Anzeige
Anzeige
Anzeige

Batman v Superman - Dawn of Justice

Kritik Details Trailer Galerie News
Ein Massaker am Film!

Batman v Superman - Dawn of Justice Kritik

Batman v Superman - Dawn of Justice Kritik
10 Kommentare - 29.03.2016 von HilbertKinolicht
In dieser Userkritik verrät euch HilbertKinolicht, wie gut "Batman v Superman - Dawn of Justice" ist.
Batman v Superman - Dawn of Justice

Bewertung: 2 / 5

Filmfakten:
Batman v Superman: Dawn of Justice ist ein Actionfilm und Comic-Realverfilmung von Regisseur Zack Snyder. Der Film versteht sich als direkte Fortsetzung von Man of Steel aus dem Jahr 2013. Für das Drehbuch zeigen sich Chris Terrio und David S. Goyer verantwortlich. Die Musik stammt von Hans Zimmer und Junkie XL. Hinter der Kamera stand Larry Fong. In den Haupt und Nebenrollen sehen wir u.a. Henri Cavill, Ben Affleck, Amy Adams, Gal Gadot, Jesse Eisenberg, Jeremy Irons, Laurence Fishburn und Diane Lane.

Trailer zu Batman v Superman - Dawn of Justice

Achtung! Spoiler vorhanden!

