uhr01.08.2016 | Kontakt
Jonesi

@Trekker

Tatsache, das ist gar kein CGI oO
Äußerst merkwürdig, dass die Masken für mich wie CGI ausgesehen haben...

Im Fall von Yelchin kommt es natürlich auch immer darauf an, wie sehr man mit ihm in Filmen vertraut ist. Ich habe ihn bisher tatsächlich nur zweimal in einem Film gesehen. Star Trek vor ein paar Jahren und jetzt eben Star Trek Beyond. Für mich ist/war er daher nur einer von vielen Schauspielern.

Ich wundere mich nur, dass Chekov nun gar keine Rolle mehr spielen soll. Ich meine, Yelchin hat die Rolle weder erfunden noch am meisten geprägt (Walter Koenig), dass passt für mich daher nicht wirklich zusammen.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

Trekker
Moviejones-Fan
Geschlecht | 31.07.2016 | 09:28 Uhr31.07.2016 | Kontakt
Jonesi

Moin, Luhp!

Nur eine kleine Anmerkung: die Masken, zumindest der "Hauptaliens" (wenn ich mich so ausdrücken darf) sind kein CGI, wie Du teilweise hier sehen kannst.

Ich dachte auch, das würde im Kino auffallen?! Naja, egal, ist ja nicht entscheidend. ;)

Ich kann nur für mich sprechen, aber der Tod von Yelchin hat mich doch schon sehr betroffen gemacht und ich hoffe, die Macher eines kommenden Trek-Filmes haben ein Einsehen und besetzen die Rolle des Chekov nicht neu. Mir wäre ein Random-Schauspieler (ähnlich wie in TNG) oder ein komplett neuer Charakter lieber, der sich beispielsweise schwer in die schon bestehende Crew einfügen kann und sich daraus neue zwischenmenschliche Konflikte ergeben.

Wir werden sehen... ;)