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96 Hours - Taken 3

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96 Hours – Taken 3 Kritik

96 Hours - Taken 3 Kritik

96 Hours - Taken 3 Kritik
0 Kommentare - 24.02.2024 von ProfessorX
In dieser Userkritik verrät euch ProfessorX, wie gut "96 Hours - Taken 3" ist.
96 Hours - Taken 3

Bewertung: 1.5 / 5

Bryan Mills (Liam Neeson) hat ein gutes Verhältnis zu seiner Ex-Frau Leonore (Famke Janssen) und Tochter Kim (Maggie Grace). Eines Tages wird Leonore jedoch tot aufgefunden und Mills wird zum Hauptverdächtigen erklärt. Nun versucht er seine Unschuld beweisen und dies gelingt nur, wenn er den wahren Schuldigen findet. Unterdessen sucht der hartnäckige Inspektor Franck Dotzler (Forest Whitaker) nach ihm.

Wäre das doch bloß nichts geworden. Die Taken-Trilogie, die 96 Hours-Trilogie oder wie auch immer man das nun genau nennen soll. Man hat ja tatsächlich den Glauben an etwas Gutes im Film. Daran, daß Menschen an etwas arbeiten, um andere Menschen zu unterhalten, oder auf eine andere Art und Weise zu stimulieren. Hier, in diesem speziellen Fall, so muss man erschreckend feststellen, gibt es eigentlich kaum Komponenten, die zum Kunstwerk taugen. Ja, es ist wirklich alles banal. Und dennoch, fangen wir mal damit an, wo tatsächlich so eine Art Kritik an irgendetwas drinstecken könnte. Aber selbst das, so stelle ich es mal in Aussicht, ist eher hauchdünn. In diesem Film, der zunächst wie eine Art Krimi anmuten möchte, gibt es einen Mann, einen Ehemann, der seine noch Ehefrau ermorden lässt. So einfach ist es. Die Gründe hierfür liegen darin, daß sich besagter Ehemann, der gleichsam ein dubioser Geschäftsmann ist, mit den falschen Leuten eingelassen hat. Und schwups, da ist sie schon, die Kritik an herrschenden Verhältnissen. Ein reicher Mann, der eben alles hat, was er möchte, der irgendwie Geschäfte macht, die irgendwie dubios sind und die irgendwie ihren Tribut zollen. Und dann gibt es da noch die ein oder andere Wendung in Sachen Story und schwups, wir haben einen Film, der als das Finale einer mittelprächtigen, bis unterirdischen Trilogie anmutet.

Trailer zu 96 Hours - Taken 3

Klar ist, daß Liam Neeson sein Talent über Jahre hinweg vergeudet hat. Ein paar wirklich gute Filme, die auch mehr als nur „Der nächste Liam Neeson-Actiontrhiller“ sind, stünden dem großgewachsenen Schauspieler durchaus ganz gut. Denn er ist ein brillanter Schauspieler. Weiß der Geier, was da los ist, ob er sich in irgendeiner Form von nicht enden wollender Midlifecrisis befindet und sich deshalb immer noch als Actionstar gibt. Wer weiß, ist an der Stelle eigentlich auch nicht wichtig. Aber ja, 96 Hours – Taken 3 ist halt am Ende des Tages ein Film, der ob handwerklicher Qualitäten vor allem darunter leidet, kaum zu entziffern zu sein. Es ist Action, die ihre Runde gemacht hat und sicherlich, dankenswerterweise die letzten Jahre auch wieder verschwunden ist. Aber ja, wenn man zum Beispiel zwanzig Schnitte braucht, um eine zehnsekündige Sequenz zu inszenieren, nur wie Liam Neeson irgendwie über irgendwas hüpft, dann muss man sich fragen, ob man als jemand, der nicht schwindelfrei ist, überhaupt noch in der Lage ist zu folgen. Und ja, es ist auch so ein Cop-Film-Klischee, wenn der eine, gute Cop reingelegt wird. Das ist heute nicht unbedingt neu und war es sicher auch im Jahr 2014 schon nicht. Grundsätzlich ist es aber nicht einmal blöd, daß 96 Hours – Taken 3 sich grundlegend vom Entführungsszenario der ersten beiden Teile wegbewegt hat. Das war schon im zweiten etwas seltsam. Insofern ist die Idee eines Krimiplots eigentlich gar nicht so blöd.

Dummerweise gelingt es diesem Drehbuch auch keineswegs irgendwelche falschen Fährten oder Ansatzweise Ideen vom eigentlichen Hauptverdächtigen wegzubewegen. Klar, einen Twist bereitet diese Handlung schon auf, aber was soll denn der Mist? Ist doch eigentlich völlig unerheblich am Ende des Tages. Die metaphorische Schwere, die der Film dann bekommt, wenn man ein wenig zynisch ist, ist die, daß die Ehe als Konzept nur im Tod münden kann. Bis das der Tod uns scheidet, heißt es immer wieder. Und das Leonore und Stuart ja auch nicht glücklich sind, deutete sich schon lange an. Insofern nichts Unerwartbares. Liebeszyniker werden sich hier bestätigt wissen, wenn sie diesen Film sehen. Und ehrlich gesagt, kann man dem auch kaum widersprechen. Die Ehe ist der Tod, ja wirklich. Klar, Konflikte und alles Mögliche, daß gehört eben zur Beziehung auch dazu, insofern ist es vielleicht auch dem Anspruch an die Perfektion geschuldet, wenn man sein Leben lang glücklich sein will. Aber na ja, wer weiß. Interessant wird das dann eigentlich nur, wenn man die Ehe hier in Gegensatz zu der Beziehung der Tochter sieht. Die Tochter hat sich fortgepflanzt. Auch das, ein absolut erwartbarer Storykniff, aus dem hier so eine Art Spannung geniert werden soll. Wohin das führt, nun, nirgendwo hin, weil es absolut belanglos ist.

Und dann ist es eben doch auch wieder ein wenig konservativ. Was heißt ein wenig, die Kritik an dem Konzept der Ehe ist in 96 Hours – Taken 3 ja auch in jedem Fall ungewollt. Denn die Familie ist alles. Das wussten schon abertausende von Filmen vor dem französischen Machwerk hier. Insofern liefert das keine neuen Erkenntnisse. Dabei ist das eigentlich schade. Der grundsätzliche Tonus, die Härte, die diese Filme so ausmacht, die sind ja durchaus spannend und bieten einen guten Kontrast, zum sonstigen, sehr überbehütendem Hollywoodfilm, indem ja auch klargemacht werden muss, daß nicht alles so ernst ist. Ja, wen juckt das denn? Ein bisschen Ernst hat noch niemandem geschadet. Und das schlimmste ist wirklich, daß der Film hier Leute wie Liam Neeson, Forest Whitaker oder auch Famke Janssen völlig vergeudet. Danke für nichts.

Ein Ende mit Schrecken, daß unglaublich dumm geschrieben ist, unglaublich unfokussiert sowohl auf Handlungsebene, als auch im Kernsegment der Action ist und allgemein irgendeine Form von Spannung gänzlich vermissen lässt ist 96 Hours – Taken 3. Perlen vor die Säue.

96 Hours - Taken 3 Bewertung
Bewertung des Films
310

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