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Avengers - Infinity War

Kritik Details Trailer Galerie News
Man hat lange gewartet ... zu lange?

Avengers - Infinity War Kritik

Avengers -  Infinity War Kritik
9 Kommentare - 27.04.2018 von TiiN
In dieser Userkritik verrät euch TiiN, wie gut "Avengers - Infinity War" ist.
Avengers -  Infinity War

Bewertung: 3.5 / 5

Avengers: Infinity War ist eine US amerikanische Comicverfilmung aus dem Jahr 2018 und stellt den inzwischen 19. Teil des Marvel Cinematic Universe dar. Die Regie übernahmen die Russo-Brüder. Diese Kritik ist spoilerfrei.

Trailer zu Avengers - Infinity War

Im Jahr 2012 gab es die große Zusammenkunft im Kino. Iron Man, Captain America, Thor und viele andere Figuren waren erstmalig gemeinsam auf der großen Leinwand zu sehen. Ein großes Popcornerlebnis endete mit einer Einblendung vom damals unbekannten Thanos, welcher die Menschen ganz offenbar unterschätzt hatte.

Jeder begeisterte Zuschauer wollte daraufhin wissen, wie es weitergeht. Trotz Filmen wie Avengers 2 oder auch Captain America Civil War hat es sechs Jahre gedauert, aber in Aveners: Infinity War tritt Thanos tatsächlich in Erscheinung und führt Krieg um die Infinity-Steine.
Der Kreis der Avengers ist inzwischen deutlich gewachsen und so stellt sich dieser Film nicht nur der Aufgabe, den seit 2012 stark gestiegenen Erwartungen gerecht zu werden, sondern auch jeder Figur ausreichend Zeit auf der Leinwand zu servieren.

Für einen großen Marvel-Anhänger kann es vermutlich nicht genug Filme aus diesem Universum geben. Dem einen oder anderen Zuschauer werden jedoch manche Filme in den letzten sechs Jahren etwas überflüssig vorgekommen sein. Besonders Avengers 2 sowie der Civil War hatten zwar jeweils ein großes Ausmaß, haben die Handlung selbst aber nur wenig voran gebracht, verglichen mit dem Spurt, welchen die Avengers 2012 bereits hingelegt haben. Glücklicherweise eiert der Infinity War nicht rum, sondern geht richtig zur Sache.

In erster Linie ist Avengers Infinity War tatsächlich ein Thanos-Film. Die Figur, welche immer nur, meist in After Credit Szenen, angekratzt wurde, steht im Fokus. Er ist nicht nur böse und will alle platt machen, es werden auch auf gewisse Art und Weise Motive und Beweggründe dargelegt. Sogar eine persönliche Ebene wird aufgebaut. Trotzdem hätte es bei 18 Vorläufer-Filmen nicht schlecht getan, wenn Thanos schon vorher ein bisschen genauer beleuchtet worden wäre. Man merkt, dass Infinity War einiges nachholen muss. Das gelingt ihm jedoch auch meist sehr gut.

Tatsächlich schafft es der Film auch, die vielen Charaktere alle relativ gleichmäßig unterzubringen. Ständig wechselt der Schauplatz und immer wieder stehen andere im Fokus. Das aber mit einem guten Maß im Schnitt, so dass der Film im Fluss bleibt.

Jedoch kommt etwas zum Tragen, was spätestens bei Civil War schon kritisch auffiel. Figuren wie Doctor Strange, Vision, Scarlet Witch oder auch der Hulk sind teilweise so mächtig, dass sie theoretisch jeden Kampf sofort für sich entscheiden können. Das wäre für die Dramaturgie aber furchtbar, daher passiert tatsächlich das, was Moviejones in ihrer Kritik schon dargelegt hat. Jede Figur ist immer nur so stark, wie es für die aktuelle Szene gerade notwendig ist. Das gleiche trifft für Thanos zu. Manchmal haut er alle um, manchmal hat er ordentlich zu kämpfen. Besonders hart hat es Vision getroffen, denn dieser bringt in diesem Film quasi gar nichts zu Stande und ist leider eine Enttäuschung, auch wenn er glücklicherweise die Ausnahme in dieser Hinsicht bildet.

