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Der Herr der Ringe - Die Ringe der Macht

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Vertraut und doch so neu

Review "Herr der Ringe"-Doppelfolgen-Premiere: Licht & Schatten in Mittelerde

Review "Herr der Ringe"-Doppelfolgen-Premiere: Licht & Schatten in Mittelerde
130 Kommentare - Sa, 03.09.2022 von S. Spichala
Anders als in der "Herr der Ringe"-Trilogie lernen wir die Welt von Mittelerde in der Serie nicht durch einen Hobbit und seine Gefährten kennen, sondern durch viele Blickwinkel. Hier unsere Review, geringe Spoiler.
Achtung, diese Meldung enthält Spoiler!
Review "Herr der Ringe"-Doppelfolgen-Premiere: Licht & Schatten in Mittelerde

Die ersten Reaktionen zur neuen Amazon-Serie Der Herr der Ringe - Die Ringe der Macht mit ihrer Doppelfolgen-Premiere zeigten ein gespaltenes, aber überwiegend dennoch positives Bild. Und dem können wir uns nur anschließen! Auch wenn wir gespaltene Gefühle nun auch gut verstehen können. Denn anders als in Peter Jacksons Herr der Ringe-Trilogie und J.R.R. Tolkiens berühmter Vorlage dazu startet diesmal nicht alles aus dem Blickwinkel eines angehenden unfreiwilligen kleinen Helden und seiner Reise mit seinen Gefährten, um eine bedeutsame Mission zu erfüllen (Prequel-Hobbits gibt es natürlich dennoch).

"Der Herr der Ringe - Die Ringe der Macht" Season 1 Trailer 5 (dt.)

Diesmal lernen wir Mittelerde in einer Prequelzeit aus verschiedenen Blickwinkeln der verschiedenen Charaktere an verschiedenen Orten kennen - und das nicht nur innerhalb von Mittelerde. Ein beachtlicher Prolog beschreibt aus der Sicht der Elben die finstere Vorgeschichte, die Galadriel und ihre Gefährten, wenn man so will, überhaupt erst nach Mittelerde führte. Eine auch persönlich sehr bedeutsame Hintergrundgeschichte für ihren Charakter, der vor allem von Rachedurst angetrieben wird für das, was ihr und ihrem langlebigen Volk widerfahren ist. Wie schon in den Filmen und Büchern führt dies zu einem Wissensvorsprung zu anderen Völkern wie den Menschen.

Der Konflikt zwischen Elben und Menschen wird genauso Thema, samt aber auch Romeo & Julia-like Lovestory, wie auch ein eher persönlich gestalteter Konflikt zwischen einem wichtigen weiteren Elben-Charakter und seinem zwergischen Freund. Während in der aktuellsten Gegenwart der Serie (ja, es gibt Zeitsprünge) den Elben der Sinn nach Frieden steht, die Zeit des Kampfes gegen das Böse vorbei sein soll, sieht Galadriel den noch lange nicht als beendet an - das Böse ist nicht weg, es wartet.

Dass sie nicht ganz unrecht damit hat, zeigt sich schon bald. Die Finsternis lauert unter der Erde und breitet sich mehr und mehr aus. Und Sauron? Japp, Sauron ist ein Thema und letztlich auch der rote Faden von der ersten bis zur letzten Minute der Doppelfolgenpremiere! Wie genau dies auch angesichts von Zeitsprüngen gestaltet wird, verraten wir natürlich nicht. Jedoch tauchen auch Orks bereits auf, und so manch finstere Mysteryelemente teasen noch Schlimmeres an.

Man wird langsam in die Welt eingeführt, wer nur schnelle Action mit Fantasyelementen will, wird enttäuscht. Uns gefiel gerade dieses sich Zeit nehmen, das einen nach zwei Folgen mit einer ganzen Hand voll spannender sehr verschiedenartiger Charaktere verschiedener Völker zurück lässt. Zu denen man nun schon eine gute Beziehung aufbauen konnte - und die sicher im Lauf der Staffel(n) zusammenfinden müssen, ihr jeweiliges Wissen und ihre Fähigkeiten miteinander verbinden müssen, um gemeinsam als auch Mittler zwischen den Völkern eine Chance gegen das herankriechende Böse zu haben.

Ob Licht oder Schatten siegen, hängt dabei deutlich von Entscheidungen der Charaktere in wichtigen Momenten ab, welche die gesamte Zukunft von Mittelerde mitbestimmen. Der Look ist für eine Serie fantastisch, auch wenn manches noch etwas zu geleckt wirkt, doch das stieß uns hier weitaus weniger auf als in zum Beispiel Das Rad der Zeit. Wer am CGI mäkeln will, wird passende Stellen finden, doch das ist dann wirklich Gejammer auf sehr hohem Niveau.

