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Dirty Dancing

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Ich habe eine Wassermelone getragen

Dirty Dancing Kritik

Dirty Dancing Kritik
1 Kommentar - 11.06.2018 von MobyDick
In dieser Userkritik verrät euch MobyDick, wie gut "Dirty Dancing" ist.

Bewertung: 4 / 5

Hallo Leute

ich versuche mich mal an einer Spasskritik, welche überhaupt erst dadurch möglich wurde, da ich beim mittlerweile legendären Top Gun Newsthread meinte, dass mir Dirty Dancing deutlich lieber als Top Gun ist und neuerdings sich einige andere Mitglieder über das Remake echauffieren.

Spasskritik deshlab, weil ich den Film zu keiner Zeit irgendwie ernst nehmen konnte, und auch heute nicht tue, daher eigentlich den Film im Prinzip komplett verreissen werde, aber eine schlechte Wertung wird es trotzdem nicht geben, da ich einfach nicht die Zielgruppe bin und der Film seine Zielgruppe ganz klar abholt. Ich hoffe, die die den Film wirklich gern haben, verzeihen mir den von oben herab Ansatz :-)

Wir befinden uns in den USA irgendwann in den 1950ern/60ern (so genau weiss ich es nicht, da ich den Film bewußt wirklich nur einmal komplett erduldet habe, danach nur noch mich davon habe berieseln lassen): Wir befinden uns in einem Sommercamp und ein kleines Mauerblümchen wird irgendwie vom Superschönling Patrick Swayze in der Kunst des Tanzens unterwiesen.

Johnny: "No one puts Baby in the Corner"

Wie man anhand dieses Ausspruches unschwer erkennen kann, sind die Namen im Prinzip Programm: relativ simple eingängige Namen und Charaktere (ohne jegliche Tiefe) finden sich, kommen sich näher und - entgegen dem Klassendenken - emanzipieren sich ganz im Prinzip der Walldorfschule durch Ausdruckstanz.

Ähnlich wie in Titanic oder unzähligen Schmonzetten in unzähligen Variationen haben wir den ehrbaren jungen Mann aus der Unterschicht (Johhny) und das gut betuchte Mädchen (Baby), Johnny hat ganz andere Sorgen, da er neben der schwierigen Aufgabe, der schnuckeligste Kerl im Camp zu sein, auch noch das Herz am rechten Fleck hat, und erst langsam taut er für das anfängliche Watschel-Entchen Baby auf, das ganz klar im Sinne solcher Schmonzetten erst durch den Tanz ihr Selbstbewusstsein, ihre Sinnlichkeit, ihr Frau-Sein entdeckt.

Dabei muss man aber auch sagen, dass Johnny nicht nur ein dufter Typ ist, sondern auch ein Miesepeter vor dem Herren, er hat keinerlei Humor, wenn er blöd angemacht wird, platzt ihm der Kragen und er sucht die Konfliktlösung sehr häufig mit der Faust, anstatt sich verbal zu wehren. Klar, dass die Mädchen auf den Proll stehen, hat er doch den knackigsten Hintern - wie man in Roadhouse eindrucksvoll bewundern durfte.

Aber: Natürlich stimmt die Chemie zwischen den beiden, warum auch nicht, sie hat eine Wassermelone getragen und ist so leicht, dass er sie wie einen kleinen Schmetterling durch die Lüfte heben kann. Jegliche glaubwürdige Diskussion ist hier irrelevenat, da wir uns in einem Sommercamp befinden, und realistischerweise ist die erste Liebe in so einem Rahmen tatsächlich ja sehr körpergetrieben, wenn man jemanden sucht, der ein Seelenverwandter ist, geht man eher in einen Debattierclub, oder in den Saunaclub.

Die Musik ist Hammer, eigentlich das einzig nennenswerte - neben der Handlung und den überragenden Darstellungen versteht sich - und der Film gibt niemals vor, dass er was anderes wäre, als das was er ist. Er spielt in der gleichen Zeit wie beispielsweise Eis am Stil oder American Graffitti. Er hat ähnliche nostalgische Faktoren, aber ist nicht so pseudopubertär wie ersterer oder pseudoernst wie letzterer. Er ist einfach ein netter kleiner Tanzfilm für die Gruppe der 13-jährigen Mädels von damals, die Patrick Swayze einfach anpimmeln (das wäre dann eher die homoerotische Schiene), sorry anhimmeln möchten.

Und die Hauptdarstellerin Jennifer WER? Die Mädels interessiert die Braut null, und den Jungs, die den Film im Kino besuchen, ist sie auch egal, weil sie sich erhoffen, den Arm um ihre weibliche Begleitung legen zu dürfen.

Also ganz klar ein Film, der sein Publikum abholt und nicht überflüssigen Ballast mitschleppt.

Doch wenn es so einen Film gibt, der mir gefällt, dann muss ich doch leider Grease ins Rennen schicken, denn obwohl der jetzt möglicherweise weniger sexy ist für die Mädels, wer möchte schon bitteschön Swayze gegen Travolta eintauschen, so hat er für mich die noch kitschigere und noch mehr stimmungsfördernde Musik.

Naja egal... 8 Punkte

P.S.: Zum Remake, da das ja auch schon von vielen moniert wurde: natürlich hat das nicht den Hauch einer Chance gegen das Kleinod von originalfilm, da es erstens nur eine TV-Produktion ist, im Gegensatz zum Kinofilm, und zweitens geplant war, es als quasi-Live-Mitschnitt zu inszenieren, was die ganze Sache noch ein ganzes Stück billiger macht. Und dann natürlich die tatsache, daraus ein Musical zu machen. Auch hier verweise ich gerne auf Grease, denn das ist von vornherein als Musical angelegt und selsbt das Äquivalent des Remakes schneidet in diesem Fall nur halb so schlecht ab wie bei Dörthe Dänzing

Dirty Dancing Bewertung
Bewertung des Films
810
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MobyDick : : Moviejones-Fan
11.06.2018 17:24 Uhr
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Kurzer Nachtrag: Bitte nicht allzu ernst nehmen und sich an evtl. Obszönitäten stören, wie gesagt, alles nicht ganz ernst gemeint wink

Dünyayi Kurtaran Adam
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