Was seit längerer Zeit auch ein diskutables Thema der Filme ist, ist die musikalische Untermalung. Sie ist nicht schlecht und immer zweckmäßig aber so gut wie nie wirklich mitreißend oder überzeugend. Das Avengers-Thema bildet hier eine Ausnahme. Auch in diesem Film gibt es hier keine Kehrtwende, das fällt nicht unbedingt negativ auf, aber man hätte sich gefreut, wenn es mal anders gewesen wäre.

Für viele war das letzte Abenteuer von Thor zu albern gewesen, dieses Spaßlevel hat man für den Infinity War tatsächlich wieder zurückgedreht, trotzdem findet der Film eine tolle Balance zwischen einer vorherrschenden Ernsthaftigkeit und gut platzierten Witzen, was in der Summe eine tolle Balance bedeutet.
Dadurch, dass die vielen Vorgängerfilme kaum etwas zur eigentlichen Handlung beizutragen hatten, hat Avengers 3 relativ viel zu erzählen und so hat der Film trotz seiner Laufzeit von knapp 2,5 Stunden keine Längen und weiß pausenlos mit einem tollen Tempo zu unterhalten.

Die Figuren werden weitestgehend sehr gut unter einem Hut gebracht, der Film hat keine Längen, die Action ist toll inszeniert und Spaß und Ernsthaftigkeit finden eine tolle Balance. Das klingt alles sehr gut. Jedoch merkt man, dass sich Marvel im Laufe der Zeit einfach zu viel vorgenommen hat, um all das stimmig und authentisch unter einem Hut zu bringen. Vor allem die fehlende Balance Figurenkräfte kommt zum Tragen. Vision ist hier die größte Schwäche, aber auch das Untertauchen oder Zurückhalten von starken Figuren während großer Kämpfe fällt stark auf. Vermutlich hätte man all das mit den Voraussetzungen auch nicht viel besser lösen können, es trübt jedoch ein wenig das Gesamterlebnis.

Mit Thanos selbst hat Marvel neben Loki tatsächlich mal einen Schurken, dem man seine Taten auch abkaufen möchte. Aber man sollte hier auch nicht übertreiben, der angepriesene beste Schurke des 21. Jahrhunderts ist er sicher nicht, aber für Marvel-Verhältnisse ist er schon ein ganz starkes Stück.

Wenn man Avengers: Infinity War in seinem Gesamtbild betrachten möchte, dann kann man feststellen, dass die Verantwortlichen sehr viel richtig gemacht haben. Jedoch wird auch deutlich, dass man mit dem großen Showdown vielleicht doch zwei bis vier Filme zu lang gewartet hat. Weniger ist manchmal mehr lautet die alt bekannte Weisheit. Das ist nicht die Schuld vom Infinity War, sondern liegt an dem, was vorher alles passiert ist. Somit fehlt Avengers: Infinity War an einigen Stellen eine gewisse Authentizität und der Ablauf wirkt arg konstruiert.
Daher fallen auch die Vergleiche mit den Platzhirschen recht eindeutig aus. So ist Marvels The Avengers von 2012 immer noch unerreicht und auch die filmische Klasse von beispielsweise Iron Man ist zu weit weg. Trotz allem siedelt sich Avengers: Infinity War klar im oberen Drittel des Marvel-Rankings an und stellt einen Film dar, den man sich als Freund der Reihe auf jeden Fall im Kino anschauen sollte.

Avengers - Infinity War Bewertung
Bewertung des Films
710
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9 Kommentare
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ChrisGenieNolan : : DetectiveComics
10.05.2018 21:37 Uhr
0
Dabei seit: 19.08.12 | Posts: 12.725 | Reviews: 1 | Hüte: 256

@TiiN:

Eigentlich hätte man Stark mit der Verletzung sterben lassen müssen. Aber mit seinem Iron Spray hat man die Dramatik wieder rausgenommen.

