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Der Hobbit - Die Schlacht der Fünf Heere

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Würdiges Finale der Mittelerdesaga?

Der Hobbit - Die Schlacht der Fünf Heere Kritik

Der Hobbit - Die Schlacht der Fünf Heere Kritik
1 Kommentar - 25.12.2014 von Duck-Anch-Amun
In dieser Userkritik verrät euch Duck-Anch-Amun, wie gut "Der Hobbit - Die Schlacht der Fünf Heere" ist.
Der Hobbit - Die Schlacht der Fünf Heere

Bewertung: 4 / 5

Hallo. Ich wage mich dann nach all den Monaten, wo ich nun bereits Mitglied bei MJ bin, doch an meine erste Kritik. Und als riesen Fan von Tolkien und auch den Verfilmungen habe ich mich direkt für ein Werk entschieden, was heiss diskutiert wird. An alle Leser: diese Kritik enthält SPOILER und nicht nur über den letzten Teil, sondern über die gesamte Hobbit-Trilogie. Viel Spass und würde mich über eine interessante Diskussion freuen :) [b][u]Handlung[/u][/b] Nachdem die Zwerge und Bilbo Beutlin den Einsamen Berg erreicht und die Bestie entfesselt haben, müssen sie nun mitansehen, wie Smaug die Seestadt zerstört und somit grosses Leid verursacht. Nur Thorin scheint dies nicht zu interessieren, verfällt er doch schnell der sogenannten Drachenkrankheit und seine Besessenheit dem Schatz und dem Arkenstein gegenüber wird unerträglich. Seine Sturheit und seine Krankheit lassen dann auch schnell einen Konflikt ausbrechen, denn sowohl die Menschen Seestadts unter Bards Leitung, als auch der Elbenkönig Thranduil und seine Waldelbenschar stellen Besitzansprüche an Erebors Reichtümer. Als ein Krieg zwischen Zwergen und Menschen/Elben unausweichlich wird, taucht ein neuer Feind auf. Azogs Armee erreicht den Berg und die Schlacht der 5 Heere beginnt. Die Feinde müssen sich gegen Azogs Heere verbünden um einen Krieg über ganz Mittelerde zu verhindern, ein Krieg der durch die Ereignisse in Dol Goldur bereits lange begonnen hat, denn der Feind der freien Völker, Sauron, ist zurück. [b][u]Die Schlacht der 5 Heere als Finale der Hobbit-Trilogie[/u][/b] Nach Betrachtung des Films kommt schnell die Frage auf: War es sinnvoll ein Kinderbuch von nichtmal 400 Seiten auf 3 Filme auszubauen? Als Fan der Mittelerde-Saga kann man nur sagen: Ja! Jackson bediente sich den Anhängen und seiner eigenen Kreativität um die Hobbit-Trilogie auf eine gewisse Länge zu bringen. Dabei bringt er Elemente mithinein, die somit niemals hätten in 2 Filmen erscheinen können. Der Weisse Rat, die Szenen in Dol Goldur, ja selbst der Hauptantagonist Azog wären ohne diese Erweiterung nicht aufgetaucht. Anhand von Szenen im zweiten Teil (Schlacht gegen Smaug im Erebor) und dem Azog/Bolg Chaos kann man dies immer noch in Frage stellen. Doch der dritte Teil bringt diese teils verwirrende Teile zu einem würdigen Ende zusammen. Am Ende kann man sich beklagen, dass der Trilogie sogar noch Minuten Screentime fehlen. [b][u]Fehlende Szenen[/u][/b] Die Länge des Finale ist eigentlich das grösste Problem. Die Handlung beginnt rasch mit der bildgewaltigen Szene von Seestadts Zerstörung. Die Frage bleibt berechtigt ob diese Szene nicht besser zum zweiten Teil gepasst hätte. Und doch hat Jackson es geschafft über ein Jahr die Spannung hochzuhalten, selbst Otto-Normalzuschauer mussten nun in einen Teil gehen, der als zentralen Handlungspunkt eine Schalcht hatte, um zu wissen wie es mit Smaug weitergeht. Durch diesen schnellen Einstieg in die Handlung blieb dann auch keine Zeit für einen Prolog, was bei der gesamten Laufzeit dann doch gepasst