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Solo - A Star Wars Story

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Nett ist nicht gut genug

Solo - A Star Wars Story Kritik

Solo - A Star Wars Story Kritik
26 Kommentare - 18.05.2018 von Moviejones
Wir haben uns "Solo - A Star Wars Story" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Solo - A Star Wars Story

Bewertung: 3 / 5

Als Film ganz gut, für Star Wars zu wenig. Solo - A Star Wars Story merkt man seine bewegte Vergangenheit nicht wirklich an, aber weder brauchte die Welt diesen Film, noch verlangte sie danach. Man kann ihn sich ansehen, für sich genommen ist er viel besser als Star Wars - Die letzten Jedi und vieles ist wirklich gelungen. Aber für einen Film mit Star Wars im Titel ist es nicht ausreichend, wenn die Marke auch in Zukunft Bedeutung haben will. Disney hat es in nur 3,5 Jahren geschafft, aus einer über Jahrzehnte gewachsenen Marke zwar streckenweise unterhaltsame Filme herauszupressen, aber diese um alles Geld der Welt auszubeuten.

Solo - A Star Wars Story Kritik

Han Solo (Alden Ehrenreich), der berühmte Schmuggler, hat auch irgendwann mal klein angefangen und seine Geschichte beginnt auf dem Planeten Corellia, wo er zusammen mit seiner Freundin Qi´ra (Emilia Clarke) alles dafür tut, um frei zu sein. Doch ihre gemeinsame Flucht scheitert, Han und Qi´ra werden getrennt und in den folgenden Jahren setzt Han alles daran, seine große Liebe zu retten. Nur hat das Schicksal andere Pläne für das Paar und als Han auf den Ganoven Beckett (Woody Harrelson) trifft, nimmt sein Leben eine Wendung, welches sein Schicksal maßgeblich beeinflussen wird...

Trailer zu Solo - A Star Wars Story

Disney hat es tatsächlich geschafft, nach all den Querelen im Vorfeld, einen Film über den jungen Han Solo zu produzieren und es ist erstaunlich, dass die Probleme hinter den Kulissen erst einmal nicht ersichtlich sind. Regisseur Ron Howard hat einen sehr ungewöhnlichen Star Wars-Film produziert, der weitgehend ohne die klassischen Motive auskommt und sich hauptsächlich um Gangster, Schurken und den Abschaum der Galaxis dreht. Dabei gelingt Alden Ehrenreich durchaus eine gelungene Performance als Han und auch Donald Glover überzeugt - vielleicht sogar noch mehr - als Lando Calrissian. Wir erfahren auf witzige Weise, wie Han auf Chewie traf, wie er zu seinem Nachnamen kam, den Rasenden Falken in Besitz nahm und dazu noch, wie so manches andere Markenzeichen ihm zu eigen wurde.

Soweit betrachtet ist Solo - A Star Wars Story eigentlich ein gelungener Streifen, der sich zwar viel zu oft in Actionszenen verliert, die den Film streckenweise mangels dramatischer Story zäh machen, aber dennoch den Zuschauer bei der Stange halten. Wäre es nur ein "gewöhnlicher" Film, könnte man als Zuschauer zufrieden und glücklich aus dem Kino gehen, denn hier wird vielleicht nicht ganz großes, aber doch unterhaltsames Kino geboten. Problematisch ist jedoch, dass dies eben ein Star Wars-Film ist und dieser sich um die frühen Jahre eines der beliebtesten Filmhelden aller Zeiten dreht - und hier hakt es.