Kritik:
Der Film ist ein Massaker, und zwar in allen bereichen, bis auf den Cast. Das bei so einem handwerklichen Disaster auch Schauspieler nichts mehr ausrichten können ist logisch. In der ersten Hälfte, verkauft sich der Film wie ein Thriller ala Nolan, wo man noch das Gefühl hat aufpassen zu müssen um die Handlung zu verstehen. Ab der 2. Hälfte bricht dann alles weg und nichts von dem was man bereits gesehen hat ist noch relevant. Ich hatte stellenweise das Gefühl plötzlich in einem Trashfilm zu sitzen. Die Helden töten und zerstören entgegen jeder Vorlage, mit Vorsatz und ohne Rücksicht auf Verluste, alles und jeden der sich ihnen in den Weg stellt. Wenn aber irgendwo jemand vergessen hat den Herd auszumachen, ist Supermann zur Stelle und rettet kleine Mädchen aus brennenden Häusern. Der Bösewicht und im besten Fall "Möchtegern Joker" Lex Luther albert sich nervig von Szene zu Szene, erpresst sich Zugang zu Supermans altem Raumschiff und drückt dann einen Knopf den die Regierung in den 2 Jahren zuvor wohl übersehen hat. Die Menschheit ist inzwischen sauer auf das Super Alien und will das er sich vor einem Gericht verantwortet. Superman stellt sich dem Gericht und merkt nicht das dort eine Bombe vom "Möchtegern Joker" platziert wurde. Bevor auch nur ein einziger Dialog stattfindet, fliegt der Gerichtssaal zusammen mit allen Menschen in die Luft und Superman steht da und denkt sich: "Shit Happens". Einer Handlung kann man nicht mehr folgen, selbst wenn sie vorhanden wäre, da nur noch wild von Szene zu Szene und von Explosion zu Explosion geschnitten wird, während ununterbrochen verstümmelter Hans Zimmer Sound auf uns einhämmert. Hat man dann doch mal das Gefühl dem Film wieder folgen zu können, wird man auch noch von nervigen Traumsequenzen heimgesucht, die aber absolut nichts zum Film oder der Handlung beitragen. Auch Batman ist sauer auf das Superalien und versucht Kryptonit zu klauen, wobei ihm Superman aber einen Strich durch die Rechnung macht. Irgendwie hat er später aber trotzdem das Kryptonit besorgt, schmeisst seinen Bat-Scheinwerfer an, und wartet auf das Superalien. Superman hat eigentlich keinen bock sich mit der Fledermaus zu fetzen, und es macht auch keinen Sinn. Doch "Möchtegern Joker" Lex Luther hat Supermans Mama entführt und zwingt ihn zu dem Duell mit Batman. Der eigentliche Plot und Aufhänger des Films, nämlich der Zwist zwischen Batman und Superman, wird nach einem 5 minütigen Schlagabtausch beigelegt, da unsere Protagonisten bemerken das ihre Mütter beide Martha heissen! Batman verspricht Superman daraufhin seine Mama zu retten und die beiden werden umgehend dicke Freunde. Der "Möchtegern Joker" hat inzwischen aus der Leiche von Zod einen Höhlentroll aus Mittelerde gemacht, der durch Energie immer stärker wird und nur noch mit Hilfe von vereinten kräften und Kryptonit besiegt werden kann. Da kann sich dann auch die oberflächlich eingeführte Wonderwoman nicht mehr länger zurückhalten und taucht plötzlich auf um sich den beiden im Kampf gegen den Supertroll anzuschliessen. Hier geht es dann nochmal richtig zur Sache! Der Supertroll hüpft durch die Stadt wie der Hulk, legt dabei alles in Schutt und Asche, und wir bekommen noch mehr CGI, noch mehr Explosionen, noch mehr Slow Motion, und noch mehr Hans Zimmer Gehämmer! Irgendwann ist der Troll dann tot und man hat es überstanden. Dann folgen nochmal 5 Minuten Melancholische Bilder, Piano Geklimper, bedrückte Gesichter, und natürlich Anspielungen auf den nächsten Film. Dawn of Justice ist mit Abstand der teuerste Schwachsinn den ich jemals gesehen habe. Hier stimmt einfach nichts! Das Drehbuch zu diesem Film, falls es denn überhaupt existiert, ist einfach nur hahnebüschen. Es wirkt als hätte man aus diesem über zwei Stunden Film, mindestens eine Stunde rausgeschnitten. Die interessanten Figuren kommen viel zu kurz, der traumhafte Cast wird nicht ausgespielt, und es gibt auch keine Dialoge die Gewicht haben oder irgendwas vermitteln. Nur Explosionen, Melancholie, Symbolische Bilder, leere Phrasen und Musik Gedröhne sind hier zu finden. Wo ein Nolan den wuchtigen Hans Zimmer Sound noch verwendet hat um Visuelle Szenen zu unterstreichen und die Entwicklung der Figuren zu thematisieren, wird hier nur noch wahllos durch die Szenen gehämmert bis dem Zuschauer die Ohren bluten. Das Storytelling ist unterirdisch, nichts in diesem Film wird zu Ende erzählt. Alles basiert auf losen Anspielungen und das meiste bleibt schlicht reine Behauptung. Man will die Figuren eigentlich mögen, man will sich mit ihnen anfreunden, doch der Film lässt es einfach nicht zu und sabotiert sich selbst, an allen Stellen wo er wirklich groß sein könnte. Ich hätte die Szene im Gericht gerne gesehen, ich hätte gerne gehört was Superman zu den Aschuldigungen sagt, und wie die Menschen darauf reagieren. Hier hätte man die möglichkeit gehabt interessante Dialoge zu schaffen und die Figur "Superman" für den Zuschauer auch mal greifbar zu machen. Den Gerichtssaal hätte man hinterher trotzdem noch in die Luft jagen können und wahrscheinlich hätte das ganze dann auch wesentlich mehr Eindruck hinterlassen. Aber der Film weiss nicht was er will, verschenkt sein Potenzial, und widerspricht sich selbst wo er nur kann. Bei Batman wird uns erklärt wie er durch seine Maske und den Stimmenverzerrer seine Identität schützt. Aber Superman setzt einfach eine Brille auf und damit ist das Thema vom Tisch. Die Menschheit fühlt sich angeblich von Superman bedroht und schiesst auch gerne mal mit Atombomben auf ihn. Baut ihm aber ein Denkmal, und wird von Menschen umringt wie ein Messias wenn er ihre Kinder rettet. Der Film ist schrecklich inkonsequent und versucht die meiste Zeit etwas zu sein, was er nicht ist. Nämlich ein ernstzunehmder Film! Witzig ist er aber auch nicht, er ist auch nicht anspruchsvoll, und macht auch keinen Spass. Er bietet fantastische Bilder und hat natürlich Schauwerte in Sachen CGI und Technik. Aber bei einem Film mit dem Budget, und solchen Namen in den Credits, kann man nicht einfach ein Auge zudrücken und sagen: "Sieht aber ganz schick aus". Wer sich mit solchen Fast-Food Verfilmungen zufrieden gibt, sollte vieleicht wirklich mal ein Comic in die Hand nehmen und auch die Texte in den Sprechblasen lesen. Mir war klar das wir hier keinen neuen Nolan Film bekommen werden und das es nicht so heiter wie bei den Avengers zugehen wird war mir auch bewusst. Aber mit einer der schlechtesten und sinnlosesten Comic Verfilmungen die ich bisher gesehen habe, hätte ich bei diesen Credits nicht gerechnet.


