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Avengers - Endgame

Kritik Details Trailer Galerie News
Recht solides Ende einer Ära!

Avengers - Endgame Kritik

Avengers - Endgame Kritik
22 Kommentare - 16.05.2019 von sublim77
In dieser Userkritik verrät euch sublim77, wie gut "Avengers - Endgame" ist.
Avengers - Endgame

Bewertung: 4 / 5

Wie immer vorab die obligatorische Warnung vor Spoilern. Wer den Film noch nicht gesehen hat, sollte ab hier nicht weiterlesen.

Diesmal waren nicht nur Kayin, Halespare4 und ich dabei, sondern mein alter Herr, von uns allen “Vadder“ genannt. Für die Meinungsbildung hatten wir also ein recht großes Altersspektrum abgedeckt.

Trailer zu Avengers - Endgame

Für Endgame hatten wir uns erneut das IMAX in Sinsheim ausgesucht. Die 3D Vorstellung sollte es sein, damit man auch das größtmögliche Filmerlebnis hat und was soll ich sagen, wie immer hat das Kino aus technischer Sicht nicht enttäuscht. Ich bin ja bekanntlich kein großer Fan von 3D, aber einmal mehr muss ich sagen, dass das 3D Erlebnis in einem IMAX Kino nicht dasselbe, wie in einem herkömmlichen Kino ist. Zumindest empfinden meine Begleiter und ich das so. Der Ticketpreis ist mit unter 20€ p.P. auch nicht wirklich teurer, als es in einem herkömmlichen Kino der Fall gewesen wäre, von daher, alles im Lot. Überraschenderweise war das IMAX, trotz der Tatsache, dass Endgame schon mehrere Wochen läuft, recht voll. Vor gut besuchtem Haus ging es nun also los. Die Spannung hätte kaum höher sein können.

Zur Handlung:

Infinity War hatte damit geendet, dass die Avengers es nicht verhindern konnten, dass Thanos mit seinem Snap die Hälfte aller Lebewesen auslöscht. Endgame setzt genau dort wieder an und zeigt zu tiefst deprimierte Superhelden. Zusammen mit der neu dazugekommenen Captain Marvel, starten sie einen erneuten Versuch, Thanos zu besiegen und seinen Snap rückgängig zu machen. Überraschend schnell wird dieser ausfindig gemacht. Ebenso schnell wird Thanos aufgesucht und die traurige Wahrheit ans Licht gebracht, nämlich, dass die Steine nicht mehr existieren und es keine Möglichkeit mehr gibt, die verlorenen Seelen zurückzuholen. Man macht kurzen Prozess mit dem schwer gezeichneten Thanos und muss erkennen, erneut versagt zu haben.

Hier macht der Film einen Zeitsprung und zeigt, wie fünf Jahre später Ant-Man zurück auf der Bildfläche ist. Da für ihn die Situation recht neu ist und er sich noch nicht aufgegeben hat, im Gegensatz zu seinen Kollegen, bringt er frischen Wind in die Sache. Mit einer waghalsigen Idee von einer Zeitreise, mit der man die Steine zurückholen könnte und somit alles rückgängig machen könnte, gelingt es ihm, die schwer demotivierten Avengers neu zu motivieren. So machen sie sich erneut auf, dem Titanen ein Schnippchen zu schlagen und die Verlorenen zurückzuholen.

Zur Kritik:

Das war er nun also, der Film der die ganzen losen Fäden eines Jahrzehntes an Storytelling zusammenführen soll. Die Erwartungen waren verständlicherweise sehr hoch. Ob sie erfüllt wurden? Nun, da gehen die Meinungen offensichtlich recht weit auseinander. Selbst unser Vierergespann kam nicht zu hundert Prozent auf einen Nenner, zumindest nicht, was die Benotung angeht. Doch dazu gleich mehr.

Fangen wir mit dem Positiven an. Absolute Einstimmigkeit gab es bei Ton, Bild und Optik. Wie bei einer Big-Budget Produktion nicht anders zu erwarten, ist der Film ein optischer Bombast. Planeten, Schachten, Licht, Ton, Farbgebung, alles ohne Beanstandung. Vor allem die Musik kam bei unserer Runde gut an. Allen voran unser Vadder, der von den Songs aus seiner Jugend begeistert war. Es scheint so, als würde sich im MCU der Guardians-typische Stil durchsetzen. Gute Songs, gemischt mit emotional passenden Szenen kommen, zumindest bei musikaffinen Menschen wie uns, immer sehr gut an.

