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Godzilla

Kritik Details Trailer Galerie News
"What did you see, old man?" - Godzilla

Godzilla Kritik

Godzilla Kritik
15 Kommentare - 24.02.2018 von ZSSnake
In dieser Userkritik verrät euch ZSSnake, wie gut "Godzilla" ist.

Bewertung: 4.5 / 5

Heute möchte ich mich einem Film widmen, der zweiffellos die Massen gespalten hat. Lange bevor 2014 ein eher klassischer Godzilla über die Leinwände stapfte und die Zuschauer weitestgehend begeisterte, hatte es 1998 bereits einmal eine amerikanische Fassung des ikonischen Monsters gegeben. In einem wahnsinnig unterhaltsamen und für damalige Verhältnisse mit unfassbaren Effekten ausgestatteten Monster-Thriller hatte uns Roland Emmerich die, vielleicht, definitive westliche Fassung dieses Ungeheuers präsentiert, die auch heute noch eine verdammt gute Figur abgibt. Diese Review wird etwas ausführlicher ausfallen als meine üblichen Reviews, da ich diesem Meisterwerk der Unterhaltungskunst gerne gerecht werden und zugleich aufzeigen möchte, warum, in meinen Augen, Emmerich eine der vielleicht besten Inkarnationen dieses Monsters auf die Leinwand zauberte.

Es war etwa um die Zeit des unglaublichen Erfolges seines 1996er-Megahits Independence Day herum, als Roland Emmerich eine Idee wieder aufgriff, welche bereits einige Jahre zuvor unter der Regie von Jan De Bont (Speed) entstehen sollte. Godzilla sollte die amerikanischen Leinwände in einer komplett eigenen Interpretation unsicher machen. De Bonts Film hätte sich relativ nah an den international, insbesondere in den USA, eher unbekannten Toho-Filmen gehalten und das Monster gegen einen neuen Feind namens "The Gryphon" und vermutlich einige andere Kreaturen antreten lassen. Doch als die Produktion nach und nach anrollte und man bereits die ersten Sets und Storyboards am Start hatte wurde, man vermutet aufgrund einiger Unstimmigkeiten bezüglich des Budgets zwischen de Bont und TriStar, welche die Produktion übernahmen, der Film überraschend eingestampft. Die damalige Story wäre aus der Feder von Ted Elliot und Terry Rossio gewesen, welche später mit den Pirates of the Carribean-Filmen noch für Aufruhr sorgen sollten.

So kam es 1996, kurz vor dem Release von Independence Day, zu einem Gespräch mit Roland Emmerich, der bereits einige Kinohits verbuchen konnte. Gemeinsam mit Dean Devlin, der bereits bei Moon 44, Universal Soldier, Stargate und Independence Day mit Emmerich zusammengearbeitet hatte, wollte er jedoch etwas, was sich letztlich als eine der besten Ideen bezüglich dieses Films herausstellen sollte: Er wollte die kreative Kontrolle über das Projekt und gemeinsam mit seinem Team eine völlig eigene Interpretation des Stoffes entwerfen. Fernab von sich prügelnden Monstern, Fantasy-Elementen und Gummianzügen sollte sein Godzilla nur in der Natur verwurzelt sein, als ein schnelles Raubtier und nicht die reine Fantasy-Naturgewalt aus den japanischen Streifen. Einzig das Element der radioaktiven Strahlung als "Geburtshelfer" für das Monster ließ er für seine Storyline bestehen, was jedoch im Hinblick auf den Subtext der Geschichte auch absolut Sinn machte, doch dazu später.

Emmerich beauftragte also Patrick Tatopoulos, der sich später unter anderem mit der Underworld-Reihe weiter als großartiger Kreaturen-Künstler profilieren sollte und mit dem er zuvor bereits Stargate und Independence Day gemacht hatte. Tatopoulos erschuf unter Ideen und Anleitung von Emmerich ein Wesen, welches sich klar von dem urzeitlichen Seeungeheuer aus den Originalen abhob und machte Godzilla eher zu einem mutierten Riesen-Leguan, der sich unglaublich schnell und agil bewegen konnte und dadurch zu einer größeren Gefahr und weniger zur langsam umherwandelnden Zielscheibe. Das Design wurde in einem Meeting mit dem Toho-Verantwortlichen Isao Matsuoka, Produzent Shogo Tomiyama und Effektmann Koichi Kawakita vorgelegt und die drei waren zunächst sprachlos. Nach einer Rücksprache mit Godzilla-Erfinder Tomoyuki Tanaka jedoch wurde das Design abgesegnet, es würde "den Geist Godzillas weiterhin innehaben". Entsprechend ging man, mit einer von den Erschaffern der Reihe abgesegneten, Designidee in den Film und konnte sich frei entfalten.