Du hast doch nicht gedacht, das mcu v Disney, deren beste hängst ins stahl sterben lassen werden , oder laughing

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TiiN : : Pirat
10.05.2018 20:39 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 3.998 | Reviews: 96 | Hüte: 148

Ich habe mir den Film ein zweites Mal angeschaut. Mein Eindruck hat sich weitestgehend bestätigt, die vielen Charaktere können einfach nicht alle sinnvoll im Film untergebracht werden, hier hat Marvel den Bogen in den letzten 10 Jahren einfach überspannt. Weniger wäre mehr gewesen. Dadurch kann der Film selten Dramatugie aufbauen bzw. sie ernsthaft vermitteln. Wenn sich besonders starke Helden abseits der Kamera zurückhalten müssen mit blöden Erklärungen, dann ist das schade.

Trotzdem gibt es immer wieder richtig starke Momente, die einzeln als Szene super wirken. Meine zwei Lieblingsszenen sind:

1) Wie Thor mit Groot und Rocket auf der Schlacht bei Wakanda erscheinen. Stimmungsmäßig einfach perfekt.

2) Der Kampf zwischen Thanos und Tony Stark sowie deren Dialoge dazu. Eigentlich hätte man Stark mit der Verletzung sterben lassen müssen. Aber mit seinem Iron Spray hat man die Dramatik wieder rausgenommen.

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TiiN : : Pirat
27.04.2018 16:33 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 3.998 | Reviews: 96 | Hüte: 148

@Tarkin

Um mich selbst noch mal zu zitieren:

Für einen großen Marvel-Anhänger kann es vermutlich nicht genug Filme aus diesem Universum geben. Dem einen oder anderen Zuschauer werden jedoch manche Filme in den letzten sechs Jahren etwas überflüssig vorgekommen sein.

Ich dachte mit dieser Einschränkung würde die Aussage für jeden verdaubar werden. Fans der Reihe freuen sich natürlich über jeden Film und über jede Kleinigkeit. Aber inhaltlich brauchte der Film für das große Ganze herzlich wenig, außer das zwischen Tür und Angel weitere Leute in die Truppe integriert wurden. Der eigentliche Konflikt ist ziemlich im Sande verlaufen. Silencio hat es so schön beschrieben mit dem Wort konsequenzlos.
Civil War hat Spaß gemacht, aber das war es auch.
Das gleiche meiner Meinung nach mit Avengers 2. Die wenigen inhaltichen Thematiken hätte man auf zig verschiedene Arten unter bringen können und evtl. hätte man bestimmte Sachen auch ganz einfach weggelassen.

@Silencio

Freut mich, ich bin schon auf deine Kritik gespannt.

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Silencio : : Moviejones-Fan
27.04.2018 15:01 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 988 | Reviews: 42 | Hüte: 82

@TiiN:

"Zum Thema Civil War, ich denke auch nicht, dass man Filme einfach hätte rausnehmen können, aber man hätte Inhalte in dieser großen Lücke einfach auf eine andere Art und Weise vermitteln und arrangieren können."

Da würde ich auch zustimmen. "Civil War" ist größtenteils konsequenzlos für die nachfolgenden Filme, was man mit rübernehmen müsste, wäre auch anders einzufügen gewesen.

Ansonsten stimme ich deiner Kritik übrigens über weite Strecken zu, eigene Review kommt im Laufe des Nachmittags noch.

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Tarkin : : Moviejones-Fan
27.04.2018 13:10 Uhr
0
Dabei seit: 10.10.17 | Posts: 847 | Reviews: 0 | Hüte: 13

@ TiiN

Civil War überflüssig?

mitnichten.

Immerhin wird Spider-Man eingeführt. okay, man hätte auch in Homecoming Spidey mit Tony Stark verbinden können, aber seien wir ehrlich, wie es in CW zu sehen war, ist Marvels Lösung die Bessere.