Persönliches Fazit:
Aussen hui, innen pfui!

Batman v Superman - Dawn of Justice Bewertung
Bewertung des Films
410
Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie
DVD & Blu-ray

Weitere spannende Kritiken

Titane Kritik

Gender Gore durch die Linse von Cronenberg

Poster Bild
Kritik vom 23.10.2021 von MB80 - 3 Kommentare
Die junge Alexia (Agathe Rousselle, die Neuentdeckung 2021) führt ein Leben eher am sozialen Rand als in der Mitte: als Kind bei einem Autounfall schwer verletzt, läuft sie seither mit der titelgebenden Titanplatte im und einer deutlichen Narbe am Kopf herum. Innerlich scheinbar mit Fremdg...
Kritik lesen »

Nosferatu - Phantom der Nacht Kritik

Nosfertau - Phantom der Nacht Kritik

Poster Bild
Kritik vom 23.10.2021 von ProfessorX - 0 Kommentare
Der Anwalt Jonathan Harker (Bruno Ganz) lebt zusammen mit seiner Frau Lucy (Isabelle Adjani) in Wismar. Eines Tages bekommt Jonathan den Auftrag, nach Transisilvanien zu reisen, um dort das Haus des Grafen Dracula (Klaus Kinski) zu verkaufen. Die Reise ist beschwerlich und zudem wird ihm von einigen...
Kritik lesen »
Mehr Kritiken
Horizont erweitern

Was denkst du?
oder direkt auf MJ registrieren Ich stimme den Anmelderegeln beim Login zu!
10 Kommentare
Avatar
HilbertKinolicht : : Moviejones-Fan
21.12.2016 01:02 Uhr | Editiert am 21.12.2016 - 01:13 Uhr
0
Dabei seit: 29.03.16 | Posts: 13 | Reviews: 2 | Hüte: 1

@Batman76

"Obwohl ich den Film persönlich um einiges besser bewerte, finde ich deine Kritik nachvollziehbar und eindeutig."

Danke! Das war mir nämlich wichtig beim schreiben.

MJ-Pat
Avatar
Batman76 : : Moviejones-Fan
20.06.2016 20:37 Uhr
0
Dabei seit: 12.12.11 | Posts: 1.022 | Reviews: 0 | Hüte: 83

@HilbertKinolicht

Obwohl ich den Film persönlich um einiges besser bewerte, finde ich deine Kritik nachvollziehbar und eindeutig.

@Commodus

Zu Batmans Brutalität: In den Comics tötet Batman wieder nachdem Robin von Joker getötet wurde. In diesem Film sieht man das Robin bereits Tod ist, was diese Tatsache erklärt.

Als Comic- Batman- Fan seit 27 Jahren, der auch damals die Stories um den Tod von Jason Todds Robin gelesen hat, würde ich gerne wissen, woher du diese Information hast.

"With great power comes great responsibility!"

"To boldly go, where no one has gone before!"

"Bei der Macht von Grayskull, ich habe die Zauberkraft!"

Avatar
Commodus : : Moviejones-Fan
20.06.2016 20:08 Uhr
0
Dabei seit: 07.04.16 | Posts: 3 | Reviews: 0 | Hüte: 1

@ChrisGenieNolan

Ich kann dir nur zustimmen und das niemand beleidigend werden muss, wenn es um einen Film geht sollte eigentlich selbstverständlich sein, schließlich gibt es ja auch Menschen die sich wirklich gerne Liebeskömödien ansehen oder schlimmeres...wink

@HilbertKinolicht

Danke für deine Antwort. Ich muss ehrlich sein ich hätte nicht erwartet etwas von dir zu hören und das freut mich ehrlich. Ich weiß es zu schätzen das du dir Gedanken dazu gemacht hat, weil mich mein Kommentar wirklich Zeit gekostet hat.

