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Shazam!

Kritik Details Trailer Galerie News
Be the Hero! - Shazam!

Shazam! Kritik

Shazam! Kritik
15 Kommentare - 07.04.2019 von ZSSnake
In dieser Userkritik verrät euch ZSSnake, wie gut "Shazam!" ist.
Shazam!

Bewertung: 4 / 5

Shazam! war ein Film, auf den ich mich dieses Jahr besonders gefreut hatte. Ich empfand bereits von Beginn an die Prämisse eines Teenagers, der Superkräfte auf (gefühlt) Superman-Level bekommt als spannend und zugleich ungemein witzig. Nun läuft der Film und ich durfte ihn heute (in einem komplett leeren Kino ohne jedwede Störungen) für mich selbst entdecken.


Inhalt:
Thaddeus Sivana hat es nicht leicht. Er wird von seinem großen Bruder und seinem Vater tagtäglich daran erinnert, dass sie nichts von ihm halten. Als sich der Junge plötzlich auf magische Weise in einer Höhle im sogenannten Fels der Ewigkeit wiederfindet und vor sich den mächtigen Magier Shazam stehen sieht, stellt ihn dieser vor eine Wahl, welche sein Leben für immer verändern soll. Erweist er sich als würdig, der Champion des Magiers zu werden, oder wird er den Versuchungen der sieben Todsünden erliegen, welche Shazam geschworen hatte in ihren Kerkern aus Stein gefangen zu halten?

Trailer zu Shazam!

Kritik:
Tatsächlich ist die Geschichte von Shazam! die zweier Jungen, die vor der gleichen Entscheidung standen und sich mit ähnlichen Bedingungen konfrontiert sahen. Im Grunde die perfekte Ausgangslage für eine clevere Beziehung zwischen einem Held und seinem Schurken, die aus sehr ähnlichem Holz geschnitzt sind. Überhaupt bedient sich der Film in vielerlei Hinsicht der Frage, was uns zu dem macht, der wir sind. Das Umfeld und die Menschen die uns lieben machen uns aus, sie definieren wer wir werden können und zu was wir fähig sind. Und obgleich die Entwicklung im FIlm insbesondere im Bezug auf Hauptfigur Billy an manchen Stellen etwas verkürzt wirkt, gibt ihm das Skript doch eine völlig nachvollziehbare Motivation zu dem zu werden, der er am Ende ist. Angenehm jedenfalls, einen Helden mit einem echten Character-Arc in einem modernen Blockbuster zu sehen.


Überhaupt muss man vor dem Drehbuch von Henry Gayden (nach der Story von Darren Lemke) den Hut ziehen, da sie, anders als dieses Jahr Aquaman, sich zwar auf viele Elemente der klassischen Origin-Story berufen, jedoch alle Subplots logisch öffnen und schließen und keinen davon irrellevant in der Luft hängen lassen. Jedes Element und jede Entwicklung hat ihren Platz und dient dabei der Story und der Entwicklung unserer Hauptfiguren. Dass dabei die Nebenfiguren teils recht oberflächlich gezeichnet bleiben, kann man unterm Strich verzeihen, da wir bereits sehr früh in eine Gruppe von verschiedenen Kindern und Teenagern hineingeworfen werden, die alle ihrere eigenen, leider recht stereotypen, Persönlichkeiten besitzen und die Adoptivgeschwister von Billy werden.


Dabei liegt der Fokus aber in erster Linie auf einigen wenigen von ihnen, namentlich Billy, Freddy und eben oben genanntem Thaddeus, der als Junge vor der gleichen Entscheidung stand wie Billy. So entwickelt sich eine brüderliche Beziehung zwischen Superhelden-Geek Freddy und Billy, zugleich aber eben auch der Gedanke, wie nah Billy an all dem ist, was Thaddeus zu dem machte, der er zum Zeitpunkt der Geschichte ist. Alles selbstredend irgendwie auf Blockbusterebene recht simpel gehalten, aber trotzdem durchgehend nachvollziehbar.


Sandbergs Regie, den ich nach Lights Out und Annabelle Creation schätzen gelernt habe, ist unaufgeregt und sehr funktional gehalten, profitiert aber grade in den Actionszenen genau davon, da er auf zu heftige Spielereien verzichtet und mehr auf Übersichtlichkeit setzt. Die Sequenzen bleiben damit durchweg auf einer Ebene, der man sehr gut folgen kann, die aber nur selten aus klassischem "been there, done that" anderer Superhelden-Blockbuster ausbricht. Zachary Levi gelingt es jedoch so hervorragend sein inneres Kind bzw. den innerern Teen zu leben, dass wir ihm gerne bei all dem zusehen.