Zur Schauspielleistung braucht man im Prinzip nicht viel zu sagen. Der komplette Cast ist über Jahre gewachsen, absolut professionell und sowieso jedem MCU Fan gut bekannt.

Eine andere Sache ist, was man aus den einzelnen Charakteren gemacht hat, bzw., wie man ihre Entwicklung der letzten Jahre in Endgame fortgeführt hat. Auch hier möchte ich mit dem positiven anfangen. So finde ich, dass man (mal völlig unabhängig vom Mangel an Logik) Captain America einen schönen Abschluss seiner Geschichte ermöglicht hat. Ja, die Tatsache dass er dort sitzt ist, nach der zuvor erfolgten Erklärung, wie Zeitreisen im MCU funktioniert, ein absolutes Logikloch, aber dennoch ist es ein schönes Ende für den ersten Avenger. Mein Wunsch nach einem filmischen Happy End ist hier deutlich maßgeblicher, als mein Zwang, alles immer zu hundert Prozent logisch erklären zu müssen. Interessanter Weise sehe ich auch Iron Mans Ende, als absolut richtig und konsequent an. Natürlich kann man bei seinem Ableben alles andere als von einem Happy End für den Eisenmann sprechen, doch es ist wie Pepper Potts so trefflich sagte, Tony Stark hätte nie Ruhe gefunden. Spätestens bei der nächsten Bedrohung, wäre er wieder vorne dabei gewesen. Das einzige Ende für ihn ist jenes, welches man ihm hat angedeihen lassen, nämlich der Tod, aufgrund der Rettung der Erde. So musste es einfach enden. Auch wenn man hier einmal mehr über Sinn und Unsinn dieser Situation streiten kann, war es einfach das Ende, das man für Iron Man gebraucht hat. Der bittere Beigeschmack ist leider, dass man in dieser Szene sehr stark spürt, wie konstruiert dieses Ende wirkt.

Am wenigsten gefallen hat uns allen vieren, wie man mit Thor umzugehen beliebt. Dass der Gott des Donners zutiefst deprimiert, ob seines erneuten Versagens ist, sehen wir alle als absolut glaubwürdig an, doch dass man ihn gleich zur Witzfigur degradieren musste, passt nicht zu der tollen Charakterentwicklung, die der Sohn Odins durchgemacht hat. Hier sind wir uns alle einig, dass Thor der erste Charakter ist, der im MCU unnötig verheizt wurde. Schon bei Thor 3 war ich nicht so wirklich zufrieden, sie sehr man diesen (eigentlich sehr ernsten) Charakter quasi durch den Kakao gezogen hat. Ihn hier zu einem unnützen Sidekick zu degradieren, gefiel keinem meiner Begleiter und mir ebenso wenig.

Über das Ende von Black Widow kann man sagen was man will, aber ich denke, es wird niemand widersprechen, dass ihr Tod überraschend kam. Von uns hat jedenfalls keiner damit gerechnet. Hier war die Erwartung wohl bei allen gleich, nämlich dass Hawkeye seinen großen Moment bekommt. Im Nachhinein war es aber die logischere Entscheidung, soll der Bogenschütze doch eine eigene Serie bekommen. Letzten Endes bin ich mir selbst noch nicht ganz sicher, wie ich Black Widows Ableben finden soll, denn sie ist für mich mit Abstand meine Lieblingssuperheldin.

Das bringt mich zu Captain Marvel. Die als Heilsbringerin angeteaste Retterin, die letzten Endes absolut keine Bedeutung für Endgame hatte. Und ganz ehrlich: Das ist auch gut so! Denn ich hätte nichts schlimmer gefunden, als wenn es so geendet hätte, dass alle Helden an Thanos scheitern und sie dann einfach mal so den Titanen besiegt hätte. Für mich wäre dies das schlimmste Ende überhaupt gewesen, denn die Erklärung “Sie war halt vorher nicht da“ zieht bei mir einfach nicht und hätte den gesamten Kampf zuvor ad absurdum geführt. Stattdessen sah man, wie auch sie am Titanen scheiterte und es eben eine Gemeinschaftsleistung aller Helden war, dass Thanos besiegt wurde. Hier waren wir uns auch alle einig, dass dies gut gelöst wurde, auch wenn Kayin anmerkte, dass man bewusst eine Erlöserin angeteast hatte, die letzten Endes eben keine war.