Ich möchte auf jeden Fall zu mehreren Filmen Kritiken schreiben, aber das funktioniert im Moment zeitlich nicht und du hast Recht, dieser Kommentar war ein halbe Kritik war und nochmals danke das du diese Arbeit zu schätzen weißt.

Ich bin gerade ehrlich begeistert, dass wir hier eine sachliche Diskussion führen und niemand wirklich ernsthaft ausfallend geworden ist.

Avatar
HilbertKinolicht : : Moviejones-Fan
20.04.2016 23:52 Uhr | Editiert am 21.04.2016 - 00:26 Uhr
0
Dabei seit: 29.03.16 | Posts: 13 | Reviews: 2 | Hüte: 1

@Commodus

Vielen Dank erstmal für deinen "kleinen" Kommentar zu meiner Kritik. smile

Ich bin selbst ein kleiner Comicfan, und mir sind z.b. auch die früheren Versionen von Lex Luther bekannt, in denen er eher ein verrückter Wissentschaftler, statt der kühle Industrielle Stratege ist. Auch die Verschiedenen Batman Versionen und Auslegungen sind mir geläufig. Das die Traumsequenzen zum Teil auf Batmans inneres verweisen, habe ich auch verstanden. Was man mit der Martha Szene "eigentlich" erreichen oder ausdrücken wollte, kann ich mir ebenfalls denken. Aber hat das alles auch funktioniert? Leider Nein. Wie das meiste in dem Film hat es nicht funktioniert und wirkte oft unfreiwillig komisch. (Das Kino hat bei der Martha Szene gelacht)

Ich habe eine "Filmkritik" geschrieben und BvS auch als solchen bewertet. Dabei ist mir auch egal ob "Man of Steel" möglicherweise besser oder schlechter war. Ansonsten müsste man wirklich anfangen diesen Film mit anderen Werken aus dem Genre zu vergleichen, wobei BvS aber ebenfalls den kürzeren ziehen würde. Der Film hat von vorne bis hinten Handwerkliche Probleme die nicht wegzudiskutieren sind. Es hat schon seinen Grund warum Ben Affleck noch am Set seine Dialoge umgeschrieben hat.

Trotzdem freue ich mich für dich, wenn dir der Film Spass gemacht hat und dem entspricht, was du erwartest hast. Ich würde dir empfehlen selbst mal eine Filmkritik zu schreiben, die Hälfte hast du ja schon wink

Avatar
ChrisGenieNolan : : DetectiveComics
08.04.2016 14:29 Uhr
0
Dabei seit: 19.08.12 | Posts: 15.813 | Reviews: 9 | Hüte: 360

@Commodus:

Ich glaube viele hatte einfach probleme damit, die art und weiße Snyder diese Film erzählt haben. Mann kann nicht leugnen, das Snyder in BvS zu viele themen in film bepackt haben, manchen haben die es thematisieren, manchen nur erwähnt aber dann nicht mehr weiter geführt .. und ja, er hat schwächen... das haben wir beim alle comicverfilmung auch schon gesehen. Mich hat diese Film in anderen perspertive begeistern. Snyder hat 3 storyline thematisieren... MoS ereignisse, The Dark knight Returns und Der Tod von Superman, haben in einen Filme zusammen geführt und das war nicht so einfach,.. ist auch einer der schwachpunkte/Stärken in BvS. theoritisch betrachtet, hat Snyder hier ein sehr gelungener film geleistet, die weitaus stärker als MoS ist..

Aber hey ? Jeder darf diese filme so ansehen, wie er es gerne möchten cool

Avatar
Commodus : : Moviejones-Fan
08.04.2016 13:28 Uhr
0
Dabei seit: 07.04.16 | Posts: 3 | Reviews: 0 | Hüte: 1

@ChrisGenieNolan

Danke! Freut mich das wir einer Meinung sind. Ich habe mir wirklich Mühe gegeben da es mich, so wie du es auch erwähnt hast, strört das viele den Film so heftig kritisieren.
Ich fand ihn durchaus gelungen.