Die Musik holt einen von der ersten Sekunde an ab, im Verlauf gibt es jedoch auch Momente, wo wir uns dachten, weniger ist manchmal mehr. Doch auch das ist Jammern auf hohem Niveau. Neben der Welteinführung und "Get to know the characters" und ihre Konflikte gibt es durchaus auch Action, so ist es nicht. Doch die ist nicht der Hauptfokus, sondern treibt nur die Story jeweils ein Stück weiter voran und macht die Reise durch die Zeit fühlbarer, lebendiger. Man zieht alle Register, von der Off-Stimme über Karten bis hin zu deutlichen Zeitsprüngen, um einen in die große Welt einzubetten, in welcher die eigentliche Story nun ihre Segel setzen, ihre Schritte vorwärts laufen kann - ja, wir sagen das bewusst genau so, denn hier brechen so einige sowohl gewollt wie auch wider Willen zu ihren Missionen auf diversen Wegen auf.^^

Der Spagat, das vertraute Feeling zu erzeugen und zugleich eine dennoch komplett andere Zeit und neue Charaktere und Orte einzuführen gelingt ziemlich gut, sowie statt einer Heldenreise gleich mehrere anzugehen, die irgendwann im Verlauf der Staffeln als Puzzleteile für ein größeres Ganzes zusammenfinden dürften. Nicht alle zwingend als Gefährten, aber wie man im Jargon der Fantasykonkurrenz aus gleichem Hause sagen würde, als die bedeutsamen Figuren, um die herum sich das Muster webt. ;-)

Niemand muss die Herr der Ringe-Saga kennen, um mit Der Herr der Ringe - Die Ringe der Macht klar zu kommen, zwar gibt es viele Figuren und Orte zu sortieren, doch dürften Kenner wie auch Nichtkenner nach dieser Einführung ein gutes Fundament haben, das genug Spannendes und Mysteriöses für die nächsten Folgen anteast, um noch tiefer in die Welt, die Story und ihre gut besetzten Figuren mit frischen Gesichtern eintauchen zu wollen. Ja, es kristallisieren sich natürlich ein paar Hauptcharaktere heraus, allen voran Galadriel (Morfydd Clark). Und doch ist es eine groß angelegte Ensemble-Fantasy-Abenteuerserie, wie man es sich sicher auch gewünscht hat.

Ob Fantasy oder Sci-Fi, kaum eine Serie macht sich jedoch davon frei, nicht dennoch von allzu menschlichen Vorstellungen abzukupfern, diesbezüglich ist selbst die Amazon-Serie alles andere als "woke", sondern sicher recht - ähm - vorlagentreu zu Tolkiens Vorstellungen. Stichwort welche Figuren eher adlig wirkend in hoch kultivierten prunkvollen Bauten leben, und welche eher ländlich und naturverbunden - samt Look des Ganzen. Ur-Hobbits, Elben, Zwerge und Menschen jeglicher Couleur und Ohrenvielfalt^^ zeugen jedoch von längst Vielfalt in den Völkern.

Natürlich klingeln bei Kennern die Ohren bei so manchen Namen, Orten, Andeutungen, auch gewisse Figurenähnlichkeiten sind auffällig, so ist es nicht. Doch insgesamt ist Der Herr der Ringe - Die Ringe der Macht für alle gemacht, egal, welchen Kenntnisstand man hat. Fantasyfans leben in dankbaren Zeiten, mit The Sandman, House of the Dragon und Der Herr der Ringe - Die Ringe der Macht ist für jeden etwas dabei - und auch Das Rad der Zeit kehrt bekanntlich wieder... :-)

Zum Abschluss der Doppelfolgen-Premiere gab es einen neuen Trailer mit Ausblick auf die Staffel, der sicher auch bald für alle online geht. Wir sind gespannt auf eure Meinungen! Einen deutlicheren Makel verspürt man jedoch vor allem zu Beginn: So manche Elbensynchro wirkt doch etwas zu geschwollen bei mancher Figur, gottseidank nicht bei Galadriel oder Elrond, bei denen sich diese Art etwas theatraler Sprache ganz natürlich anhört. Hier ist sicher auch ein Vergleich mit der OV-Fassung spannend, vielleicht kommen wir noch dazu. Insgesamt aber ein toller Einstieg, wir freuen uns auf die kommenden Folgen! Spekulationsmaterial gibt es nach den ersten zwei Episoden ebenfalls zur Genüge... :-)

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130 Kommentare
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Boro : : Moviejones-Fan
07.09.2022 17:33 Uhr
0
Dabei seit: 09.12.19 | Posts: 171 | Reviews: 1 | Hüte: 6

Nun auch die beiden ersten Folgen gesehen. Hat mich leider noch nicht so abgeholt, da mich ein paar Sachen doch gestört haben.

