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Mogli - Legende des Dschungels

Kritik Details Trailer Galerie News
Der "Justice League" der Dschungelbuchverfilmungen

Mogli - Legende des Dschungels Kritik

Mogli - Legende des Dschungels Kritik
11 Kommentare - 10.12.2018 von MobyDick
In dieser Userkritik verrät euch MobyDick, wie gut "Mogli - Legende des Dschungels" ist.
Mogli - Legende des Dschungels

Bewertung: 3 / 5

Der Film Mowgli hat eine wahre Odyssee hinter sich. Bis es dazu kam, dass der vorliegende auf Netflix seine Premiere feiern sollte, gab es diverse Querelen hinter der Kamera und letztendlich ging es Warner Brothers nur noch um Schadensbegrenzung. Was war passiert?

Trailer zu Mogli - Legende des Dschungels

Wie so üblich in Hollywood kommen urplötzlich zwei Studios gleichzeitig auf die Idee, eine neue Idee mit einer Verfilmung zu würdigen (Armageddon vs Deep Impact oder White House Down vs Olypmus has FGallen) oder eine brach liegende alte Idee neu aufzuwärmen (RTobin Hood vs Robin Hood oder Wyatt Earp vs Wyatt Earp in der einen oder anderen Verfilmung) und dann spielen die Beteiligten "Chicken". Fast zeitgleich kündigten also Disney und WB eine Neuverfilmung vom Dschungelbuch an, Disney eine Adaption des Zeichentrickklassikers und WB eine vorlagengerechtere düstere Neuorientierung. Beide kündigten vollmundig neuste Technologie an, um die Tiere zum Leben zu erwecken und der Wettlauf begann. Während Disney auf Nummer sicher ging und Jon Favreau (einen guten Handwerker) holte, konnte WB INnarutu verpflichten (ein Künstler, der der Bestie Mensch schon so manch denkwürdigen Auftritt gewährt hat). Doch anscheinend hatte WB die Rechnung ohne den Wirt gemacht: Ein großer Künstler und ein kommerzielles Wagnis stehen sich manchmal gegenseitig im Weg. Innarutu musste (?) das Projekt verlassen, mit Andy Serkis wurde nun zumindest was das Motion-Capture Verfahren angeht ein versierter Meister geholt, der das Werk nun massentauglicher vollenden sollte. Wem bis jetzt keine Parallelen zu WBs DC-Plänen auffallen, den möchte ich natürlich nicht mit der Nase drauf drücken. Die Produktion verzögerte sich, Disneys Produkt kam geflutscht angerauscht, sah gut aus und spielte sensationelle Unmengen Geld ein, und auch Kritiker würdigten den Film. Also positionierte WB seinen Film in die Warteschlange und Serkis durfte dem Film lange seinen Stempel audrücken.

So viel zur Vorgeschichte, und wie ist der Film?

Die Grundprämisse ist natürlich bekannt: Mowglis Eltern werden von Shir Khan getötet, Wölfe ziehen ihn auf. Als der Junge älter ist, kommte der Tiger wieder und fordert den Jungen ein. Um vor Khan zu fliehen, soll Mowgli zu den Menschen zurück kehren.

Bei so viel Gemeinsamkeiten ist es unglaublich wie unterschiedlich die beiden Filme sind. Mowgli ist ungleich archaischer und die Figuren sind allesamt irgendwie ausgereifter bzw. nicht so typisch schwarz-weiss gezeichnet. Selbst Shir Khan hat deutlich mehr Facetten als bei Disney, wo er einfach nur bösartig ist. Vor allem Mowgli, um den es hier ja geht, ist einfach im Vergleich zum Dschungelmilchbubi von Disney nicht nur älter sondern auch ein richtiger Charakter, der trotz einiger Unzulänglichkeiten seitens der Inszenierung durchaus glaubhafter ist.