Avatar
ChrisGenieNolan : : DetectiveComics
07.04.2016 22:38 Uhr
0
Dabei seit: 19.08.12 | Posts: 15.813 | Reviews: 9 | Hüte: 360

@Commodus:

Erstmal willkommen in mj und soeben hast du deinen erste HUT verdient. Deinen beschreibung, sind gut geschrieben und schlüßlig. Das viele probleme mit BvS haben? Ist das die die logik und die themen nicht so richtig verstanden haben. Unabhängig von seinen schwäche und verworren...Sonst BvS ein bessere und stärkere film geworden, als MoS und gut durchdacht..

viele punkte hast du richtig beschrieben und auch erläutert,... Snyder und seinen crew haben sich ein schwieriges themen vorgenommen, teil gelungen, teil liegen geblieben ist...Man kann diese film in einingen stellen kritisieren.. aber wie die kritiker ihn verrissen haben, bleibt für mich nach wie vor nicht nachvollziehen.. smile

Avatar
Commodus : : Moviejones-Fan
07.04.2016 21:11 Uhr
1
Dabei seit: 07.04.16 | Posts: 3 | Reviews: 0 | Hüte: 1

Hallo mir ist durchaus bewusst das dieser Film Geschmackssache ist.

Jeder sagt etwas anderes darüber und es muss ihn auch nicht jeder gut finden, aber ihn so herunterzureden als einen sinnlosen und schlechten Film ist auch nicht ganz fair.

Vorab möchte ich sagen das man mal beachten muss das der Film im Gegensatz zu Man of Steel viel besser war. Damit meine ich das Drehbuch, welches in Man of Steel furchtbar war und hier wesentlich besser, auch die CGI Effekte waren weniger als in Man of Steel.

Zu Batmans Brutalität: In den Comics tötet Batman wieder nachdem Robin von Joker getötet wurde. In diesem Film sieht man das Robin bereits Tod ist, was diese Tatsache erklärt. Auch Zack Snyder hat zu Ben Affleck gesagt das es ein wesentlich düstererer und gebrochenerer Batman sein soll als in der The Dark Knight Triologie. Also dafür muss man Hintergrundwissen besitzten, aber das muss man in diesem Film generell.

Lex Luther: Lex Luther als "Möchtegern Joker" zu bezeichnen ist eine Frechheit. Über Joker weiß man nicht besonders viel, aber es wird oft darauf angespielt das seine Kindheit grausam war. Generell sind es zwei unterschiedliche Charaktäre. Beide haben offensichtlicherweise eine dissoziale Persönlichkeitsstörung. Bei Joker merkt man bereits in der ersten Szene wie extrem krank er eigentlich ist, bei Lex Luther ist das westentlich schwächer ausgeprägt. Lex Luther geht auch ganz anders vor als Joker. Lex Luther kauft sich das was er braucht. In diesem Film merkt man extrem das er zusätzlich zu der psychischen Störung nie ganz erwachsen geworden ist und auch keinen Respekt vor jeglichen Autoritätspersonen hat, was darauf schließen lässt das man ihm bereits als Kind alles was er getan hat durchgehen hat lassen. Joker ist nie so kindisch. Joker ist durch und durch verrückt, aber ich würde ihn nicht als kindisch bezeichnen. Wenn ich es so formulieren darf: meiner Meinung nach entspricht Joker Moriarty und Lex Luther Magnussen (wenn man es mit den Bösewichten der Serie Sherlock vergleicht).

Die Szene vor Gericht ist etwas schwierig, aber man kann Superman eigentlich nicht vorwerfen, dass er die Bombe nicht bemerkt hat. Er hatte anderes im Kopf, immerhin war er dort aufgrund eines Vorfalls bei dem viele Menschen gestorben sind. Obwohl er eigentlich nicht alleine Schuld trägt, wird ihm trotzdem die Schuld zugesprochen (ähnlich wie nach dem 1. Weltkrieg als Deutschland die gesamte Schuld verantworten musste). Außerdem denkt er sich nachdem die Bombe hochgegangen ist nicht "Shit Happens!", sondern er gibt sich selbst die Schuld, da all diese Menschen nur wegen ihm anwesend waren und auch die Bombe wegen ihm dort deponiert wurde. Er wurde ja bereits davor von einen Teil der Menschen beschuldigt und geächtet. Dieser Vorfall war nicht gerade hilfreich, also war es eine Kombination aus Schuldgefühle und Zukunftsängsten.