Galadriel war sehr nervig und für mich ist ihre Story-Line die uninteressanteste. Ihr Kampf gegen den Troll fand ich auch sehr drüber. Die wohl besten Elbenkrieger sehen keine Schnitte gegen das Ungetüm, bis Galadriel herangeflogen kommt und ihn platt macht ... ich glaube seit der Szene ist sie für mich (vorerst) uninteressant geworden.

Elben mit kurzen Haaren. Sehr gewöhnungsbedürftig, da man diese Rasse nur mit langen Haaren kennt. Ich glaube, da werde ich mich etwas dran gewöhnen müssen.

Die Haarfüße (hießen die so?) sind in Ordnung, nur das Mädel ist mir zu anstrengend. In der Story-Line ist lediglich der Mann aus dem Himmel interessant.

Die Zwerge finde ich gelungen und bin gespannt, ob man noch mehr von ihrem Reich sehen wird.

Lediglich der Elbenkrieger der die Verfolgung der Orks aufgenommen hat, ist spannend.

Ok, es waren erst die ersten beiden Folgen, aber ich muss sagen, dass mich die ersten zwei Folgen von House of the Dragon mehr abgeholt haben. Dennoch bleibe ich dran, da ich denke, dass ich mich an einiges schnell gewöhnen kann und es für mich spannender wird.

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
06.09.2022 18:51 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 10.452 | Reviews: 43 | Hüte: 669

Ich entschuldige mich mal direkt, da es nicht meine Art ist. Wenn man etwas "verspätet" in eine Diskussion einsteigt, dann hab ich die Gewohnheit alle Kommentare zu lesen. Hab ich hier aber ehrlich gesagt nicht getan, da schon schnell der Inhalt gewisser User erahnbar war und ich mach mir da nicht mehr die Mühe immer und immer das gleiche zu lesen. Wenn ich gewisse Adjektive und Wörter von den immer gleichen Usern hier lese, dann bin ich mir sicher, dass sie die ersten Folgen nicht mal angeschaut haben.
Wenn es wirklich ein Problem ist, dass es einen (!) "schwarzen" Elben gibt, eine (!) "schwarze" Zwergin und einen (!) "schwarzen" Hobbit, die Dialoge haben, dann ist dies die wokeste Serie ever. Wenn es wirklich ein Problem ist, dass die wichtigste und bekannteste Figur dieses Zeitalters weiblich ist, dann ist dies die wokeste Serie ever. Wenn es wirklich ein Problem ist, dass dann noch eine weitere Frau bisschen mehr Screentime hat, dann ist dies wokeste Serie ever.
Aber oh mein Gott, wenn dies tatsächlich die Probleme sind, dann haben wir es mit der besten Serie überhaupt zu tun.

Ich habe bei Elben auch immer "weiße" Menschen im Kopf, vor allem da Tolkien sie so beschrieb. Hier ein Auszug aus Ardapedia (wohlgemerkt ein Wiki): Tolkien zeichnete seine Elben als blasses, hochgewachsenes und schlankes Volk, ähnlich besonders schönen und edel aussehenden Menschen. Dass einzige was hier nicht passt zum schwarzen Elben ist die Beschreibung "blass" - kann man sich drüber aufregen, aber ganz ehrlich, wer damit ein Problem hat, der hat weit schlimmere Probleme.
Auch die "Problematik" betreffend der Lore kann ich hier nicht erkennen. Ja, Hobbits wurden erst im dritten Zeitalter das erste Mal erwähnt. Ja, Galadriel war wohl nie eine Kriegerin. Und ja, die Zwerginnen hatten keinen Bart. Aber warum wird dies hier kritisiert und all die Dinge die Jackson machte, werden ignoriert? Wer die Bücher gelesen hat, der weiß dass Jackson vieles selbst hineininterpretierte. Gerade beim Hobbit, wo er die Anhänge als Vorlage nutzte, hat er vieles frei erfunden - und das zweite Zeitalter ist noch weniger beschrieben - es war von Anfang an klar, dass man was hinzudichten muss.
Nochmal zu den Hautfarben - wenn man Tolkien dafür lobt, dass er früh Sprachen und Ethnien als Völker etablierte, der muss auch die Geographie dieser Welt bedenken. Bei Tolkien waren die Ostlinge und Südländer die Bösen - ein Schelm der böses dabei denkt.

