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Wickie auf großer Fahrt

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Wickie sticht wieder in See – diesmal in 3D!

Wickie auf großer Fahrt Kritik

Wickie auf großer Fahrt Kritik
0 Kommentare - 04.05.2013 von Leia
In dieser Userkritik verrät euch Leia, wie gut "Wickie auf großer Fahrt" ist.

Bewertung: 2.5 / 5

[b]Inhalt:[/b] Viel hat sich nicht geändert, seit die beliebte Wikingerbande die Kinder von Flake aus den Fängen des Schrecklichen Svens ([b]Günther Kaufmann[/b]) befreit hat. Häuptling Halvar ([b]Waldemar Kobus[/b]) hält seinen Sohn Wickie ([b]Jonas Hämmerle[/b]) immernoch für einen wikingeruntauglichen Feigling und so muss sich der Kleine Dreikäsehoch auch diesmal wieder mit seinem klugen Köpfchen durchsetzen. Bei einem Raubzug erbeuten die Wikinger ein geheimnisvolles Buch, dass den Weg zum sagenumwobenen Schatz der Götter preisgibt. Doch hinter diesem Buch und vor allem dem Schatz sind auch andere düstere Gestalten her. Als dann auch noch Wikingerhäuptling Halvar vom Schrecklichen Sven entführt wird, muss sich Wickie als neuer Anführer behaupten. Gemeinsam mit der jungen und äußerst gewieften Diebin Svenja ([b]Valeria Eisenbart[/b]) macht er sich auf den Weg, um seinen Vater zu befreien und den Schatz der Götter zu finden. [b]Kritik:[/b] [b]Michael[/b] [i]„Bully“[/i] [b]Herbig[/b] ([i]„Erkan & Stefan“[/i], [i]„Lissi und der wilde Kaiser“[/i]) darf wohl zurecht als einer der erfolgreichsten deutschen Regisseure betitelt werden, waren seine Filme – allen voran [i]„Der Schuh des Manitu“[/i] mit 11,7 Millionen Zuschauern als erfolgreichster deutscher Film – stets gut besucht. So konnte 2009 auch [i]„Wickie und die starken Männer“[/i] knapp 5 Millionen Zuschauer in die Kinos locken, woraufhin eine Fortsetzung nicht ausgeschlossen und von der Produktionsfirma Rat Pack sogar mehr als erwünscht war. Doch Michael Herbig gab von Anfang an zu verstehen, dass er kein Interesse an einer Fortsetzung hätte und so holte sich das Produktionsstudio kurzerhand den Jugendfilm erprobten [b]Christian Ditter[/b] ([i]„Vorstadtkrokodile“[/i], [i]„Französisch für Anfänger“[/i]) ins Boot, um die Fortsetzung zu realisieren. Dass [i]„Wickie und die starken Männer“[/i] genug Stoff für eine Fortsetzung bietet, beweist bereits die 78 Episoden umfassende Serie. Doch dass das neueste Abendteuer um den cleveren Wikingerjungen nun auch noch in 3D aufwartet, wird bei dem ein oder anderen Filmfan auf Missmut stoßen. Der Einsatz der 3D-Technik hat nicht ohne Grund einen solch schlechten Ruf, löst er doch beim Kinopublikum zuweilen eher das Gefühl aus, unnötig Geld aus den Taschen zu ziehen, statt das Auge mit faszinierenden Effekten zu verwöhnen. Und so fällt auch hier der 3D-Effekt leider eher mager und nicht sehr eindrucksvoll aus, obwohl der Film damit wirbt, im echten 3D gedreht worden zu sein. Doch was nützt einem der Effekt, wenn man stets das Gefühl hat, dass die schön inszenierten Kamerafahrten auch ohne 3D wunderbar funktioniert hätten und die wenigen Momente, an denen einem mal was entgegen kommt, an einer Hand abzuzählen sind. Abgesehen von diesen technischen Neuerungen beließ Regisseur Christian Ditter alles beim Alten und sorgt für eine nahtlose Fortsetzung, was größtenteils wohl an den passenden Darstellern liegt, die man allesamt schon aus dem ersten Teil kennt. Ein Wiedersehen macht bei so viel herzensguten