Zu der Action: Wer in diesem Film geht und erwartet das alles stehen bleibt ist einfach nur dumm. Es ist ein Superhelden-/Actionfilm mit dem Regesseur Zack Snyder. Entschuldigung wer hier nicht einen vollkommen actionüberladenen Film erwartet hat ist selbst Schuld. Um die Handlung und die Charakterentwicklung zu verstehen muss man eben ein bisschen zwischen den Zeilen lesen können. Wenn man nicht etwas weiter über die Handlungen der Charaktere denkt, dann sieht man fast nur die Action und GCI.

Ok für die Traumsequenzen muss man bei dem Film nicht nur an der Handlung sondern auch an den Charakter Batman interessiert sein. Sie sind nämlich nicht nur kleine Teaser für andere Filme und Superhelden, sondern geben auch Einblick in die Psyche des Charakters. Bei dem psychoanalytischen Therapieverfahren beschäftigen ausführlich mit den Träumen. Man kann beispielsweise erfahren das Batman immernoch mit den Tod seiner Eltern zu kämpfen hat oder das er vorallem dadurch das er Batman ist auch Angst hat zu Versagen und zuletzt natürlich auch das er Angst hat vor Superman. Wenn es einen interessiert kann man dadurch hervorragend Bruce Wayne besser verstehen. Außerdem haben sie auch im Kino für einen Schockmoment gesorgt, waren meiner Meinung nach auch nicht störend. Für mich sind aber auch Charaktere und deren Entwicklungen fast wichtiger als die eigentliche Handlung, was jedoch Geschmackssache ist.

Batmans Meinung über Superman: Er war nie sauer auf Superman. Generell spaltet sich die Menschheit in diesem Film. Es gibt welche die Superman als Gott ansehen, als Jesus wenn man so will und es gibt diejenigen die Angst haben und glauben das er nicht der Gott ist sondern der Teufel. Also entweder ist er Retter der Menschheit oder Untergang der Menschheit. Batman ist der Meinung das er sich irgendwie gegen die Menschen wenden könnte und das er eine Bedrohung darstellt. Letztlich hat er schlichtweg Angst vor Supermans Kräften. Batman ist immerhin nur ein Milliadär der in einen Anzug schlüpft. Superman hat tatsächlich Superkräfte. Am Anfang will er eher noch verhindern das Superman ausrasten könnte und möchte ihn in diesen Fall im Griff haben können. Nachdem Superman dann allerdings Batman aufhält schwört Batman Rache. In diesem Moment hat er nicht nur Angst vor Batman sondern er beschließt auch das nicht nur er bluten kann. Er möchte beweisen das er nicht so stark ist wie alle glauben und das er ihn bluten lassen kann. Hier beschließt er seine Angst zu verdrängen und sich selbst das Gegenteil zu beweisen. Sich selbst zu beweisen das er nicht schlechter ist als Superman, obwohl er nur ein Mensch ist. Er will sich nicht ihm unterordnen, deshalb hat Batman etwas gegen Superman.

Supermans Meinung über Batman: Superman hat in erster Linie natürlich keine Angst vor Batman, immerhin ist er derjenige der die Superkräfte hat. Batman ist in diesem Film aber durch den Tod Robins sehr brutal, da Superman immernoch den "Goodguy" verkörpert hat er natürlich etwas dagegen. Er findet Batmans Methoden nicht gut und will ihn deshalb aufhalten, aber nicht zwingend gegen ihn kämpfen. Begeistert ist er trotzdem nicht. Batman ist ihm ein Dorn im Auge vorallem wegen seiner Brutalität.

Batman vs. Superman: Superman will zwar eigentlich nicht gegen Batman kämpfen, doch Lex Luther zwingt ihn durch seine Mutter dazu. Für Lex Luther ist Batman ein Feind. Immerhin hat er das Kryptonit von ihm gestohlen. Wer mag schon denjenigen der ihn bestohlen hat? Durch Supermans Mutter hat er diesen in der Hand. Was bedeutet Batman will kämpfen um sich zu beweisen und zu verhindern das Superman irgendwann alle tötet und Superman kämpft um seine Mutter zu retten. So ist sowohl der Kampf als auch die Abneigung der Beiden gegeneinander stimmig und gut genug erklärt.

