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Terminator - Dark Fate

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Terminiert...

Terminator - Dark Fate Kritik

Terminator - Dark Fate Kritik
7 Kommentare - 26.10.2019 von TiiN
In dieser Userkritik verrät euch TiiN, wie gut "Terminator - Dark Fate" ist.
Terminator - Dark Fate

Bewertung: 2 / 5

Terminator - Dark Fate ist ein Actionfilm aus dem Jahr 2019 vom Regisseur Tim Miller und der vierte Versuch die Klassiker von damals fortzusetzen. Diese Kritik enthält zur Abwechslung Spoiler!

Trailer zu Terminator - Dark Fate

Wenn man Dark Fate als losen Film betrachten würde, dann könnte es ein einigermaßen unterhaltsamer Actionstreifen sein. Aber dem ist nicht so. Es gibt zwei überragende Meisterwerke aus dem Jahr 1984 und 1991 sowie Fortsetzungsversuche aus 2003, 2009 und 2015. Zwar nimmt sich Dark Fate die Freiheit, die letzten drei Versuche zu ignorieren, aber das hilft dem Film nicht im Geringsten.
Ein Raunen ging durch die Kommentarfunktion als man vor 1-2 Jahren gelesen hat, dass sich eine Story Group zusammengesetzt hat um Ideen zu entwickeln, wie man das Terminator-Franchise wiederbeleben kann. Was sich diese Story Group ausgedacht hat ist ein Offenbarungseid: Sie haben keine Ahnung was sie erzählen wollen. Egal wie viele Personen in dieser Story Group waren. Unter den Schreibern waren David Goyer und Billy Ray. James Cameron wird wurde namentlich immer wieder erwähnt, aber es hat den Eindruck, dass er doch überwiegend mit Avatar eingebunden war bzw. ist und seine Beteiligung sich überwiegend auf die Nennung des Namens und ein paar administrativen Aufgaben beschränkte (Sprichwort Produzent)

Jeder erinnert sich an das ergreifende Ende von Terminator 2. John Connor kämpfte gemeinsam mit seiner Mutter und einen umprogrammierten T-800 gegen die Zukunft. Sie haben gelitten, sie haben alles riskiert und am Ende musste sich John sogar von seinem Ersatzvater verabschieden. Aber sie erreichten ihr Ziel und Sarah beendet die Geschichte mit diesen Worten:

„Die unbekannte Zukunft rollt auf uns zu. Und zum ersten Mal sehe ich ihr mit einem Gefühl der Hoffnung entgegen. Denn wenn eine Maschine, ein Terminator, den Wert des Lebens schätzen lernen kann, dann können wir es vielleicht auch.“

Nochmal: Spoilerwarnung! Was macht Terminator – Dark Fate? In einer furchtbar gelangweilten Inszenierung zeigt der Film gleich zu Beginn kurze Zeit nach den Ereignissen von T2 wie ein neuer T-800 aufkreuzt, John Connor tötet und davon zieht. Anschließend geht der Film in der Gegenwart weiter mit dem bekannten Muster: Zwei Terminatoren/Menschen werden aus der Zukunft zurückgeschickt um eine Person zu töten bzw. zu beschützen.

Man muss sich nur mal vorstellen, dass sich mehrere Menschen zusammentun und darüber nachdenken, wie man die Reihe sinnvoll fortsetzen kann und dann kommt so etwas dabei raus. Das ist nicht nur respektlos gegenüber Terminator 2 sondern unglaublich einfallslos und langweilig. In der Hinsicht hat sich Genisys sogar mehr Mühe gegeben.

Aber das ist die Ausgangslage des Films. Der weitere Verlauf ist so ziemlich vorhersehbar ohne eine Überraschung. Positiv anmerken kann man, dass drei Frauen die Hauptrollen übernehmen, wobei die Tatsache manchmal schon nach einem politischen Statement riecht und keine Authentizität ausstrahlt. Die Produzenten kündigten im Vorfeld an, dass man die Digitalisierung der Welt thematisiert – ja das wird aufgegriffen allerdings in 2-3 Sätzen erledigt.