Die negativen Meinungen zu Hulks Entwicklung kann ich nicht nachvollziehen, hat er doch die größte Entwicklung aller Avengers durchgemacht. Man ist in diesem Fall dem Verlauf der Comics gefolgt und hat aus Banner und Hulk letztendlich den Professor gemacht. Hier waren wir uns einmal mehr einig, dass die CGI Darstellung einfach nur grandios war. Mir persönlich war die Szene in der Cafe Bar allerdings ein wenig zu albern.

Bei Thanos gehen die Meinungen wieder auseinander. Während Kayin und ich finden, dass man in Endgame Thanos wieder einen Gegner, wie er im MCU üblich ist, in Erscheinung hat treten lassen, nämlich ohne genügend Tiefe, sind Halespare4 und unser ältester Begleiter in der Runde recht zufrieden mit dem Titanen. Natürlich muss einem bewusst sein, dass der Thanos, den wir in Endgame zu Gesicht bekommen nicht der Thanos ist, der am Ende von Infinity War gegen unsere Helden antritt. Er ist an einem sehr viel früheren Stadium seines Lebens und hat einige Erfahrungen weniger gemacht. Dennoch bleibe ich dabei, dass der Thanos aus Infinity War der interessantere ist.

Kommen wir zum Storytelling ansich.

Hier sehen wir alle das größte Manko bei Avengers:Endgame. War Infinitv War noch ein absolut runder und stimmiger Film, hatte man das Gefühl, dass Endgame einfach unrund war. Die Story war irgendwie holprig und hatte, vor allem in der ersten Hälfte, sehr viele Momente, die man bestenfalls als unnötig bezeichnen könnte. Vor allem die Fanservice-Momente mit Captain America waren mir hier und da zu viel des Guten. Einstimmig waren wir in der Besprechung nach dem Film der Meinung, dass eine halbe Stunde weniger dem Film sehr gut getan hätte. Würde man den Film in zwei Hälften teilen, wäre der erste Teil höchstens Mittelmaß, der zweite allerdings ein sehr guter Film. Kayin geht sogar so weit und sagt, dass der Film für ihn, ohne das tolle Ende, kaum über drei Hüte hinweg gekommen wäre.

Sehr unzufrieden war vor allem ich mit der Handhabung der Zeitreisethematik. Für mich ist es absolut unlogisch, wie hier die Gesetze der Zeitlinien präsentiert werden. Mag sein, dass ich da von Filmen wie Zurück in die Zukunft oder auch Terminator zu sehr geprägt bin, aber dieser Logik kann ich wesentlich besser folgen und finde sie auch plausibler, als die Erklärung von verschiedenen Zeitsträngen. Mit anderen Worten, wenn ich mein Ich aus der Vergangenheit erschieße, ist es nur logisch, dass ich in der Zukunft auch nicht existiere. Von daher macht der Gesamte Plot für mich eigentlich keinen Sinn. Hier gingen die Meinungen allerdings weit auseinander. Halespare4 findet die Erklärungen sehr plausibel und ist auch recht begeistert von der Theorie, dass die geschehene Vergangenheit eine Zukunft erzeugt, die für den erlebenden unveränderbar ist…so oder so ähnlich^^

Das Fazit:

Trotz aller Logikfehler, unnötiger Längen und unerwünschter Charakterentwicklungen hat Avengers:Endgame seine Hauptaufgabe meiner Meinung nach gelöst, nämlich alle offenen Enden, alle Storybögen und alle Charakterentwicklungen zu einem Ende zu bringen. Bevor man über Logiklöcher und unglaubwürdige Handlungsbögen sinniert, sollte man sich vor Augen führen, dass das MCU die Filmische Umsetzung von mehreren Jahrzehnten Comicgeschichte ist. Wenn man bedenkt, wie abstrus so mancher Comic daherkommt und wie geschickt diese Geschichten in einem Franchise zu einer durchgehenden Story verwoben wurden, dann kann man eigentlich nicht anders, als den Hut ziehen. Dass man dabei die eine oder andere Szene hat, bei der leichtes Kopfschütteln hervorgerufen wird, ist für mein Verständnis absolut nachvollziehbar. Fragen wie: „Warum konnte Captain America auf dieser Bank sitzen, wenn er doch eigentlich in einer anderen Zeitlinie sein müsste?“ oder: „Wieso konnte Tony Stark seinen Anzug verwenden um die Infinitysteine zu benutzen, wenn er dafür doch extra einen Handschuh bauen musste?“, bleiben unbeantwortet und ganz ehrlich, ich finde auch nicht, dass man sich allzu viel Gedanken darüber machen sollte. Trotz oder gerade wegen der extrem hohen Erwartungen, die wir alle wohl an den Film gestellt haben, wurde uns alles andere als ein schlechter Film präsentiert. Für mich ist Endgame ein recht würdiger Abschluss des bisherigen MCU, kommt allerdings nicht an die Qualität von Infinity War heran.

Die Punktevergabe gestaltet sich hier wie folgt:

Kayin gibt in einer zehn Hüte Tabelle 6,5. Mein Vadder gibt 8, ebenso wie Halespare4. Ich selbst bin bei 7,5 Hüten, was eine Gesamtzahl von 7,5 Hüten ergibt. Da man keine dreidreiviertel Hüte vergeben kann, runde ich großzügig auf und wir landen bei guten vier Hüten.

Avengers - Endgame Bewertung
Bewertung des Films
810
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22 Kommentare
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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
18.05.2019 14:26 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 6.841 | Reviews: 36 | Hüte: 408

@luhp92
Passend dazu:

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
17.05.2019 18:48 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 11.474 | Reviews: 166 | Hüte: 376

@Duck-Anch-Amun

Nein, die Zeitreise-Regeln in "Endgame" sind andere. Die Avengers greifen aktiv in das Zeitgeschehen ein, sodass am Ende Thanos besiegt wird und/oder parallelen Zeitstränge (Paralleluniversen) entstehen.

Wäre "Endgame" wie "Timecrimes", würde am Ende Thanos genau so gewinnen, wie es in "Infinity War" gezeigt wurde, egal wie sehr es die Avengers drehen und wenden wollen.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
17.05.2019 08:50 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 6.841 | Reviews: 36 | Hüte: 408

@luhp
Danke für den Tipp. Kenn ich nicht, aber scheint ja dann so als hätte sich Endgame daran orientiert. Dort ist es ja ähnlich und das Beispiel um Baby-Thanos wird im Film ja thematisiert.

@Raven13
Wie gesagt, ich kann den Kritikpunkt nachvollziehen, sehe es aber anders ^^
Ansonsten erkenne ich einen gewissen Widerspruch, aber klar, ich verstehe was du meinst.

Es ist einfach eine bequeme Art, es sich leicht zu machen.
vs.
Ich mochte das MCU bisher immer für seine EInfachheit und Leichtigkeit, und jetzt wird es zur gedanklich schweren Kost mit viel Potential für massive Logikfehler.
Ich würde jetzt einfach mal abwarten. Wir wissen nicht mal was Phase 4 uns bieten wird und ob diese verschiedenen Zeitlinien überhaupt nochmal thematisiert werden. Ich denke Doctor Strange 2 muss sich damit befassen, ansonsten könnte dies auch einfach ein Thema für die Serien sein (wo ich denke viele Leute ohne Probleme mit dem bisherigen MCU abschließen könnten). Ob dies je in Filmen thematisiert wird, bleibt abzuwarten.

Ich bleibe dabei, dass es mir lieber gewesen wäre, dass die Zeitreise zu echten Problemen in der Zukubnft führt, die erst einmal wieder bereinigt werden müssen. So, wie es jetzt ist, wird uns nur "gesagt", dass andere zeitlinie entstehen / Probleme bekommen könnten. Sehen oder spüren können wir davon nichts, was ich schade finde.
Und hier ist eben genau dies, was ich meinte. Endgame war ein Abschluss einer 11-jährigen Geschichte, öffnete aber Türen für eine neue 11-jährige Geschichte. Spider-Man 2 scheint sich ja bereits irgendwie mit Problemen des Snaps zu befassen. Und ansonsten hat Marvel so viele Möglichkeiten (Kontinuität folgen, Zeitlinien bearbeiten, Multiverse), dass für jeden was dabei sein dürfte. Ich bin da ganz entspannt und warte einfach mal ab.