Doch der Film hat einfach ein riesengroßes Problem: Man (zumindest ich) merkt dem Film irgendwann ganz eklatant an, dass WB irgendwann wegen dem gewagten innovativen Inhalt, den Innarutu wohl auf die Leinwand bannen wollte, der Mut verliess und sie auf Nummer sicherer gehen wollten. Ehrlich gesagt muss man sowas früher Erahnen als mitten in der Produktion, da geht es um Millionen von Dollars und hunderte bis tausende von Arbeitsplätze, da sollte man sich im Vorfeld der Produktion mit dem Projekt beschäftigen, wenn man Produztent ist ist. Aber sei es drum. Mit Joss Whedon, verzeihung, Andy Serkis wurde also ein hungriger Neuregisseur verpflichtet, der natürlich alles tat, was WB wollte und so wurde der Film nach Möglichkeit doch noch auf irgendwie auf Mainstream getrimmt. Hier ist das "Irgendwie" wichtig! Denn so ganz kann man natürlich nicht zu einem Kinderfilm mutieren, denn das hat ja Disneys Film perfektioniert, also muss schon eine andere Herangehensweise her. Und so kam es, dass man einen möglichst archaischen Film bekam, der aber vorne und hinten seine Probleme hatte und vor allem gegen Ende komplett nicht mehr unter Serkis Kontrolle war.

Hier mal exemplarisch ein paar Punkte:

1. Shir Khan ist eine gebrochene (auch körperlich) Figur, die - man kann es nur erahnen - auch zu dieser Figur geworden ist, weil die Menschen den Dschungel zurück drängen. ER ist deutlich ambivalenter angelegt, gerade weil er sich sowohl in der Affenbande als auch in im Wolfsrudel präzise und frei bewegen kann, er gehorcht ganz klar den Regeln des Dschungels und ist wenn auch der Böse in der Geschichte, gleichzeitig auch Gezeichneter. Hier ist absolut denkbar, dass Innarutu einen noch ambivalenteren Ansatz gewählt hätte.

2. Mowglis Akzeptanzproblem innerhalb des Wolfsrudels wird zwar thematisiert, aber da gibt es mehr als nur eine Nuance, die noch weiter vertieft hätte werden können. Auch hier haben wir mit Serkis Version eine deutlich gegenüber Innarutus bisherigen Werken kastrierte Variante vorliegen.

3. Der Jäger und seine Beziehung zu Mowgli: Anfangs als väterliche Figur eingeführt, entwickelt er sich zu einer etwas jämmerlich werdenden Figur, die Mowgli irgendwann auch hasst. Hier ist ein besonders großer Knackpunkt für mich ersichtlich, vor allem würde hier auch Mowglis etwas androgynes Aussehen durchaus Raum für Innarutu geben, in ganz schön böse menschliche Abgründe zu blicken. Sicher die vorliegende Szene geht unter die Haut und ist mutig, aber ich glaube zu erahnen, dass Innarutu hier einen ganz krass anderen und gleichzeitig auch für die spätere Handlung deutlich glaubwürdigeren Ansatz gewählt hätte.

4. Das Abwenden von den Menschen und die abrupte Wandlung in Tarzan of India: Das passt ja mal gar nicht zu der bisherigen Erzählung und hier verliert Serkis komplett die Kontrolle über das Werk.

5. Ein Film, der solche Ambitionen an den Tag legt wie Mowgli braucht deutlich mehr Laufzeit als popelige 104 inkl. Abspann, denn er ist vom Konzept her ein Epos. Auch hier geht Serkis den Weg des geringsten Widerstandes und dreht einem Film, der inkl. Abspann unter der 2 Std. Marke ist - erinnert uns an was genau nochmal?

Alles in allem ist Mowgli genau wie Justice League damals keine Vollkatastrophe, er hat sehr gute Ansätze und man erahnt, dass der ursprüngliche Regisseur tatsächlich großartige Ideen gehabt hätte, die aber durch umfangreiche Umgestaltungen komplett untergehen. Mowgli ist nach wie vor der mutigere Film als Disneys Version, hat ausgefeioltere Charkatere, aber er krankt an der Umsetzung und inhaltlich ist vieles Stückwerk. Tricktechnisch kann er Disneys Version nie das Wasser reichen. Dennoch als Gegenentwurf ist er allemal sehenswert.

