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Alles in Eigenproduktion

PlayStation-Offensive: Sony Interactive gründet Produktionsfirma

PlayStation-Offensive: Sony Interactive gründet Produktionsfirma
8 Kommentare - Di, 21.05.2019 von R. Lukas
Sony Interactive Entertainment will ein für alle Mal den Fluch der Videospielverfilmungen brechen. Und mit PlayStation Productions soll es gelingen. Das bedeutet: Filme und Serien basierend auf PlayStation-Games satt!
PlayStation-Offensive: Sony Interactive gründet Produktionsfirma

Uncharted, Metal Gear Solid, The Last of Us, God of War, Heavy Rain, Shadow of the Colossus und viele, viele mehr. Es herrscht kein Mangel an erfolgreichen PlayStation-Titeln, die noch nicht verfilmt wurden. Dieses Potenzial will man nicht länger brachliegen lassen. Und darum hat Sony Interactive Entertainment nun PlayStation Productions gegründet, ein Studio, das den umfangreichen Katalog an Videospielen für Film und Fernsehen ausschöpfen soll. Asad Qizilbash führt diese Unternehmung an, beaufsichtigt wird sie von Shawn Layden, dem Chairman der SIE Worldwide Studios. Der erste Schwung von Projekten befindet sich schon in Produktion.

Sie haben 25 Jahre an Erfahrung bei der Videospielentwicklung, was 25 Jahre an großartigen Games, Franchises und Storys hervorgebracht habe, sagte Layden dem Hollywood Reporter. Ihrer Ansicht nach sei jetzt ein guter Zeitpunkt, um andere mediale Möglichkeiten - Streaming, Film oder TV - ins Auge zu fassen und ihren Welten in einem anderen Spektrum Leben zu schenken. Bei den über 100 Original-Marken, die zur Verfügung stehen und nur darauf warten, adaptiert zu werden, ist alles dabei - Abenteuer, Action, Horror, Mystery, Science-Fiction... Statt sie an andere Studios zu lizensieren, halte man es für die bessere Vorgehensweise, sie selbst zu entwickeln und zu produzieren, erklärt Qizilbash. Zum einen, weil sie vertrauter damit seien, zum anderen, weil sie wissen, was die PlayStation-Community liebe.

Die Schwesterfirma Sony Pictures hilft zwar beim Vertrieb, aber die Produktion stemmt PlayStation Productions eigenhändig. Die letzten eineinhalb oder zwei Jahre haben sie damit zugebracht, die Industrie verstehen zu lernen und sich mit Autoren, Regisseuren und Produzenten auszutauschen, so Qizilbash. Sie haben mit Leuten wie Lorenzo di Bonaventura (Transformers) und Kevin Feige (Marvel Cinematic Universe) gesprochen, um wirklich ein Verständnis für die Industrie zu erlangen. Laut Layden hat man sich angeschaut, wie Marvel es geschafft hat, seine Comicwelt zum "größten Ding in der Filmwelt" zu machen, wie er es formuliert. Es wäre ein hochgestecktes Ziel, zu sagen, dass sie in Marvels Fußstapfen treten, aber sie beziehen sicherlich Inspiration daraus, meint Layden.

Dass sich die Hollywood-Landschaft in den letzten Jahren verändert hat, sieht er als günstige Gelegenheit. Älteren Videospieladaptionen merke man an, dass der Autor oder Regisseur diese Welt oder den Gaming-Aspekt nicht verstanden habe. Die wahre Herausforderung sei, wie man 80 Stunden an Gameplay nehme und daraus einen Film mache. Gar nicht, laute die Antwort. Was man tun müsse, sei, diesen Ethos, nach dem man schreibe, speziell aufs Filmpublikum anzuwenden. Man dürfe nicht versuchen, das Game innerhalb eines Films nachzuerzählen. Sie wollen den Fans ihrer Games eine Möglichkeit geben, mehr Berührungspunkte mit ihren Franchises zu haben - damit sie, wenn sie ein 40 bis 50 Stunden langes Spiel geknackt haben und drei, vier Jahre auf eine Fortsetzung warten müssen, in dieser Zeit trotzdem mehr davon erleben und sehen können, wie sich ihre geliebten Charaktere auf verschiedene Art und Weise weiterentwickeln.