Solo - A Star Wars Story ist ein Film, den keiner wirklich brauchte wollte. Disney hat ihn trotzdem gemacht und geht damit nicht nur ein großes Risiko ein, sondern macht bei genauerer Betrachtung sehr viel kaputt. Je nach Herangehensweise sind die einzelnen Faktoren nicht so dramatisch, in Summation jedoch ergibt sich ein anderes Bild. Wer sich nur berieseln lassen will, große und kleine Monster sucht, ein paar Actionszenen möchte, der wird erst einmal keine großen Einwände haben. Die Story könnte etwas spannender sein, aber darüber hinaus, bietet Solo - A Star Wars Story perfektes Fastfood im Kinoformat. Star Wars muss nicht immer das große Epos sein, es kann auch aus kleinen Geschichten bestehen, abseits der großen Episoden. Die Bücher, Spiele und auch die Trickfilmserien haben dies eindrucksvoll bewiesen. Doch Disney lässt nicht zu, dass Solo - A Star Wars Story solch ein Film wird. Er wird überladen mit Referenzen, die einzig und allein für den Zuschauer da sind, um spätere, bereits bekannte Entwicklungen anzudeuten, die aber für die hiesige Handlung und die zu dem Zeitpunkt existierenden Figuren wenig Bedeutung haben. Mit Gewalt versucht man, den Film in das Star Wars-Universum zu prügeln. Dabei ist es egal, ob das, was gezeigt wird, im Gesamtkontext Sinn ergibt und so wird mit jedem neuen Film das bereits extrem wackelige Gebilde weiter um Glaubwürdigkeit beraubt.

Beispiel gefällig? Fragen wir uns doch mal, wo dieser Film zeitlich hingehört. Wir erleben einen Han, der mit Anfang 20 sein Glück versucht. In Solo - A Star Wars Story soll vor allem der charakterliche Grundstein für den Mann gelegt werden, der wenige Jahre später auf Luke und Obi Wan trifft. Dieser hier dargestellte Han ist jung, verliebt und lässt zwar immer den harten Kerl raushängen, aber ist im Inneren butterweich und bereits jetzt der Gute. Die dargestellte Charakterisierung passt in diesem Film, aber schafft es nicht, glaubhaft zu vermitteln, dass Han nun so eine Kehrtwende macht, um nur wenige Jahre später jener berühmte Schmuggler zu sein, der zwar das Herz am rechten Platz hat, aber eigentlich jeden übers Ohr haut. Die verbleibenden Jahre reichen nicht aus, und das würde nur funktionieren, wenn man Disneys Andeutungen Glauben schenkt, der Film spiele 11-14 Jahre vor Star Wars: Episode IV - Eine neue Hoffnung - nur dafür passt einfach nicht der Anfang.

Genau solche Ungereimtheiten sind es, die Star Wars im Laufe der Jahre immer mehr beschädigt haben. Vielen Zuschauern mag dies egal sein und seit den Prequels ist man es gewöhnt, sich Dinge zurechtbiegen zu müssen, aber inzwischen nehmen diese Nicklichkeiten Überhand. Star Wars wirkt zunehmend wie Stückwerk, welches auf jegliche Logik pfeift, Hauptsache, ein wenig Fanservice wird geboten. Dabei ist es erschreckend, dass Star-Lord im MCU zwar nur eine überdrehte Kopie von Han Solo ist, jedoch einen deutlich glaubwürdigeren jungen Han darstellt... Im Kontrast dazu Lando, der perfekt getroffen wurde, doch während Han der unerfahrene Jungspund mit Talent ist, ist der nur unwesentlich ältere Lando bereits mit allen Wassern gewaschen, dem ein Ruf vorauseilt.

Sollen wir noch was zu den Trickeffekten sagen? Die sind in Ordnung, sieht wirklich gut aus, wie jeder andere Film da draußen. Sieht schon nach Star Wars aus, die Explosionen wie bei den Avengers, das Weltall wie bei Star Trek. Die Optik stimmt, der Art-Style auch und doch bewegt es nicht, denn hier liegt wieder ein Problem: Es sieht aus wie alles andere. Es gab mal eine Zeit, da hat Star Wars die Messlatte höhergelegt, inzwischen scheint es so, als würde gut ausreichen. Warum die Messlatte überhaupt erreichen wollen oder gar überflügeln, wenn die Zuschauer zufrieden sind?

