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Doctor Strange

Strange ist Strange!

Doctor Strange Kritik

0 Kommentar(e) - 30.10.2016 von uzuchino
Hierbei handelt es sich um eine User-Kritik von uzuchino.
Filmkritik

Doctor Strange Bewertung: 4/5

Spoiler Warnung!

Story

Dr. Stephen Strange, Neuro-Chirurg mit einem ausgeprägtem Ego, welcher lernt, das er nicht alles über sich und die Welt weiss. Bis er einen schweren Auto Unfall erleidet.

Seinen Beruf nicht mehr nachgehen könnend, versucht er jeden Weg auszuprobieren das Unmögliche möglich zu machen, seine bisherige Welt aufzugeben und in eine neue einzutauchen.

Erzählung/Charaktere

Die Geschichte wird anfangs an die Zügel genommen und gemächlich erzählt, um den Titel gebenden Hauptcharakter Dr. Strange, in all seinen Facetten zu beleuchten. Schnell wird einem hierbei klar, das dieser ein beinah eben so großes Ego wie Mr. Tony Stark besitzt. Sollte es jemals zu einem Aufeinander Treffen dieser beiden Größen kommen, dürfte es zu einem unterhaltsamen Wortgefecht führen. Zeitgleich mit Dr. Strange wird Christine Palmer in die Handlung integriert. Sie fungiert als Loveinterest für Dr. Strange und ist essentiell für die Handlung. Somit werden im ersten drittel zwei der wichtigsten Charaktere eingeführt und ausführlich erleuchtet, was für mich ein großer Plus-Punkt ist.

Im zweiten drittel nimmt die Handlung an Fahrt auf. Es werden die Charaktere Mordo, die Älteste und Wong integriert, welche dazu dienen Strange Wirklichkeit der Welt zu erweitern. Dies passiert zügig, unterhaltsam und nimmt beinahe das gesamte zweite drittel in Anspruch. Während die oben genannten Charaktere eingeführt werden, entwickelt sich der Charakter von Dr. Strange weiter, was man auch sehr gut nach vollziehen kann.

Im letzten drittel, gleich zu Beginn, trifft Dr. Strange zum ersten Mal auf Kaecilius. Er ist der Antagonist dieses Films und will die Welt, mit Hilfe des Monsters Dormammu, retten. Dies klingt zunächst seltsam, ist aber so. Aber retten und nicht retten sind Ansichtssachen. Wie in vielen Marvel Produktionen verkommen die Gegner oder kommen allgemein zu kurz. Dies ist leider auch hier der Fall. Ebenso fällt es mir auch schwer Mordos Werdegang sinnvoll nachzuvollziehen, da er meiner Meinung nach einfach zu kurz kam. Aber ein zweiter Teil könnte da natürlich Abhilfe schaffen. - 4 Hüte

Darsteller

Benedict Cumberbatch - Erstklassige Wahl für Dr. Strange. Bei Ihm gibt es nichts auszusetzen.

Rachel McAdams - Eine meiner Lieblingsdarstellerinnen, welche in diesem Film nichts falsch gemacht hat.

Mads Mikkelsen - Als Antagonist kam er viel zu kurz, konnte aber dennoch als gebrochener Mann überzeugen.

Tilda Swinton - Die Älteste, die gar nicht so alt ist. Ich gebe zu, es dürfte schwierig sein eine tausend Jahre alte, weise Person zu spielen, aber meiner Meinung nach haben andere das schon schlechter hinbekommen. Eine respektable Leistung.

Chiwetel Ejiofor - So wie seine Charakterentwicklung für mich nicht ganz Schlüßig verlief, hat er dies auch nicht ganz überzeugend hinbekommen. Für mich die schlechteste Darstellung im Film.

Benedict Wong - Ein mürrischer Bibliothekar. Außer, er ist nur für sich. Gute Leistung.

- 4,5 Hüte

Effekte

Die VFX waren gewohnt gut von Marvel, jedoch gab es vereinzelt Szenen, bei denen das CGI zu künstlich wirkte, was glücklicher weise nicht allzu viele Szenen betraf.

Das 3D wurde dieses mal sinnvoll genutzt und sieht auch ansprechend aus. - 3,5 Hüte

Unterhaltungswert

Der Score ist dieses Mal etwas eigen, aber nur etwas. es ist zum Großteil noch immer das bekannte Marvel rauszuhören. Bitte mehr Mut für neues.

Das Drehbuch setzt auf alt bekanntes. Gags die im richtigen Moment zünden. Ausgeprägte titelgebende Hauptcharaktere. Antagonisten, welche wie Pulver verschossen werden ohne sie vollends zu nutzen.

Der Film weis was er will. Er will uns die Surreale Welt zeigen und tut dies kontinuierlich bis man sich beim großen Boss-Fight fragt, ob man nun einen Film guckt oder auf einem LSD-Trip ist. Und das funktioniert hervorragend.

Der Film bietet reichlich Handlung, auch wenn es etwas mehr sein könnte, die Möglichkeit zu Expandieren und wie man zum Ende gesehen hat, das Potential im Marvel Universe mitzuspielen. Schräges passt halt zu schrägem. - 3,5 Hüte

Fazit

Wenn die Unmöglichkeit auf die Möglichkeit trifft, dann wird es Strange. Und ... Strange ist Strange! Ein fabelhafter Unterhaltungsfilm mit relativ geringen Mängeln, welche bei Marvel alt bekannt sind, im Moment jedoch keine Besserung in Sicht ist.

Ich wünsche mir noch immer Antagonisten die die so verkümmern und verschossen werden wie es aktuell der Fall ist. Da hatte Sony damals mit dem grünen Kobold, Doktor Oktopus und auch mit Elektro ein gutes Händchen.

Filmen leben von Ihren Pro- und Antagonisten. Marvel-Filme leben von Ihren Protagonisten und deren Witzen.



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Doctor Strange Bewertung
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810
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