Deep Blue Sea

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Nicht der beste Haifilm seit "Der weiße Hai"

Deep Blue Sea Kritik

Deep Blue Sea Kritik
12 Kommentare - 01.02.2018 von luhp92
In dieser Userkritik verrät euch luhp92, wie gut "Deep Blue Sea" ist.

Bewertung: 2.5 / 5

Vielleicht habe ich den Film 10-15 Jahre zu spät gesehen, aber aus heutiger Sicht kann ich mir nicht so recht erklären, warum "Deep Blue Sea" so beliebt ist und als bester Hai-Horrorfilm seit "Der weiße Hai" gilt. Hier kumuliert sich Einiges, was in solchen Wasserhorrorfilmen für gewöhnlich schief läuft.

Strunzdumme Charaktere peilen nicht, dass man sich vom Wasser fernhalten sollte und gehen der Reihe nach hops, es sei denn, man ist der glattgeleckte und gewollt coole Held des Films und bekämpft die Haie mit Verstand und Bizeps (Thomas Jane) oder mit der Kraft Gottes (LL Cool J). Der weibliche Part besteht einerseits aus einer Kreische-Blondine (Jacqueline McKenzie) und andererseits aus einer Wissenschaftlerin (Saffron Burrows), die eigentlich zu den interessanteren Charakteren gehört, sich gegen Ende aber mit Unterwäscheszenen begnügen muss und einen ziemlich unrühmlichen Abgang erhält. Einziges wirkliches Highlight: Samuel L. Jackson mit seiner legendären Todesszene!

Die Haie (eine Remineszenz an "Der Weiße Hai 1-3") sind toll animiert (eine Mischung aus Animatronik, CGI und realen Haiaufnahmen) und sorgen für ordentlich Spannung, passen allerdings durch jede noch so enge Öffnung und teleportierten sich anscheinend quer durch die Unterwassenanlagen, je nachdem wo der Plot sie gerade benötigt. Um dies richtig beurteilen zu können, mangelt es hier an einem Gesamtüberlick für den Zuschauer, es wird nicht zur Genüge herausgestellt, wo sich die Charaktere und Haie gerade befinden.

Steht zu Beginn von "Deep Blue Sea" noch die Handlung um ein ethisch fragwürdiges und gesetzeswidriges Forschungsprojekt zur Bekämpfung von degenerativen neurologischen Krankheiten im Fokus und beschränkt sich Regisseur Renny Harlin noch auf den Horror-/Thrilleraspekt, wird der stupide Actionanteil leider nach und nach aufgedreht, im letzten Drittel hat mich der Film dann beinahe komplett verloren. Zum Glück kann man sich als Zuschauer neben den Haianimationen durchgehend an den großartigen Wassereffekten und Aufnahmen in den für "Titanic" gebauten Wassertanks erfreuen!

Was letztendlich jedoch bleibt, ist ein mittelmäßiger Film, der zwar gut unterhält, den Titel "Zweitbester Haihorrorfilm nach Der weiße Hai" aber nicht verdient. Dieser gebührt meiner Meinung nach "47 Meters Down", "The Shallows" oder "Open Water".

Deep Blue Sea Bewertung
Bewertung des Films
510
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12 Kommentare
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WiNgZzz : : Moviejones-Fan
04.02.2018 22:06 Uhr
0
Dabei seit: 14.01.11 | Posts: 1.472 | Reviews: 0 | Hüte: 41

@sid: Aber auch erst seit 2013. Davor war Cliffhanger viele Jahre lang ab 18 und indiziert.

Ach komm...

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luhp92 : : BOTman Begins
04.02.2018 15:15 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 9.459 | Reviews: 112 | Hüte: 284

@Tim
"Also das er der beste Haihorrorfilm seit Weiße Hai sein soll, habe ich zwar noch nie gehört"

Ich teilweise schon, primär spiegelt sich das für mich aber in den Bewertungen und der Beliebtheit des Films wieder.