und ulkigen Figuren definitiv Freude. Auch der Score sorgt für einen enormen Wiedererkennungswert, da sich Filmkomponist [b]Ralf Wengenmayr[/b] erneut für „Wickie“ hinter das Notenbrett gesetzt hat. Die Inszenierung präsentiert sich diesmal allerdings etwas düsterer und actiongeladener, als man es von „Bullys“ Vorgängerwerk kannte und so fühlt sich das Seherlebnis vertraut und fremd zugleich an. Man wird den Eindruck nicht los, dass irgendetwas in Wickies Welt nicht stimmt und es wäre nicht verwunderlich, wenn plötzlich Indiana Jones hervortreten würde, um die Wikinger durch dieses haarstreubende Abenteuer zu geleiten. Der nordische Flair will trotz einer Menge Eis und Schnee einfach nicht aufkommen und dass Regisseur und Drehbuchautor Christian Ditter in den Geschichten des beliebten Hut- und Peitsche tragenden Archäologen seine Inspirationen fand, lässt sich nicht leugnen. Somit verliert der Film viel an dem, was Wickie im Ursprünglichen ausgemacht hat: Kleine liebenswerte Geschichten mit großer Wirkung! Und auch beim Einsatz der beliebten deutschen Cameos setzt der Regisseur hier eher auf optische Wow-Momente, statt auf inhaltliche Schmunzelattacken. So darf das schauspielerisch vollkommen talentfreie Model [b]Eva Padberg[/b] in einer für den Fortlauf der Geschichte nicht sonderlich nutzbringenden Szene ihre Walküren-Hüften schwingen und mehr schlecht als recht die grimmige Amazone mimen. Warum man sich bei „Wickie 2“ um solcherlei Schauwerte gekümmert hat, bleibt fraglich, darf man immerhin nicht vergessen, für wen dieser Film gedreht wurde. Zwar spielt auch Michael Herbig im ersten Teil mit den Reizen des schöneren Geschlechts, doch bleibt dies immer auf einem brav unschuldigen Niveau, dass dem Geist des Trickfilm-Klassikers sehr gerecht wird. Diesen Geist sucht man in [i]„Wickie auf großer Fahrt“[/i] leider vergeblich. Nichts desto trotz muss man zugeben, dass Christian Ditters Wickie-Fortsetzung der technisch versiertere Film ist. Die Dialoge wirken ausgereifter, der Plott stimmiger und der Figureneinsatz ausgeglichener. Doch bei aller Routine zum Filmdreh und den offensichtlich erfolgsversprechenden Zutaten für ein großes Abenteuer, die Liebe und Hingabe zum Original bleibt spürbar auf der Strecke und lässt diesen Streifen lieblos daherkommen. Dieser Verdacht bestätigt sich auch in den visuellen Effekten, die hier und da einige Schwächen aufweisen. Wo technischen Grenzen zu finden sind, sollte man diese nicht für unnötig aufgeblasene Actionszenen mit halbherzigen Computereffekten ausschmücken. Hätte sich Regisseur Christian Ditter einmal mehr am Näschen gekratzt, wäre ihm sicher auch eine bescheidenere Lösung für ein großes Abenteuer auf Übersee eingefallen. [b]Fazit:[/b] Man kann von Michael „Bully“ Herbigs Humor halten, was man will... In der Fortsetzung [i]„Wickie auf großer Fahrt“[/i] wird seine Liebe zur Originalserie schmerzlichst vermisst. Dennoch liefert Regisseur Christian Ditter ein solides Kinderabenteuer ab, dass gut unterhällt und mit einigen Lachern aufwartet. Von der alten Wikingerserie bleiben allerdings nur noch die Figuren und das Wikingerschiff übrig. Der unverkennliche Flair des Kultklassikers ist in den unendlichen Weiten der 3. Dimension verschollen und musste leider zugunsten räumlicher Spezial-Effekte weichen.

Wickie auf großer Fahrt Bewertung
Bewertung des Films
510

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