Disneys Version würde ich 6-7 Punkte geben, da es eine ehrliche Kinderverfilmung ist mit ganz klarer Schwarz-Weiss-zeichnung. Mowgli würde ich eigentlich als den stärkeren Film ansehen, aber da Serkis immer stärker die Kontrolle über den Film verliert, man ganz klar erkennen kann, wieviel Potential hier liegen gelassen wurde, sit der Verdruss dann doch irgendwie größer und der Film wirkt irgendwie doch schwächer als Disneys Version, daher nur 6 Punkte.

Und neben der Snyder Cut Petition für JL sollte es eigentlich auch eine Petition für den Innarutu Mowgli geben, das hätte ein 10 Punkte Epos werden können. Mensch WB, was ihr momentan im Filmbereich an inetressanten Stoffen zerstört passt auf kaum eine Kuhhaut mehr!

Mogli - Legende des Dschungels Bewertung
Bewertung des Films
610
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11 Kommentare
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MobyDick : : Moviejones-Fan
13.12.2018 11:16 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 3.925 | Reviews: 50 | Hüte: 267

luhp:

Erst mal danke, dass du dir die Kritik so ausführlöich durchgelesen hast. Ich muss dir teilweise recht geben, der Vergleich mit Zack Snyder hinkt schon ein bißchen, da Inaritu sicherlich nicht Jahre seines Lebens in das Projekt gesteckt hat und er auch ratzfatz wieder draussen war. Aber ansonsten stehe ich nach wie vor zu meinen Aussagen.

Die Sache ist ein bißchen die: Um ein Regisseur eines Großprojektes zu sein, sollte man sich schon ein bißchen mit der Materie beschäftigt haben, eigene Ideen entwickelt haben und schon eine gewisse Idee vermittelt haben, die den Produzenten dann auch zusagt, bevor man den Zuschlag bekommt. Will heissen, dass ist nicht irgendso eine Bestellung aus dem Internet, die du dann innerhalb zwei Wochen ohne Konsequenzen dann zurück senden kannst. Jeder, der nach dir kommt, muss irgendwie mit dem, was du hinterlassen hast, klarkommen oder es so gut es geht ausmerzen.

Wer sich ein bißchen mit der Filmographie von Inaritu auskennt, wird ganz klar gewisse Parallelen erkennen, die auch noch in Mowgli auftauchen: Brüder, die einander missgönnen (Die Wölfe und Mowgli), der gebrochene alte aber immer noch sehr gefährliche Mann (Shir Khan), und auch allgemein seine relativ pessimistische aber dennoch sehr menschliche Sichtweise.

Dass der Film im Vorfeld so viele Regisseure gehandelt hat und ein jeder irgendwo seine Ideen drin hatte, UND (großes UND!) dass Serkis es einfach nicht gelingt, die besten Ideen zu destillieren, seine eigenen Ideen dazu hinzuzufügen und daraus dann ein zusammenhängendes Epos daraus zu machen, macht es gerade weil hier ersichtlich Größeres möglich gewesen wäre umso frustrierender.

Die besten Ideen dichte ich da mal Inaritu an, die etwas Schlechteren Ron Howard und die harmlosen Serkis. Ja, das ist Spekulatius, wie du es nennst, aber ich kenne Howard, ich kenne Inaritu (auch wenn ich nicht weiss, wie man seinen Namen schreibt) und ich habe als Vergleich bei Serkis diese lahme Schmonzette, die ja mal gar nichts hergibt, womit man vergleichsweise arbeiten könnte. Und dass Inaritu kurz darauf ein anderes Projekt begonnen hat, hat überhaupt keine Aussagekraft darüber, wie tief er in die Materie hier eingetaucht war wink

Nur kurz zur sexuellen Thematik: Es wird der ganzen epischen Breite der Story einfach nicht gerecht, einen heranwachsenden jungen Mann zu betrachten und den sexuellen Kontext komplett aussen vor zu lassen. Dass hat sogar die alte Disney-Zeichentrickversion verstanden! Und es passt einfach für mich absolut in Inaritus Konzept, eine düstere Fabel über das Erwachsenwerden zu erzählen, den Jäger immer waschlappenmäßiger zu definieren und dann im Suff zu versuchen, sich am androgyn wirkenden jungen Mann zu vergehen. Das wird nicht angenehm sein, das wird nicht jedem gefallen, und es wird definitiv nicht massentauglich sein, aber es wird Sinn machen. Wie gesagt, im ganzheitlichen Konzept, dass ein einzelner Regisseur das sagen hat und sein Ding durchziehen wird. Und dann wird es auch Sinn machen, dass Mowgli diesen Racheplan ausheckt, der im übrigen dann auch so perfide und menschlich ist.