@Kayin
Da fällt mir auf, das mit dem snap ist wohl so ein ultimatives Manöver, um verschiedene Handschuhe zu benutzen. Warum nicht einfach nur die Faust ballen oder was anderes machen. Aber das ist jetzt nicht so schlimm, ist mir nur aufgefallen
Haha Recht hast du laughing Ist mir ebenfalls aufgefallen. In Infinity War war der Snap noch ein Synonym um zu zeigen wie leicht es von statten geht. In Endgame scheint der Snap der einzige Move zu sein wie man den Handschuh benutzt^^

MJ-Pat
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sublim77 : : Rattle Head
17.05.2019 05:42 Uhr
0
Dabei seit: 18.12.15 | Posts: 4.396 | Reviews: 36 | Hüte: 363

@TheGreatWhiteHype:

Ich will dir da garnicht widersprechen. Ich habe Terminator auch nicht als Beispiel genannt, weil ich ihn als logisch erachte, sondern weil ich die Erklärung der Konzequenzen als nachvollziehbar erachte. Wenn ich in der Zeit zurückreise um jemanden zu töten, der dann in der Zukunft nicht existiert, erscheint mir das zumindest verständlich. Ebenso wie die Logik die hinter Zurück in die Zukunft steckt. Aber wie gesagt, generell empfinde ich Zeitreisethemen eher als unlogisch und auch als unglaubwürdig. Nichtsdestotrotz gebe ich auch zu, dass solche Themen interessante Geschichten hervorbringen. Für eine gute Story lässt man auch gerne mal die Logik aussen vor.

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

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TheGreatWhiteHype : : Moviejones-Fan
16.05.2019 21:59 Uhr
0
Dabei seit: 21.03.14 | Posts: 108 | Reviews: 0 | Hüte: 2

Hmmm... wie kommt es eigentlich das Terminator als positives Beispiel für die Zeitreisenthematik gilt?

Terminator beinhaltet den wohl größten und schlimmsten Logikfehler IMO in Sachen Zeitreisen.

Wie kann es einen John Connor in der Zukunft geben, wenn sein Vater erst in der Zukunft geboren wird. Das heißt doch das es in der ersten Version der Zukunft keinen John Connor geben kann, somit gewinnen die Maschinen.

Für mich ein schwerwiegenderer Logikfehler als in Endgame.

MJ-Pat
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Kayin : : Shazam
16.05.2019 21:24 Uhr
0
Dabei seit: 11.10.15 | Posts: 1.814 | Reviews: 2 | Hüte: 179

Also das gibt es schon. Zwar nur in Großbritannien, aber ich meine gehört zu haben, dass es das nächstes Jahr gibt. Genauso wie alle SW Episoden in 4k als box-Set kommen sollen.

https://collectors-junkies.com/vorbestellen-england-marvel-studios-collectors-edition-box-set-phase-1-set-und-phase-2-set-blu-ray/

"I’ll do my best."

"Your best! Losers always whine about their best. Winners go home and fuck the prom queen."

MJ-Pat
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sublim77 : : Rattle Head
16.05.2019 21:09 Uhr | Editiert am 16.05.2019 - 21:09 Uhr
0
Dabei seit: 18.12.15 | Posts: 4.396 | Reviews: 36 | Hüte: 363

@Kayin:

Die Komplett - Box kommt nächstes Jahr, wenn Endgame auf Blu Ray erscheint

Wie jetzt? Echt jetzt? Ich dachte, dass so eine Box aus rechtlichen Gründen nicht kommen könnte? Zumindest hatte man das hier mal so gesagt. Wenn das tatsächlich so kommen wird, dann warte ich lieber noch, bevor ich mir alles einzeln kaufe.

@luhp92:

Auch an dich ein Dankeschön smile

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

MJ-Pat
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Kayin : : Shazam
16.05.2019 21:03 Uhr
0
Dabei seit: 11.10.15 | Posts: 1.814 | Reviews: 2 | Hüte: 179

@Sublim77

Zuerst einmal danke für die warmen Worte, ich möchte die Abende auch nicht mehr missen.

Die Komplett - Box kommt nächstes Jahr, wenn Endgame auf Blu Ray erscheint. Wie das dann mit "incredible Hulk" und spiderman aussieht, weiß ich nicht. Wir werden es aber erfahren

"I’ll do my best."

