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Top Five

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Gut gemeint

Top Five Kritik

Top Five Kritik
0 Kommentare - 03.04.2015 von Moviejones
Wir haben uns "Top Five" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Top Five

Bewertung: 2 / 5

Chris Rock gehört zu den Ausnahmetalenten in Hollywood. Rock, bei dem es Ende der 90er und Anfang der 2000er Jahre ganz danach aussah, als könnte er im Filmgeschäft Fuß fassen (u.a. Lethal Weapon 4 - Zwei Profis räumen auf), widmete sich in den Jahren danach stärker dem Seriensegment und kam als Standup-Comedian groß raus. Seine Ambitionen in Filmen beschränkten sich auf Synchronarbeiten und Gastauftritte, doch mit seinem neuen Film Top Five will er das wieder ändern und schrieb nicht nur das Drehbuch sondern führte auch Regie.

Andre Allen (Chris Rock) hat genug von seinem Leben als "lustiger Künstler". Alles, was er möchte, ist auch als Schauspieler wahrgenommen zu werden, der mehr zu bieten hat als ein paar müde Kalauer. Dem Alkohol hat er abgeschworen, seine Hochzeit mit einem Reality-TV-Star steht kurz bevor und sein neuer Film startet in wenigen Tagen in den Kinos. Erstmals keine Komödie. Für Andre eine Zeit des Umbruchs, als die Autorin Chelsea Brown (Rosario Dawson) ein Interview führen und ihn einen Tag in seinem Leben begleiten möchte. Dabei erfährt sie nicht nur vieles über den Mann, der sich neu erfindet, sondern Andre lernt auch eine ganze Menge über sich selbst.

Trailer zu Top Five

Hauptdarsteller, Drehbuchautor und Regisseur in einer Person. Für Top Five hat sich Chris Rock eine ganze Menge vorgenommen, vielleicht aber auch übernommen. Denn so interessant die Grundidee ist, der Funke will nicht so recht überspringen. Zwar gelingt es Rock sehr gut, den Zuschauer einmal hinter die Kulissen des Showgeschäfts zu führen, verrennt sich dabei aber immer wieder in Einzelepisoden. Der Film funktioniert immer dann am besten, wenn dem Zuschauer schonungslos das teils fremdbestimmte Leben seiner Protagonisten vor Augen geführt wird und am überzeugendsten spielt Rock seinen Andre Allen in den Momenten, wenn jener hin- und hergerissen ist zwischen eigenen Ambitionen und der äußeren Wahrnehmung. Kein Wunder, dass Alkohol der letzte Ausweg ist.

Auf der anderen Seite haben wir Rosario Dawson, die als Gegenpol fungiert und das "normale" Leben darstellt, aber an vielen Stellen ebenfalls nicht weniger fremdbestimmt ist, um in dieser Welt zu leben. Wir alle wollen uns entfalten, bekommen aber durch unser Umfeld nur selten die Chance dazu. Metaphorisch spielt Top Five dabei auf seine Art mit der Aschenputtel-Geschichte, denn manchmal wartet man doch auf den Prinzen, der einen errettet.

Doch gerade wenn Top Five in diesen Momenten Kontur zu bekommen scheint, verläuft sich Rock immer wieder in nebensächlichen Randgeschichten, nimmt unnötig Fahrt raus und weiß eigentlich nicht so recht, wohin der Film steuern soll. Ist es eine Gesellschaftssatire, ist es eine reine Komödie oder teils autobiographisch? Als Zuschauer wird man mehr als einmal im Dunkeln gelassen und wird das Gefühl nicht los, dass die Daseinsberechtigung des Films nicht gegeben ist. Alles, was Chris Rock anspricht, ist relevant und richtig, nur die gewählte Form der Erzählung ist fraglich. Als "echte Dokumentation" hätte vieles eben auch funktioniert.

Top Five ist damit nur jenen Kinogängern zu empfehlen, die Chris Rock mal wieder in einer Hauptrolle erleben wollen und auch kein Problem damit haben, einen untypischen Film zu erleben. Im Grunde ja auch spannend auf seine Weise. Top Five hat seine Momente, aber ist trotz oder gerade wegen seiner Ambitionen noch lange nicht gut.

Top Five Bewertung
Bewertung des Films
410

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