Die Entwicklung des Zwischenspiels von Billy und seinem alter Ego und die damit einhergehenden Entdeckungen bezüglich seiner Kräfte fühlt sich natürlich an und auch Asher Angels Reaktionen des jungen Billy auf all das um ihn herum scheinen völlig nachfühlbar. Man stelle sich vor, man bekäme als Teenager eine Art Schalter in die Hand gedrückt, mit dem man einen inneren Superman einfach ein- und ausschalten könnte, aber eben rein körperlich: Genau das vermittelt uns Angel im Team mit seinem Filmbruder Jack Dylan Grazer hervorragend. Würden wir sofort loslegen die Welt zu retten? Nein, warum auch? Wir würden die Kräfte und die Ungezwungenheit genießen, die damit einhergeht und sie natürlich in einer (zum Glück spielt der Film in Philly) Rocky-Würdigen Montage erstmal für uns entdecken wollen.


Und so macht es einfach Laune, zu sehen wie aus Billy, dem Runaway langsam aber sicher Shazam, der Superheld wird, den Levi mit all dem Spaß spielt, den man bei einer solchen Rolle erwarten düfte. Was Anknüpfungen an das bisherige DCEU angeht (ob es nun noch exisitert oder nicht) kann man übrigens festhalten, dass wir hier einige lockere Referenzen finden, wir aber drei Helden definitiv und 2 weitere auf jeden Fall implizit als "existent" in Shazams Universum festhalten können. Trotzdem fühlt es sich alles ziemlich natürlich an und wirft auf Grund des vergleichsweise "kleinen" Rahmens, in dem der Konflikt stattfindet, auch nicht unbedingt die Frage auf, warum keine Mitglieder der Justice League aktiv eingreifen. Der wahre Status Quo des "wer ist noch offiziell dabei und wer nicht?" (abgesehen mal von EINEM gesichtslosen Cameo) wird jedoch weiterhin wohl nur DC/Warner bekannt sein.


Zu guter letzt noch ein paar Worte zur Musik aus der Feder von Benjamin Wallfisch und zum Sounddesign: Neben einem Main-Theme für Shazam selbst, das angenehm heroisch daherkommt, bietet uns Wallfisch einige sehr atomosphärische Stücke und ansonsten viel Erwartbares. Leicht überdurchschnittliche Blockbusterkost mit einigen positiven Akzenten. Das Sounddesign hingegen macht richtig Freude, kommt mit knackiger Geräuschkulisse und immer wieder höchst immersiven Elementen daher. Insbesondere in ruhigeren Momenten merkt man zu einem Grad durchaus, dass Sandberg aus dem Horrorfach kommt - nicht etwa wegen der paar reingeschlichenen Jump-Scares, die definitiv vorhanden sind, sondern eben vor allem durch die starke Soundkulisse, mit der eben grade im Horrorgenre oft ein Film steht und fällt.


Fazit:
Shazam! ist ein ernsterer Film geworden, als die Trailer hatten vermuten lassen. Ja, er hat durchaus eine wunderbare Leichtfüßigkeit an sich, aber er nimmt dabei trotzdem seine Charaktere und deren Probleme ernst und liefert dabei zugleich einen vergleichsweise nachvollziehbaren und guten Schurken, dem Mark Strong, ohne übermäßigen Cheesefaktor, eine greifbare Bedrohlichkeit verleiht. Alles selbstredend im Rahmen moderner Blockbusterkost, aber durch das Herz der Story und die kompetente Regie gepaart mit der überdurchschnittlichen Musik und superbem Sounddesign gelingt es Shazam! von Anfang bis Ende nicht nur zu unterhalten, sondern uns auch einige wirklich emotionale Momente zu präsentieren, die mir ein wenig einen Kloß im Hals bescherten.


So wird aus Shazam! vielleicht der beste DC-Film seit Snyder ausgebootet wurde und definitiv der, bei dem ich, anders als bei Wonder Woman oder Aquaman, keine ernsthaften Probleme mit irgendwelchen seiner Elemente hatte. Von mir gibt es entsprechend

4/5 Hüte bzw. 8/10 Punkte


und die klare Empfehlung dem Film die Chance im Kino zu geben. Der Mix aus Jugendabenteuer, ein wenig Spider-Man Homecoming und moderner Blockbusteraction macht Spaß, berührt und entlässt einen mit einem zufriedenen Grinsen aus dem Kino.

