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Braveheart

Kritik Details Trailer Galerie News
Ein Epos der Sonderklasse!

Braveheart Kritik

Braveheart Kritik
19 Kommentare - 14.11.2018 von sublim77
In dieser Userkritik verrät euch sublim77, wie gut "Braveheart" ist.

Bewertung: 5 / 5

Zum Anlass der Veröffentlichung von Outlaw King möchte ich hier einmal den Film näher beleuchten, der (ohne damit zu übertreiben) mein Leben maßgeblich beeinflusst hat: Braveheart

Ich muss zugeben, dass ich diesen Film wahrscheinlich nie gesehen hätte, wenn meine damalige Begleiterin nicht unbedingt einen Mel Gibson Schmachtfilm hätte sehen wollen. Einen Schnulzenfilm erwartend, genervt und von der schottischen Geschichte keinen blassen Schimmer habend, lies ich mich dazu überreden. Wie gut kann ein Film schon sein, wenn das Wort “Heart“ im Titel vorkommt, dachte ich mir? Doch schon nach den ersten Minuten, als man die betrogenen schottischen Unterhändler hängen sah, wusste ich wie falsch ich lag…

Handlung:

Nachdem William Wallaces Vater und sein Bruder von König Eduart I in einen Hinterhalt gelockt und getötet wurden, muss der junge William bei seinem Onkel leben. Dieser nimmt ihn mit und lässt ihm eine gute Ausbildung angedeihen. Als William, nun erwachsen, in sein Heimatdorf zurückkehrt, werden seine Landsleute immer noch von den Engländern, die Schottland besetzt halten, unterdrückt. William beschließt sich der aufkommenden Rebellionsstimmung fernzuhalten und will sich ein Leben aufbauen. Als er sich jedoch in die junge Murron verliebt und aufgrund des Rechts “lus primae noctis“, das Recht der ersten Nacht, welches dem herrschenden englischen Lord das Recht einräumt, die erste Nacht mit einer Braut am Hochzeitstag zu verbringen, gezwungen ist sie heimlich zu heiraten, wird er unweigerlich in die Auseinandersetzung hineingezogen. Denn nachdem ein Engländer versucht Murron zu vergewaltigen, widersetzen sich die beiden. Murron wird öffentlich hingerichtet, woraufhin William in seiner Verzweiflung und Wut die Engländer angreift. Sofort schließen sich ihm andere an und die Rebellion beginnt. Fortan beginnt William, zusammen mit einer immer größer werdenden Anhängerschaft, sich sein Land zurückzuerobern.

Kritik:

Mel Gibson selbst war es, der die Produktion des Films in Angriff nahm, nachdem er von seinem Besuch der Gedenkstätte, Wallace Monument, bei Stirling von der Geschichte des schottischen Freiheitskämpfers unglaublich beeindruckt war. Mel Gibson hatte dabei nie den Anspruch einen historisch korrekten Film zu machen. Ihm ging es von Anfang an lediglich darum, den Spirit des heldenhaften schottischen Freiheitskämpfers und seiner Anhänger in Szene zu setzen.

Hier möchte ich Mel Gibson zitieren, der auf den Vorwurf, die Geschichte historisch nicht korrekt erzählt zu haben folgendes antwortete:

„Das mag durchaus stimmen, aber es gab nur wenige Infos über diesen Typen. All das ist solange her, dass viele Infos schlichtweg verloren gingen. Klar ist nur, dass er wirklich gelebt hat. Der Geist von William Wallace lebt trotzdem im Kollektivbewusstsein der Schotten weiter. Und wie leidenschaftlich das Volk hinter ihrem Nationalheld steht, war damals schon bei den Dreharbeiten ersichtlich. Das ganze Land stand Kopf.“

Auf die Frage, ob er es also fair finde, historische Fakten zu ändern, meinte Mel Gibson weiter:

“Klar. Ich habe ja auch nie behauptet, exakt das nachzuerzählen, was damals wirklich passiert ist. Ich wollte vielmehr einen unterhaltsamen Film drehen, dessen Geschichte auf die cineastischen Anforderungen eines derartigen Epos abgestimmt war. Wallace war in Wirklichkeit ein Monster, das nach Rauch stank und seine pure Freude daran fand, Dörfer abzubrennen. Er war im wahrsten Sinne des Wortes ein Berserker - aber seine Ideale interessierten mich. Also polierten wir seine Person etwas blank, um eine klassische Geschichte erzählen zu können, in der es die Guten und die Bösen gab.“

Wenn man also den historischen Wert des Films weglässt und sich bewusst ist, dass Braveheart mehr Hollywoodepos, denn ein historisches Werk ist, was bleibt dann übrig? Ich beantworte diese Frage für mich mit einem ganz klaren Statement:

Ein abartig guter Film.

Schon in den ersten Sekunden weiß Braveheart den Zuschauer zu packen und in seinen Bann zu ziehen. Mit dem Satz: “Die Geschichtsschreiber aus England werden mich einen Lügner nennen, aber Geschichte wird von jenen geschrieben, die ihre Helden gehängt haben“, hatte mich Braveheart bei meinem rebellischen Herzen gepackt. Schon in der nächsten Einstellung wird deutlich, dass hier eine raue Geschichte erzählt wird. Es geht um Unterdrückung, um Kampf und vor allem um Liebe. Liebe zu den Menschen die man beschützen will, Liebe zu dem Land, in dem man geboren ist und das man verehrt. Alles Zutaten, die ein gutes Epos braucht. Doch die beste Zutat für solch einen Film ist ein Held, dem man schon nach den ersten Sekunden freiwillig in den Tod folgen würde (zumindest aus cineastischer Sicht^^). All das hat Braveheart und noch vieles mehr. Denn der Film hat es (zumindest bei mir) geschafft, dass ich mich mit der Geschichte von William Wallace und der Geschichte Schottlands auseinandergesetzt habe. Und zwar so sehr, dass ich sogar beschloss in dieses wunderschöne Land zu reisen und das was Mel Gibson so gepackt hat, selbst zu erleben.

Doch es ist nicht nur die Bedeutung, die Braveheart für mich hat, die ihn zu einem guten Film macht. Denn Braveheart ist eben auch ein handwerklich gut gemachter Film. Das Storytelling ist packend und fesselnd umgesetzt. Von Anfang bis zum Ende fiebert man mit den Helden und ihrem Leidensweg mit. Ohne die Geschichte von William Wallace zuvor gekannt zu haben, war ich ziemlich geschockt vom Ausgang des Films. Hatte ich doch einen Robin Hood Moment erwartet. Doch das Ende des Films, das mit folgenden Worten endet: „Im Jahre des Herrn 1314 erstürmten schottische Patrioten halb verhungert gegen eine Übermacht das Feld von Bannockburn. Sie kämpften wie Kriegerpoeten. Sie kämpften wie Schotten und gewannen ihre Freiheit“, lässt den Zuschauer mit einem Gefühl des Sieges zurück. Das Wissen, das die Schotten letztendlich durch Williams Kampf ihre Freiheit gewannen, ist das Gefühl des Sieges, dass seinem Tod eine Art Legitimation verleiht. Und so geht man, trotz des Todes des Helden, mit einem unglaublich guten Gefühl aus dem Kino. An Dramaturgie ist dieser Film kaum zu überbieten.

Allerdings ist Mel Gibson nicht der einzige, der hier schauspielerisch zu seiner Höchstform aufläuft. Denn alle Schauspieler sind hier spürbar mit Herzblut bei der Sache. Selbst die hunderte von Komparsen, die für den Film benötigt wurden, waren voll bei der Sache (wie ich einem damaligen Bericht entnehmen konnte) und haben bis zur letzten Drehsekunde ihr Bestes gegeben. Das merkt man dem Film auch an, zumindest empfinde ich das so.

