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Black Panther - Wakanda Forever

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Angenehm bodenständig.

Black Panther - Wakanda Forever Kritik

Black Panther - Wakanda Forever Kritik
0 Kommentare - 10.11.2022 von Manisch
In dieser Userkritik verrät euch Manisch, wie gut "Black Panther - Wakanda Forever" ist.
Black Panther - Wakanda Forever

Bewertung: 4 / 5

Spoiler:

Ich behaupte einfach mal, dass durch den Tod von Chadwick Boseman Black Panther 2 eines der am sehnlichsten erwarteten MCU-Projekte der letzten Jahre ist, weil jeder wissen will, wie man damit umgeht.

Und der Film kommt hierbei auch direkt auf den Punkt. Keine großen Umschweife wie “Es gab einen Unfall”, oder “Er wurde im Kampf verletzt”. Stattdessen ist man relativ nah an der Realität geblieben und er erliegt einer Krankheit. Wir erleben nur T´Challas letzten Herzschläge und Shuris Versuche, ihn bis zur letzten Sekunde irgendwie zu retten.

Trailer zu Black Panther - Wakanda Forever

Das an sich fand ich durchaus gut gelungen, weil es mit einer gewissen Bodenständigkeit einhergeht. Und diese Bodenständigkeit zieht sich - sofern das im Rahmen eines MCU-Films möglich ist - durch den weiteren Film.


Dabei sind viele Aspekte in Black Panther 2 gar nicht mal sooo neu. Schließlich gab es nach Infinity War bzw. mit Endgame letztlich einen Film, der unterschiedliche Umgangsweisen mit Trauer, Niederlagen und Verlust beleuchtet hat. In diesem Sinne könnte der Film auch nach dem Snap/Blip spielen, da sich hier vermutlich ähnliche Fragen für Wakanda gestellt haben dürften.

Und an der Stelle ein kleiner Einschub:

Leider gibt es keine Einblendung, in welchem Jahr der Film spielen soll. Das ist fürs MCU allerdings mittlerweile schon ziemlich wichtig, wie ich finde. Einfach, um einordnen zu können, wie weit die Gesellschaft dort nach dem Blip fortgeschritten ist.


Auch die weitere Story von Wakanda Forever ist im Kern nicht neu. Eigentlich kopiert sie das, was wir in Black Panther 1 schon gesehen haben. Das ist aber auch gar nicht so verwunderlich, wenn der Hauptdarsteller stirbt. Schließlich hat man bereits Filme investiert, um seine Motivation in Stellung zu bringen. Und jetzt muss man quasi eine neue Figur mehr oder weniger erneut an genau diesen Punkt bringen.

Der Schurke, Namor, will dabei eigentlich nicht so viel anderes, als es Killmonger wollte. Und auch seine Erfahrungen sind recht ähnlich:
Sie sind aufgewachsen in einer Welt, in der sie von den Weißen bzw. von Kolonialisten unterdrückt wurden. Und im Prinzip wollen beide nur IHR Volk schützen - mit radikalen Methoden.

Das Motiv von Namor, dass er im Prinzip einfach nur alleine gelassen werden will, finde ich gelungen, weil nicht zu klischeebehaftet (“Weltherrschaft…”) und durchaus nachvollziehbar. Trotz der extremen Herangehensweise ist die Absicht fast schon “friedlich”.

Spannend finde ich den Aspekt, dass Wakandas Protektionismus anderswo in der Welt negative Konsequenzen hat. So ist das nun mal in einer Globalisierten Welt. Es geht aber auch in Richtung des “We create our own demons” aus Ironman 2 oder 3.

Wobei mir die Figur des Namor an sich zugegeben etwas zu weird ist. Unterwasser-Mensch, ok. In knappen, grünen Höschen rumrennen…na gut. Nasen-Piercing und seltsame Ohrringe…wenns sein muss. Aber dann auch noch Flügel an den Füßen…? Aber gut, über Geschmäcker lässt sich streiten.

Die Entwicklung von Shuri finde ich im Grunde auch gelungen. Ich fand es gut, dass es ein durchaus diplomatisches Zusammentreffen zwischen ihr und Namors Welt gab. Dadurch konnte sie Empathie aufbauen und es macht die Zerrissenheit zwischen ihrer späteren Entscheidung glaubwürdiger. Während T´Challa seinen Vater verlor und Rache wollte, wollte sie letztlich Rache für den Tod ihrer Mutter. Aber wie schon in Civil War und Black Panther 1, wird auch hier dem Schurken am Ende Gnade gewährt.

Etwas schwer einzuordnen fand ich Shuris Begeisterung für Iron Heart/Riri Williams. Teilweise wirkte das so, als wolle man hier eine Romanze aufbauen…? Generell bin ich mir unschlüssig, ob es Williams überhaupt gebraucht hätte. Ich denke, man hätte die Story sicherlich auch minimal anders schreiben können. Williams ist mir dabei auch ZU SEHR Mary Sue. Kommt aus dem Nichts und ist auf einmal die Klügste Frau der Welt (Naja, und Skrupel scheint sie auch keine zu haben, explosive Dinge auf Polizeiautos zu werfen…?).

Und gerade im Final-Kampf sind ihr Anzug + der von Okoye und Aneka(?) schon etwas…naja, sehr Anime-haft. Muss man mögen. Geschmäcker, mal wieder.

Die stärkste Figur finde ich mittlerweile MBaku. Trotz aller physischen Präsenz liefert er immer wieder schlaue Analysen. So erkennt er beispielsweise, dass Namor als Gott angesehen wird - und dass es deswegen außerordentliche Konsequenzen hätte, diesen zu töten. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann ist er nun neuer König von Wakanda…? Vielleicht keine so schlechte Entscheidung.

Wakanda Forever mag nicht der stärkste MCU-Film sein, aber in meinen Augen liefert er auch keine dramatischen Schwächen, außer über Details, über die man streiten kann (Unnötige B-Plots). Gerade mit Blick auf Phase 4 würde ich sagen, dass es einer der stärksten Einträge ist. Denn es geht nicht um Effekt-Überladene Multiversums-Geschichten. Es ist kein Nostalgie- oder Cameo-Fest. Es ist auch keine Gag-Kanone. Das fand ich persönlich wirklich wahnsinnig angenehm. Einfach ein solider Film.

Als Film generell würde ich ihm 3,5 Hüte geben. Im isolierten Kontext des Phase-4-MCU, wären es 4 Hüte.

Black Panther - Wakanda Forever Bewertung
Bewertung des Films
810

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