Shazam! Bewertung
Bewertung des Films
810
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15 Kommentare
MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
16.04.2019 22:35 Uhr | Editiert am 16.04.2019 - 22:36 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 8.103 | Reviews: 164 | Hüte: 473

Nach der heutigen zweiten Sichtung im Kino kann ich ergänzen, dass das 3D überwiegend echt solide war, in manchen Szenen machte es echt Spaß. Außerdem bleibt der wirklich positive Ersteindruck und wird von etlichen kleineren Details, die mir beim ersten Mal nicht auffielen (das "Auge" spiegelt sich beispielsweise in der Brille des jungen Thaddeus genau da, wo es später beim erwachsenen sitzen wird, hübsches kleines Detail), nochmal zementiert. Der Film ist bislang mein diesjähriger Bumblebee (ein Film bei dem ich optimistisch war nach den Trailern und trotzdem noch positiver überrascht wurde, als erwartet).

Zudem ein kleiner Nachtrag zum Score: in vielen Szenen channelt Wallfisch seinen inneren John Williams und ich fühlte mich ein ums andere Mal poaitiv an Star Wars erinnert ^^

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
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Elwood : : Toyboy
08.04.2019 18:13 Uhr
0
Dabei seit: 10.03.17 | Posts: 711 | Reviews: 5 | Hüte: 85

Danke für die Dunstkiepe!

Ich hasse dieses Nazi Gesocks!

MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
08.04.2019 15:16 Uhr
1
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 8.103 | Reviews: 164 | Hüte: 473

Danke fürs Lesen und nen Hut für deine Review erstmal.

Ja grade bei dem Film ist es klar, wo die Stärken liegen und genau zu denen schreibt man dann halt auch. Trotzdem schön zu lesen, dass man eben nicht mit seinem romantischen Filmherz was gesehen hat, was sonst keiner so wahrnimmt, sondern genau das auch bei anderen ankommt.

Zur Musik:

In einer Zeit wo eben Scores oft eher belanglos sind, fallen dann grade ein paar eindringlichere Stücke umso mehr auf. Zumal ich Wallfisch nach Blade Runner 2049 und A Cure for Wellness eh schätzen gelernt hab.

Zum Sounddesign:

Als jemand der eben stark auch im Horror unterwegs ist, wo viel von der Atmosphäre genau mit diesem Punkt steht und fällt entwickelt man irgendwie n Ohr für diese Technischen Aspekte bei Filmen. Z.b. wenn Thaddeus zu Beginn das überfrostete Auto öffnet und es sich eben genau so knackig und satt anhört, wo man im Kopf denkt, dass es klingen müsste. Auch ein perfektes Beispiel dafür wäre z.B. das gesamte Sounddesign bei Dunkirk, ohne das dieses Mittendrin-Gefühl nicht funktioniert hätte (bei dem hätte übrigens Wallfisch auch gemeinsam mit Mentor Zimmer die Finger mit im Score ^^).

So oder so freu ich mich natürlich immer, wenn ne Review gut ankommt.

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
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Elwood : : Toyboy
08.04.2019 14:59 Uhr
1
Dabei seit: 10.03.17 | Posts: 711 | Reviews: 5 | Hüte: 85

Schöne Review!

Stimmt, die Kritiken heben tatsächlich ähnliche Punkte hervor. Aber was will man auch anderes schreiben? Finde deine Anmerkungen zur Musik und zum Sounddesign immer besonders interessant, weil das Punkte sind, die sich meiner Wahrnehmung regelmäßig entziehen. Ich weiß, dass sie da sind, kann mich aber nicht auf sie konzentrieren, ohne das Gesehene zu vernachlässigen...

Ich hasse dieses Nazi Gesocks!

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
08.04.2019 09:02 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 11.901 | Reviews: 176 | Hüte: 396

@ZSSnake

"Captain America" und "Thor" natürlich auch, das ging damals ja schon aus den Trailern hervor. Ich fühlte mich im Kino aber eben auch an Richard Donners "Superman" erinnert, womit ich nicht gerechnet hatte.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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Silencio : : Moviejones-Fan
08.04.2019 08:45 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 1.667 | Reviews: 47 | Hüte: 170

luhp:

"Wonder Woman" zitiert den Donner-Film, aber sonst würde ich das eher (mit positiverem Spin) wie ZSSnake sehen. Würde ich die "Donnerisierung" nachzeichnen müssen, würde ich den aber nennen.