Was von Braveheart aber vor allem in Erinnerung bleibt, ist der unglaublich tolle Score. Jede der eingängigen Melodien, die von James Horner für den Film komponiert und von dem grandiosen London Symphony Orchestra gespielt wurde, gehört ist bis heute zum Dauerrepertoire meiner beliebtesten Soundtracks. Kaum dass man einen Bericht im Fernsehen sieht oder schottische Landschaftsbilder zu sehen bekommt, ohne eine der Melodien aus Braveheart im Hintergrund. Bis heute, gab es noch keinen Soundtrack, der mir nachhaltiger und eindringlicher in meinem musikalischen Gedächtnis präsent ist.

Zu guter Letzt ist es selbstverständlich auch die unglaublich schöne Landschaft der schottischen Highlands und Lowlands, die dem Film nicht wenig zu Gute kommen. So kann man, ob der schönen Landschaft, kaum die Augen von der Leinwand (oder auch TV) lösen. Wie ich auch schon in meiner Outlaw King Kritik schrieb, ist es bei solch einer kraftvollen und farbintensiven Landschaft wohl ein leichtes für die Filmemacher gewesen, hier die richtige Stimmung für den Film zu erzeugen.

Mein Fazit:

Dass ich Braveheart alles andere als objektiv bewerte, dürfte klar sein. Zu sehr hat mich dieser Film beeindruckt und beeinflusst. Für mich ist dieser Film bis heute das größte Werk das je über einen Freiheitskämpfer produziert wurde. Auch wenn die Geschichte für Mel Gibsons Epos mehr als nur gebogen wurde, ist die Botschaft dennoch die Selbe. Die Leidenschaft der Schotten für ihren Helden ist bis heute spürbar. Fährt man durch die Gegend um Stirling, so stößt man ununterbrochen auf Straßennahmen und Monumente, die mit der Geschichte ihrer Helden verbunden sind. Von mir gibt es daher, wenig überraschend, die volle Punktzahl für Braveheart und eine Weiterempfehlung für alle, die eine Geschichte über bedingungslose Liebe und Heldentum, gepaart mit schönen Landschaftsbildern und toller Musik sehen wollen.

Braveheart Bewertung
Bewertung des Films
1010
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19 Kommentare
MJ-Pat
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sid : : Alpha
10.12.2018 19:10 Uhr | Editiert am 10.12.2018 - 19:11 Uhr
0
Dabei seit: 01.10.12 | Posts: 1.272 | Reviews: 15 | Hüte: 32

Vielen Dank auch von mir für den Hut laughing.
Nein, die negativen Kritiken kamen nicht von Dir. Es waren eigentlich auch keine Verrisse, sondern eher 2-2,5 Hüte und ein geht-grad-noch-so, was ich natürlich nicht nachvollziehen konnte ^^.
Ging mir ähnlich mit den Engländern. In den Schulbüchern steht viel Mist von wegen dieses und jenes Land kann die Deutschen nicht leiden und spätestens wenn man mal in diesen Ländern war und am allerbesten in südlichen Urlaubsgebieten, merkt man, dass gerade die Briten (wie auch die Skandinavier) besonders gern mit den deutschen Urlaubern feiern. Das hatte ich zwar zu Braveheart-Zeiten noch nicht erlebt, aber ich war 1992 oder 93 schon mal für zwei Wochen in GB, zum Beispiel im Sherwood Forest, in Cornwall und natürlich in London und immerhin einen Tag auch in Schottland. Hat mir alles gut gefallen trotz gemischtem Wetter. Und die Landschaft und Seen in Schottland waren besonders schön.

MJ-Pat
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sublim77 : : Rattle Head
09.12.2018 20:19 Uhr | Editiert am 09.12.2018 - 20:34 Uhr
0
Dabei seit: 18.12.15 | Posts: 3.809 | Reviews: 29 | Hüte: 285

@sid:

Wow, was für eine tolle und ausführliche Antwort auf meine Review. Vielen Dank dafür und natürlich auch ein Dankeschön für den Hutlaughing

Es freut mich, wenn ich dich damit animieren konnte dir diesen tollen Film nocheinmal anzuschauen.

Ich hoffe die Verrisse deiner Lieblingsfilme waren nicht von mir?