Martha: Wieder eine Szene wo man nachdenken muss um sie gut zu finden. Ich fand das sie passte. Viele belassen es bei beide Mütter heißen so deshalb mögen sie sich auf einmal, aber ist es nicht vielmehr die Tatsache das Batman bemerkt das nicht nur er Menschen hat die ihm wichtig sind. Klar im ersten Moment denkt Batman an seine eigene Mutter für dessen Tod er sich immernoch die Schuld gibt. Er hat das selbst in diesem Alter noch nicht überwinden und das wird er warscheinlich auch nie. Es geht aber auch darum das nicht nur er Menschen hat die ihm wichtig sind/waren. Wenn man einen bösen Charakter eine Hintergrundgeschichte gibt, wenn man zeigt warum sie so handeln, wenn man wichtige Menschen des Lebens der Person einführt dann kann man ihn nicht einfach sterben sehen. Für Batman war Superman immer nur die Bedrohung, der Typ der seine Pläne vereitelt hat, der Typ der versucht ihn aufzuhalten, der Typ der mächtiger ist als die gesamte Menschheit. Jetzt bemerkt er auch das er mehr ist als das. Er hat eine Familie, eine Persönlichkeit und er hat Charakter. (In Death Note ist der Hauptcharaker ein Massenmörder, der tausende von Menschen getötet hat und trotzdem ist man irgendwie auf seiner Seite, weil es aus seiner Sicht erzählt ist. Jedes Mal wenn er droht zu scheitern sitzt man vor dem Fernseher und schreit Neeeeeeeiiiiin. Egal wie sehr man seine Taten verachtet.)

Freundschaft: Sie werden auch danach nicht Freunde, aber Batman will erstmal verhindern das Supermans Mutter stirbt. Seine eigene Mutter ist vor seinen eigenen Augen gestorben. Das ist so nach dem Motto: das wünsche ich nicht einmal meinen schlimmsten Feind. Außerdem kann ja weder Batman noch Superman Lex Luther wirklich leiden. Beide haben Grund ihn zu hassen. "Der Feind meines Feindes ist mein Freund.". Ich würde sagen sie sind nicht befreundet es ist mehr eine Zweckgemeinschaft. Batman sagt zwar am Ende zu Supermans Mutter das er ein Freund war, aber was soll er denn sonst sagen. "Hallo ich habe ihren Sohn fast umgebracht, aber dann hab ich beschlossen ihm zu helfen."?

Wonder Women: Ja die Geschichte wie sie eingeführt wird war flach, aber nicht nur oberflächlich. Sie kommt immerwieder in Verbindung mit Batman und er findet ja auch letzendlich heraus wer sie ist. Warum also kämpft sie auch gegen Doomsdale? Ganz einfach sie hat ebenfalls etwas gegen Lex Luther, immerhin hat sie ihn bestohlen, wegen des Fotos. Bruce Wayne hat außerdem ihre Identidät entdeckt. Ja sie hätte besser eingeführt werden können, aber es ist nicht so wie oft beschrieben das sie mittendrin einfach dabei war. Sie wurde eingeführt.

Doomsdale: Fast schon eine Beleidigung an alle Comicfans. Es war schrecklich gemacht, aber ich habe nichts anders von Snyder erwartet, wenn ich ehrlich bin. Ebenfalls wie erwartet hat er auch westentlich mehr als Hulk zerstört.

Die Endszene: Die schwierigst Szene im ganzen Film und gleichzeitig auch die schlechterste im ganzen Film. Es war zu viel Action. Zu viel ist in die Brüche gegangen und wurde zerstört. Hier hätte man sich gut Zeit sparen können und dafür mehr auf Wonder Women eingehen können. Wobei als es dann zu Ende geht ist es wieder besser. Während Wonder Women, Batman und Superman versuchen Doomsdale zu besiegen versucht Lois den Stab wieder zurückzuholen. Superman holt ihn letztendlich und muss die Chance nutzen. Ab hier ist alles 1-zu-1 wie in einem Comic in dem Superman stirbt (mir fällt der Name gerade nicht ein).

die Teaser: viele haben sich beschwert das die Teaser zu kurz waren, aber ich glaube dann wäre der Film zu lang geworden. Es gab so viele Anspielungen auf ander Superhelden und ettlich Comics. Das hätte den Rahmen des Films wirklich gesprengt. Vielleicht hätten sie weniger, aber dafür genauere Teaser einbauen sollen, wobei das teilweise vom Studio vorgegeben war, eigentlich sollte es ja Man of Steel 2 werden.

