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Avengers - Age of Ultron

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Avengers: Age of Ultron Kritik

Avengers - Age of Ultron Kritik

Avengers - Age of Ultron Kritik
0 Kommentare - 29.02.2024 von ProfessorX
In dieser Userkritik verrät euch ProfessorX, wie gut "Avengers - Age of Ultron" ist.
Avengers - Age of Ultron

Bewertung: 4 / 5

Der geniale Erfinder Tony Stark (Robert Downey Jr.) will ein technisches Friedensprogramm erschaffen und benutzt dazu ein Artefakt mit ungeahnten Kräften. Das Ergebnis ist die künstliche Intelligenz Ultron (James Spader), die bald darauf die Menschheit auslöschen möchte. Zusammen mit den Avengers tritt Iron Man zusammen mit Thor (Chris Hemsworth), Captain America (Chris Evans), Hulk (Mark Ruffalo), Black Widow (Scarlett Johansson) und Hawkeye (Jeremy Renner) gegen den schier unbesiegbaren Roboter an. Dieser hat inzwischen auch die mächtigen Geschwister Wanda (Elizabeth Olsen) und Pietro Maximoff (Aaron Taylor-Johnson) unter sich versammelt.

Ein wahnsinniger Wissenschaftler und eine Idee, die Welt zu verbessern. Eine der vom Grundsatz ältesten Geschichten der Traumfabrik. Vornehmlich zwar im Horrorfilm zu Hause fand das dann auch Einzug in das Marvel Cinematic Universe. Der Mensch als Schöpfer und das Resultat als Fehler. Aufgeladen mit christlicher Symbolik und direkten Zitaten aus der Bibel, gilt Avengers: Age of Ultron als einer der Filme der Reihe, die gerne mal relativ verrissen werden. Nun können andere Studios von dieser Art von Erfolg zwar nur Träumen, aber ja, Joss Whedons zweiter Avengers-Film hat keinen Ruf. Und ja, es ist auch nicht so, als hätte er einen Film geschaffen, der sonderlich originell oder überraschend wirkt, wenn man das Universum kennt und wenn man schon Marvels The Avengers (2012) gesehen hat. Mitunter wirkt das hier sogar einfach nur so, als wolle man das Universum erweitern, wodurch Figuren, die etwa für einen Black Panther (2018) noch einmal wichtig werden, hier integriert werden. Manch einer würde wohl sagen, schlecht. Doch ist dem wirklich so? Was hat es denn eigentlich mit Avengers: Age of Ultron auf sich, daß er so gescholten wird? Vermutlich ist das einfach nur ein psychologischer Kniff, bei welchem der Erwartung eine große Rolle zukommt. Tonal etwas rauer, sarkastischer Schurke und mitunter sogar recht infantiles Geplänkel.

Trailer zu Avengers - Age of Ultron

Aus meiner Warte heraus muss ich gestehen, daß viele der Aspekte, die Avengers: Age of Ultron ihren Ruf verschaffen, genau die Aspekte sind, die ich so interessant finde. Doch wir starten erst einmal mit dem auffallendsten. Nun also die christliche Symbolik, ausgedrückt durch Zitate und die Funktion der Maschinen. Whedon schafft seinen Erschaffern Ecken und Kannten, weil er die Avengers selbst hier schon zu Göttern erklärt, die über den Dingen stehen. Ausgedrückt durch ihre tatsächlich, paramilitärischen Einsätze, aber auch der Tatsache, daß sie hoch über den Wolken Partys feiern. Der gesamte Plot erklärt eigentlich die Avengers zu den Auslösern und Erlösern jeden Konflikts. Das ist ja generell so ein Thema im vermeintlichen Superheldenfilm und hier geht es also auch um Ursache und Wirkung. Nun ist Joss Whedon sehr geschickt darin, seine eigentlich auf dem Papier einfache Geschichte mit sehr viel Inhalt und Unterhaltung zu füllen. Natürlich können sich die Fans daran stören, wer nun mit wem zusammenkommt und ob das logisch ist, doch betrachtet man hier mal ganz genau die Charaktere Banner und Romanoff, dann fällt auf, daß das in sich schon recht gut funktioniert. Natürlich darf der Film dann nicht so sexuell sein, weil Disney eben immer noch vermitteln will, daß Babys von Störchen kommen, aber ja, zwischen den Zeilen findet es statt. Und Whedon schreibt dafür am Ende des Tages auch einfach zu gute Dialoge.