Star Wars wird belanglos, entmystifiziert wo es nur geht. Da Disney sich nicht traut, die Pfade und vertraute Ära endlich zu verlassen, wird das eigentlich gigantische SW-Universum immer kleiner. Damit dies nicht auffällt, wird man mit Actionszenen und gegen Ende Twists überschüttet. Diese erzeugen aber keinen Wow!-Moment, sondern sorgen eher dafür, dass sich der Zuschauer am Kopf kratzt. Da werden Szenen aufgebaut, die nur dafür da sind, eine Referenz zu den Episoden herzustellen, aber jedwede Sinnhaftigkeit wird wenige Minuten später nur für eine unnötige Wendung geopfert.

Und dann ist dieser eine Moment, dieser eine Cameo und da fragt man sich wirklich, musste das sein Disney? Ja, ihr wollt Star Wars noch viele Jahre ausschlachten, aber das ist einfach zu viel. Wo wollt ihr mit diesem Twist hin?! Die bereits angedeuteten Fortsetzungen von Solo - A Star Wars Story oder gar der viel diskutierte Obi Wan-Kinofilm? Beides eine dumme Idee, genau wie die aufgesetzte Lovestory, die extrem simple Handlung und wie insgesamt der ganze Film.

Wir haben in der Redaktion unterschiedliche Meinungen zwischen 5 bis 7 Hüten. Deswegen vergeben wir 6 Hüte als Mittel. Wie gesagt, der Film macht Spaß, ist rasant - und je weniger man versucht, ihn in den Star Wars-Kosmos zu pressen, desto zufriedener wird man am Ende wahrscheinlich sein.

Solo - A Star Wars Story Bewertung
Bewertung des Films
610
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26 Kommentare
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luhp92 : : BOTman Begins
10.06.2018 22:26 Uhr | Editiert am 10.06.2018 - 22:30 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 9.881 | Reviews: 127 | Hüte: 310

"Und dann ist dieser eine Moment, dieser eine Cameo und da fragt man sich wirklich, musste das sein Disney? Ja, ihr wollt Star Wars noch viele Jahre ausschlachten, aber das ist einfach zu viel. Wo wollt ihr mit diesem Twist hin?!"

Was mich am Cameoauftritt während des Schauens am meisten störte, war die Tatsache, dass er für mich überhaupt nicht in den Film passte und nur einen billigen Fanservice darstellte, um die PT-Fans zurück ins Boot zu holen. Danach dachte ich "Moment, das ergibt doch überhaupt keinen Sinn, der ist doch in Episode I gestorben!" Nachdem ich mich näher informierte, war ich frustiert, dass ich als Nicht-Kenner der Serien und des EUs außen vor gelassen werde, aber dann fiel mir ein, dass ich mich darüber eigentlich nicht beschweren darf, schließlich bin ich auch der Ansicht, dass man sich "Serenity" nicht ohne "Firefly" ansehen sollte.

Nach 1-2 Nächten drüber Schlafen kann ich gut mit dem Cameoauftritt leben, letztendlich ist es auch nur ein weiterer Ausblick in die Zukunft wie jener bezüglich Tatooine und Jabba the Hutt . Ansonsten benötigten die Macher eben noch eine Begründung dafür, warum Emilia Clarkes Qi`ra nicht in der OT auftritt, die wurde mit dem Cameo gegeben. Das hätte man natürlich besser lösen können, aber es passt meiner Ansicht nach.

Ein "Solo 2" ist für mich also ein Kann, aber kein Muss. Jetzt nach den nicht erfüllten Erwartungen oder gar Flop am Box Office rechne ich ohnehin nicht mehr damit.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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TheUnivitedGast : : Moviejones-Fan
28.05.2018 21:00 Uhr
0
Dabei seit: 27.04.12 | Posts: 343 | Reviews: 0 | Hüte: 5

Hm eigentlich ist er gut und macht viel richtig. Hauptdarsteller ist ok ABER mich nerven ein paar Dinge SPOILER...

