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DWK 5 - Die Wilden Kerle

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Die Wilden Kerle 5 - Kritik

DWK 5 - Die Wilden Kerle Kritik

DWK 5 - Die Wilden Kerle Kritik
2 Kommentare - 14.08.2021 von ProfessorX
In dieser Userkritik verrät euch ProfessorX, wie gut "DWK 5 - Die Wilden Kerle" ist.

Bewertung: 1 / 5

Einige Zeit nach dem Sieg über die Silberlichten feiern die Wilden Kerle in einem Wald. Doch plötzlich verschwindet Leon (Jimi Blue Ochsenknecht) spurlos. Vanessa (Sarah Kim Gries) und die anderen können sich das nicht erklären, bis Raban (Raban Bieling) und Joschka (Kevin Iannotta) eine Vermutung äußern. So gehen sie davon aus, daß er von Vampiren entführt wird. Gemeinsam fahren sie in das Reich der Vampire und treffen dort auf ein Steinwesen (Philip Gaube), der sie davor warnt in diese Welt einzutreten. Doch die Wilden Kerle ignorieren diese Warnung und treffen dort auf Darkside (Marvin Unger), der sie zu einem 3D-Fußballmatch herausfordert.

Eigentlich sollte man meinen, daß man ob des ständigen Verfalls dieser ehemalig als Fußball-Kinderfilme getarnten Reihe nicht überrascht werden kann. Was man eigentlich getrost als Cash-Grab auf den damaligen Twilight-Hype verstehen kann, ist in Wahrheit sogar noch vor Stephanie Meyers Dauerschund auf die Leinwände losgelassen worden. Doch wo fängt man an, wenn man über diesen Film redet. Denn Tatache ist, daß sogut wie gar nichts funktionieren will. Redet man also kurz über die wirklich guten Aspekte, so kann man vor allem hervorheben, daß Nick Romeo Reimann und Janina Fautz als Gespann schon funktionieren. So ist Reimann genau das, was die ursprünglichen Kerle mal waren: Frech, vorlaut und eben eine starke Identifikationsfigur für das doch recht junge Zielpublikum.

Doch damit fällt der Film auch schon leider komplett in sich zusammen. Denn alles andere ist die pure Folter. Zum einen sind es die Darsteller, die ob der Dramaturgie, der Dialoge und der wirklich armseeligen Regieanweisungen gar nicht wissen, wie sie diese Sätze rüberbringen sollen. Joachim Masannek Arbeit lässt einen schon mit Fragezeichen zurück. Hat er etwa gesagt: "Hier stellst du dich hin und dann sagst du etwas?" Man wird das wohl nie genau verifizieren, dennoch wirken die Schauspieler genauso. Gries, Wessel, Ianotta, Ochsenknecht oder Unger wirken alle so, als wären sie gerade in einem unangenehmen Alptraum gefangen. Das ist nicht mal mehr auf dem Level einer Seifenoper, sondern wirkt wie ganz, ganz miserabeles Schultheater. Dazu sind auch die Dialoge noch ziemlich peinlich geraten, daß man vor Fremdscham gar nicht anders kann, als wegzuschauen.

Das Studio hat sich sicher auch ähnliches gedacht, als sie das Drehbuch bekamen. Denn auch optisch wirkt der Film hier wie auf Sparflamme gemünzt. Sets wirken leer, und unglaublich fade. Was früher noch Deatilverliebt und bunt war ist getauscht worden gegen etwa zwei Orte an denen der Film dann primär spielt. Dabei halten sich die Schauspieler furchtbar pathetische und zugelich kindische Sätze um die Ohren. Dabei entsteht auch inszenatorisch totale Leere. Wer dachte, es passiere auch etwas in diesem Film, der muss leider mit der Enttäuschung leben, daß rein gar nichts passiert.

Der Plot ist dabei an jedem Haar, daß man nur zum herbeiziehen eine Idee verwenden konnte herbeigezogen worden. Wir haben Kinder die plötzlich wie Nomanden durch die Welt ziehen, dabei auf ihren Motorrädern fahren, irgendwie keine Aufsichtskräfte haben, gegen das Jenseits gestolpert sind, irgendwie Fußballfantisch sind, aufeinmal Waffen und andere Geräte bauen können, sich in Kriegstracht wiederfinden und jetzt gegen Vampire antreten. Was hier mit etwas Blut gewürzt werden könnte und damit zu einem echt unterhaltsamen Trashfilm avancieren könnte, ist nur leider ein so dermaßen stupider Kinder-/Prepubertärenfilm.

Ganz nebenbei taucht dann das Herzstück dieser Reihe nicht mehr auf, und wird durch einen banalen Cameo zu Beginn und Ende vertröstet. Ach ja, und es bleibt wohl auch kaum der Rede wert, daß neben dam ganzen Trara eben der Fußballanteil in diesem Fußballfilm minimal ist. Und wenn es dann zum 3D-Fußball kommt, versteht wirklich niemand mehr, was da eigentlich passiert. Unfreiwilig amüsant hingegen ist die Tatsache, daß es in dem Film erneut zur dermaßenen Sexualisierung von Kindern kommt, daß man eigentlich nur noch lachen oder weinen kann.

Was mal als unschuldige und wirklich nette Idee begann, ist mit dem fünften Teil dieser Reihe an abstruser Mix aus allem und eine miserable Leistung in auch allem was den Film so sehenswert machen soll. Niemand der an dem Film beteiligt war, hatte wirklich noch Lust das zu drehen, mit Außnahme der Jüngsten vielleicht, ist es gähnende Leere die eben auf nicht gewollten Sphären zum Nachdenken anregt.

DWK 5 - Die Wilden Kerle Bewertung
Bewertung des Films
210
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2 Kommentare
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ProfessorX : : Moviejones-Fan
17.08.2021 08:43 Uhr
0
Dabei seit: 17.05.14 | Posts: 644 | Reviews: 137 | Hüte: 19

@luhp92

Jo, also das war tatsächlich nicht so einfach. Gerade gegen Ende haben die Filme echt nur noch Schmerzen bereitet.

Aber nein, Teil 6 wird nicht folgen. Zumal der ja auch eher ein Reboot ist und mit der Ursprungsreihe eher weniger zutun hat. ^^

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
16.08.2021 21:16 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 14.487 | Reviews: 158 | Hüte: 517

Wow, du hast das ja echt durchgezogen laughing
Die Reviews lesen sich unterhaltsamer, als die Fortsetzungen wahrscheinlich sind^^

Wird Teil 6 noch folgen?

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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