Ob man sich dabei auf Film oder Fernsehen konzentriert, hängt vom jeweiligen Titel ab. Letztlich bestimme die Story das Format, erläutert Qizilbash. Sie wollen ihre Marken dem Medium zuführen, das ihnen am besten zur Ehre gereicht. Und Layden betont, dass Qualität der Schlüssel ist: Es müsse als toller Film oder tolle TV-Serie durchgehen. Das sei der einzige Maßstab, den sie anlegen - ob es im jeweiligen Medium zum Besten seiner Klasse zählt. Durch die Partnerschaft mit Sony Pictures wird PlayStation Productions die Zeit gewährt, die nötig ist, um Film- und Fernsehprojekte zu entwickeln, die der Qualität ihrer Videospielvorlagen gerecht werden. Sie brauchen nichts zu überstürzen, versichert Layden. Es gebe keine Liste, wie viele Titel pro Jahr geschafft werden müssen, nichts dergleichen. All dies soll wohlüberlegt wachsen.

Wichtig war ihm und Qizilbash, die kreative Kontrolle über ihre Titel zu behalten: Sie haben diese Entität erschaffen, um den Prozess, den richtigen Regisseur, den richtigen Drehbuchautor und die richtigen Schauspieler zu finden, selbst zu managen und zu kontrollieren, sagt Qizilbash. Für ihn sei dies ein Herzensprojekt, ergänzt Layden. Die ersten Gaming-Entität zu sein, die etwas Bleibendes und Bedeutungsvolles in einem völlig anderen Medium macht, sei etwas, das er mit PlayStation Productions gern erreichen würde. Wir wünschen viel Erfolg und sind gespannt!

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8 Kommentare
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Manisch : : Moviejones-Fan
22.05.2019 09:04 Uhr | Editiert am 22.05.2019 - 09:05 Uhr
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Dabei seit: 19.10.18 | Posts: 494 | Reviews: 8 | Hüte: 20

@Dream

Najaaa, die Marvel Studios haben jetzt auch nicht soooo die lange Tradition vor Iron Man gehabt. Im Grunde waren alles vorher bestenfalls "Co-Produktionen" und es war auch ziemlich viel Schrott bei, wie Daredevil, Elektra oder Ghost Rider.

Dass Iron Man es dann geschafft hat, den Grundstein für das MCU zu legen, ist eher ein kleines Wunder.

Jedenfalls denke ich nicht, dass es unmöglich ist, sich auch als Start-Up am MCU zu orientieren.

Leute, nutzt mehr Ecosia statt Google!

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Dream : : Moviejones-Fan
21.05.2019 23:03 Uhr
0
Dabei seit: 16.03.17 | Posts: 116 | Reviews: 0 | Hüte: 10

Laut Layden hat man sich angeschaut, wie Marvel es geschafft hat, seine Comicwelt zum "größten Ding in der Filmwelt" zu machen

Lustig, dass ein neugegründetes Filmstudio Gespräche führt um "ein Verständnis für die Industrie zu erlangen" und im selben Atemzug über das Marvel-Erfolgsrezept zu spricht. Es ist ja nicht so, als wären daran schon viele etablierte Filmstudios gescheitert.

Irgendwie erinnert mich das an die Denkweise eines Kindes. "Ich muss mich nur an den großen orientieren, dann werde ich genauso erfolgreich.

zum anderen, weil sie wissen, was die PlayStation-Community liebe.

damit sie, wenn sie ein 40 bis 50 Stunden langes Spiel geknackt haben und drei, vier Jahre auf eine Fortsetzung warten müssen, in dieser Zeit trotzdem mehr davon erleben und sehen können, wie sich ihre geliebten Charaktere auf verschiedene Art und Weise weiterentwickeln.

Das klingt alles ein wenig danach, dass man Filme nur für Gamer macht. Als Lückenfüller zwischen zwei Spielen? Die Filme stehen nicht für sich selbst sondern sind eine Erweiterung zu den Spielen?
Ich weiß nicht ob das so funktionieren kann. Zum einen weiß ich nicht ob die Gamer ausreichen um die nötigen Einspielergebnisse wieder reinzukriegen (Vielleicht kennt da ja jemand genauere Zahlen?).
Zum anderen müssten die Schauspieler ihrem animierten Gegenpart viel ähnlicher sehen. Zumindest wenn tatsächlich, so wie ich es (Miss?)Verstanden habe, ein transmediales Erzählen stattfinden soll.

