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Rambo

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Das Erste Blut

Rambo Kritik

Rambo Kritik
7 Kommentare - 19.09.2019 von MobyDick
In dieser Userkritik verrät euch MobyDick, wie gut "Rambo" ist.

Bewertung: 4.5 / 5

Was? Es gibt hier nicht eine wirkliche Kritik zu First Blood? Das kann ja nicht sein! Bevor also ZSSnake den letzten Film kritisert, hier noch schnell meine Kritik zum ersten, eigentlichen und einzigen Rambo.

Und da es wie Eulen nach Athen tragen ist, diesmal recht kurz gehalten (Juchuu!)

First Blood (so der Originaltitel) erzählt eine Episode im Leben eines traumatisierten Vietnam-Kriegs-Heimkehrers, der mittlerweile quasi als Landstreicher seine alten Kumpels abklappert. In einer Kleinstadt wird ihm sehr deutlich signalisiert, dass man "solche Leute wie ihn" dort nicht haben möchte und er wird ausser Staddt gefahren. Da er nichts getan hat, und sich blöd angegangen fühlt, geht er trotzdem in die Stadt zurück, wird vom Sheriff (eigentlich lediglich zur Einschüchterung) in Gewahrsam genommen und im Polizeirevier plötzlich von den anderen Polizisten schikaniert und in die Enge getrieben. Eins führt zum anderen, der traumatisierte Veteran schlägt um sich, entkommt, und plötzlich ist der gesamte Polizeiapparat hinter ihm. Er flieht in die Berge und macht einen Polizisten nach dem anderen unschädlich, ohne ihnen wirklich was zu tun, mit der Warnung, ihn endlich in Ruhe zu lassen. Daraufhin werden sie immer rigoroser und es fliesst Blut. Schließlich rückt die Armee an und selbst der Ausbilder Rambos tanzt an, um seinen Senf zu der Sache abzugeben.

Rambo ist eine ziemlich deutliche Ansage ans Establishment, eine Underdog Story, und sehr ambivalent in seiner Figurenzeichnung. So ist Rambo fortwährend ein getriebener und noch längst kein Supersoldat. Die eigentliche Hauptfigur ist Brian Dennehys Sheriff, der den normalen Ottonormalverbraucher spielt, der hier nicht ständig an die Vietnam-Niederlage erinnert werden möchte, der nicht sehen möchte, was die eigene Regierung aus den Kindern der Nation gemacht hat. Lieber schliesst er dieses Kind weg und denkt nicht mehr daran, als dass er sich dem Schmerz stellen würde. Er will auch keinen Krieg vom Zaum brechen, die Sache eskaliert, als andere mit dieser schlafenden Wut anders - sprich aggressiver - umgehen.

Trautman als Charakter ist da noch ein großes Stück ambivalenter, denn einerseits hat er Rambo zerstört und zu dem gemacht, der er ist. Er hat sich auch nie um den Mann nach der Rückkehr gekümmert, und jetzt, wo der Pitbul von der Leine gelassen ist, soll er Schadensbegrenzung betreiben. Dass Rambo nicht gegen seinen Vorgesetzten bestehen kann, ist auch ein perfides Instrument des Gefügigmachens des Soldaten.

Und dann haben wir hier John Rambo, Dreh- und Angelpunkt des Films, und gleichzeitig eigentlich nur einer, der immer nur reagiert und gegen die Eskalation der Gewalt gar nichts ausrichten kann, weil ihm keiner zuhört. Stallone spielt diese Figur mit einer Innbrunst, die er danach nie wieder erreichte (und hört mir mit Copland oder irgendwelchen Creeds auf!), und er überzeugt auf ganzer Linie als Getriebener ohne Aussicht auf Erlösung.

Das nicht verwendete Ende, in dem Rambo stirbt, halte ich für diese Figur und diesen Film in der Tat auch für zu drastisch, denn dieser John Rambo verdient in der Tat wahrscheinlich eine zweite Chance, und da finde ich Slys Bedenken diesbezüglich tatsächlich gerechtfertigt, dass es ja ausreicht, wenn er verhaftet wird.