Nachdem Ideen und Design standen, musste nur noch Geldgeber TriStar überzeugt werden, dem Projekt grünes Licht zu geben und so machten sich Emmerich und Devlin daran, eine erste Fassung des Skripts zu verfassen. In etwa 5 1/2 Wochen, während eines Urlaubs in Emmerichs Ferienhaus in Mexiko schrieben beide den Entwurf fertig und entschieden sich dabei klar für den Ursprung durch die Radioaktivität, weil es Bestandteil der Essenz des Monsters war. Doch ein Monster wollten Emmerich und Devlin letztlich garnicht erschaffen, sondern ein Tier, ein Lebewesen, welches den Naturgesetzen folgte und welches eher zufällig entstand. Mit dieser vollständigen Idee ging man nun zu TriStar, die Emmerich und Devlin nicht nur die geforderte völlige kreative Kontrolle zugestanden, sondern dem Film nun auch grünes Licht gaben. Mai 1997 startete dann die lang erwartete Produktion und der Dreh dauerte insgesamt bis Ende September 1997.

Das Wesen selbst wurde durch eine Kombination aus praktischen Effekten via Animatronik und digitalen Effekten zum Leben erweckt und war damals wohl eines der beeindruckendsten digitalen Wesen, welches die Leinwand je betreten hatte. Gemeinsam mit James Camerons T-2 und seinem Untergang der Titanic waren Emmerichs Independence Day und Godzilla wohl die beeindruckendsten Demonstrationen der neuen technischen Möglichkeiten aus dem Computer. Doch das großartigste Wesen beeindruckt niemanden, wenn es keine Welt und Geschichte drumherum gibt, die es in Szene setzen. Und so wurde Godzilla bzw. Gojira durch Atomtests geboren, um von Wissenschaftlern entdeckt zu werden. Beziehungsweise wird es genau genommen zunächst garnicht entdeckt, sondern lediglich seine Fußstapfen, die mit etlichen Metern Durchmesser für Staunen und Besorgnis sorgen. Matthew Broderick, als sympathischer Lead Nick Tatopoulos (ein freundlicher Wink Richtung des großartigen Kreaturendesigners seitens Emmerich), wird als Experte hinzugezogen, der sich mit den Auswirkungen radioaktiver Verstrahlung auf die Fauna rund um Chernobyl beschäftigt.

Als Zuschauer folgen wir vorwiegend Brodericks Charakter, den er mit realistischer Verblüffung, aufgrund der unglaublichen Entwicklungen, spielt und dabei versucht herauszufinden, warum die riesige Echse sich von Jamaika nach New York begibt. Während das gigantische Wesen eine Schneise der Zerstörung in der Weltstadt hinterlässt folgen ihm neben Tatopoulos auch verschiedene andere Parteien, darunter das U.S. Militär und auch die Direction Générale de la Sécurité Extérieure (der französische Geheimdienst), die ihre Involvierung in die Atomtests vertuschen wollen. Zudem haben wir die persönliche Komponente Nicks, gekoppelt an die Medien, die von seiner Exfreundin Audrey Timmonds, gespielt von Maria Pitilllo, repräsentiert werden. Um auf die Story nicht allzu sehr einzugehen werde ich mich nun vor allem den Motiven der Geschichte widmen, die in meinen Augen ohnehin den wichtigere Part bei der Abgrenzung von den japanischen Monsterschinken bilden.