Wie gesagt, schlecht ist der Film nie, aber er hat zu viele geistige Väter, und der Vollender hat einfach außer seinem MoCap keine eigene Vision oder Stimme, die das alles wirklich gut zusammenhält. Und das ist einfach schade.

Dünyayi Kurtaran Adam
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
12.12.2018 23:47 Uhr | Editiert am 12.12.2018 - 23:50 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 11.295 | Reviews: 158 | Hüte: 366

Zum Inhaltlichen:

  1. Guter Einwand zu Shere Khan! Auf den Gedanken, dass seine lahmende Tatze die Folge eines Konfliktes mit den Menschen bzw. Jägern im Speziellen sein könnte, bin ich noch gar nicht gekommen.

  2. Moglis Akzeptanzproblem bei den Wölfen (und später auch in der menschlichen Siedlung) fand ich an sich klasse umgesetzt, das hätte bei einer längeren Laufzeit oder gar einer Adaption als Miniserie aber noch detaillierter beleuchtet werden können.

  3. Ein pädophiler Jäger? Hm, ich glaube, das empfände ich als too much. Da bin ich damit, wie der Jäger im Film dargestellt wird, schon sehr zufrieden, die von dir genannte Szene ist auf jeden Fall ziemlich heavy und schockierend. Viel mehr hätte ich mir dagegen gewünscht, dass Freida Pinto als Moglis Adoptivmutter eine größere Rolle eingenommen hätte.

  4. Die Tarzan-Parallelen sind mir ebenfalls aufgefallen, passen meiner Meinung nach aber sehr gut in den Film. Burroughs wurde bei der Erfindung von Tarzan nunmal stark von Kiplings "Das Dschungelbuch" beeinflusst, dementsprechend sind solche Parallelen bei einer vorlagengetreueren Adaption eigentlich schon fast selbstverständlich.

  5. Wie oben von mir schon erwähnt und mehrmals angedeutet, man hätte die Laufzeit hinsichtlich der Charakterzeichnung- und entwicklung durchaus noch ausweiten können. Das bezieht sich jetzt nicht auf Shere Khan, Mogli und Moglis Adoptivmutter, sondern auch auf Balu, Bagheera und Kaa.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
12.12.2018 23:20 Uhr | Editiert am 12.12.2018 - 23:25 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 11.295 | Reviews: 158 | Hüte: 366

Ich verstehe nicht, wie du darauf kommst, dass Innaritu hier so großen Einfluss auf den Film hatte. Er war von Dezember 2013 bis Januar 2014 gerade mal zwei Monate am Projekt beteiligt und da befand sich der Film noch in der Präproduktion - von wegen "mitten in der Produktion". Gedreht hat er überhaupt nichts, dementsprechend existiert auch kein Innaritu-Cut. Beweise für seinen gewagten Inhalt könntest du wohl auch nicht anführen, zumal er selbst auch gar nicht das Drehbuch schrieb - das tat Callie Kloves.

"Andy Serkis wurde also ein hungriger Neuregisseur verpflichtet, der natürlich alles tat, was WB wollte und so wurde der Film nach Möglichkeit doch noch auf irgendwie auf Mainstream getrimmt. [Und] vor allem gegen Ende komplett nicht mehr unter Serkis Kontrolle war."

"Auch hier haben wir mit Serkis Version eine deutlich gegenüber Innarutus bisherigen Werken kastrierte Variante vorliegen."

Das ist jetzt ganz großer Spekulatius!
Mainstream wäre der Film meiner Einschätzung nach ohnehin gewesen, denn erstens ist es immer noch eine Verfilmung des Dschungelbuchs und zweitens spricht der großnamige Synchronsprechercast komplett dafür.