Ich finde in diesem Film ist die Handlung zwar schlüssig, aber verworren und die Charakterentwicklung dafür umso extremer. Vorallem in Batmans Psyche bekommt man durch die Träume einen erstaunlichen Einblick und auch die Entwicklung von ihm ist sehr groß. Auch Supermans Zweifel und Probleme kann man gut nachvollziehen. Dafür muss man allerding auch daran interessiert sein das ist klar.

Die Szene im Gericht hätte glaube ich nicht funktioniert, wenn es tatsächlich zur Verhandlung gekommen wäre. Alles in Beamtendeutsch und das Verlesen von Paragrafen. So eine Szene hätte warscheinlich einfach nicht gepasst. Superman wird vorgeworfen er hätte viele Menschen getötet. Er sagt er wollte nur helfen. Dann kommt, aber es sind Menschen gestorben. So eine Szene passt vielleicht in eine Gangsterfilm über Lucky Luciano, aber in einem Superheldenfilm. Wo auch noch Superman vor Gericht steht. Wenn Iron Man vor Gericht steht, dann lässt er sein Ego und seinen Narzismus heraushängen und wenn Superman vor Gericht steht? Er gibt sich ja selbst die Schuld.

Superman und seine Geheimidentität: Ja das ist ein Thema das nie enden wird und jedem neuen Film genauso unrealistisch wie immer ist. Das war in diesem Film nicht neu. Wobei es laut Henry Cavill tatsächlich funktioniert. Henry Cavill und ein Freund haben sich auf den Time Square vor ein riesiges Batman v Superman Plakat gestellt. Herny Cavill hatte eine Brille auf. Statt einem Fanauflauf weil gerade jemand rumläuft der auf der Werbung darüber zu sehen ist wurde er von niemanden erkannt. Natürlich würde jemand der sich intensiv mit Superman beschäftigt (im Film nicht in echt) ihn trotzdem erkennen, aber die Brille funktioniert zumindest für die Masse. Vielleicht nicht für den größte Fanboy, aber darum geht es nicht.

Es war sicher nicht der beste Film aller Zeiten, aber er war auch nicht komplett für die Tonne. Er hat viele Schwächen, aber nicht nur.

Das ist zumindest meine Meinung und ich glaube jeder denkt ander über diesen Film. Je nach dem auch wo seine Prioritäten liegen.

Zum Beispiel: Filmkritiker auf Youtube:

Robert Hofman: 9 (Genre), 8,5 (gesamt)

Filmfabrik: 6 (sagt aber das war noch sehr großzügig)

Filmlounge: 3

Also ich hoffe du nimmst mir das hier nicht übel, aber ich wollte einfach meine Meinung darüber sagen. Mir ist durchaus bewusst wenn man den Film schei*e fand ihn nach meiner Meinung immer noch nicht mögen würde, aber das man vielleicht nicht nur die schlechten Seiten sieht. Ich war auch westentlich begeisterter als ich aus dem Kino ging und nach einigen Kritiken muss ich auch sagen, ja er hatte Schwächen. Große Schwächen. Aber viele Momente finde ich werden auch zu Unrecht so kritisiert...

Danke und Respekt an alle die das hier gelesen

und ich würde mich über eine Antwort freuen...

Avatar
HilbertKinolicht : : Moviejones-Fan
30.03.2016 08:49 Uhr
0
Dabei seit: 29.03.16 | Posts: 13 | Reviews: 2 | Hüte: 1

Jep.

Ich könnte mir vorstellen das der DC nochmal was rausreissen kann. Aber ich fürchte das es dabei eher um noch mehr Kampfszenen und Justice Leaque Anspielungen gehen wird. An der Erzählstruktur und der Story wird er wahrscheinlich wenig ändern können.

Mit "Martha? Warum sagst du diesen Namen?" werde ich wohl auch leben müssen. smile

Avatar
TiiN : : Goldkerlchen 2021
30.03.2016 07:59 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 6.875 | Reviews: 141 | Hüte: 422

Es wirkt als hätte man aus diesem über zwei Stunden Film, mindestens eine Stunde rausgeschnitten.

Zumindest eine zusätzliche halbe Stunde scheinen wir ja noch zu bekommen.

Forum Neues Thema
Anzeige