Zunächst geht es natürlich um die Auswirkungen menschlicher Atomtests auf die Flora und insbesondere Fauna unseres Planeten. Godzilla ist hier, anders als im japanischen Original, nicht die Personifizierung der Atombombe und ihres unbegreiflichen Schreckens, sondern vielmehr ihre Auswirkung. Ist das Ungeheuer in den Toho-Filmen noch zunächst der kritische und emotionale Umgang und die Abrechnung mit der Unfassbarkeit von Hiroshima und Nagasaki, ist es in Emmerichs Film vielmehr der treffende erhobene Zeigefinger für die westliche Welt, das ihr Tun nicht ohne Nachwirkungen bleibt. Die Tests mit der zerstörerischen Technologie lassen die Natur aufbegehren und sich wehren, lassen Wesen entstehen, denen wir uns zunächst hilflos gegenübersehen. Sicherlich, am Ende wird die Echse besiegt, aber zu welchem Preis, und mit welcher Aussicht? Denn obgleich nie ein zweiter Film kam, war das Ende doch eindeutig und klar: Es ist nicht vorbei. Geschichte wiederholt sich, Missetaten können nicht durch weitere Bomben und Schüsse unvergessen gemacht werden. Die Strafe folgt, der Preis ist hoch und am Ende muss man sich dem unausweichlichen Urteil stellen.

Und dieses Urteil ist das titanische Wesen in Gestalt einer Echse, welches das Herz des amerikanischen Geistes angreift und in Schutt und Asche legt. Dabei ist es so schnell und wendig, dass ein ums andere Mal das Militär selbst die historischen Denkmäler zerstört und so eine Dualität zwischen der Rache der Natur und dem was wir uns selbst zufügen ensteht. Treffenderweise ist unser Protagonist bei alledem der "Würmermann" - ein Abbild der Menschen selbst, die im Angesicht dieser gigantischen Wesenheit wie Würmer wirken. Er begreift es vielleicht letztlich am besten und versteht, dass es nur überleben will, wie wir auch, doch er selbst ist genauso machtlos wie alle um ihn herum. Passend auch, dass wir nicht nur ihm und seiner verflossenen Liebe - die ihn verrät und belügt - sondern auch Jean Renos Philippe Roaché (sicherlich ist sein Name nicht grundlos ortographisch sehr nah am amerikanischen Wort für Schabe angesiedelt) folgen. Denn letztlich ist es eine Gemeinschaftsleistung verschiedener Völker, die Godzilla scheinbar besiegen, die sich aber trotzdem gegenseitig belügen und betrügen. Und genau darin liegt auch eine der stärksten Botschaften, nämlich, dass wir nur gemeinsam die Schrecken der Atombombe bekämpfen könnten, wenn wir denn ehrlich zueinander wären. Und trotzdem schwingt eben ein leises "irgendwer macht am Ende ja doch wieder einen Fehler" mit, wenn Godzillas Sohn am Ende trotzig seinen Kopf zum Schrei reckt und das letzte Wort hat.

Im Nachklang bekam der Film sehr gemäßigte Wertungen und wurde nicht besonders gut von den Zuschauern und Kritikern aufgenommen. Doch woran lag das? Daran, dass der Film etwa nicht gut wäre? Das darf bezweifelt werden, da er neben einem enormen Unterhaltungswert und großartigen Effekten eben auch die kritische Ebene mitbringt. Der Aufbau über die sympathische, sehr normale Identifikationsfigur durch Broderick funktioniert gut. Er ist ein durchschnittlicher Typ, leicht trottelig - eben ein Archetyp für den Zuschauer selbst, gebeutelt von persönlichen Rückschlägen, aber hart arbeitend und aufrichtig. Reno bleibt, seiner Rolle entsprechend, durchgehend zwielichtig, genau wie seine Motive, mit denen er sich durch den Film bewegt. Das U.S. Militär tut was es immer tut - es fährt immer größere Geschütze auf, um die eigenen Fehler vergessen zu machen. Der Sieger schreibt schließlich die Geschichte. Dabei übersieht man leicht, dass der Tenor am Ende eben nicht positiv ist, sondern kritisch gespiegelt wird, indem das Ende des vermeintlichen Monsters im Gegensatz zu den gesichtslosen Toten durch das Wesen dramatisiert und emotionalisiert wird.