Und wir haben Ant-Man und seine Verbindung zu den Avengers, seit CW. von seinem Intermezzo mit Falcon vorab mal abgesehen.

Und ganz wichtig:

Black Panther. Ohne CW hätten wir bestenfalls den Solo-Film, der ohne jegliche Avengers-Verbindung dastehen würde.

So hat CW sehr wohl seine Berechtigung

Du schleppst mich in dieses Junkyhaus und jetzt muss ich auch noch diesen Scheissclown umlegen

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
27.04.2018 11:58 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 5.945 | Reviews: 28 | Hüte: 337

Empfand ich nicht so, ist aber Geschmackssache. Meiner Meinung nach war es aber ein guter Schachzug, dass gerade die stärksten Avengers mit neuen Situationen konfrontiert wurden und deshalb der Film auch mehrere Schauplätze hatte. Sind wir ehrlich, genauso gut hätte man den Kampf gleich sofort in NY beginnen und enden lassen können - der Film wäre deutlich kürzer gewesen^^
Und deshalb finde ich auch Civil War wichtig, da erst dadurch diese Splittung in verschiedene Gruppen auftaucht. Hat man den Film nicht gesehen, dann steht man da wie Bruce Banner ^^

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TiiN : : Pirat
27.04.2018 09:59 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 3.998 | Reviews: 96 | Hüte: 148

Deine Erklärung zu Vision wird zwar im Film dargelegt, wirkt aber für meinem Empfinden stark konstruiert und unbefriedigend.

Zum Thema Civil War, ich denke auch nicht, dass man Filme einfach hätte rausnehmen können, aber man hätte Inhalte in dieser großen Lücke einfach auf eine andere Art und Weise vermitteln und arrangieren können.

Jedenfalls freue ich mich auf den abschließenden Teil in einem Jahr. smile

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
27.04.2018 07:54 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 5.945 | Reviews: 28 | Hüte: 337

Schöne Kritik auch wenn dein Fazit meiner Meinung nach sogar besser klingt als es die finale Bewertung zeugt. Bzgl. Thanos bin ich der gleichen Meinung, da wäre wohl vor allem in GotG 2 ein Auftauchen im Nachhinein besser gewesen.
Bei Civil War bin ich nicht deiner Meinung - ich denke den Film muss man gesehen haben um Infinity War komplett folgen zu können.
Der Aspekt mit den Charakteren, die immer nur genauso stark sein müssen wie es die Szene erlaubt fiel mir überhaupt nicht auf und ist denke ich auch nicht so vorhanden. Vision kann gar nicht in Erscheinen treten, da er schwer verletzt wird, seine Molekularstruktur zerstört wird und er mit sowas noch nie konfrontiert wurde - er wurde überrascht und somit aus dem Rennen genommen. Alle anderen haben ordentlich einzustecken und können nie mit Thanos mithalten. Dass dieser auch einstecken muss ( das alles für einen kleinen Tropfen Blut? ) ist meiner Meinung nach wichtig und richtig, die Black Order selbst ist dann ebenfalls ein guter Sparring-Partner und schon eher die Kragenweite der Avengers. Da hätte ich die Kritik an der Faceless-Army schon besser verstanden.

Aber wie gesagt, für mich sind diese Punkte meckern auf hohem Niveau, dich störten sie scheinbar (leider) mehr.

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TiiN : : Pirat
27.04.2018 00:48 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 3.998 | Reviews: 96 | Hüte: 148

Die Kritik ist tatsächlich kompett spoilerfrei geworden würde ich behaupten. Meiner Meinung nach hätte es das Intermezzo mit Ultron nicht gebraucht und auch der Civil War war nicht unbedingt so wichtig. Vielleicht hätte man die notwendigen Handlungsstränge einfach in einem Film zusammenfügen können. Na sei es drum, nun darf man wieder ein Jahr warten. smile

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