So nun zu meinem Eindruck der ersten zwei Folgen.
Ich bin begeistert! Es sieht aus wie ich Mittelerde durch Jackson kennenlernte. Es hört sich mit genialer Musik auch so an wie das von Jackson geformte Mittelerde. Die Völker sind klar zu erkennen, die Locations top und man erkennt wieder wichtige Handlungspunkte des ersten und zweiten Zeitalters wieder - dies nach 2 Folgen.
Bei der Handlung werden die einzelnen Figuren nun in Position gebracht - nennt mir eine Serie die dies mit neuem Cast und Locations nicht machen musste? Als Kenner der Geschichte bin ich mehr als gespannt wie es weiter geht und wie man einiges in gewisse Bahnen lenken möchte. Da hab ich tatsächlich ein paar Fragezeichen und noch ergibt nicht alles für mich Sinn. Muss es aber auch nicht nach zwei Folgen. Für mich war das Feeling sofort da, anders als bei The Witcher oder Das Rad der Zeit fühlte ich mich sofort wieder zuhause - sowas schafften zuletzt auch nur die Harry Potter-Prequels oder Star Wars-Sequels.

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Ellessarr : : Wundersamer
06.09.2022 11:14 Uhr
0
Dabei seit: 11.01.10 | Posts: 307 | Reviews: 4 | Hüte: 6

Da die Serie ja von vornerein angekünigt schon nur lose auf Tolkien basiert, (was unteranderem an den fehlenden Rechten liegt) ist es völlig egal was da gezeigt wird. Wurde in einem Schriftstück ganz klar gesagt das Galadriel nicht in der lage ist ein Schwert zu führen? Und da dies nunmal dazu eine völlig fiktive Welt ist ohne jede tatsächliche Gemeinsamkeit mit der unseren, halte ich auch dunkelhäutige Elben nicht für unwahrscheinlich. Die Bücher etc. werden sicherlich nicht jedes existierende Lebewesen aufgezählt und beschrieben haben. Ich wäre mir sicher das echten Elben mit ihrer erhabenen Art die Hautfarbe einer der ihren völlig egal wäre. Solange er nicht am Ende ein Namenhafter König wird der ausdrücklich anders beschrieben wurde. So gerne ich mich da sonst anschließe "The Sandmann" z.B sehe ich hier dafür bisher keinen Anlass.

Bisher würde der Serie 6/10 Punkten geben. Da erwarte ich natürlich noch einiges mehr in den nächsten Folgen. Für 9 Punkte wird diese Staffel vermutlich nicht reichen, aber sie muss sich ja auch noch steigern können.

Ich bin der Meinung gelesen zu haben das die Zwerginnen aber auch in der Serie Bärte haben sollen, da war ich auch ein wenig enttäuscht, aber vielleicht kommt das ja noch.

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JackSined : : Moviejones-Fan
06.09.2022 10:41 Uhr
0
Dabei seit: 20.12.12 | Posts: 179 | Reviews: 2 | Hüte: 12

Auch ich habe mir lange Zeit genommen, hier etwas zu schreiben. Zu aufgeladen fand ich die Diskussion. Etwas, dass ich gar nicht von MJ gewohnt bin. Da sich aber die Gemüter langsam beruhigt haben, will ich mich auch einmal zu den ersten beiden Folgen zu Wort melden:

Gleich vorweg – ich gebe der Serie bisher 6 bis 7 von 10.

Positiv fand ich, dass wirklich LotR-Feeling aufkommt. Angefangen bei der Architektur, dem Soundtrack über die Kostüme und Sets bis hin zu den Völkern. Zum Beispiel empfinde ich die Hobbits nicht als störend, sondern eigentlich genau passend. Sie sollen ja ein wenig tölpelhaft und einfältig rüberkommen. Nori hat halt – ähnlich wie Bilbo oder Frodo – ein Abenteuer-Gen in sich. Die Elben sind mir herrlich drüber. Was die für Konversationen schon wieder haben – das passt. Und das Galadriel die krasse Amazone ist, geht mit den Büchern bzw. dem Silmarillion einher. Zudem wurde mit dem Wanderer ein schöner, mysteriöser Charakter eingeführt.

Was ich nicht ganz so gelungen fand, war der gesamte Südland-Handlungsstrang. Zum einen sind mir die Menschen fast schon zu weit entwickelt. Im Silmarillion sind die Menschen in Mittelerde zu dieser Zeit eher Barbaren und Wilde. Zum anderen stört mich die geographische Einordnung. Im Grunde müsste dieses Gebiet Harad im dritten Zeitalter entsprechen und das wäre eher eine karge Steppe/Wüstenregion. Wie dann von da einer auf einem Schiff nördlich von Numenor landet, ist schon etwas abstrus.

Auch bin ich gespannt, wie der Numenor-Handlungsstrang aufgebaut sein soll: In den Trailern und vorab wurden ja schon Charaktere wie Elendil und Isildur angedeutet, die aber erst in 500 bis 1000 Jahren auftauchen sollten. Das will sich mir noch nicht so ganz erschließen.