Doch woran liegt das, warum ist dieses Tier so sympathisch? Wohl daran, dass es mit dem Gedanken aufgeladen wird, dass es nichts dafür kann, dass es ist wie es ist. Wir sind Schuld an seiner Entstehung, wir sind die Leidtragenden unserer eigenen Fehler und Versäumnisse und wir sind es am Ende, die aus unseren Fehlern eben nicht lernen und versuchen Bomben mit Bomben verstummen zu lassen. Denn bei all dem schnellen und unterhaltsamen Blockbuster-Spaß, bei all den Explosionen und Effekten, geht es doch im Kern nur darum, die eigenen Fehler zu vertuschen und zu begradigen. Es konnte nur ein Nicht-Amerikaner den Amerikanern so kritisch den Spiegel vorhalten und damit davonkommen. Denn Emmerich macht eines mit Bravour - er nutzt typisch amerikanisch-patriotische Topoi und Ideologien, um genau diese ironisch zu brechen. Und so reckt der Amerikaner zwar am Ende siegreich die Hand in die Höhe, weil er das Monster erlegt hat, aber der kleine Mann, der Zuschauer, sieht eben die Tragik darin. Und genau darin liegt die Cleverness dieses Films, die ihn für mich über die Porträtierung der Hilflosigkeit in den japanischen Filmen erhebt. Wobei das Original von 1954 zweifellos auch seinen Charme hat und eine Unmittelbarkeit einer Katastrophe hart und greifbar vermittelt. Aber alle darüber hinaus verkommt eben zu oft zu dem was Emmerich schon nicht an Godzilla gefiel: " Monster die sich mit Monstern prügeln".

Fazit:
Godzilla liefert nicht nur einen spannenden und cleveren Effektblockbuster, er hält auch auf geschickte Weise den Amerikanern einen Spiegel vor, der klar sagt "ihr könnt es versuchen, doch ihr kommt nicht mit allem davon". Broderick führt als sympathischer Lead durch eine Geschichte voller Verrat und Intrigen, die alle letztlich das Ziel haben eine Vergangenheit zu begraben, die einen mit voller Wucht einholt und ins Zentrum der westlichen Gesellschaft trifft, wo sie uns zwingt uns unseren Fehlern zu stellen und dafür zu bezahlen. Mit starker Bildsprache und einem von David Arnold gekonnt komponierten Score untermalt, trifft er die Balance aus Katastrophenfilm, Abenteuerfilm und Thriller perfekt und lässt zudem Godzilla so gut, agil und aktuell aussehen, wie nie zuvor. Denn wenn unser eigenes Tun uns dieses mutierte Untier beschert, ist es die perfekte amerikanische Antwort auf die japanische Hilflosigkeit "ihres" Godzillas. Und so tragisch beide Geschichten sein mögen - die realistische Unmittelbarkeit der Emmerich-Variante trifft mich als Mensch der westlichen Welt inklusive aller ihrer Verfehlungen und Verbrechen gegen den Rest der Welt doch deutlich tiefer als es die japanische mit ihren Gummianzügen und Fantasyelementen jemals könnte.

Von mir gibt es starke


4,5/5 Hüte bzw. 9/10 Punkte


und die Empfehlung "unserer" Interpretation der Monsterechse nochmal mit einem etwas anderen Blick eine Chance zu geben und sich dabei mal etwas von besserwisserischem und traditionalistischem Fanboytum für die Toho-Variante zu lösen.

Godzilla Bewertung
Bewertung des Films
910
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15 Kommentare
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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
26.02.2018 14:39 Uhr | Editiert am 26.02.2018 - 14:42 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 5.333 | Reviews: 24 | Hüte: 308

@Bond
Ja, da bin ich deiner Meinung und sehe es wie gesagt so wie du oder Tim. Man kann nicht verleugnen, dass es in diesen Filmen Botschaften gibt, aber ich sehe sie dann doch eher befreit davon an. Ich lese Geist Posts immer mit sehr großem Interesse und die Filme konnten mich seit meiner Kindheit auch immer faszinieren, aber mehr auch nicht - ne größere Verbundenheit gibt es dazu nicht. Deshalb hab ich ja auch mit Emmerichs Film meinen Spaß, auch wenn ich verstehen kann, dass dieser so manchem nicht schmeckt.
Emotional getroffen oder seelisch verletzen könnte mich ebenfalls kein Film. Wobei ich manchmal heulen könnte aufgrund des vergeudeten Potenzials von Filmen wie Justice League oder der Hobbit-Trilogie.