"Your best! Losers always whine about their best. Winners go home and fuck the prom queen."

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
16.05.2019 21:02 Uhr | Editiert am 16.05.2019 - 21:05 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 11.474 | Reviews: 166 | Hüte: 376

@sublim77
Einen Hut für die übersichtliche und aufschlussreiche Vergleichskritik.

@Zeitreisen
Da kann ich den Film "Timecrimes" empfehlen, der das Thema Zeitreisen meiner Meinung nach am Realistischsten umsetzt. Also deterministisch: Alles, was geschehen wird, muss auch geschehen. Du kannst also nicht in die Vergangenheit zurückreisen, um deinen Großvater oder Adolf Hitler umzubringen, weil dies damals nunmal nicht geschenen ist.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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sublim77 : : Rattle Head
16.05.2019 20:56 Uhr | Editiert am 17.05.2019 - 07:05 Uhr
1
Dabei seit: 18.12.15 | Posts: 4.396 | Reviews: 36 | Hüte: 363

Erst einmal bedanke ich mich für die tolle Resonanz meiner Review. Da ich den ganzen Tag dienstlich sehr lange eingespannt war, hatte ich eben erst die Möglichkeit all eure Beiträge zu lesen. Da wurde ja wirklich sehr viel geschrieben, was einmal mehr zeigt, wie groß das Interesse an diesem Film, auch Wochen nach seiner Veröffentlichung, immernoch ist.

An Duck-Anch-Amun ein Dankeschön für den Hinweis meines Fauxpas im Bezug auf die Verwechslung der beiden Cap`s. Selbstverständlich habe ich das sofort ausgebessert.

@MobyDick:

Der Brexit-vergleich ist Herzallerliebst...und ja wir waren schon am Freitag im Kino. Ich bitte vielmals um Entschuldigung, dass ich erst jetzt die Möglichkeit hatte meine Review fertigzustellenwink

Ein weiteres Dankeschön geht an meine Hutgeber.

Vor allem ein fettes Dankeschön an Kayin, für den tollen Abend. Mittlerweile sind unsere Kinotreffen zum regelmäßigen Event geworden, was ich nicht mehr missen möchte. Vielleicht schaffe ich es ja nochmal Halespare4 für MJ neu zu motiveren. Eventuell, wenn ich "Vadder" mit ins Boot hole? Mal schauen, sag niemals niewink

Thematisch denke ich, habe ich alles gesagt, was es zum Film von meiner Seite aus zu sagen gibt. Letzten Endes hat mir Endgame Spaß gemacht und das ist eigentlich das Wichtigste. Da ich bisher keinen einzigen MCU Film als Hardware besitze und nun die Sache komplett ist, werde ich jetzt damit anfangen eine schöne Sammlung ins Regal zu bekommen. Am liebsten wäre mir ja eine Komplettbox gewesen, aber ich glaube, das wird nicht kommen.

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

MJ-Pat
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Kayin : : Shazam
16.05.2019 20:49 Uhr
0
Dabei seit: 11.10.15 | Posts: 1.814 | Reviews: 2 | Hüte: 179

Zum Thema Zeitreise via Quantenmechanik kommt passend heute auf ZDFinfo um 22:25 Uhr eine Sendung. Dort wird besonders auf die Zeitreise in die Vergangenheit eingegangen. Welch ein Zufall!?! smile

"I’ll do my best."

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MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
16.05.2019 18:57 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 1.273 | Reviews: 31 | Hüte: 129

@ Duck-Anch-Amun

Hey, da hast du ja meinen Kommentar ordentlich auseinander genommen. laughing

Ich versuche dann einiges nochmal anders zu erläutern, um meine Ansicht etwas zu verdeutlichen.

"Bleibe dabei, billig ist es nicht."

Also "billig" war von mir ein schlecht gewähltes Wort. Passender wäre vielleicht "bequem", denn mit der Erklärung in Endgame machen die Macher es sich einfach und können Veränderungen der Vergangenheit somit einfach in der Zukunft ignorieren anstatt es aufgreifen zu müssen. Das meine ich mit "billig". Es ist einfach eine bequeme Art, es sich leicht zu machen.