Ob nun die große Offenbarung des wortkargen Agenten sein muss, daß er einfach nur ein Landhaus mit Familie hat, sei mal dahingestellt. Das ist eben dieser Konservatismus, dem man sich hier verpflichtet fühlt. Doch auch jene Momente, in denen die Figuren eben Rückschläge erleiden, sind wichtig, weil hier wiederum weitere Konflikte aufgebaut werden, die natürlich einerseits sehr wichtig werden, wenn man an The First Avenger: Civil War (2016) denkt, aber andererseits auch deshalb so ehrlich wirken, weil sie auch hier sehr final und sehr glaubhaft transportiert werden. Da geht es eben um Schuld und Verantwortung, um Stolz und Egos, eben um solche Konflikte, die tatsächlich das geopolitische Treiben bestimmen. Natürlich ist eine K.I., die ihre Erschaffer, aber auch die Menschheit auslösen möchte, ein klassisches, uraltes Science-Fiction-Thema, doch wenn man sich auch da ansieht, in welche Richtung sich die Menschheit mit Individuen wie Elon Musk, oder Erfindungen wie ALEXA (so geschrieben?) entwickelt, dann muss man leider sagen, daß Whedon auch hier den Geist der Zeit nach wie vor noch einfängt. Es wird zudem dann die Frage gestellt, was die einzelnen Avengers, aber auch sie als Gruppe überhaupt für eine Funktion erfüllen. Sind sie Clowns, sind sie verantwortlich, für all das. Gerade am Beispiel Captain America formuliert es Ultron tatsächlich auf den Punkt. Der rechtschaffende Soldat, der vorgibt, ohne Krieg leben zu können. Und irgendwo, ist da schon etwas dran. Überfrachtet kann man Avengers: Age of Ultron vielleicht nennen, weil er so viele Themen unter einen Hut bringen möchte. Doch dieser Spagat gelingt Whedon sehr gut, weil er sich dann gerade nach dem Anfang sehr auf seine Kerngruppe fokussiert.

Überdies machen vor allem die Actionsequenzen einen großen Spaß. Zu Beginn, wenn Whedon eine Montage inszeniert und dabei die Stärken seiner Figuren, aber auch ihr routiniertes Zusammenspiel in Szene setzt, dann ist das wohl das, was einem Avengers-Comic am nächsten kommt. Kein pathetisches Hollywood in diesen Momenten, sondern jemand, der seine Figuren einfach versteht. Auch eine Kunst, die im Marvel-Film an manchen Stellen verloren ging, wenn man sich mal mit Thor: Tag der Entscheidung (2017) auseinandergesetzt hat. Whedons Werk profitiert von der Vorarbeit, die er selbst geleistet hat und wirkt trotz fliegender Städte und dem amerikanischen Verständnis von Außenpolitik sehr viel persönlicher, als es viele andere Werke tun.

In Avengers: Age of Ultron wird zwar durchaus neoliberales Gedankengut verbreitet, doch in seinem Kern schafft Whedon einen beachtlichen Film, der seine Figuren versteht, mit Symbolik aufgeladen ist und ein unglaubliches Pacing aufweist. Es ist ein sehr moderner, wenn auch nicht origineller Film, der das Kino, aber auch seine eigene Zeit sehr gut versteht und daher höchste Unterhaltung bietet.

Avengers - Age of Ultron Bewertung
Bewertung des Films
810

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