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Walk the Line

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Walk the Line Kritik

Walk the Line Kritik

Walk the Line Kritik
0 Kommentare - 24.01.2021 von ProfessorX
In dieser Userkritik verrät euch ProfessorX, wie gut "Walk the Line" ist.

Bewertung: 3.5 / 5

Der Junge Johnny (Joaquin Phoenix) wächst auf in ärmlichen Verhältnissen mit seiner Familie auf einer Farm auf. Nach einem tragischen Unfall verstirbt sein Bruder Jack (Lucas Till) und Johnny wird von seinem Vater (Robert Patrick) immer wieder schikaniert. Jahre später ist Johnny nun ein Countrymusiker, dessen großer Durchburch kurz bevorsteht. Leider werden aber auch seine Drogenprobleme und das Verlangen nach der wunderschönen June Carter (Reese Witherspoon) immer größer. Das und die Familie durch seine erste Ehefrau Vivian Liberto (Ginnifer Goodwin), machen dem Superstar zu schaffen.

Nachdem es in den letzten Jahren mit Filmen wie Straight Outto Compton, Bohemian Rhapsody, Rocketman oder Judy erstaunlich viele Musikerbiographien gegeben hat, war es an der Zeit sich einem Film zu widmen, der schon etwas älter ist. Auch im Hinblick auf die Tatsache, daß der große Joaquin Phoenix für dieses menschenverachtende Machwerk Joker seinen Oscar bekommen hat, war für mich ein ausschlaggebender Grund ihm noch mal eine Chance zu vergönnen.

Doch während man im Zuge dieser Kritik von mir erwarten würde, daß ich eventuell auf Inhalte des Films eingehe, so muss ich an dieser Stelle gestehen, daß es wirklich gar nichts zu diesem Film zu sagen gibt.

Naja, so ganz ist das nicht richtig. Denn es gibt einige Aspekte die es zu besprechen gibt, nur sind diese nicht weltbewegend oder revolutionär. Weil Walk the Line nämlich genau der Gleiche Filme wie die oben genannten Beispiele ist. Verückt oder? Man kommt da zwangsläufig ins Zweifeln. So haben doch entweder alle Musiker irgendwie das gleiche Leben geführt, oder diese ach so auf Realität getrimmten Filme sind ungefähr so real, wie Elfen. Nun könnte man argumentieren, daß das ja kein Problem ist, und sich ein Film ja auch künstlerische Freiheiten nehmen darf. Und ja, daß stimmt. Nur leider ist es im Hinblick auf die Tatsache, daß diese Filme wirklich alle gleich ablaufen, erstaunlich ermüdend, zumal auch Hollywood ankündigte mit einer Musiker-Biopic-Offensive zu starten.

Immerhin kann man dem Handwerk von James Mangold vertrauen schenken, indem er seinen Film wie so üblich gut in Szene setzt. Er hat zwar gerade in der Mitte einige Längen, ist über weite Strecken aber unterhaltsam. Wenngleich man sich mal über die Rolle der Väter in Hollywood austauschen sollte - denn auch dieser Protagonist hat einen Vaterkomplex (wie so unzählige Helden vor ihm) - so ist doch der Film in sich gelungen. Was der ein oder andere ihm als Vorwurf macht, sehe ich als nette Abwechslung an. So wird nämlich nicht die gesamte Karriere von Cash gezeigt, sondern nur dessen Beginn.

Meisterhaft ist das nicht, aber ok. Und auch in Sachen Schauspiel macht der Film seine Sache gut. Sowohl Joaquin Phoenix als auch Reese Witherspoon spielen ihre Figuren gut. Aber eben auch nicht mehr. Die Presse lobte den Film ja ob seiner Musik und der Tatsache, daß die Schauspieler alle Lieder selber singen. Nun, mag sein, daß das imitieren der Originale eine große Herausforderung war. Allerdings sind Imitationen und spielen zwei gänzlich unterschiedliche Sachen. Das vergisst Hollywood gerne, ist an der Stelle aber auch nur eine Randnotiz. Nein, was dann wirklich nervig ist, ist das Résumé. Weil dieser Umstand einem Film erstmal so gar nichts beifügt. Wenns gut gemacht ist, ist es gut gemacht. Macht den Film aber auch nicht besser.

Es bleibt fraglich ob man überhaupt einen objektiven Maßstab ansetzten kann, um zu erörtern welchen Biopic man mag, und welchen nicht. Im Zuge der Musikerbiographien ist es vor allem aber das Genre, welches auschlaggebend ist. So kann manch einer weniger mit Pop und Pop-Rock anfangen, dafür aber mehr mit Rap. Ich für meinen Teil kenne mich mit Country so gut wie gar nicht aus. Und habe auch nach Ersichtigung des Films eher das Gefühl, daß es sich um sehr seichte, aber gut gemachte Musik handelt. Und letztlich ist das auch für mich der Knackpunkt am gesamten Films. Die Musik funktioniert für mich. Zwar nicht so sehr, daß ich jetzt passionierter Fan würde, aber auch auch nicht so nervig wie Elton John oder Queen.

Das alles kommt in Walk the Line dann zu einem wirklich soliden Film zusammen, dessen Zugänglichkeit ihn für mich tatsächlich auch etwas besser machte, als seine Genrekollegen. Die typischen Eckpfeiler werden abgearbeitet, obwohl der Film sich trotzdem inhaltlich weniger das Ziel setzt das große Ganze zu berichten und damit auch besser funktioniert.

Walk the Line Bewertung
Bewertung des Films
710
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