Fazit: Die Serie weiß Interesse zu wecken, hat einen eher gemütlichen Erzählstil, was ich bisher zu schätzen weiß und baut schon jetzt ein gutes Mysterium auf. Einzelne Charaktere sind sympathisch, manche noch etwas blass. Die Handlungsstränge sind mehr oder weniger interessant, wenn auch nicht alle ganz überzeugend. Ich bin gespannt auf Folge 3 bzw. den Rest der Staffel.

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MobyDick : : Moviejones-Fan
05.09.2022 22:33 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 6.931 | Reviews: 207 | Hüte: 554

Es tut mir leid, ich muss hier jetzt etwas allgemeines loswerden.

Es hat mich tatsächlich gewundert, warum ich diesmal eben nicht Partei ergriffen habe für die Minderheit und nicht versucht habe, mehr Verständnis für sie aufzubringen, so wie ich es in der Vergangenheit sehr häufig tat und dafür dann auch mal mehrheitlich drangsaliert wurde.

Habe ich mich so sehr verändert, ist es mir auf Dauer zu anstrengend, verrate ich meine Prinzipien?

Hmm, dann bin ich einen Schritt zurück gegangen und habe mir angeschaut, was oder wen ich früher verteidigt habe und wer oder was jetzt mit dem Rücken zur Wand stand. Früher war es so, dass wenn du anderer Meinung als ein gewisser gemütlich konservativer Konsenz warst und über den Tellerrand geschaut hast, dass du dann hart angegangen würdest, wenn du länger als zwei Jahre im Forum warst und trotzdem noch nicht perfekt deutsch geschrieben hast, würdest du "gehänselt", ist ja alles nur lustig gemeint, du Spaßbremse. Aber wehe einer macht einen Witz auf deine Kosten!

Das hat sich grundlegend geändert, heute ist der vokale Großteil hier eben sensibler und offener für allerlei Themen und diejenigen die außen vor sind, sind dann eher rechtsaußenvor.

Die Diskussionskultur hat sich grundlegend gebessert und es findet kein inszenierter Mob statt sondern jeder teilt seine Meinung aus, dass hier 3-5 Leute bei gewissen Themen einer Meinung sind liegt eher an der Meinung per se als an Absprachen.

Und selbst jemand wie 2cents (sorry dass ich dich jetzt wieder rauspicke, aber diesmal ist es positiv gemeint), dem wiederholt gewisse Tendenzen vorgeworfen wurden, zeigt sich immer von seiner besten Seite, argumentiert sachlich und wer weiß, vielleicht ist dann alles doch nur ein Mißverständnis, weil das geschriebene Wort dann doch schwerer wiegt.

Kurz, tatsächlich hat es für mich ideologisch keinen Sinn gemacht, für jemanden in die Bresche zu springen, womit ich mich nicht wohl gefühlt hätte.

Dafür hat sich das Forum hier einfach zu sehr auch in meine Richtung entwickelt

In dem Sinne auch nochmal Danke @ MJ

Dünyayi Kurtaran Adam
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
05.09.2022 18:19 Uhr | Editiert am 05.09.2022 - 18:20 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 15.648 | Reviews: 166 | Hüte: 553

@Silencio

Zu Eve Ensler: Ok, interessant. Ist dann anscheinend auf den großen deutschen Filmportalen untergegangen.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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Silencio : : Moviejones-Fan
05.09.2022 18:11 Uhr | Editiert am 05.09.2022 - 18:13 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 2.144 | Reviews: 52 | Hüte: 243

luhp:

"zweitens weil der Film so nicht beworben wurd

Das ist übrigens falsch: Miller hat sich von der Autorin der "Vagina Monologe" beraten lassen und das wurde vorher vom Marketing auch kommuniziert.

"jetzt mal gesetzt dem Fall, in "Captain Marvel" werden Männer tatsächlich degradiert"

Das ist eine Buddy Cop-Comedy mit Sam Jackson als Murtaugh. Degradiert werden Männer da nicht.

"I am not fucking around here, I believe a well-rounded film lover oughta have something to say about Jean-Luc Godard and Jean-Claude Van Damme."

-Vern

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
05.09.2022 18:09 Uhr | Editiert am 05.09.2022 - 18:28 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 15.648 | Reviews: 166 | Hüte: 553

@meisterlampe1989
Den Shitstorm gab es bei "Fury Road" ebenfalls, fiel nur sehr viel kleiner aus, erstens weil der Film ein sehr viel kleineres Publukum erreichte als die großen Franchises, zweitens weil der Film so nicht beworben wurde und drittens, weil er von den meisten Leuten so auch gar nicht gelesen wurde.

So oder so vertritt "Fury Road" seine Inhalte, allerdings bin ich mir sicher, wäre der Film mit mehr Identitätspolitik beworben worden, wäre er weitaus schlechter aufgenommen worden, obwohl die Qualität dieselbe ist. Ich habe "Captain Marvel" jetzt nicht gesehen, viele der Negativbewertungen werden aber auch eine Reakton auf Brie Larson und ihre Aussagen gewesen sein, die also erstmal nichts mit dem Film zu tun haben.