hätte. Insgesamt mss man sich fragen, sind die positiven Punkte der Dreiteilung nicht sogar negativ zu betrachten? Man hätte viel mehr Szenen beispielsweise in Dol Goldur zeigen können. Die Versammlung der Zwerge in den Ered Luin und eine Einführung von Dain wären ebenfalls wichtig gewesen. Stattdessen macht Jackson wieder die Fehler wie in Teil 2. Wo es damals Bolg/Azog und Thrain traf, dürfen nun Beorn oder Sauron selbst nur auftreten, da es auch in der Vorlage so ist. Weitere Szenen die meiner Meinung nach fehlen sind solche die zu HDR führen. Vorallem mit Saurons Rückkehr nach Mordor oder das Finden des Palantir hätten die Brücke zu der HDR-Trilogie besser geschlagen, als den Versuch Legolas 60 Jahre vor der Trilogie bereits nach einem gewissen Dunedain suchen zu lassen. Wenn man den Film betrachtet erkennt man dann auch, dass einfach Sachen fehlen. Woher kommen die Lanzen, welche die Trolle mit einem Schlag besiegen. Woher nahm Thorin die Wildziege um auf den Rabenberg zu gelangen. Die Trailer verraten es, jedoch fragt man sich wieso dies bei der geringen Laufzeit nicht sofort drin ist. Jackson hat in der HDR-Trilogie diesen Fehler einmal gemacht, im Finale vom Hobbit wiederholt er dies jedoch immer wieder. Am schlimmsten ist dabei die fehlende Szene der Beerdigung. Die Hörner stimmen ein Trauerlied an und wir bekommen nur einen halbherzigen Abschied von Bilbo mit. Die Beerdigung Thorins ist ein zentraler Punkt in der Geschichte und das Verbleiben des Arkensteins umso wichtiger. Hier wurde eindeutig Potenzial vergeudet. Wir begleiten die Charaktere durch 3 Filme und bekommen nur einen halbherzigen Abschied, den wir wohl erst ein Jahr später sehen werden. Dies fürt auch schon zu den Charakteren. [b][u]Charaktere[/u][/b] Die Stärke der HDR-Trilogie war es, dass man mit allen 9 Gefährten mitfühlen konnte. In der gesamten Trilogie bleiben die Zwerge uns jedoch einer Entwicklung schuldig, was allerdings auch an der schwachen Vorlage liegt. Es sind die Szenen mit Thorin, die einem dann doch zeigen was hätte möglich sein können. Thorins Wandel vom Helden zum verbitterten irren König verläuft genau richtig, der Wahnsinn ist in seinen Augen zu erkennen. Als er sich gegen Dwalin stellt, bleibt einem der Atem stehe. Es scheint nur Bilbo zu sein, welcher ihn erreichen kann, das Gefühl des Verrats wird dadurch noch stärker. So hat Thorin seine stärksten Gänsehaut-Momente mit Bilbo. Bilbo selbst findet wie in den anderen Teilen auch seinen Platz. Durch die bis heute unverständliche Nutzung von Azog als auch von Bolg als Gegner darf Legolas auch wieder mal zeigen was er kann. Die Kampfchoreografien ausserhalb der Schlacht sind bemerkenswert und Jackson macht dadurch seine Fehler wieder gut. Legolas selbst scheint zum ersten Mal nicht haushoch überlegen. Zudem werden durch seinen Vater seine eigene Ansichten verändert, weshalb man später verstehen kann, wie er und Gimli beste Freunde werden konnten. Auch seine Beziehung zu Tauriel ist spannend zu beobachten, welche selbst plötzlich mitten in einem Konflikt steht, den sie nicht versteht. Wurden die Zwerge im zweiten teil nur in Seestadt zurückgelassen um eine Romanze einzubauen, wird auch dies zu einem richtigen Ende gebracht. Tauriel steht dabei zwischen ihren Pflichten als Soldatin, Freundin von Legolas und einem Zwergen, der ihr eine neue Seite der Welt zeigte. Bard ist dann der nächste Charakter, mit dem man mitfiebern kann. Unwillentlich in die Rolle des Helden gedrängt, ist er doch im Herzen weiterhin der Mann der an erster