Aber eines weiteren Teiles hätte es sicherlich nicht bedurft in diesem Filmkosmos (geschweige denn jetzt sogar 4 Fortsetzungen).

Als intensiver, intelligenter, Action-Beitrag mit kleiner Antikriegsbotschaft ein immer wieder gerne gesehener Klassiker!

Rambo Bewertung
Bewertung des Films
910
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7 Kommentare
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Silencio : : Moviejones-Fan
20.09.2019 11:16 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 1.653 | Reviews: 47 | Hüte: 167

Moby:

Ob er wirklich zehn Jahre zu spät erschienen wäre, kann ich da allerdings nicht sagen: der Film geisterte wohl schon einige Jahre in Hollywood rum, wäre also durchaus denkbar, dass das irgendwann in der Mitte der 70er war.

Ich denk übrigens, dass das Ende so wie es ist ambivalenter ist: klar, da ist die Möglichkeit, dass Rambo "gerettet" wird, es besteht aber auch die Möglichkeit, dass Rambo nie wieder auf den rechten Weg kommt - was die Sequels dann ja ausbuchstabiert haben, weil sie anders nicht möglich gewesen wären...

"I know writers who use subtext... and they are all cowards."

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MobyDick : : Moviejones-Fan
20.09.2019 10:59 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 4.654 | Reviews: 71 | Hüte: 307

Danke für die beiden Hüte @Kothoga und luhp :-)

Silencio:

Interessante News, allerdings glaube ich, dass der Film dann eher in Richtung eines Blutige Spur gegangen wäre, und zwar über 10 Jahre zu spät. Daher finde ich den Film so wie er ist, eigentlich genau richtig.

Zum Thema Rambos Tod:

Ja hätte auch funktioniert und hätte sicherlich auch super funktioniert - auch in dieser Filmwelt, ohne dass der Film dadurch schlechter geworden wäre, vielleicht sogar im Gegenteil, da dadurch die Message sehr deutlich gewesen wäre und auch ein sehr runder Abschluss. Aber ich persönlich finde, dass manchmal ein Fünkchen Hoffnung auch nicht das Schlechteste ist wink

Dünyayi Kurtaran Adam
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
19.09.2019 23:04 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 11.877 | Reviews: 176 | Hüte: 391

Hut für beide Reviews wink

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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TiiN : : Goldkerlchen 2019
19.09.2019 20:30 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 4.816 | Reviews: 116 | Hüte: 204

Ich denke ebenfalls, dass das alternative Ende mit dem Tod von John Rambo gut gepasst hätte. Damit wäre der Film noch einen Tick eindringlicher in seiner Wirkung geblieben.
Wobei ich natürlich die Fortsetzungen aufgrund ihrer Action mag, auch wenn sie selbstredend nicht an das Original herankommen.

Stallone spielt diese Figur mit einer Innbrunst, die er danach nie wieder erreichte (und hört mir mit Copland oder irgendwelchen Creeds auf!)

Das sehe ich ganz genau so!

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Kothoga : : Moviejones-Fan
19.09.2019 18:45 Uhr
0
Dabei seit: 05.03.17 | Posts: 678 | Reviews: 0 | Hüte: 16

@MobyDick:

Perfekt heruntergebrochen, dafür nen Hut!

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Silencio : : Moviejones-Fan
19.09.2019 18:38 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 1.653 | Reviews: 47 | Hüte: 167

Wo du Dennehy als eigentlichen Protagonisten nennst: ursprünglich wollte der Newman ja mal die Hauptrolle in "First Blood" spielen - eben als Sheriff Teasle.

Übrigens denke ich, dass auch ein Ende mit totem Rambo funktioniert hätte - gerade weil er keine zweite Chance kriegt, die er eigentlich verdient.

"I know writers who use subtext... and they are all cowards."

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MobyDick : : Moviejones-Fan
19.09.2019 17:54 Uhr
2
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 4.654 | Reviews: 71 | Hüte: 307

... wie gesagt, unglaublich, dass bisher nicht eine weitere Kritik zu diesem Werk hier vorlagyell

Dünyayi Kurtaran Adam
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