Sarah Connor sowie Grace sind solide geschriebene Rollen, welche von Linda Hamilton und Mackenzie Davis ordentlich gespielt werden. Die Figur von Dani wurde zu schwach geschrieben und wirkt über weite Strecken sehr uninspiriert, sodass ihre Entwicklung bzw. der Sprung im Laufe des Films nicht nachvollziehbar wirkt. Am besten geworden sind Gabriel Luna in der Rolle des bösen Rev-9 und Arnold Schwarzenegger als T-800. Beide Figuren sind weit davon entfernt perfekt zu sein, aber im Rahmen dieser Handlung funktionieren sie gut. Zudem ist Schwarzeneggers deutsche Synchronstimme als Ersatz zu Thomas Danneberg sehr ordentlich.

Der Film selbst hat nachdem die Handlung in den ersten 30 Minuten ausgerollt wurde leider nichts mehr weiter zu bieten. Es ist ein Katz und Maus-Spiel mit uninspirierten aber sehr vielen Actionszenen. Tim Miller, welcher durch Deadpool Bekanntheit erlangte, kann keine Regiekniffe abliefern. Immerhin wird vom nervigen Slapstick abgesehen. Ab und zu gibt es ganz nette Einstellungen, aber insgesamt ist das zu wenig. Die FSK 16 Freigabe muss ein knappes Ding gewesen sein, denn keine Attacke wirkt wirklich bedrohlich, auch wenn hier und da mal Blut spritzt oder ähnliches. Das gleiche kann man zur generischen Musik sagen, welche immer mit trudelt, aber nie seinen Stempel aufdrücken kann. Ab und zu wird zaghaft das bekannte Thema angespielt, mehr bleibt nicht in Erinnerung.

Als reiner Actionfilm ohne den Terminator Hintergrund wäre der Film noch in Ordnung und würde mit 6 von 10 Punkten davon kommen. Aber als Teil dieser Reihe ist das eine Unverschämtheit und so gibt es nur 4 von 10 möglichen Punkten. Es bleibt zu offen, dass diesmal keiner wiederkommt.

Terminator - Dark Fate Bewertung
Bewertung des Films
410
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7 Kommentare
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DeToren : : Moviejones-Fan
31.10.2019 07:25 Uhr
0
Dabei seit: 22.04.13 | Posts: 283 | Reviews: 19 | Hüte: 14

Eine sehr schöne und treffende Kritik.

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FoxMulder : : Moviejones-Fan
31.10.2019 02:36 Uhr | Editiert am 31.10.2019 - 02:37 Uhr
0
Dabei seit: 19.02.15 | Posts: 157 | Reviews: 0 | Hüte: 2

@Bonsai falls du bezüglich "Der stählerne Adler" Doug Masters meinst: der hat überlebt, wie man im eher schlechten Teil 4 erfährt. Dort wird er allerdings nicht mehr von Jason Gedrick gespielt.

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Bonsai : : Moviejones-Fan
29.10.2019 18:02 Uhr
0
Dabei seit: 08.12.12 | Posts: 319 | Reviews: 2 | Hüte: 20

Das große Problem ist für mich auch eigentlich, dass John direkt stirbt. 20 Jahre später - so what. Es ist das Hicks/Newt/Shaw/(Und wohl auch Daniels)-Problem der Alien-Reihe (Und nicht zu vergessen: Der stählerne Adler!). Wenn man einem Charakter einen gesamten Film beim Kampf ums Überleben zusieht, dann ist es frustrierend wenn dieser nach dem eigentlichen Sieg - am Schlimmsten direkt am Anfang der Fortsetzung stirbt. Das lässt den ganzen Film für mich mehr oder weniger völlig egal werden - auch wenn hier natürlich die Rettung der Menschheit / der Sieg über Skynet nicht durch den Tod von John rückgängig gemacht wird. Es wirkt unsinnig.

