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Isle of Dogs - Ataris Reise

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Prädikat: besonders wertvoll

Isle of Dogs - Ataris Reise Kritik

Isle of Dogs - Ataris Reise Kritik
0 Kommentare - 06.05.2018 von FBW
Hierbei handelt es sich um eine Kritik der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW).
Isle of Dogs - Ataris Reise

Bewertung: 4 / 5

Isle of Dogs - Ataris Reise erzählt die Geschichte von Atari, dem 12-jährigen Pflegesohn des korrupten Bürgermeisters Kobayashi. Als durch einen Regierungserlass alle Hunde der Stadt Megasaki City auf eine riesige Mülldeponie verbannt werden, macht sich Atari allein in einem Miniatur-Junior-Turboprop auf den Weg und fliegt nach Trash Island auf der Suche nach seinem Bodyguard-Hund Spots. Dort freundet er sich mit einem Rudel Mischlingshunde an und bricht mit ihrer Hilfe zu einer epischen Reise auf, die das Schicksal und die Zukunft der ganzen Präfektur entscheiden wird.

Mit Isle of Dogs - Ataris Reise hat Wes Anderson einen aufwendig gestalteten und visionären Animationsfilm vorgelegt, dessen einmaliger Look und fantasievolles Setdesign sofort die typischen künstlerischen Merkmale des großen Regisseurs erkennen lassen. Eine akkurat symmetrische Bildgestaltung, skurrile Charaktere, schnelle lakonische Dialoge und immer wieder überraschende Plotelemente erschaffen eine originelle Welt, die in sich stimmig ist und sich vieler interessanter Aspekte der japanischer Kultur bedient.

Trailer zu Isle of Dogs - Ataris Reise

Doch neben all den skurril-komischen Momenten versteht sich Andersons Film auch als ein aktueller Kommentar auf zeitgenössische gesellschaftliche Phänomene und politische Entwicklungen. Die immer stärkere Kontrolle durch Maschinen, die Zerstörung der Umwelt durch Gifte, die Marginalisierung der Kranken und Schwachen - all das fließt in diese Fabel ein, ohne aber den Humor aus den Augen zu verlieren. Für den sorgen allen voran die unterschiedlichen Hundecharaktere, deren verschiedene Wesenszüge durch die die Riege prominenter Schauspieler stimmlich prägnant herausgearbeitet werden.

Ausgestattet mit viel Humor, entfaltet sich eine eigene Welt, in der insbesondere die Hunde mit großer Sorgfalt und Detailliebe entworfen und animiert wurden. Ihre Vermenschlichung fällt begrenzter aus als es in Animationsfilmen mit Tieren sonst üblich ist. Die Figuren bleiben, auch wenn sie sprechen, doch Hunde, was sich insbesondere an ihren gattungstypischen Blicken und Bewegungen zeigt. Nicht nur in dieser Hinsicht wird der Film speziell Hundefreunden zusagen, auch inhaltlich schwingt sich der Film zu einem warmherzigen Plädoyer für den Hund auf. Im Bereich von Inszenierung und Bildkomposition ist Wes Anderson wesentlichen Elementen seiner Handschrift treu geblieben, allem voran der symmetrisch gestalteten Zentralperspektive als bestimmendes Mittel, das neben Splitscreen und dem Einsatz grafischer Elemente einen Großteil der visuell überwältigenden Wirkung ausmachen.

Wes Andersons Isle of Dogs - Ataris Reise unterhält von Anfang bis Ende großartig und lädt uns gleichzeitig dazu ein, über all seine Facetten, vielfachen Referenzen und klugen Anspielungen zu staunen und dabei einen wahren Filmschatz zu entdecken.

Prädikat: besonders wertvoll

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung

Isle of Dogs - Ataris Reise Bewertung
Bewertung des Films
810
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