Zu meiner Erwartung eines Schmachtfilms muss ich sagen, dass es damals ja lediglich das Kinoplakat gab und auf dem konnte man (wenn ich mich richtig erinnere) nur Mel Gibson im Schottenrock, schmachtend in die Ferne sehend, bestaunenwink. Und ich muss sagen, dass es tatsächlich eine Überraschung war, wie brutal der Film war. Nicht nur meine damalige Begleiterin, sondern auch einige andere, machten ihren Unmut wegen der Fehlinterpretation des Films deutlich.tongue-out

Es war, glaube ich, tatsächlich so, dass einige Museen und andere Sehenswürdigkeiten, vor allem im Stirling, aufgrund des Films erneuert, verbessert oder geöffnet wurden.

Was das Ansehen der Engländer angeht, so glaube ich nicht, dass man da in irgendeiner Form einen Schaden davon getragen hat. Ich würde mal sagen, was die Historie und die Verbrechen vieler Länder angeht, hat sich wohl kaum ein führendes Land mit kollonialen Absichten mit Ruhm bekleckert, schon garnicht Deutschland. Ich kann jedenfalls sagen, dass ich die Engländer als sehr nettes und warmherziges Volk kennengelernt habe. Ebenso wie die Schotten und Iren, haben die Engländer uns immer freundlich behandelt und toll aufgenommen.

Es freut mich wirklich sehr, dass dir meine Kritik mit meinen Kommentaren und Infos gefallen hat. Für deine tollen Ausführungen dazu, möchte ich dir ebenfalls einen Hut aufsetzen.

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

MJ-Pat
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sid : : Alpha
09.12.2018 19:10 Uhr | Editiert am 09.12.2018 - 19:15 Uhr
1
Dabei seit: 01.10.12 | Posts: 1.272 | Reviews: 15 | Hüte: 32

Hut für Dich auch von mir für Deine tolle Kritik, die jeden halbwegs Interessierten, der den Film noch nicht gesehen hat, dazu bringen würde, ihn sich anzusehen! Was auch ich, angeregt von dieser Kritik, in der Vorweihnachtszeit wieder tun werde. Hatte Deine Kritik schon vorher entdeckt, hab mich aber nach einigen Verrissen meiner Lieblingsfilme in anderen User-Kritiken nicht getraut, sie zu lesen.
Einen Schmachtfilm hatte ich wenigstens nie erwartet mit dem Feuer und dem Schwert auf der DVD (wie schade, dass nicht im Kino gesehen). Aber wenn es damals noch mehr Leuten so ging, muss das im Kino ein lustiges Bild ergeben haben mit sich diebisch freuenden männlichen Begleitern wink.

Vorab/nebenbei: Häufig wird gemeckert, dass der Film die echten geschichtlichen Fakten verfälschen würde. Nach ein paar Recherchen (z.B. ist Robert the Bruce bis heute tatsächlich einer der Ahnen des engl. Königshauses und zwar über den Nachfolger von Elisabeth I., Jakob VI. von Schottland; hab ich damals nur wegen Braveheart nachgeguckt) würde ich zusammenfassend sagen, dass Braveheart zwar einiges verbiegt und einfügt, um einen dramatischeren Effekt zu erzielen, die tatsächlichen Fakten aber eigentlich sehr gut kennt und zum Beispiel Charakterzüge einer anderen Person unterschiebt als es in den Geschichtsbüchern steht. Einfach, damit die Sympathien der Zuschauer klarer verteilt sind. Und natürlich werden die Engländer mehr in die Pfanne gehauen, als sie es (im Ganzen gesehen) verdienen (auch wenn sie sich tatsächlich so einiges geleistet haben). Aber insgesamt hatte Braveheart trotzdem keinen negativen Effekt auf mein England-Bild, evtl. wegen anderen positiven Eindrücken und weil man sich denken kann, dass ein Film immer dramatisiert und einseitiger ist als es ein objektiver Betrachter wäre, um die Zuschauer emotional zu packen. Und man kann die Schotten natürlich auch stellvertrendend für so vieles sehen, wenn man möchte. Und wie Du es sagst: Auch wenn die Geschichte für Mel Gibsons Epos mehr als nur gebogen wurde, ist die Botschaft dennoch die Selbe.