(Wobei man auch anmerken müsste, dass Donner eh seit Beginn des Trends wie ein Damoklesschwert über ihm hängt...)

"I know writers who use subtext... and they are all cowards."

MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
08.04.2019 04:06 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 8.103 | Reviews: 164 | Hüte: 473

@ luhp:

In Teilen, ja. Aber in vielen Momenten war ich da doch eher an Captain America meets Thor erinnert. Das ganze Ding wirkte, bei aller Liebe, doch zu kalkuliert, auch in seinen Emotionen. Man merkte durchaus, dass da Aspekte da waren, wo der Film aufrichtig wirkte - insbesondere diese "Fish out of Water"-Situation. Aber für mich fühlte sich der Großteil des Films eben zu sehr nach einer minutiös zusammengeschusterten Kopie der Marvelformel ohne eigene Identität an. Zumal der halt auch am Ende quasi die Brausetablette macht, wenn er im Effektgewitter untergeht und alle Logik fahren lässt, um uns das pseudo-emotionale Opfer von Steve zu präsentieren.

Sei es drum, der Film scheint ja auch genug Zuscnauer gefunden zu haben und Gal Gadot ist zweifellos ne tolle Besetzung. Trotzdem blicke ich schon voller Sorgenfalten auf die 1984er-Variante.

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
07.04.2019 23:43 Uhr | Editiert am 07.04.2019 - 23:44 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 11.901 | Reviews: 176 | Hüte: 396

@ZSSnake und Silencio

"Wonder Woman" empfand ich persönlich ja schon als Rückkehr zur Donner´schen Superhelden-Faszination, quasi ein genderswitched "Superman". Da bin ich mal gespannt, wie mir "Shazam!" gefallen wird, ich weiß aber noch nicht, ob ich es für den Film ins Kino schaffe.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
07.04.2019 19:53 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 8.103 | Reviews: 164 | Hüte: 473

@ Silencio:

Wie geschrieben: der ist eben (war für mich auch überraschend) ne Ecke erwachsener und ernster als die Trailer verkaufen wollten - bleibt aber eben trotzdem voller kindlicher Faszination. Vielleicht findest du ja die Zeit doch noch und guckst ihn dir an. So oder so, gern geschehen :-)

@ Raven13:

Danke fürs Lesen zunächst ^^ Ich hoffe er gefällt dir auch so gut. Ich hatte nach dem ersten Trailer zunächst auch den einen oder anderen Zweifel, aber die Idee war zu interessant, um mich kalt zu lassen. Letztlich war er eben einfach neben dem gelungenen Blockbuster vor allem ein guter Film für sich genommen, was immer auch was zählen sollte, grade heute wo einem alles mögliche vorgeworfen wird ^^

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
07.04.2019 19:48 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 1.584 | Reviews: 35 | Hüte: 158

@ ZSSnake

Eine schöne Kritik. wink

Noch vor einem Monat habe ich an Shazam gezweifelt, zu billig und uninteressant wirkten auch mich die Trailer. Nach all den positiven Meinungen bin ich völlig überrascht, dass mich die Trailer so kaltgelassen haben. Ich werde mir Shazam nun definitiv nächste Woche im Kino ansehen.

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Silencio : : Moviejones-Fan
07.04.2019 19:42 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 1.667 | Reviews: 47 | Hüte: 170

ZSSnake:

Zuerst. du verkaufst mir den Streifen gerade tatsächlich hart. Gerade der Hinweis auf die beiden dritten Teile (jeweils aus unterschiedlichen, aber gleich interessanten Gründen gescheitert) zieht. Auf jeden Fall Danke für die ausführlichen Antworten. ;)

"I know writers who use subtext... and they are all cowards."

MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
07.04.2019 19:28 Uhr | Editiert am 07.04.2019 - 19:40 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 8.103 | Reviews: 164 | Hüte: 473

@ Silencio:

Was den philosophischen Ansatz angeht ist Billy witzigerweise derjenige, der die Kräfte hat, Freddy derjenige der ne Ahnung davon hat, was sie bedeuten könnten. Daraus entsteht natürlich nochmal ne eigene (zugegeben irgendwo vorhersehbare) Dynamik, zumal Freddy eben auch an ner Krücke geht. Da gibt es dann eben im Rahmen dann auch die Diskussion darum, sich von anderen benutzen zu lassen (Billy und halt auch unser Filmschurke), bzw. eben auch durch andere erst richtig zu leben (Freddy) und die Moral hinter der Kraft (aus großer Kraft, etc), die hier aber nie explizit hinterfragt wird, sondern wo alles vergleichsweise elegant implizit passiert. Auch hier dann natürlich Themen wie das aus dem Trailer mit dem Bus (Ich hab den Bus gefangen! Du hast ihn erst in Gefahr gebracht, als du mit deinen Kräften gespielt hast! Ja, aber dann hab ich ihn gefangen!), wo hinterfragt wird inwieweit Billy eben "würdig" ist. Allerdings nimmt sich der Film auch nen kurzen Moment klar zu sagen "Würdig oder nicht, du bist grad das was wir haben, weil das Problem sehr akut geworden ist."

Alles interessante Fragen, die ja bereits Superman und auch Spider-Man in früheren Filmen (bezeichnenderweise beide Male in Film 3 ^^) durchgenommen haben mit ihren Kämpfen gegen sich selbst. Aber der Self-Made-Man aus Man of Steel ist hier nicht drin, Billy findet zwar einige seiner Antworten selbst und auch über den Abschluss mit der Vergangenheit, aber erst das ernsthaftere Auseinandersetzen mit anderen Personen und sein "böser Spiegel" eröffnen ihm seine Schwächen, die er auch erst selbst überwinden muss. Mir gefiels, weil es sich letztlich verdient anfühlte.

Danke für den Hut btw.

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
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Silencio : : Moviejones-Fan
07.04.2019 18:46 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 1.667 | Reviews: 47 | Hüte: 170

ZSSnake:

Dann auch hier von hinten, damit das in spätestens drei Posts niemand mehr versteht :p :

Mit Christopher Reeve-Vergleichen fängst du mich immer, das ist unfair. Aber ich finde interessant, dass sich "Bumblebee", "Into the Spider-Verse" und jetzt auch "Shazam" anscheinend mehr in Richtung Kinder orientieren. Da ist der Blick in Richtung Raimi und Donner ja angebracht, die für Kinder und Jugendliche gedreht haben, ohne die Erwachsenen aus dem Blick zu lassen - wie die ursprünglichen Heftchen aus den 30er/40ern. Ich frag mich im Moment, ob wir damit so langsam die Trendwende sehen: Filme, die die Formel ablehnen ("Deadpool", "Logan", der ja selbst schon das Ende einer Ära vermarktet hat, und "Joker") auf der einen Seite, und Filme, die zum Ursprung des Trends zurückwollen - eben "Superman: The Movie" und "Spider-Man" (jaja, Singer, ich weiß, der lief aber "nur" gut und hatte nicht den Megaerfolg wie Raimi).

Ah, du hast in Billy und Freddy Pete und Ned gesehen. Ich verstehe. Ja, nicht unbedingt die schlechteste Charakterdynamik, an der man sich orientieren kann.

Ich meinte nicht mal tonal, sondern eher so "philosophisch". "Man of Steel" strengt sich ja sehr an, Superman zum "self made man" zu machen, der seine Moral selber findet. Du hast in deiner Review eben geschrieben, dass Billy vom Umfeld geformt wird. Da könnte ein Kommentar versteckt sein. Gerade weil die DCEU-Filme ja so "reaktionär" waren (jeder Film ist irgendwie eine Antwort zum Universum - außer "Suicide Squad", der ist einfach nur eine Ablehung der Filmkunst :p), dachte ich, da wäre was.

"I know writers who use subtext... and they are all cowards."

MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
07.04.2019 18:18 Uhr | Editiert am 07.04.2019 - 18:23 Uhr
2
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 8.103 | Reviews: 164 | Hüte: 473

@Silencio:

Ich zäum das Pferd hier mal von hinten auf:

"Alles in allem eine gute Review, die mich durchaus an meiner Entscheidung, den im Kino auszusparen, zweifeln lässt. ;)"

Danke für die Blumen. Dann hab ich ja mein Ziel erreicht vielleicht den einen oder anderen durch die Review zu dem Gedanken an einen Kinobesuch zu inspirieren.