Ansonsten halte ich es für wahrscheinlich, dass der von Insidern angeführte Grund der Terminkonflikte tatsächlich der Wahrheit entspricht. Innaritu war damals nunmal noch mit "Birdman" beschäftigt und "The Revenant" dürfte jemandem wie Innaritu bedeutend wichtiger gewesen sein, als die Hollywood-Neuauflage einer bekannten Marke, was "Mowgli" nunmal ist. Ganz abgesehen davon, dass Warner Bros das Rennen gegen Disney gewinnen wollte und es sich nicht leisten konnte, so lange auf Innaritu zu warten. Die Trennung dürfte also wohl einvernehmlich und im Interesse beider Parteien stattgefunden haben.

Zudem halte ich es für etwas geschmacklos, hier einen Vergleich mit "Justice League" zu ziehen. Snyder ging nicht wegen Terminkonflikten und auch nicht wegen kreativer Differenzen, sondern weil seine Tochter Suizid beging und er es sich einfach nicht mehr zutraute, den Film vernünftig zu Ende zu drehen.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
12.12.2018 16:05 Uhr | Editiert am 12.12.2018 - 16:05 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 1.095 | Reviews: 25 | Hüte: 112

@ MobyDick

"Aber was die Stadt verdient und was sie bekommt hat schon Christian Bale fast das Rückgrat gebrochen wink"

Gut gesprochen. wink

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MobyDick : : Moviejones-Fan
12.12.2018 15:01 Uhr
1
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 3.925 | Reviews: 50 | Hüte: 267

Raven:

Wer mich kennt, weiss dass ich als Comiclesser eher ein Marvler (denn Frevler) bin, dennoch ist es mir egal, von welchem Verlag die Filme kommen, hauptsache gut. Und es ist für mich nicht von der Hand zu weisen, dass mit Clark, Bruce und Diana die ikonischsten Helden bei DC sind. Daher verdienen sie einfach bessere Filme! Aber was die Stadt verdient und was sie bekommt hat schon Christian Bale fast das Rückgrat gebrochen wink

Dünyayi Kurtaran Adam
MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
12.12.2018 12:37 Uhr | Editiert am 12.12.2018 - 12:38 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 1.095 | Reviews: 25 | Hüte: 112

@ MobyDick / ChrisGenieNolan

"(In dem Zusammenhang muss ich nochmal sagen, dass ich BvS immer besser finde, je länger ich darüber nachdenke, und mittlerweile finde ich ihn schon deutlich besser als Civil War)"

"psssst nicht so laut. Sonst hast du den ganze mcu Leute am Hals laughing..."

Waaaaaassss?? Besser als Civil War? Ihr Frevler! laughinglaughinglaughing

Im ernst: BvS und Civil War waren 2016 meine persönlich heiß erwartetsten Comicverfilmungen und ich konnte mich nicht entscheiden, auf welchen ich mich mehr freuen sollte. Ich mochte BvS bereits nach der ersten Sichtung im Kino total. Auch Civil War fand ich endgeil. Aber nach der zweiten Sichtung von BvS, dieses Mal als Ultimate Cut, war BvS sowas von abartig genial, dass ich ihn mir mittlerweile vier Mal angesehen habe. Für mich gehört BvS unter die fünf besten Comicverfilmungen überhaupt. Nach den für mich tollen Vorgänger Man of Steel einfach nochmals eine extreme Steigerung.

Civil War ist auch genial (ich bin ja auch ein absoluter Fan des gesamten MCU), aber BvS hat einen ganz anderen Stil, den ich persönlich sogar noch besser finde als den der MCU-Filme. Aber ich mag sowohl das MCU als auch das DCEU und bleibe beiden gleichermaßen treu ergeben. laughing

Traurig sind für mich nur SSQ und JL, die beide nicht ansatzweise die Klasse von BvS erreichen und dagegen total abstinken. Wäre JL so wie BvS geworden, wäre das wohl einer der besten Comicverfilmungen bisheriger Zeiten für mich geworden. Jetzt bin ich gespannt auf Aquaman. smile

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MobyDick : : Moviejones-Fan
12.12.2018 11:38 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 3.925 | Reviews: 50 | Hüte: 267