Ja, die Sache mit dem Deutschunterricht kenne ich. Vor allem wird es lustig, wenn man von seinem Lehrer zu Goethes Faust ne Interpretation serviert bekommt, welche komplett anders lautet als die des Lehrers der Paralellklasse - und beide Klassen bekommen das gleiche Thema im Abschlussexamen^^

@ZSSnake
Wie gesagt, wenn man sich so wie du mit dem Film auseinander setzt, so hat er tatsächlich diese Botschaft und Interpretationsmöglichkeiten. Da bin ich vollkommen deiner Meinung. Ich bin aber auch ehrlich, dass dieser Film mich genauso wenig wie andere Kaiju-Filme bisher dazu einlud. Ich verstehe die Botschaft des Originals mittlerweile und durch den historischen Kontext finde ich es auch wichtig zu berücksichtigen. Ob dies für Emmerichs Film der Fall ist? Da hat erst deine Kritik mir diese Sichtweise gegeben.
Generell sehe ich es so, dass man eine Vielzahl der Blockbuster interpretieren kann, ob dies aber auch vom Regisseur je so gedacht war ist ne andere Sache. So hat Geist selbst ja ne Review zu Pacific Rim geschrieben, welchen ich z.B nie so gesehen habe und bei dem ich ziemlich skeptisch bin, ob dies tatsächlich als Botschaft auch gewollt war oder ob man da nicht einfach zuviel hineininterpretiert. Letztendlich geht es auch dort nur um Roboter gegen Monster.

MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
26.02.2018 14:15 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 7.103 | Reviews: 135 | Hüte: 312

@ Duck:

Viele der Gedanken sind mir auch vor allem durch die Auseinandersetzung mit dem Film und dem Kontrast zum japanischen Godzilla gekommen. Letztlich kann man ihn immer noch, wie auch die Originale, als reinen Blockbuster-Spaß sehen und empfinden - alles völlig legitim und nachvollziehbar. Aber der Subtext ist in meinen Augen vorhanden.

Ob und in wieweit Emmerich und Devlin genau das auch wirklich transportieren wollten, sei mal dahingestellt. Ist bei jedem fiktionalen Werk ja so, dass der Großteil subjektive Interpretation ist. Mir macht der Film jedenfalls auf beiden Ebenen Spaß :-)

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
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MrBond : : Moviejones-Fan
26.02.2018 12:55 Uhr | Editiert am 26.02.2018 - 13:01 Uhr
0
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 2.398 | Reviews: 15 | Hüte: 309

@Duck

"Als ich die Filme aber zum ersten Mal gesehen hatte als Kind, da machten die Filme mir auch ohne Vorkenntnisse einfach Spaß."

Das ist der springende Punkt. Würde irgendjemand so viel in diese alten Godzilla-Filme hinein interpretieren, wenn er es nicht irgendwo gelesen hätte? Sind wir ehrlich, auch heute, als Erwachsener, würde ich das ganze Zeug da nicht hinein interpretieren. Ich würde ein Dino mit Superkräften sehen, der `ne Stadt zertrampelt. Da es jetzt nunmal diese "offziell anerkannte Interpretation" von Godzilla = Atombombe gibt, ist das vielleicht ganz interessant, aber letztlich für mich irrelevant. Daher werde ich auch nie diesen Bezug zum Thema aufbauen, wie etwa MD02GEIST, den die Emmerich-Variante sogar "seelisch verletzte". Gut, das würde bei mir wahrscheinlich grundsätzlich kein Film schaffen. Egal, wie toll ich einen Film bzw. eine Filmereihe finde - und auch wenn manche Filme besondere Interpretationen bezogen auf die reale Welt erlauben - mich wird eine schlechte Variante des betreffenden Franchise niemals so extrem aufwühlen, dass ich emotional so davon getroffen werden könnte...

EDIT: Zu Schulzeiten und Gedichtsinterpretationen im Deutschunterricht stellte ich mir immer gerne vor, wie Goethe, Schiller oder Lessing durch die Tür kommen und sagen: "Ihr Schwachköpfe! Das Gedicht habe ich im Vollrausch geschrieben... da gibt`s nichts zu interpretieren, ausser den Jahrgang des Rotweins!"