Der Film ist in meinen Augen bis heute die beste Verfilmung rund um eine historische Person - wahrscheinlich wegen der einmaligen Zusammensetzung der Elemente, die einen als Zuschauer so richtig beuteln: hervorragenden Schauspielern, die auch wirkliche Sympathieträger sind, mindestens einem „guten“ Bösewicht, mit dem nicht zu spaßen ist, der zu Recht oscarprämierten Kameraführung (zum Beispiel die Schlachten, so gut aufgebaut und auch so gefilmt, dass der Zuschauer dem Geschehen perfekt folgen kann), dem berührenden und sofort auf die Insel entführenden Soundtrack. Das Ganze unterstützen natürlich auch die emotionalen Abgründe, wie das auch für mich völlig unerwartete Schicksal (genau wie oben geschildert, naiv wie ich war, dachte ich ebenfalls, genau wie bei Robin Hood wird noch jemand kommen...) von William Wallace und auch vorher schon seiner Frau (hätte mich vorwarnen müssen, aus heutiger Sicht betrachtet). Aber ein anderes Ende wäre eben leider zu viel Verfälschung gewesen und so wählen sie den bestmöglichen Abgang, der die Zuschauer wenigstens etwas tröstet. Wie in Deiner Kritik steht: Doch das Ende des Films, das mit folgenden Worten endet:„Im Jahre des Herrn 1314 erstürmten schottische Patrioten halb verhungert gegen eine Übermacht das Feld von Bannockburn. Sie kämpften wie Kriegerpoeten. Sie kämpften wie Schotten und gewannen ihre Freiheit“, lässt den Zuschauer mit einem Gefühl des Sieges zurück. Das Wissen, das die Schotten letztendlich durch Williams Kampf ihre Freiheit gewannen, ist das Gefühl des Sieges, dass seinem Tod eine Art Legitimation verleiht. Und so geht man, trotz des Todes des Helden, mit einem unglaublich guten Gefühl aus dem Kino.
Oder schaltet die Glotze aus, aber es stimmt und das muss ein Film erst mal schaffen!

Und auch Deine sozusagen Hintergrundinfos gefallen mir gut, weil sie zeigen, wie verknüpft hier (im Kern echte) Legende und tatsächliche Auswirkung ist: Zum Beispiel, was Du zu der wunderschönen Landschaft sagst, ging wohl vielen so. So wie Neuseeland einen gewaltigen Herr der Ringe & Hobbit-Boom gesehen hat, hat auch Schottland unheimlich von Braveheart profitiert, nur weiß ich nicht mehr genau, ob es danach drei- oder sogar viermal so viele Besucher pro Jahr hatte/hat. Und man sieht ja auch an den Kommentaren, wie gut sich einige in der Gegend auskennen. Oder auch zu Stirling: Wenn ich mich richtig erinnere, wurden so einige Museen und Zentren in Schottland erst nach dem Film vergrößert oder sogar erst eröffnet^^.

MJ-Pat
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sublim77 : : Rattle Head
18.11.2018 17:58 Uhr
0
Dabei seit: 18.12.15 | Posts: 3.809 | Reviews: 29 | Hüte: 285

@TiiN:

Vielen Dank für das Lob und die neue Wintermütze ( braucht man vom Wetter her ja wieder^^)

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

Avatar
TiiN : : Pirat
18.11.2018 16:19 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 3.991 | Reviews: 94 | Hüte: 147

@sublim77

Hut für deine ausführliche und leidenschaftliche Kritik zu dieem tollen Film smile

@MrBond

Für dich auch einen Hut, weil du mich auf den Film Rob Roy aufmerksam gemacht hast. Ging bislang komplett an mir vorbei, abe sieht mehr als vielversprechend aus. Evtl. das Schicksal gehabt, dass er im gleichen Jahr wie Braveheart erschien. Gucke ich mir bei Gelegenheit mal an. smile