Dieser Roboter nervt total und viel zu menschlich ich sag nur Lando. Auch unnötig dieses Monster.. nur doof. Und dann am Schluss wird dann noch ein eigentlich cooler Gegenspieler Charakter enteiert weil die Figur ein junges Mädchen ist .. was soll das? Das Past einfach gar nicht.. meine Kinder, Mega Star Wars Fans, waren so was von sauer...

Also 3 Sterne wie der letzte Jedi.

MJ-Pat
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sublim77 : : Rattle Head
28.05.2018 05:56 Uhr
0
Dabei seit: 18.12.15 | Posts: 3.015 | Reviews: 23 | Hüte: 210

@DerMo:

Nur mal so nebenbei, der Überraschungsauftritt am Ende ist alles andere als ein Fehler im Kanon. Wenn man die Serien The Clone Wars und Star Wars Rebels gesehen hat, dann weiss man was Masse istwink

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

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DerMo : : Moviejones-Fan
27.05.2018 23:08 Uhr | Editiert am 27.05.2018 - 23:17 Uhr
0
Dabei seit: 14.04.10 | Posts: 25 | Reviews: 1 | Hüte: 0

Ich komme gerade aus dem Kino und meine Begeisterung ist unbeschreiblich.
Nach Episode 8 habe ich mir gesagt, sehe ich nochmal so einen lahmen, schlechten und vorhersehbaren Star Wars Film werde ich für dieses Francise nicht mehr die Kinokassen klingeln lassen. Sicher wusste man in Bezug auf Han was einem insgesamt an Story erwartet. Aber wie eben diese Dinge geschehen und ablaufen wurden super in Scene gesetzt, der Film nimmt einem von Anfang an mit, ist nie langweilig, und überrascht positiv. Und sich mit den ersten 3 Fimen, die eben eine Geschichte erzählten die es bis dato nie gegeben hatte, zu messen, ist absolut unnötig. Es ist immer schwer an einen anderen seit Jahrzehnten gelieten schauspieler heranzukommen, Harrison Ford und Han Solo ist in den Köpfen und unantastbar. Es war sehr Mutig diesen schritt zu gehen weil eben viel Gegenwind vorprogrammiert war, aber es ist gelungen. Wir Menschen vergleichen viel zu sehr als eben nur den Moment zu genießen, brauchen wir Mission Impossibel 6, ein Fast and the Furios 9, alles hat man irgendwie schon gesehen oder wiederholt sich. Ich als nicht mal richtiger Starwars Fan bin begeistert von der frischen art des Films. Und ich finde man hat eben nicht versucht wie die anderen Filme zu sein, sondern einen eigenen Weg einzuschlagen, was auch gelungen ist obwohl es schwer war da ja das ziel schon vorgegeben war. Ich hoffe Solo wird fortgesetzt, den nun ist der Spielraum der Figur erst richtig groß geworden. Für mich gibt es volle 10 Hüte, auch wenn die Scene mit dem (Spoiler) wiederbelebten Charakter XY verwirrend war...aber logikfehler hatte bisher jeder Film! UND, Star Wars ist FICTION UND FANTASY..da muss nicht alles logisch sein!

Und zum Schluss, bevor ich etwas zerreisse überlege ich mir persönlich immer...hätte ich selbst es besser hinbekommen...??

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wiesi200 : : Moviejones-Fan
27.05.2018 20:05 Uhr
0
Dabei seit: 04.04.11 | Posts: 64 | Reviews: 0 | Hüte: 0

also ich hab mit der neuen Trilogie eigentlich mit Star Wars abgeschlossen. 7-8 waren grottenschlecht und 9 werd ich mir gewiss nicht mehr ansehen. Aus meiner sich ist das ne frechheit was da abgeliefert wird.