@FoxMulder
Neben "The Shallows" auch noch "47 Meters Down" und "Open Water", alle drei haben mir wesentlich besser gefallen als "Deep Blue Sea".

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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FoxMulder : : Moviejones-Fan
04.02.2018 13:42 Uhr
0
Dabei seit: 19.02.15 | Posts: 114 | Reviews: 0 | Hüte: 2

Bester Hai-Horrorfilm seit "Der weiße Hai" ist aber schon ganz passend. Außer vielleicht "Shallows" fällt mir kein Film ein, der dieses Kriterium erfüllt.

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Tim : : King of Pandora
03.02.2018 00:16 Uhr
0
Dabei seit: 06.10.08 | Posts: 2.702 | Reviews: 192 | Hüte: 56

Also das er der beste Haihorrorfilm seit Weiße Hai sein soll, habe ich zwar noch nie gehört, aber DBS ist halt guter unterhaltsamer Tierhorror. Zu viel CGI aber besitzt alle Zutaten, die so ein Film braucht.

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luhp92 : : BOTman Begins
02.02.2018 18:17 Uhr | Editiert am 02.02.2018 - 18:25 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 9.459 | Reviews: 112 | Hüte: 284

@sid
Ich werde dann berichten :-)

@all
Anscheinend hat er Hollywood hinter sich gelassen und dreht nun nur noch in China.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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sid : : Fischfutter
02.02.2018 18:03 Uhr
0
Dabei seit: 01.10.12 | Posts: 1.100 | Reviews: 14 | Hüte: 24

Manches Hintergrundwissen ist schon interessant ^^.
Und ja, Driven ist ziemliche Grütze. Hatte ich ganz vergessen/verdrängt.

@luhp
Bei Cliffhanger empfehle ich natürlich die ungeschnittene Version (hat tatsächlich nur FSK 16). Und gerade gestern hab ich gelesen, dass die Szene am Anfang (die, wo das Stofftier rausfällt, mehr kann ich nicht sagen, um Dir nichts zu spoilern), mit einem Fallschirm auf dem Rücken gedreht wurde, der auch gebraucht wurde. Du wirst dann verstehen, warum ;).

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MobyDick : : Moviejones-Fan
02.02.2018 16:11 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 2.363 | Reviews: 16 | Hüte: 118

Welcher Harlin-Film auch komplett zerstört ist, ist Driven mit Sly und Till Schweiger in der Rolle des Beau Brandenburg und mit Verona Damals-Feldbusch in einer Nebenrolle. Der Film ist ja an sich schon Grütze, aber dann wurde er komplett so geschnitten und ganze Handlungsstränge einfach rausgeschnitten, dass der Film jegliche Verständlichkeit verliert, was man dann an den deleted scenes sieht. Man hat echt das Gefühl, dass man mit den geschnittenene Szenen im Film einen halbwegs runden Film gehabt hätte.

und btw: Auch wenn Tödliche Weihnachten ein Megaflop war, halte ich ihn schon für einen wirklich guten 90s Reisser - und neben Stirb Langsam zu den modernen WeihnachtstestosteronKlassikern - mit einem supercoolen Drehbuch von Shane Black!

Dünyayi Kurtaran Adam
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luhp92 : : BOTman Begins
02.02.2018 09:28 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 9.459 | Reviews: 112 | Hüte: 284

@Kothoga

"Cliffhanger" habe ich noch nicht gesehen, steht aber auf der Liste der Stallone-Filme, die ich mir noch anschauen möchte!