Mir stellt sich ansonsten die Frage, jetzt mal gesetzt dem Fall, in "Captain Marvel" werden Männer tatsächlich degradiert, warum die Kritik direkt so total und mit Tunnelblick ausfällt, aber wenn es im Bezug auf die Geschlechterrollen andersherum geschieht, es dann viel mehr goutiert wird oder mit filmischen Qualitäten abgeglichen wird. Und da wird "Captail Marvel" sich nicht groß von anderen MCU-Filmen unterscheiden.

Und was das ganze abrundet: Selbst ein Serie wie "The Boys", die sich tatsächlich mal kritisch mit oberflächlicher Identitätspolitik und dem Vereinnahmen durch Kapital und Medien beschäftigt, wird mittlerweile als "woke" kritisiert.


Edit: Ok, blöd... Leider zu spät dran gewesen.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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Moviejones : : Das Original
05.09.2022 18:04 Uhr
0
Dabei seit: 15.10.08 | Posts: 2.265 | Reviews: 1.107 | Hüte: 158

@meisterlampe

Ok.

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meisterlampe1989 : : Moviejones-Fan
05.09.2022 17:34 Uhr
0
Dabei seit: 02.01.22 | Posts: 117 | Reviews: 8 | Hüte: 16

@MB80

Bottom line: ich bin schwerst genervt, und ich glaube da bin ich nicht alleine.

Na wenn das so ist.

@Moviejones

Bitte löscht mich.

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MobyDick : : Moviejones-Fan
05.09.2022 17:25 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 6.931 | Reviews: 207 | Hüte: 554

meisterlampe1989

Junge, du triggerst mich, weil du dir die Sachen schön redest und angebliche Argumente hervorbringst, die keine wirklichen sind, und anscheindn auch keine Ahnungdavon hast, wovon du da schreibst. Außerdem bist du gerade so fernab von jeglichem thema, das hier angesprochen wurde, aber gut, da hast dus:

1. Furiosa und Emily Blunts Charaktere sind starke weibliche nebenfiguren, die primär dazu da sind, die Reise des männlichen Heroen zu unterstützen. Das sind keineswegs stark ausgearbeitet weibliche Figuren, sondern prinzipiell Staffage. Wenn du unbedingt einen Charlize Theron Charakter bvenutzen musst, dann wende dich mal an Atomic Blonde und dann kannst du mal googlen, wie gut die da ankommt.

2. She-.Hulk ist unter anderem ein Meta-Kommentar an die ganzen Incels da draußen (fühl dich bitte nicht angespriochen), und zumindest in Folge sprichst sie das sehr direkt an und trifft den nagel auf den Kopf. Fehlende Selbstreflexion und Verleugnung von Tatsachen führt da zu einer gewissen Ablehungshaltung in diesem durchaus toxischen Zirkel.

3. Captain Marvel ist ein völlig anderes Thema, und diese Büchse der Pandorra hast du nun geöffnet: Die Figur im Film ist keinesfalls überheblich oder woke oder whatever, ganz im gegenteil, die Chemie zwischen ihr und Fury ist völlig ok, der Oberbösewicht mit Annette Benning auch eine Frau, und auch wenn der Film nur mäßig gut ist, hat er doch einen für MCU Filme durchaus passablen Twist. Der Film wurde schon im Vorfeld von so manchen Leuten (s.o.) abgelehnt, weil sie in den Comics nunmal mittlerweile als eine sehr starke Frau dargestellt wird und dazu auch noch einen starken Charakter hat, der nicht nur dazu da ist, irgendwelche Männer anzuhimmeln (siehe auch oben!). Dieser Weg, den diese Figur gegangen ist, ist allerdings nicht von gestern auf morgen gekommen sondern hat Jahrzehnte der Demütigung hinter sich, wo die gute Carol Danvers mal schön von irgendwelchen männlichen Comic-Autoren in eine Ecke geschrieben wurde, wo sie vergewaltigt, geschwängert, eine Hirnwäsche bekam, es für Liebe hielt, und dann auch noch von allen Avengers dafür beglückwünscht wurde. Übrigens war es dann Jahre später ein Mann, der diese problematik sah, eine eigene Geschichte dafür schrieb, wie sich Carol Danvers von ihren Freunden (die sich auch familie schimpfte) verraten fühlte, was für Heuchler diese Leute sind, und warum sie deswegen auch kein Avenger mehr sein möchte. Diese Geschichte wird gemeinhin als ein wichtiger Wendepunkt in der Geschichte der weiblichen Comic-Superheldinnen angesehen und hat einheitlich sehr viel gute Kritik bekommen, Ab da war es immer noch ein langer Weg für Carol Danvers, aber der ist völlig legitim und gerechtfertigt. Und kein weiblicher Captain Marvel hatte es sonderlich leicht in der Männerdomäne des Marvel Verlages oder überhaupt eines Verlages in den USA zu der Zeit: Als beispielsweise der Monica Rambeau Cpt. Marvel zu erfolgreich und beliebt wurde, weil der damalige Avengers Autor großartige Arbeit leistete, wurde ihm auferlegt seitens des Chefredakteuers, dass er die Figur lächerlich machen und zerstören solle. Als er sich weigerte, wurde er gefeuert (nachweislich auch heute noch einer der beliebtesten und besten Avengers Autoren aller Zeiten!)