Die einzigen Lichtbliche sind die Spinoffs.
Rouge One fühlt sich einfach nach Star Wars an und SOLO meiner meinung nach auch.
Klar es ist nicht das Epos das die original Trilogie einst war, aber muss es das denn sein?
Es ist eine gut umgesetzte Randgeschichte die vernünftig, gewisse Aspekte in einem großen Universum beleuchtet. Und sie hat mich unterhalten.

Und die Messlate an Trickeffekten muss auch nicht unbedingt höher gelegt werden.

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ColdSeavers : : Moviejones-Fan
27.05.2018 12:18 Uhr
0
Dabei seit: 17.01.18 | Posts: 1 | Reviews: 0 | Hüte: 0

Habe den Film Vorurteilsfrei mir angesehen.

Toll ist Lando, die Geschichte um Han und Chewie sowie die Geschichte um den Kesselflug und den Falken.Nur leider sind die Logiklöcher riesig. Das Ende samt Spoiler Auftritt von Charakter X übelst..und man geht mit einem Fragezeichen aus dem Kino wenn man nicht das Universum samt der Rebelsserie verfolgt.

Für mich der schwächste Teil. Sogar teilweise hinter einer Schwächen Rebelsfolge.

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TiiN : : Pirat
24.05.2018 16:20 Uhr | Editiert am 24.05.2018 - 16:21 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 3.682 | Reviews: 89 | Hüte: 123

Ich habe mir den Film auch gestern angeschaut und eine spoilerfreie Kritik hier veröffentlicht.

Meine Meinung trifft inetwa die der MJ Kritik, letztendlich wird Han Solo, wenn auch gut dargestellt, als Mittel zum Zweck missbraucht wenn man es etwas überspitzt formulieren möchte.

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Cairbre : : Moviejones-Fan
24.05.2018 07:15 Uhr
0
Dabei seit: 23.11.11 | Posts: 108 | Reviews: 0 | Hüte: 1

Mich hat Solo äußerst positiv überrascht ich finde es ist ein richtig guter, witziger, spannender, oft sogar überaschender und insgesamt äußerst unterhaltsamer Film im Star Wars Universum der tatsächlich Lust macht auf eine Fortsetzung.

Also ungefähr genau das Gegenteil von Last Jedi. Nachdem ich auch Rouge One genial fand bleibe ich wohl eher bei den Star Wars Storys und ignoriere einfach die neue Trilogie um die erste Ordnung & Co smile

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BeTa : : Moviejones-Fan
24.05.2018 00:23 Uhr
0
Dabei seit: 11.02.15 | Posts: 287 | Reviews: 0 | Hüte: 8

Ich will Solo 2! Der Film hat mich echt überrascht.

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Silencio : : Moviejones-Fan
20.05.2018 16:23 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 611 | Reviews: 39 | Hüte: 52

@Tim:

"Was ich mit meiner Aussage betonen wollte, ist, dass der Begriff nicht leichtfertig verwendet werden sollte, denn dann wird daraus auch ganz schnell ein Totschlagargument."

Warum wird denn daraus ein Totschlagargument? Nur weil etwas Kunst ist, ist es nicht automatisch gut. Als alter Demokrat finde ich ja persönlich, dass man den Kunstbegriff möglichst weit fassen sollte, damit auch viel von der Kunstfreiheit geschützt ist - gerade als Freund abseitigerer Filme, die in Deutschland gerne mal indiziert/beschlagnahmt werden, ist mir das ein Anliegen...