"Kleine Frage hätte ich durchaus: du sprichst ja an, wie der Film auf die Nature vs. Nurture-Diskussion eingeht (Billy wird von seiner Umwelt geformt) - inwiefern kann man in dem Streifen eine Antwort auf "Man of Steel" erkennen? Einer der Trailer hatte eine Einstellung, die stark an Zod vs. Supes über Metropolis erinnerte (einer prügelt den anderen durch die Lüfte, während die Kamera quasi in Schulterperspektive am Geschehen ist)."

Abgesehen von der Ähnlichkeit zwischen den Szenen aufgrund des offensichtlichen Umstandes, dass beide Kontrahenten fliegen können und besagter Einstellung (möglicherweise noch 1 oder 2 mehr) ist das Ding in Shazam sehr handzahm und selbst bei Gebäudetreffern nicht halb so überzogen. Generell verabschiedet man sich weitestgehend von der Pseudo-Moralität eines MoS und lässt Billy in Shazam ganz offen über ne lange Zeit ne undankbare Arschgeige sein, als die er so auch eingeführt wird, während er sich auch erst durch ein Schlüsselereignis (natürlich geht es um Mütter, ist ja DC) wirklich mal umdreht nach denen, die für ihn da sind. Wobei der Weihnachtsmann am heftigsten sein Fett weg bekommt, aber das ist ne andere Sache wink

"Ich finde, ohne den Film gesehen zu haben, übrigens ganz interessant, dass du da "Homecoming" gesehen hast, während eine Trailerszene recht offensichtlich an Raimi erinnerte - immerhin lies er 2002 bereits einen jugendlichen "SHAZAM!" rufend von Hausdächern springen."

Rein tonal versteht sich. Die Referenz war erkennbar, aber durch die Held und Sidekick Idee erinnerte er halt über weite Strecken immer wieder an den Homecoming-Ansatz (minus die Tony-Stark Komponente, obwohl Eltern und Abandonement-issues hier trotzdem ne relativ gewichtige Rolle spielen).

"Reiht sich so ziemlich in das ein, was ich bisher über den Film gehört habe - und wird wohl, wie "Bumblebee" vor kurzem, an den Kinokassen leider keine hohen Wellen schlagen. Schade drum, den Kindern ihre Superhelden zurückzugeben, halte ich persönlich für keine verkehrte Entwicklung."

Witzig, dass du das so formulierst, denn auch wenn ich es in der Review nicht erwähnt habe: Mitunter war der hier näher am alten Superman oder eben auch erwähntem Spidey von Raimi, grade durch den eher emotionalen Fokus auf die Figuren und weniger aufs Spektakel, sodass ich oft das Gefühl hatte, man wolle sich hinter der Kamera grade daran orientieren. Gefiel mir, wie auch bei Bumblebee, ausgesprochen gut, weil es sich eben viel weniger zynisch anfühlte, als andere Filme im Segment der letzten Jahre.

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
Avatar
Silencio : : Moviejones-Fan
07.04.2019 17:19 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 1.667 | Reviews: 47 | Hüte: 170

ZSSnake:

Reiht sich so ziemlich in das ein, was ich bisher über den Film gehört habe - und wird wohl, wie "Bumblebee" vor kurzem, an den Kinokassen leider keine hohen Wellen schlagen. Schade drum, den Kindern ihre Superhelden zurückzugeben, halte ich persönlich für keine verkehrte Entwicklung. Das Spielzeug den kleineren Geschwistern (seien sie echt oder für uns Einzelkinder metaphorisch) zu vermachen, ist ja eigentlich begrüßenswert.

Ich finde, ohne den Film gesehen zu haben, übrigens ganz interessant, dass du da "Homecoming" gesehen hast, während eine Trailerszene recht offensichtlich an Raimi erinnerte - immerhin lies er 2002 bereits einen jugendlichen "SHAZAM!" rufend von Hausdächern springen.

Kleine Frage hätte ich durchaus: du sprichst ja an, wie der Film auf die Nature vs. Nurture-Diskussion eingeht (Billy wird von seiner Umwelt geformt) - inwiefern kann man in dem Streifen eine Antwort auf "Man of Steel" erkennen? Einer der Trailer hatte eine Einstellung, die stark an Zod vs. Supes über Metropolis erinnerte (einer prügelt den anderen durch die Lüfte, während die Kamera quasi in Schulterperspektive am Geschehen ist).

Alles in allem eine gute Review, die mich durchaus an meiner Entscheidung, den im Kino auszusparen, zweifeln lässt. ;)

"I know writers who use subtext... and they are all cowards."

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