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Batmans Rückkehr

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Mehr als ein Batman-Film

Batmans Rückkehr Kritik

Batmans Rückkehr Kritik
2 Kommentare - 02.04.2018 von TiiN
In dieser Userkritik verrät euch TiiN, wie gut "Batmans Rückkehr" ist.

Bewertung: 4.5 / 5

Batmans Rückkehr ist eine Comicverfilmung aus dem Jahr 1992, der Film wurde wie sein Vorgänger vom US-Amerikaner Tim Burton inszeniert.

Batmans Rückkehr zeigt Gotham City in der Weihnachtszeit und konzentriert sich auf die zwielichtigen Pläne des hinterlistigen Geschäftsmannes Max Shreck. Um seine scheinheiligen Kraftwerkpläne umzusetzen verbündet er sich mit dem in Erscheinung tretenden sogenannten Pinguin, einem missgebildeten und ausgestoßenen Mann auf der Suche nach seinem Platz in der Welt.
Bruce Wayne ist misstrauisch was die Zusammenarbeit dieser beiden Herrschaften und deren Absichten angeht und versucht sich ihnen entgegen zustellen. Zeitgleich lernt er die reizende Selina Kyle kennen, welche das letzte Teil in diesem Beziehungsviereck bildet.
Nach und nach stellt sich heraus, dass nicht nur Wayne, sondern alle vier Figuren in diesem Szenario auf eine gewisse Art und Weise Masken tragen.

Tim Burton war mit der seiner ersten Verfilmung von Batman nicht vollkommen zufrieden, er musste sich bei einigen kreativen Entscheidungen den Wünschen von anderen beugen. Bei Batmans Rückkehr sah es anders aus, hier konnte sich Burton vollständig entfalten. Der Film präsentiert sich nicht als eine Fortsetzung sondern kann als eigenständiges Werk betrachtet werden.

Batmans Rückkehr ist nicht die klassische Comicverfilmung, genau genommen sind die Comicfiguren nur Mittel zum Zweck, denn dieser Film fokussiert sich wie nur ganz wenige Genrevertreter sehr auf seine verschiedenen Charaktere. Batman bzw. Bruce Wayne wird erneut von Michael Keaton dargestellt, Selina Kyle wird durch Michelle Pfeiffer zum Leben erweckt, Danny DeVito mimt den Pinguine und der Geschäftsmann Max Shreck wird von Christopher Walken dargestellt.
Diese vier Charaktere stehen tatsächlich allesamt im Mittelpunkt des Films und haben alle vier ein sehr gut geschriebenes Drehbuch zur Grundlage. Der Film hat nicht das Ziel, eine Batman-Geschichte zu erzählen, sondern Batmans Rückkehr erzählt die verschiedenen Beziehungsebenen dieser vier Figuren, unter Zuhilfenahme von den Comicfiguren Batman, Catwoman, Pinguine, Max Shreck sowie den dazugehörigen Comicelementen. Für reine Comicfans kann das etwas ernüchternd sein, aber wer einen Schritt weitergehen möchte, der kann hier viel Freude haben.

Das alles klingt zunächst nicht nach einem Film für Kinder und Jugendliche. Mit seiner FSK Einstufung ab 12 kann Batmans Rückkehr aber durchaus auch durch ein jüngeres Publikum gesehen werden. Fantasievolle Widersacher wie der Pinguin oder das Weihnachtsszenario mit diversen Kostümierungen sorgen für eine gewisse Kinderverträglichkeit und diverse Anzüglichkeiten werden einfach noch nicht verstanden.

Daher kann man diesen Film als Erwachsener mit ganz anderen Augen sehen. Die Inszenierung von Tim Burton ist teilweise ziemlich deutlich und dunkel. Passend dazu manches sadistische Handeln vom Pinguin, wenn dieser Kinder entführen und in der Grotte nach seinem Ebenbild großziehen möchte oder Gefangene in einem Käfig zur Schau stellt. Ebenso ist der skrupellose Shrek frei von jeder Moral und Selina Kyle kommt fast durchweg erotisch verführerisch daher.
Tatsächlich ist Bruce Waynes Batman noch die am wenigsten gestörte Figur in diesem Ensemble, was es ihm besonders schwer macht, weil er zunehmend versucht sich mit seinen Widersachern zu identifizieren.
Wenn man an ein paar Stellschrauben gedreht hätte, hätte Batmans Rückkehr locker eine FSK ab 16 bzw. ein R Rating bekommen und wäre in seinen Botschaften noch eindeutiger gewesen. Finanziell hätte es dem Film an den Kinokassen vermutlich nicht gut getan, glücklicherweise kann Batmans Rückkehr aber auch mit dem Spagat zwischen Jugend und Erwachsenen authentisch funktionieren.

Neben Michael Keaton gibt es ein Wiedersehen mit Pat Hingle als Polizeichef Gordon sowie Michael Gough als Butler Alfred. Musikalisch war Danny Elfman erneut in der Verantwortlichkeit. Sein wundervolles Batman-Thema aus dem Vorgänger konnte er mit ein paar stimmungsvollen neuen Stücken sehr gut ergänzen. Das gleiche kann man zum Szenenbild sagen, weiterhin sehr gelungen und in bester Burton-Manier noch weiter ergänzt.

Gerade mit diversen Täuschungen und dem Hauch Erotik, welche oft in der Luft liegt, erinnert Batmans Rückkehr ab und zu an Kubricks sieben Jahre später erschienenen Eyes Wide Shut. Der teilweise bunte, teilweise bizarre Look der Inszenierung vom Pinguin und seinem Helfern ist dagegen Tim Burton pur. Tatsächlich kann Batman in Batmans Rückkehr für den einen oder anderen Zuschauer etwas zu kurz kommen. Seine Screentime ist mit anderen Filmen zu vergleichen, aber seine Bedeutung als Superheld ist in diesem Film eher untergeordnet.
Wenn man Batmans Rückkehr nicht als Superheldenfilm, sondern als teilweise bizarren Genremix betrachtet, dann kann man mit diesem Film sehr viel Freude haben. In dieser Hinsicht erinnert der Film auch an The Dark Knight. War dieser auch keine klassische Comicverfilmung sondern ein Thriller in dem Batman mitspielte.

So wie The Dark Knight in meinen Augen der stärkste Teil der Trilogie ist, so avanciert Batmans Rückkehr mit seinem mutigen und durchaus untypischen Ansatz nicht nur zum stärksten Burton-Batman, sondern, ohne zu viel vorweg zu nehmen, auch zum stärksten Film der gesamten Tetralogie.

Batmans Rückkehr Bewertung
Bewertung des Films
910
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2 Kommentare
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Silencio : : Moviejones-Fan
02.04.2018 14:34 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 618 | Reviews: 40 | Hüte: 52

"Rückkehr" ist tatsächlich eine sehr faszinierende Angelegenheit. Tim Burtons Sensibilitäten durch Batman gefiltert, das ist eine Art Blockbusterkino, die heute nur noch selten geliefert wird.

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TiiN : : Pirat
02.04.2018 12:05 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 3.792 | Reviews: 89 | Hüte: 125

Man merkt, ich mag diesen Film sehr. Hatte ihn als Kind sehr oft gesehen und fand ihn ganz unterhaltsam. Dann viele Jahre später mal wiedergesehen und mit ganz anderen Augen betrachtet.

Es ist kein klassischer Batman-Film aber ein richtig starker Burtonstreifen.

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