MJ-Pat
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Strubi : : Hexenmeister
15.11.2018 21:26 Uhr
0
Dabei seit: 30.08.10 | Posts: 3.188 | Reviews: 2 | Hüte: 45

@sublim77
Dass Braveheart auch heute noch Menschen begeistern kann, liegt - denke ich - daran, dass er eben eine große emotionale Wucht erzeugt (zumindest bei den Leuten, die sich auf den Film und seine Art einlassen können) und dass es einfach auch nicht übertrieben viele gute Historienepen gibt. Gerade in den letzten Jahren herrscht da ja ein ziemlicher Mangel. Und Braveheart ist da für mich neben Gladiator einfach an der Spitze des Genres.

MJ-Pat
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sublim77 : : Rattle Head
15.11.2018 08:45 Uhr
0
Dabei seit: 18.12.15 | Posts: 3.809 | Reviews: 29 | Hüte: 285

@Raven, @Stumbi und @Kothoga :

Wow, erst mal Danke für so viel Resonanz!

Ich hab garnicht damit gerechnet, dass Braveheart bei so Vielen immernoch auf Interesse stößt. Schön, dass ihr auch eure Geschichten, wie ihr den Film damals erlebt habt, hier erzählt habt. Braveheart scheint bei euch ja ähnliche Emotionen auszulösen, wie bei mir. Ich bedanke mich für eure lobenden Worte, selbstverständlich auch die Hüte, und freue mich, dass euch meine Kritik gefallen hat. Dass der Film für mich etwas ganz besonderes ist, merkt man ja. Darum ist es besonders schön zu sehen, dass es tatsächlich einige gibt, die meine Begeisterung teilen.

@MobyDick und luhp92:

Auch wenn ihr für Braveheart nicht meine Begeisterung teilt oder besser gerade deshalb, finde ich es beonders toll, dass ihr meine Kritik gelesen habt und freue mich, dass ihr an meiner Kritik dennoch Gefallen finden konntet. Auch an euch ein Dankeschön für die Resonanz und die Zustimmung.

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
14.11.2018 20:00 Uhr | Editiert am 14.11.2018 - 20:00 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 550 | Reviews: 17 | Hüte: 52

@ sublim77

Hut auch von mir für diese emotionale Kritik. Für mich ist und bleibt Braveheart ebenfalls ein extrem starker und sehr emotionaler Film. Vor allem auch die Musik ruft bei mir immer wieder eien Gänsehaut hervor. Das Ende lässt bei mir nie ein Auge trocken. Am besten isses daher für mich, den Film alleine zu schauen, denn im Beisein anderer ist mir mein emotionaler Tränenfluss immer etwas peinlich, aber verhindern lässt es sich einfach nicht. Ein wunderbarer Film, den ich mir auch endlich mal wieder anschauen muss. Zeit...Zeit...Zeit... wo bist du nur?

MJ-Pat
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Strubi : : Hexenmeister
14.11.2018 19:34 Uhr
0
Dabei seit: 30.08.10 | Posts: 3.188 | Reviews: 2 | Hüte: 45

Schöne Kritik und ich kann dir nur zustimmen. Braveheart ist bis heute einer meiner Lieblingsfilme. Der Film entwickelt bei mir eine emotionale Wucht, wie nur wenige andere Filme.

Ich weiß noch, wie ich ihn mit 12 oder so das erste Mal sah (ich meine, mit meinem Opa zusammenwink), schwer begeistert war und mir nur das Ende nicht gefiel... der Held stirbt, was fürn Scheißcry. Damals musste ein Film ein (echtes) Happy End haben. Dass der Film genau so ausgehen "musste" (mal ganz unabhängig vom geschichtlichen Hintergrund), wurde mir erst später bei weiteren Sichtungen klar.