Wenn also eine weibliche Comic-Figur zu einer Zeit, als das Medium hauptsächlich von pubertierenden Jungs gelesen wurde, von der vorherrschenden männlichen Redakktion als Bedrohung wahrgenommen wird, wem ist dann die Schuld zu geben, der Figur, oder den Redakteuren, die gute Charakterisierung einer fiktiven recht dimensliosen Figur mit Beschneidung ihrer Potenz gleichsetzen?

Noch ein Beispiel, um bei Marvel zu bleiben: Hank Pym, ein genialer Wissenschaftler mit Minderwertigkeitskomplexen, verliert für sich gesehen den inetrnen Beliebtheitswettkampf gegen seine Ehefrau und schlägt sie. Weil er büßt, wird ihm verziehen, und sie verteidigt ihn sogar. Auch wenn letzteres tatsächlich in Fällen häuslicher Gewalt wohl nicht wirklich erfunden ist, geht davon durchaus die falsche Botschaft aus, wir erinnern uns an die Klientel (siehe auch oben)

Dünyayi Kurtaran Adam
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MB80 : : Cheddar Goblin
05.09.2022 17:16 Uhr | Editiert am 05.09.2022 - 17:17 Uhr
1
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 2.465 | Reviews: 41 | Hüte: 225

meisterlampe1989:

"Trotzdem ändert sich nichts daran: Menschen wie MB80 verkürzen mit solchen Aussagen das Problem und machen eine ernste Diskussion unmöglich, weil die Gegenseite immer erst einmal gegen Anschuldigungan anstatt zur Sache Stellung beziehen muss."

Nee, Menschen wie MB80 sind einfach nur genervt inzwischen und haben keinen Bock mehr auf die Diskussion... Ich würde mir übrigens verkneifen von verkürzten Argumenten zu reden, wenn die eigenen Argumente nur aus Projektionen und wenig aus Fakten bestehen.

Die Diskussion ist übrigen auch ein gutes Beispiel warum ich da nicht mehr einsteige eigentlich, wenig Fakten , viel Projektionen, viel "Agenda xy kann man ja nicht absprechen", und dann bei Gegenargumenten ab in die Opferrolle. Hast du die Kommentare von Silencio eigentlich gelesen?!

Auch so typisch, da sagt z.B. 8Balls ganz präzise und nüchtern, warum etwas rassistisch argumentiert ist, ich dann schreib noch extra drunter, dass es mir um die Argumentation als solche geht, und schon gehts wieder los "oh ich werde als Rassist bezeichnet...". Statt mal ne Sekunde drüber zu reflektieren. Kann man sich echt nicht ausdenken.

Bottom line: ich bin schwerst genervt, und ich glaube da bin ich nicht alleine.

“...and the stronger the fear of boredom, the louder the music."

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Silencio : : Moviejones-Fan
05.09.2022 17:13 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 2.144 | Reviews: 52 | Hüte: 243

meisterlampe:

"Warum bekommt Captain Marvel einen Shitstorm, aber Emiliy Blunt in "Edge of Tomorrow" nicht?

Falsche Äquivalenz: die eine ist eine Hauptfigur, die andere eine Nebenrolle.

"Warum bekommt She-Hulk einen Shitstorm, aber Furiosa in "Mad Max: Fury Road" nicht

Den hat es tatsächlich gegeben. Der war nur nicht so groß, wie bei einem beliebigen Marvel-Film, weil "Fury Road" nicht annähernd den popkulturellen Stellenwert hat: rein vom Einspielergebnis kann man den halb für einen Flop halten. Trotzdem gab es genug Leute, die sich darüber aufgeregt haben, dass die Frauen hier Max Story gekapert hätten.

"Es geht darum, dass ein zu starker Fokus auf die Message tatsächlich zu qualitativ schlechteren Filmen führt"

"Fury Road" hat eine recht prominente Szene, in der dessen nicht besonders subtile Botschaft auf die Wände geschrieben steht. Wenn ein Tentpole der letzten Jahre seine Message vor sich hergekarrt hat, dann der.