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
27.10.2019 09:49 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 1.687 | Reviews: 39 | Hüte: 171

@ TiiN

Von mir gibts auch einen Hut für deine Kritik.

Auch du hast vieles gut auf den Punkt gebracht und bist auf Dinge eingegangen, die ich in meiner Kritik garnicht erwähnt habe.

Ich bin übrigens auch positiv von Arnies neuem Synchronsprecher überrascht gewesen. Hat einen sehr ordentlichen Job gemacht und klingt in der Tat Dannebergs Stimme sehr ähnlich.

Avatar
TiiN : : Goldkerlchen 2019
26.10.2019 21:57 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 4.896 | Reviews: 118 | Hüte: 216

Danke für deinen Kommentar und den Hut, jerichocane smile Das Latina-Szenario habe ich gar nicht aufgegriffen - stimmt! Mir kam es ebenfalls ziemlich erzwungen vor. Ein Film dem so legliche Authentizität fehlt, echt schade.

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jerichocane : : Advocatus Diaboli
26.10.2019 21:46 Uhr
0
Dabei seit: 08.08.09 | Posts: 6.010 | Reviews: 27 | Hüte: 258

Also jetzt muss ich keine Kritik zu schreiben. Ich bin deiner Meinung.
Als SF Actionfilm ein durchschnittlich solider Film. Als Terminator Film, für mich ein Fiasko, der Film tritt alle vorherigen Filme mit den Füßen. Für mich ist T1, T2 und T:Genisys eine tolle Trilogie. Genisys war trotz einigen kleinen Fehlern und dem großen Trailer Spoiler, eine erfrischende Mischung aus Fortsetzung und Neuanfang, der man mit einer Fortsetzung die Chance hätte geben sollen, um sein Potential zu beweisen. Bei Genisys merkte man, das Gedanken gemacht wurden, wie man die Reihe gut fortsetzen kann.

Aber was tat man anstelle einer tollen Fortsetzung ?

Man würfelte ein paar Ideen zusammen und sagte sich wir brauchen aus Political Correctness weibliche Helden die einem bösen Mann in den Arsch treten. Nehmen wir noch eine Latina als Heilsbringer, dann haben wir auch die Whitewashing Gegner auf unsere Seite und damit die Männer den Film gucken, packen wir Arnie noch rein.

Sorry, ich weiß ist ein bisschen übertrieben aber so kam es mir vor, irgendwie gezwungen. Ich habe nichts gegen weibliche Helden, nein, ich finde es gut. Klassiker wie die Alien Reihe, T1 und T2, Salt, Atomic Blonde, Haywire, der letzte Tomb Raider, WW, Cpt. Marvel, usw. alles tolle Filme, denen man die weiblichen Helden abkauft, aber bei Dark Fate kam mir alles so zwanghaft gezwungen vor.

Aber ich freue mich für jeden den der Film gefiel

Ach, TiiN für deine tolle Kritik von mir einen Hut wink

Avatar
TiiN : : Goldkerlchen 2019
26.10.2019 21:19 Uhr
2
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 4.896 | Reviews: 118 | Hüte: 216

Für mich gibt es seit jeher nur drei Möglichkeiten wie man mit Terminator umgehen kann:

  1. Fortsetzungen nur in dem Sinne, dass die Hintergrundgeschichte zu T1 und T2 gezeigt werden. Nämlich die Kriege in der Zukunft und wie die Terminatoren zurückgeschickt und auch umprogrammiert werden.
  2. Wenn man unbedingt mit dem Franchise weitermachen möchte: Ein Reboot und von Grund auf neu anfangen
  3. Es bei T1 und T2 belassen

Aber die Produzenten rennen immer wieder mit dem Kopf gegen die Wand. Es ist traurig, vor allem wenn man die Klassiker von damals noch mit reinzieht.

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