"Dass andere Zeitlinien es ausbaden müssen, ist ja ein Problem, was die Ancient One ja auch ansprach. Dies kann Konsequenzen für das gesamte Universum haben."

An dieser Stelle wäre mir das Prinzip "Show, dont tell" lieber gewesen. Aber generell sind mir die anderen Zeitlinien irgendwie auch völlig latte, denn das MCU, das wir kennen mit all seinen 22 Filmen, spielt in unserer Zeitlinie. Wenn ich mir jetzt noch Gedanken um andere Zeitlinien machen soll, wird mir das einfach etwas zu viel. Das wäre wie ein Stück Torte, das plötzlich 100 cm hoch wäre und das mir auf den Teller gepackt würde: Ich kann dieses Stück unmöglich komplett verzehren, ohne mir den Magen zu verderben.

"Deshalb bringt Cap ja alle Steine an seinen Platz wieder, damit es keine Probleme mehr für andere Zeitlinien gibt. Aber sie können so manches nicht ungeschehen machen, was eben Konsequenzen hat. Ich denke da z.B. an Kang den Eroberer als idealen nächsten Schurken für das MCU."

Okay, das bedingt aber, dass das Thema auch wirklich aufgegriffen wird. An dieser Stelle kann ich aber nur wieder auf meine obige Antwort verweisen: So viele Zeitlinien... das wird mir zu viel. Ich mochte das MCU bisher immer für seine EInfachheit und Leichtigkeit, und jetzt wird es zur gedanklich schweren Kost mit viel Potential für massive Logikfehler.

"Ehmm, du hast aber schon gesehen, dass Loki den Tesseract entwendet und die Avengers im Jahr 2012 quasi versagen? Deshalb müssen sie in die 70er reisenmit dem Risiko womöglich für immer dort gefangen zu bleiben. Zudem muss Cap gegen sich selbst antreten und der Hulk hat ne ewige Verhandlung mit der Ancient One. 2014 muss sogar ein Avengers sterben - also glatt lief sicher nicht alles. Dazu dann Thanos und Nebula, zudem Gamora, die nun ohne Wissen in einer falschen Zeit lebt, 9 Jahre in der Zukunft auf einem fremden Planeten."

Schon, aber all diese "Probleme" waren mir zu schnell vorbei und wurden zu schnell "abgearbeitet" und wirkten auf mich oftmals zu gestellt. Die Sache mit Nebula fühlt sich so an, als wäre sie in den Film implementiert worden, nur um einen Weg zu finden, Thanos wieder ins Spiel zu bringen. Dass beide Nebulas über extreme Entfernungen plötzlich vernetzt sind und ihre Informationen "überlappen", wirkt arg konstruiert. Warum sollte das so sein? Es wurde nie gesagt, dass Nebula über Lichtjahre hinweg kommunizieren kann und eine automatische Verbindung zu einem etwaigen Gegenstück herstellen kann. Ich bleibe dabei, dass es mir lieber gewesen wäre, dass die Zeitreise zu echten Problemen in der Zukubnft führt, die erst einmal wieder bereinigt werden müssen. So, wie es jetzt ist, wird uns nur "gesagt", dass andere zeitlinie entstehen / Probleme bekommen könnten. Sehen oder spüren können wir davon nichts, was ich schade finde. Daher wäre mir die Herangehensweise von Zurück in die Zukunft lieber gewesen, weil sie zu greifbareren und sichtbareren Problemen geführt hätte.

"Schau dir ZidZ noch mal an, das Großvater-Paradox ist doch ständig dort vorhanden und logisch ist somit gar nichts. Das gleiche bei Terminator. Die für dich "billige" Umsetzung, sorgte eher dafür, dass es keine Logikprobleme gibt, weil die bestehende Zeit nicht angegriffen wurde."

Ich sagte ja nur, dass ich der Meinung bin, dass ZidZ es noch am besten löst. Dass ZidZ absolut logisch ist, habe ich nicht behauptet. In meiner Kritik zu Endgame habe ich das Thema ja kurz angeschnitten und gesagt, dass Zeitreisen immer etwas problematisch sind und zu Logikproblemen und verschiedenen Interpretationen führen, weshalb ich darauf nicht weiter eingehen wollte, weil das ein endloses Diskussionsthema sein kann, wie wir hier ja jetzt wieder sehen.