Chris:

Danke dir :-)

Dünyayi Kurtaran Adam
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ChrisGenieNolan : : DetectiveComics
11.12.2018 23:11 Uhr
0
Dabei seit: 19.08.12 | Posts: 13.415 | Reviews: 3 | Hüte: 281

je länger ich darüber nachdenke, und mittlerweile finde ich ihn schon deutlich besser als Civil War

@ MobyDick:

psssst nicht so laut. Sonst hast du den ganze mcu Leute am Hals laughing ...

letzte Weekend hab ich mir echt schwer getan, als ich bei Saturn war.. aber ich hab trotzdem nachgegeben und JL geholt. Gott... ich hab den Film gleich gemocht und gleichzeitig auch geflucht ... der is deutlich besser als SSQ ...aber irgendwie war er spaßiger .. ich habe ihn echt in der schlechte Erinnerungen...

ps: Hut für Deinen Kritik

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MobyDick : : Moviejones-Fan
11.12.2018 13:42 Uhr
1
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 3.925 | Reviews: 50 | Hüte: 267

MB80:

So viel gibt es da wirklich nicht im Netz, aber der Film spricht finde ich ziemlich stark für sich

Chris:

Wie gesagt, WB macht das gerade ziemlich häufig und gerade beim ende finde ich ziemlich starke Parallelen zu JL, aber der Film ist wirklich nicht schlecht. Aber ich finde ja auch JL nicht so schlecht. (In dem Zusammenhang muss ich nochmal sagen, dass ich BvS immer besser finde, je länger ich darüber nachdenke, und mittlerweile finde ich ihn schon deutlich besser als Civil War)

Dünyayi Kurtaran Adam
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MB80 : : Cheddar Goblin
11.12.2018 10:22 Uhr | Editiert am 11.12.2018 - 10:27 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 672 | Reviews: 15 | Hüte: 47

Hey MobyDick, also erstmal ein dickes Danke, für mich ist die Hintergrundgeschichte bei manchen Filmen oft interessanter als (oder für) das letztendliche Produkt. Ist machmal doch ein ganz witziges "was ist schiefgelaufen" Puzzlespiel...

"Innarutu musste (?) das Projekt verlassen, mit Andy Serkis ..."

Ich habe einfach mal ein bisschen rumgewühlt, was Innrutu vorhatte... Leider bin ich nicht wirklich fündig geworden, nur dass er etwa ein Jahr vor principal fotography start das Projekt verließ, ebenso wie Ron Howard, angeblich wegen Terminkonflikten mit Birdman und Revenant. Nichts Konkretes existiert, aber was hier bei voller künstlerischer Freiheit rausgekommen wäre, kann ja mal die Fantasie anregen.

"Ein Film, der solche Ambitionen an den Tag legt wie Mowgli braucht deutlich mehr Laufzeit als popelige 104 inkl. Abspann, denn er ist vom Konzept her ein Epos."

Bei sowas denke ich dann, warum man nicht einfach eine Mini-Serie macht, wenn man sich schon deutlich von Disney distanzieren will...

Naja werde die Tage mal zwei freie Stunden finden.

Edit:

ModyDick -> dickes Danke, das war gerade kompletter Zufall, manchmal schaffe ich Flachwitze ohne drüber nachzudenken... muss genetisch sein laughing

“Ich bin der große Verräter. Es darf keinen größeren geben!“

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ChrisGenieNolan : : DetectiveComics
10.12.2018 21:54 Uhr
0
Dabei seit: 19.08.12 | Posts: 13.415 | Reviews: 3 | Hüte: 281

Hehehe ... das ist eben des. Was Mann an WB hassen. Mir hat der Film auch wirklich gefallen. Düster, brutal und hier zickt man nicht rum, ein Tier zu töten. Nur WB hat sich wieder verkalkuliert, wie eins bei BvS v JL ... wenn die filmmacher deren Plänen vorstellen und wie die Filme aussehen sollten. Wieso dann nicht von vorne rein nein zu sagen. Anstatt etwas bis zu Ende machen zu lassen und Ann wiederum es zu verstümmeln

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