Stelle für seine Familie und sein Volk kämpft. Die Darstellung Bards ist seiner Buchrolle mehr als würdig. Andere Charaktere kommen jedoch nicht zur Entfaltung, da beispielsweise einem Alfred zu viel Screentime gegeben wird. Unverstädnlich sind solche Szenen in denen Alfred rumblödelt zwischen all den Leichen. Hier wäre weniger mehr gewesen: diese Screentime hätten vorallem einem Beorn gegeolten. Aber auch der Weisse Rat oder Dain hätten ruhige präsenter sein dürfen. [b][u]Die Schlacht[/u][/b] Ein paar Sätze in eine stundenlang dauernde Schlacht umzusetzen, dies war wohl eine der grössten Herausforderungen des Films. Und Jackson hat es gemeistert. Dabei hält er sich sogar grob an die Vorlage und nutzt Tolkiens Legendarium um alles zu zeigen was so in Mittelerde rumläuft und -kriecht. Jacksons Kreativität sind keine Grenzen gesetzt als er Trolle Mauern zerstören lässt, die Zwerge und Elben unterschiedliche Choreografien einsetzen und die überraschende Ankunft der Orks durch Werwürmer erklären lässt. Die 5 Heere sind für Jackson dann auch tatsächlich Einheiten (2 Ork-Heere, Menschen, Elben und Zwerge), während man auch Tolkiens Interpretation der 5 Völker spätestens durch die Rettung der Adler wiederfinden kann. [b][u]Zusammenfassung[/u][/b] Schlussendlich ist die Schlacht der 5 Heere der Film geworden, den man sich erhoffen konnte. Die Fehler die Jackson durch seine eigene Freiheiten gemacht hatte, kann er alle lösen und auf einen grünen Zweig bringen. Die Anspielungen auf das was noch kommen wird sind allesamt gut gewählt, die Hauptcharaktere (insbesonders Thorin und Bilbo) sorgen für schöne Momente. Doch es hätte mehr sein können. Am Ende schnitt man wohl viel aus dem Film raus, um noch eine EE veröffentlichen zu können. Dabei wäre dies durch die Anhänge immer noch locker möglich gewesen. Ein Vergleich zu der HDR-Trilogie lasse ich nun aussen vor, da ich nie einen solchen Vergleich wegen der Buchunterschiede gesehen habe. Durch das Einführen von Sauron und seine Pläne erkennt man jedoch, dass auch die Bedrohung bzgl. einem Krieg in Mittelerde real ist. Dies schwächt Jackson dann leider selbst, indem er unpassende Humoreinlagen einbaut, die dem Finale nicht würdig sind. Schlussendlich ist die Schlacht der 5 Heere der ebste der Hobbit-Filme und ein Film immer noch auf hohem Niveau. Er hätte durchaus besser sein können, da einfach viel fehlt oder in den ersten beiden Teilen falsch gemacht wurde. Trotzdem kam wieder das HDR-Feeling rüber und als der Abspann beginnt, war doch eine Träne vorhanden, dass man Mittelerde nun für einen langen Zeitraum verlassen muss. Erst die EE wird zeigen, ob der Film noch hätte stärker sein können. Erst dann wird er wohl die 4 von 5 Hüten verdienen, die er nun von mir bekommt.

Der Hobbit - Die Schlacht der Fünf Heere Bewertung
Bewertung des Films
810
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1 Kommentar
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ComicFan88 : : Kingsman
28.12.2014 11:53 Uhr
0
Dabei seit: 28.12.11 | Posts: 2.291 | Reviews: 0 | Hüte: 22
Kann deiner Kritik voll und ganz zustimmen. Mir ging es mit vielem genau so.
Das größte Problem ist aber wohl die Laufzeit, wie du es ja auch gut beschrieben hast. Dadurch kam einfach vieles zu kurz, obwohl genügend Potenzial vorhanden gewesen wäre. Wie z.B. Beorn, Dain und der Handlungsstrang mit dem weißen Rat.
Hoffe nun auch auf die Extended Edition, die wird wohl einiges wieder richten. Hoffe ich zumindest mal.
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