"Devil’s Pass" bekommt teilweise auch echt unterirdische Bewertungen, ich glaube aber, seinen absoluten Tiefpunkt erreichte Harlin 2014 mit "The Legend of Hercules", hier fallen die Bewertungen jedenfalls noch schlechter auch als bei "Exorzist: Der Anfang" ^^

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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Kothoga : : Moviejones-Fan
02.02.2018 05:29 Uhr
0
Dabei seit: 05.03.17 | Posts: 371 | Reviews: 0 | Hüte: 11

@luph

Renny Harlin war eines der großen Action-Regie-Hoffnungen Anfang der 90er, brachte mit "Stirb langsam 2" und "Cliffhanger" zwei wirklich tolle Filme zustande, ehe er Geena Davis heiratete...als ich "Tödliche Weihnachten" im Kino sah, wußt ich, das der Typ fertig war, sein absoluter Tiefpunkt war aber sicherlich sein "Exorzist"-Prequel, der ist ganz übel! Das letzte Lebenszeichen von Harlin, was ich sah, was ganz ordentlich war, war die Buddy-Komödie "Skip Trace" mit Jackie Chan, da blitze leicht sein Talent wieder durch.

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luhp92 : : BOTman Begins
01.02.2018 21:51 Uhr | Editiert am 01.02.2018 - 21:56 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 9.459 | Reviews: 112 | Hüte: 284

@MobyDick
Ja, das hat mich schon etwas überrascht, als ich gestern abend gelesen habe, dass Harlin auch "Die Piratenbraut" gedreht hat. Aber abseits davon verdanken wir ihm den tollen "Stirb Langsam 2"!

Saffron Burrows ein Geena-Davis-Klon, interessant! Ob die Trennung von Geena Davis erklärt, wie Harlin im Film mit Burrows umspringt?^^

@sid
Ein richtiger Schocker natürlich nicht, aber zu Beginn standen eben noch die Horror- und Thrilleraspekte im Vordergrund. Für einen Abend mit Freunden ist "Deep Blue Sea" tatsächlich besser geeignet als für einen Abend alleine.

Der Abgang von Samuel L. Jackson war die einzige Szene, die ich vorher schon kannte, dementsprechend war die Überraschung natürlich futsch, was aber nichts an der Genialität ändert. Die Szene im Ofen war ebenfalls klasse, schöne und witzige Ironie!

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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sid : : Fischfutter
01.02.2018 21:19 Uhr | Editiert am 01.02.2018 - 21:20 Uhr
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Dabei seit: 01.10.12 | Posts: 1.100 | Reviews: 14 | Hüte: 24

Ich fand den Film recht unterhaltsam, aber mehr als 7/10, maximal 7.5, würde ich auch nicht verteilen. Ein richtiger Schocker ist es mMn nicht, eher für einen netten Chips-Abend mit Freunden oder zu zweit gedacht. Aber ich kannte die berühmte Szene nicht (also wusste nicht, dass sie kommt) und an der Stelle hat es mich echt gerissen. Die Glasscheiben-Szene hat sich mir auch noch eingeprägt - überhaupt "erwischt" es erstaunlich viele, was für Spannung sorgt. Längen hat der Film eigentlich keine, außer vielleicht ein bisschen am Anfang. Das "Vermächtnis-Rezept" und die Szene im Ofen fand ich auch noch ganz witzig wink.

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MobyDick : : Moviejones-Fan
01.02.2018 17:44 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 2.363 | Reviews: 16 | Hüte: 118

Nun ja, das siehst du vollkommen richtig, da bist du einige Jahre zu spät auf den Zug aufgesprungen - aber das kennst du ja bereits auch aus anderen Genren und Reihen wink Weiteres interessantes am Rande: Renny Harlin war damals schon auf dem absteigenden Ast, weil er mit seiner Partnerin Geena Davis die beiden Megaflops Die Piratenbraut und Tödliche Weihnachten in den Sand gesetzt hatte. Die beiden trennten sich und irgendwie schien Harlin noch immer an ihr zu hängen, weshalb er wohl Suffron Burrows besetzte, und sie dann im Feuleton damals als jüngerer Geena Davis Klon gewürdigt wurde.

Übrigens fand ich den Film damals auch nicht so prickelnd.

Dünyayi Kurtaran Adam
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