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Kothoga : : Moviejones-Fan
14.11.2018 19:07 Uhr
0
Dabei seit: 05.03.17 | Posts: 492 | Reviews: 0 | Hüte: 12

Erstmal nen Hut für dich für das tolle Review, war damals auch mit 17 im Kino und verdammt, was für Film. Hab den zwar jetzt länger nicht mehr gesehen, aber die erste zigmal angeschaute DVD von damals hab ich immer noch in meiner Sammlung. Einer der besten Filme aller Zeiten , auch wenn ich ne ziemlich große Abneigung gegen die Insel habe aber wohl eher wegen der südlicheren Einwohner... , und neben "Gladiator" einer der ganz wenigen Filme, wo mir am Ende immer das Wasser in die Augen schießt. Nein nein, ich heul nicht! Schießt eben nur Wasser in die Augen... wink

Avatar
MobyDick : : Moviejones-Fan
14.11.2018 17:31 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 3.248 | Reviews: 32 | Hüte: 193

sublim77:

War mir klar, dass der Film bei dir volle Punktzahl bekommt :-)

Meine "Beziehung" zu Braveheart lässt sich eigentlich recht simpel zusammen fassen: Ich fand ihn ganz nett und unterhaltsam, ein Film, der bei mir nicht sonderlich hängen geblieben ist. Und ich habe damals für einen Freund ein Review geschrieben, eher aus Spass an der Sache als ernst gemeint, weil er so ein Riesenfan von dem Film war, wo ich dem Film seine wohlverdienten 7 Punkte gegönnt habe. Natürlich hat dies für riesiges Entsetzen gesorgt und wir haben dann bei Apocalypto (für mich der beste jemals von Gibson gedrehte Film) darauf angestossen :-D

Dünyayi Kurtaran Adam
Avatar
luhp92 : : BOTman Begins
14.11.2018 15:30 Uhr | Editiert am 14.11.2018 - 15:31 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 10.591 | Reviews: 146 | Hüte: 337

@sublim77
Eine schöne Liebeserklärung, angereichert mit Hintergrundinfos und persönlichen Anekdoten, dafür einen Hut!

Mir selbst entzieht sich leider die Begeisterung für "Braveheart", dafür ist Mel Gibson für mich zu sehr Mel Gibson, ich habe den Film bisher aber auch nur einmal gesehen. Sein Debutfilm "Der Mann ohne Gesicht", ein ruhiges Charakterdrama über Vorurteile gegenüber und Rehabilitierung von möglichen Straftätern, gefällt mir da bedeutend besser. Und wenn es ein Actionfilm sein soll, reizt mich "Apocalypto" mehr. Aber gut, jeder hat halt einen anderen Geschmack^^

@Rob Roy
Den habe ich vor Jahren mal im TV gesehen und war sofort begeistert.
Am eindrucksvollsten ist für mich hier Tim Roth in der Schurkenrolle, quasi die Blaupause für Christoph Waltz als Hans Landa in "Inglourious Basterds".

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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sublim77 : : Rattle Head
14.11.2018 13:42 Uhr
0
Dabei seit: 18.12.15 | Posts: 3.809 | Reviews: 29 | Hüte: 285

@Sully:

Danke für die Infosmile

Ist vorgemerktwink

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

Avatar
Sully : : Elvis Balboa
14.11.2018 13:33 Uhr
1
Dabei seit: 29.08.09 | Posts: 9.891 | Reviews: 30 | Hüte: 379

@Sublim77

Das Rob Roy Grab befindet sich bei Balquhidder im Loch Lomond and the Trossachs National Park. Auf der Karte ist es schräg links oberhalb von Stirling (ca. 45 Autominuten Distanz)

Es kommt im Leben nicht darauf an wie viel Du austeilst, sondern darauf wie viel Du einstecken kannst und trotzdem weiter machst!

MJ-Pat
Avatar
sublim77 : : Rattle Head
14.11.2018 12:41 Uhr
0
Dabei seit: 18.12.15 | Posts: 3.809 | Reviews: 29 | Hüte: 285

@Sully:

Auch dir ein Dankeschönsmile

Ich schätze mal, ich muss Robert McGregors Grab auf die Agenda für die nächste Schottlandtour setzen. Wenn du sagst, dass man das mal gesehen haben sollte, werde ich deinen Worten selbstverständlich folgenlaughing

Verzeih meine Unwissenheit, aber in welcher Gegend ist das eigentlich?

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

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