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fbJones : : Moviejones-Fan
21.05.2019 20:32 Uhr
0
Dabei seit: 14.10.16 | Posts: 118 | Reviews: 0 | Hüte: 3

Bietet sich doch an... Eigener streamdienst mit Eigenproduktion auf die Playstation zu packen und mit (noch) einem abo ist man dabei

@Jason-Vorhees

Sony Pictures macht ja nur den Vertrieb, sind also an der Produktion nicht beteiligt. Dementsprechend bräuchte man sich keine Sorgen machen das Sony da weit weit weg von der Vorlage produziert... oder hab ich da was falsch verstanden!?

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Manisch : : Moviejones-Fan
21.05.2019 19:56 Uhr
0
Dabei seit: 19.10.18 | Posts: 494 | Reviews: 8 | Hüte: 20

Videospiel-Verfilmungne sind leider immer eine schwierige Sache, bei denen ziemlich selten etwas ziemlich gutes bei rum gekommen ist.

Aber:
Die oben genannten Titel sind schon alle ziemlich sweet :O

Das Problem ist unter anderem, dass ein Spiel an sich eine deutlich längere Story erzählt, als sie in einen klassischen Film passen würde. The Last of Us bräuchten eigentlich 3h. Das würden sich aber nur Fans im Kino antun und kaum ein "Neuling".

Perfekt und ziemlich 2019ig wäre es hingegen, wenn sie eine Serie draus machen und es an einen Streamingdienst verkaufen. Nur bitte, bitte keinen eigenen laughing
So hätten sie aber einfach den nötigen Spielraum, um der Story der Spiele gerecht zu werden.

Leute, nutzt mehr Ecosia statt Google!

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Jason-Voorhees : : Moviejones-Fan
21.05.2019 17:40 Uhr
0
Dabei seit: 24.07.13 | Posts: 51 | Reviews: 0 | Hüte: 2

Um Gottes Willen, bitte nicht. Gerade Sony die sich einen Dreck um Vorlagen scheren, sollten keine Videogames verfilmen. Will da echt nicht wissen, wie bei denen die Verfilmungen zu Killzone, Kill Switch, Last of Us, God of War, Resistance, und Uncharted z.B. aussehen.

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Tarkin : : Moviejones-Fan
21.05.2019 16:20 Uhr
0
Dabei seit: 10.10.17 | Posts: 1.160 | Reviews: 0 | Hüte: 16

MisfitsFilms

doooooch, da gäbs das ewig angekündigte "The Last of Us", oder ein neues Final Fantasy, oder Last Guardian, Shadow of the Colossus, Heavy Rain, Limbo und Inside, usw. da gäbs ne menge Stuff.

Du schleppst mich in dieses Junkyhaus und jetzt muss ich auch noch diesen Scheissclown umlegen

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DrGonzo : : Drachenzähmer
21.05.2019 16:14 Uhr
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Dabei seit: 02.12.10 | Posts: 751 | Reviews: 0 | Hüte: 20

@ MisfitsFilms Also ich find schon, dass Sony mehr als nur ne Handvoll exclusives hat die eine sehr starke Story haben - die man sich auch als Filme vorstellen könnte. Sony muss nur klar sein, dass sie sich da ordentlich reinhängen dürfen um die Fangemeinde nicht zu verärgern und am Ende nicht Knietief in der Scheiße zu sitzen.

Ich weiß nur nicht ob ein Film der Videospielvorlage gerecht werden kann - bisher kenn ich da jedenfalls keinen Film, der das geschafft hat (zumindest keiner von denen, die ich gesehen habe).

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MisfitsFilms : : Marki Mork
21.05.2019 15:45 Uhr
0
Dabei seit: 09.07.13 | Posts: 1.691 | Reviews: 0 | Hüte: 55

Oh schön, SONY macht endlich ein Produktionsstudio auf! Das kann ja nur gelingen, freu mich auf hochwertige Qualität und hoffentlich wenig Einfluss von Produzenten!

.

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MÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖPPPPP

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Wake Up, Neo! Wake Up!

Ernsthaft?! Die gründen jetzt ein PlayStation Produktions Bereich für Videospielverfilmungen?

Soooooo viele Games mit Potenzial gibt es nicht. Gut, wer Pac Man, Tetris und Co anschaut, die hatten auch kein Potenzial ^^

Aber SONY muss ein ganz schön großes Ego haben, beziehungsweise dicke Klöthen wenn man meint, damit etwas besser zu machen.

Naja, bis 2035 ist das Studio wieder geschlossen ^^

www.reissnecker.com

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