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Star Trek

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Gelungen aber Luft nach oben

Star Trek Kritik

Star Trek Kritik
0 Kommentare - 08.05.2009 von Tim
In dieser Userkritik verrät euch Tim, wie gut "Star Trek" ist.

Bewertung: 3.5 / 5

J.J. Abrams hat es also geschafft und Star Trek runderneuert, einer Generalüberholung unterzogen und für das Massenpublikum zugänglich gemacht. Nicht nur Trekkies, auch Normalsterbliche können jetzt an den Abenteuern von Kirk, Spock, Pille, Uhura, Scotty, Chekov und Sulu Teil haben. So muss es sein und so bekommt Star Trek endlich den verdienten Kinoerfolg.

Die größte Herausforderung von Abrams war sicherlich das Casting. Leonard Nimoy und William Shatner spielten Kirk und Spock über Jahrzehnte und die Figuren haben sich in das Gedächtnis der Menschen eingebrannt, Ersatz zu finden ist schwer und dennoch gelang es mit Bravour. Die neue Besatzung passt bis auf Chekov wie die Faust aufs Auge, man ist oft der Versuchung im Kino erlegen, in den jungen neuen Darstellern die jungen alten Darsteller zu sehen, besonders am Ende, wenn alle auf der Brücke sich einfinden wird es deutlich. Eine echte Glanzleistung, mit der Truppe erlebt man gerne noch 2,3,4 oder mehr Abenteuer.

Viel wurde im Vorfeld über die Effekte geschrieben, wobei ich den Wirbel nicht ganz verstehe. Die Effekte in den Filmen waren immer sehr gut gewesen, die Raumschlachten aus Star Trek waren immer sehenswert gewesen, im neuen Film sind sie teilweise fast schon zu hektisch. Man weiß oft nicht wo oben und unten ist bei den schnellen Schnitten, die Enterprise ist ein Schlachtschiff und sollte sich so auch verhalten. Ein paar statische Szenen aus der Entfernung im Kampf wären daher in der Fortsetzung wünschenswert.

Negativ fällt etwas die Story auf, die Bedrohung durch Nero und das Drumherum ist dünn. Ich kannte zum Glück die Prequel-Comics, daher hatte Nero etwas mehr Tiefgang bei mir, ohne die Comics ist Nero als Bedrohung aber unterentwickelt. Seine Beweggründe werden viel zu schwach angerissen, dem Film hätten daher 10-20 Minuten extra gut getan und sei es nur um die Zerstörung Romulus zu zeigen und die Verbündung und Spaltung von Spock und Nero. Da Star Trek sich aber auf die Crew der Enterprise konzentrierte und das Drumherum nur schmückendes Beiwerk war, kann man dies aus Rebootsicht verzeihen.

Der Gastauftritt von Leonard Nimoy passte in den Film und war nicht aufgesetzt, die Szene zwischen Nimoy und Quinto am Ende ist herzergreifend und Spocks Satz dazu einfach witzig. Witz wird in dem Film überhaupt groß geschrieben, manchmal zuviel sogar, aber man kann sehr gut damit leben. Mehr wäre aber schädlich. Auch die Änderungen der Charaktere gehen in Ordnung, ob Spock aber unbedingt rumschmusen muss, Geschmackssache…

Was bleibt noch zu sagen? Star Trek ist der Neustart gelungen, wenn auch nicht so brilliant wie bei Batman oder James Bond. Der Film ist streckenweise zu hektisch und ein paar mehr Konventionen hätten ruhig eingehalten werden können. An den Anfang gehört die Star Trek Musik, die Kämpfe müssen etwas ruhiger ablaufen und der Gegenspieler braucht mehr Charisma. Dies bitte in Teil 2 beheben.

Derzeit sieht meine Star Trek Top 5 so aus!

1. Star Trek 6
2. Star Trek 2 (eigentlich die ganze Genesis-Trilogie 2-4)
3. Star Trek (2009)
4. Star Trek 8
5. Star Trek 7

Eine kleine Randnotiz: Zu Beginn wird die Enterprise ja scheinbar auf der Erde gebaut. Ich glaube ja vieles, aber sicherlich wird ein Schlachtschiff dieser Größenordnung nicht planetar sondern orbital in einem Raumdock gebaut.

Aus oben beschriebenen Gründen gebe ich dem Film eine 7/10, beim zweiten Sehen vermutlich eine 8/10. Der Neustart hat geklappt, aber die Enterprise stottert noch etwas, Luft nach oben gibt es bei den Fortsetzungen genug. Live long and prosper!

Star Trek Bewertung
Bewertung des Films
710

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