"Letztlich ist alles was ich kreativ schaffe irgendwie Kunst. Andererseits, ist es auch Kunst wenn ich mich bei unzähligen anderen Werken visuell und inhaltlich bediene immer noch Kunst? Gerade SW ist ja in vielen Bereichen vorn dabei, wenn es um inspirierte Elemente fremder Werke geht. "

Natürlich ist das Kunst, alles andere zu behaupten wäre ja auch lebensfern. Welcher Künstler hat seine Kunst jemals im Vakuum entstehen lassen, ohne äußere Einflüsse? Manche Künstler sind origineller, andere weniger, das liegt in der Natur der Sache. Die Jungs vom Cahier du Cinema haben in den 50ern durchaus gedacht, dass gerade das Zitat auf eine künstlerische Intention hinweist. Nicht nur, dass ich der gleichen Meinung bin, ich würde auch nicht auf die Idee kommen, mir einzureden, ich wüsste mehr als Bazin, Truffaut und Godard...

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Tim : : King of Pandora
20.05.2018 15:07 Uhr | Editiert am 20.05.2018 - 15:09 Uhr
0
Dabei seit: 06.10.08 | Posts: 2.778 | Reviews: 192 | Hüte: 65

@TiiN
Ich hätte übrigens auch lieber Lucas erlebt, wie er Epi VII-IX macht oder ganz andere Geschichten erzählt. Dieses lucassche Element, fehlt den aktuellen Filmen einfach. Nur ob es wirklich ein großes Konzept gab für neun Teile, keiner weiß es. Dazu gibt es auch viel zu viele Geschichten und Mythen. Ich glaube jedenfalls nicht, dass Lucas bei Episode IV bereits so etwas besessen hat, vielleicht im Geiste paar Ideen, falls es erfolgreich wird. Dafür wurde auch SW später von zu vielen anderen Personen und Leuten zusätzlich geprägt, was dann am Ende das was wir kennen als Basis bildet.

@Silencio
Kunst muss vieles sein, aber sicher nicht altruistisch. Was ich mit meiner Aussage betonen wollte, ist, dass der Begriff nicht leichtfertig verwendet werden sollte, denn dann wird daraus auch ganz schnell ein Totschlagargument. Kunst ist ja bekanntlich immer eine Betrachtungsfrage und sollte idealerweise auch nie Selbstzweck sein. Letztlich ist alles was ich kreativ schaffe irgendwie Kunst. Andererseits, ist es auch Kunst wenn ich mich bei unzähligen anderen Werken visuell und inhaltlich bediene immer noch Kunst? Gerade SW ist ja in vielen Bereichen vorn dabei, wenn es um inspirierte Elemente fremder Werke geht. Aber das führt hier denke ich auch viel zu weit und ist auch gar nicht Thema der Diskussion bzw. führt von dem Weg, worum es hier gerade geht.

MJ-Pat
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sublim77 : : Rattle Head
20.05.2018 10:16 Uhr
0
Dabei seit: 18.12.15 | Posts: 3.015 | Reviews: 23 | Hüte: 210

Man möge es mir verzeihen, aber auch wenn ich diese Kritik und die daraus folgende Diskussion durchaus nachvollziehen kann, freue ich mich weiterhin auf diesen Film. Die letzten Star Wars Filme waren eine harte Probe für mich (Rogue One mal ausgenommen, denn der hat mir durchaus gefallen). Wer mich kennt, der weiß um meine Argumentation, wo meine unzähligen Probleme mit der neuen Trilogie liegen. Umso mehr freue ich mich, dass nun ein Film über meine absolute Lieblingsfigur, nicht nur bei Star Wars, sondern auch generell, erscheint (habe bei der Umfrage nach dem coolsten Typen für Han Solo und nicht für Deadpool gestimmt^^). Ob ich dann enttäuscht oder begeistet aus dem Kino gekommen bin, lasse ich euch natürlich wissen...