MJ-Pat
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Kayin : : Shazam
16.05.2019 18:39 Uhr
0
Dabei seit: 11.10.15 | Posts: 1.814 | Reviews: 2 | Hüte: 179

@duck-anch-amun

Zu Thanos

Thanos ist mehrere hundert Jahre alt, sein Plan ist schon uralt und fest in seinem Kopf verankert. Er wird auch keinen Entwicklungsschritt machen, das ist Quatsch, in einem oder 2 Tagen macht keiner eine Entwicklung durch. Für mich war es sogar so, dass er durch die kurze Zeit in der er einen Kampf mit den Avengers aufnehmen musste, er eher im Nachteil war und er dadurch einfacher besiegt werden konnte als noch in IW. Er machte eben keine Entwicklung durch und ist nur durch seine unmenschliche Stärke kaum zu besiegen.

Da fällt mir auf, das mit dem snap ist wohl so ein ultimatives Manöver, um verschiedene Handschuhe zu benutzen. Warum nicht einfach nur die Faust ballen oder was anderes machen. Aber das ist jetzt nicht so schlimm, ist mir nur aufgefallen

"I’ll do my best."

"Your best! Losers always whine about their best. Winners go home and fuck the prom queen."

MJ-Pat
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Kayin : : Shazam
16.05.2019 17:23 Uhr
0
Dabei seit: 11.10.15 | Posts: 1.814 | Reviews: 2 | Hüte: 179

@duck-anch-amun

Ja, stimmt, aber das Szenario auf The Garden wäre möglich gewesen. Alle Steine abnehmen und zurück ins Jahr 2023 und "snappen"

"I’ll do my best."

"Your best! Losers always whine about their best. Winners go home and fuck the prom queen."

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
16.05.2019 17:00 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 6.841 | Reviews: 36 | Hüte: 408

So, kommen wir zur Kritik:
Wunderbar und wie Raven13 finde ich es immer toll wie du gleich mehrere Eindrücke, so verschieden sie sind, auch miteinbringen kannst. Klingt aber mal so, dass ihr alle den Film gut fandet, was ja einher geht mit der Bewerung hier auf MJ.

Die Sache mit Cap sehe ich ebenfalls wie du (Achtung, du hast Cap Marvel und America verwechselt): hier waren Emotionen wichtiger als Logik. Und bei den Emotionen hatte ich Tränen in den Augen - also für mich hat es funktioniert.
Bei Captain Marvel bin ich ebenfalls der gleichen Meinung und ich bin froh, dass es für dich so kam. Denn wenn ich mich erinnere warst du ja einer der Skeptiker aufgrund Danvers Auftritt.
Bei Thanos bin ich der gleichen Meinung wie dein Sohn. Dieser Thanos hat imer noch die gleiche Idee wie in IW, muss aber erkennen, dass 5 Jahre später sein Plan vereitelt werden wird und muss deshalb einen schnelleren Entwicklungsschritt nehmen. Meiner Meinung nach verkommt er deshalb nicht zu einem typischen Marvel-Gegner, weil er die Zukunft kennt und aus seinen Fehlern gelernt hat.

Zu den Zeitreisen schrieb ich ja schon meinen ersten Beitrag. Ich bleibe dabei, dass man einfach so ne starke gewohnheit an die Theorien aus ZiZ und Terminator hat, dass dies in Endgame erstmal seltsam wirkt. Gerade weil vielen Filmen immer vorgeworfen wird, dass man nur dreist kopiert, fand ich es toll, dass man sich Gedanken machte und mal ne neue Theorie entwarf.

@Kayin
Da ich nicht verstand, warum man alle Infinity Steine holen musste, einer hätte ja gereicht, um Thanos Plan kaputt zu machen
Nee eben nicht, weil Infinity War ja trotzdem passiert wäre ;) Ziel war es, die weggesnappten wieder zu holen. Dafür brauchte man eben alle Infinity Steine. In der Gegenwart konnte man sie nicht mehr nutzen, also musste man sie aus anderen Zeitepochen entnehmen.
Man hätte Vision in 2015 töten können und den Mindstone nehmen können - damit hätte man aber laut der Theorie in Endgame nur ne neue Zeitlinie konstruiert. Im MCU das wir kennen, hätte es keine Veränderung gegeben - dort gäbe es weiterhin Vision, welcher vo Thanos getötet wird.

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