"I am not fucking around here, I believe a well-rounded film lover oughta have something to say about Jean-Luc Godard and Jean-Claude Van Damme."

-Vern

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MD02GEIST : : Godzilla Fan #1
05.09.2022 17:11 Uhr
0
Dabei seit: 01.01.13 | Posts: 2.433 | Reviews: 26 | Hüte: 199

Eigentlich wollte ich mich gar nicht zu der Diskussion um die Herr der Ringe Streaming Serie hier bei MJ äußern.

Einfach, weil ich mich für die fiktionale Welt Tolkiens nicht interessiere. Auch wenn ich mich ein wenig damit beschäftigt habe, Interesse und Passion dazu, kamen mir nicht.

Ich habe die Diskussion hier komplett verfolgt. Und ich möchte nur folgendes sagen:

Das ich, als Teil dieser Community, der sich aus Desinteresse nicht beteiligt hat, sich beleidigen lassen muss: das ist entschieden zu viel.

Klar, ich verlasse MJ dafür nicht. Aber dieser Mensch, unter seinem Nickname Winter hat es nicht geschafft sich vernünftig zu verhalten.

Welche Konsequenzen Ihr = @ Moviejones da tätigen werdet, ist eure Entscheidung. Nur hoffe ich, dass ihr vielleicht eine strengere Überwachung solcher Menschen veranstalten könnt, dass wäre eine zumindest eine Möglichkeit mit der ich mich zufrieden stellen kann.

Eine Anzeige stelle ich nicht, weil das mir zu viel Stress bedeutet. Sprich ich habe keine Zeit dazu mich rechtlich damit zu befassen. Ferner ist ja sein Name wie Adresse nicht bekannt.

Eine Entschuldigung von ihm wird es nicht geben. Das ist klar.

Vielen Dank, dass Ihr des Problems annehmt.

Monsters are born too tall, too strong, too heavy—that is their tragedy - Ishiro Honda
MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
05.09.2022 17:10 Uhr | Editiert am 05.09.2022 - 17:12 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 5.507 | Reviews: 63 | Hüte: 474

@ meisterlampe1989

"Nun. Ich bin mit der naiven Vorstellung in ein Forum gegangen, dass es tatsächlich zum diskutieren da ist und nicht nur um kurze Statements abzugeben um Selbstbestätigung zu suchen. Ursprünglich waren Foren nämlich mal dazu da mit Argumenten zur Meinungsbildung beizutragen... ich weiß, kaum vorstellbar.

Dass man für ein Thema brennt und leidenschaftlich ist, wird einem heute anscheinend auch schon zur Charakterschwäche ausgelegt... traurige Zeiten."

Diskutieren ist immer gut, und ebenso leidenschaftlich hinter etwas zu stehen. Aber wenn eine Diskussion zu nichts führt, wozu dann diskutieren? Die Diskussionen hättest du mit den Produzenten führen sollen, bevor die Serie produziert wurde.

Um den heißen Brei herumzureden, bis er kalt ist, bringt auch nicht wirklich etwas. Diskussionen, bei denen zwei Parteien eine feste Meinung haben, sind sinnlos. Ich nenne sowas eine Negativ-Diskussion. Ganz anders sind Positiv-Diskussionen, bei denen auch am Ende etwas bei herumkommt.

"Antwort: Die einen definieren sich über ihre Identität und dass Nebencharaktere immer wieder sagen wie toll sie sind, die anderen über Taten und Leistungen. Die einen strahlen, weil man ihre männlichen Counterparts zu Idioten macht, die anderen bilden mit ihren Counterparts Teams, in denen jeder seine Stärken und Schwächen hat."

Hier muss ich aber auch noch mal meinen Senf dazu geben, auch wenn das hier nicht hingehört:

Carol Danvers / Captain Marvel definiert sich deiner Meinung nach über ihre Identität als Frau und darüber, dass Nebencharaktere ständig sagen, wie toll sie ist? Und natürlich sind alle Männer im Film dumm.

Hast du den Film überhaupt gesehen? Der Film ist in keinster Weise "woke" im negativen Sinne und im ganzen Film wird nicht einmal das Thema "Frau" oder "Feminismus" in den Mund genommen oder offen zur Schau gestellt. Vom berühmten Holzhammer keine Spur. Hier ist kein zu starker Fokus auf die Message. Im Grund gibt es hier nicht einmal eine Message. Und auch das Teamworking zwischen Carol Danvers und Nick Fury funktioniert wunderbar ohne Zweideutigkeiten. Du verwechselst den Hate gegen den Film mit dem Hate gegen die Schauspielerin, denn die hat im Vorfeld irgendsowas feministisches geäußert. Der Film jedoch tut nichts dergleichen. Ganz im Gegenteil, Carol Danvers ist im Film auch nicht einmal frei von Schwächen und sie macht auch Fehler.

Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.

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