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

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TiiN : : Pirat
19.05.2018 18:26 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 3.682 | Reviews: 89 | Hüte: 123

Ich habe mit meiner Aussage absolut nicht bestritten, dass mit Star Wars viel Geld gemacht wurde. George Lucas war nicht nur in den 70ern ein toller Regisseur und ist auch heute noch ein toller Geschichtenerzähler, nein, er ist zweifellos auch ein sehr guter Geschäftsmann und das er mit Star Wars viel Geld gemacht hat, war über weite Strecken sehr clever von ihm und sicher kein Zufall.
Aber Star Wars war nie für ihn der Zweck, Geld ohne Ende zu betreiben. Er wollte Geschichten erzählen und das tat er. Wäre es ihm nur um das Geld gegangen, hätte er noch in den 80ern oder frühen 90ern weitere Star Wars Filme rausgeworfen.
Lucas hatte diese 9 bzw. 6 Episoden umfassende Geschichte im Kopf und hat sie umgesetzt. Manchen Teil besser, anderen etwas schlechter. Damit hat er natürlich sehr viel Geld verdient - aber primär ging es ihm darum, diese Geschichte zu erzählen.
Natürlich kann ich diese Aussage nicht zu 100 % belegen, abe wenn man sich sein Vorgehen, seine Aussagen und sein Schaffen anguckt, dann kann man sehr gut zu dieser Meinung kommen.

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Silencio : : Moviejones-Fan
19.05.2018 18:14 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 611 | Reviews: 39 | Hüte: 52

@Tim:

"Wir reden hier über die SW-Zeiten und nicht die Anfänge von Lucas."

Ja, ich auch. "Star Wars" kam immerhin als nächstes nach "American Graffiti" und Lucas plagte sich mit ähnlichen Zweifeln. Kann man ganz schön in "Easy Riders, Raging Bulls" nachlesen.

"SW ist vieles, aber mit dem Begriff Kunst wäre ich hier vorsichtig."

Warum? Weil Kunst immer was absolut altruistisches sein muss? Der Kunstbegriff, diffus wie er auch ist, ist ziemlich weit und erfasst kommerziellen Kram wie "Transformers" und abseitigeres wie "El Topo" gleichermaßen. Kunst ist keine Frage der Wertigkeit, sondern der Kategorisierung. Wie gut irgendwas ist, steht immer noch auf einem anderen Blatt.

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Tim : : King of Pandora
19.05.2018 17:49 Uhr
0
Dabei seit: 06.10.08 | Posts: 2.778 | Reviews: 192 | Hüte: 65

@Kayin
Genau da irrst du. Lucas hat auf die Gage bei Epi IV verzichtet, aber eben damals die Merchandisingrechte für sich so erstritten. Damals dachte man ja, das ist nix wert und dieses Merch-Konzept, was wir heute kennen, dafür wurde damals der Grundstein gelegt und auch der Reichtum von Lucas. Natürlich hatte Lucas eine Vision, er konnte ab einem bestimmten Punkt auch ganz anders handeln, er war sein eigener Herr. Dennoch hat er immer versucht, gutes Geld zu verdienen. Würde er einfach nur für eine Vision handeln, hätte er manche Entscheidung anders getroffen. Dann hätte man SW 1-3 auch nicht nur für knapp 100 Mio. $ gedreht, was bereits zu der Zeit nicht mehr so viel war. Dennoch versuchte er aber die damalige Tricktechnik auszureizen.

Ansonsten bin ich bei dir, es gibt einen Unterschied zu Disney und Lucas bereut den Verkauf ganz sicher. Unter seiner Ägide fühlte sich SW anders an, auch wenn nicht alles perfekt war. Mit dem Selbstläufer wäre ich aber vorsichtig, wenn Disney so weitermacht, ist SW in ein paar Jahren unbedeutender als Star Trek.

@Silencio
Wir reden hier über die SW-Zeiten und nicht die Anfänge von Lucas. Ich hab Hochachtung vor dem Mann, aber man sollte schon akzeptieren, er hat ab einem bestimmten Punkte seine Kröten beisammen gehalten und vermehren wollen. SW ist vieles, aber mit dem Begriff Kunst wäre ich hier vorsichtig.

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