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
26.02.2018 11:34 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 5.333 | Reviews: 24 | Hüte: 308

Also mir geht es da ehrlich gesagt wie Tim. Ja, ich kenne die Bedeutung und Symbolik des Original-Godzillas und so gesehen macht dies auch alles Sinn. Als ich die Filme aber zum ersten Mal gesehen hatte als Kind, da machten die Filme mir auch ohne Vorkenntnisse einfach Spaß. Und dies ist auch heute noch so wo ich die Symbolik und die Geschichte kenne.
Trotzdem interpretiere ich da nie zuviel hinein, denn spätestens wenn mehrere Monster sich prügeln, dann geht es mehr um den Spaß als um ne ernste Thematik mit erhobenem Finger. Vielleicht gefallen mir die Filme auch deshalb, dass ich diese Interpretationen so auch ignorieren kann.

Dies ist auch der Fall bei Emmerichs Gino, wo ich nie auf diese Interpretation gekommen wäre. Für mich war dies immer ein toller Blockbuster, welcher Spaß machte, man aber genauso wenig ernst nehmen konnte wie z.B 2012. Der Film nutzte dann auch offensichtlich den Titel Godzilla aus Marketingzwecken - ich denke mit anderem Titel wäre der Film auch in der japanischen Kultur besser angekommen. Erinnert etwas an Ghostbusters und Co. Aber auch dieser Umstand ist toll, da er uns den Kampf zwischen Godzilla und Gino bescherte.
Wenn man so viel wie ZSSnake da rein interpretiert, dann wirkt der Film tatsächlich besser und hat sogar ne wichtige Botschaft. Allerdings ist auch der Original-Godzilla nicht nur Ursache, sondern auch Auswirkung und damit schon wieder vielschichtiger als Emmerichs Echse. Ansonsten kann ich den Film teils nicht ernst nehmen, da seriöse Themen einfach bescheuert behandelt werden. Da ist der Every-Guy, mit dem man sich identifizieren kann, welcher aber nur aufgrund einer Regenwurm-Forschung hinzugezogen wird (jeder normale Mensch hätte erstmal einen Paläontologen oder Reptilen-Kennen eingeladen, da wäre Crocodile Dundee sogar logischer gewesen). Dann die Franzosen die einfach so übertrieben französisch sind, dass es schon lächerlich wirkt (ist aber auch typisch Emmerich). Oder die Armee, welche Godzilla töten will, dabei aber ohne Sinn und Verstand die gesamte Stadt zerlegt. Und dann Dialoge zum Fremdschämen: z.B die Twin Towers, welche 1998 noch vorhanden waren, allerdings laut einem Reporter bereits in die Luft gesprengt wurden^^

Letztendlich ist der Film aufgrund dieser Interpretation besser als sein Ruf. Trotzdem macht er nichts, was auch der echte Godzilla nicht konnte. Und ob es einfach ne Fantasy-Figur ist oder ne mutierte Meeresechse (deren Verhalten ebenfalls 0,0 mit Emmerichs Godzilla zu tun hat z.B agilität betreffend) spielt da keine echte Rolle für mich. Wie gesagt ein Film der mit sehr viel Spaß bereitete, welchen ich mir immer ansehen werde und welcher auch zum Godzilla-Franchise gehört (für mich), in welchem ich aber nie mehr als eine Riesenechse, die eine Stadt kaputt macht, sehen würde. Denn so kann ich bestimmt auch in den Asylum-Produktionen ne bedeutende Botschaft sehen.

Wer was zum Lachen braucht: Honest Trailer Godzilla 1998

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Tim : : King of Pandora
25.02.2018 00:20 Uhr
0
Dabei seit: 06.10.08 | Posts: 2.800 | Reviews: 192 | Hüte: 66

Also eigentlich müsste man den Film ja total abstrafen, weil der hohl wie eine hohle Nuss ist, aber auf seine hohle Hohligkeit, macht der Film irgendwie immer wieder mal Spaß. Was vielleicht auch daran liegt, dass der jeglichen Anspruch über Bord wirft. Zwar kommt der Film beileibe nicht an sein Potential heran, aber das was er macht, macht er unterhaltsam. Auch wenn die Trickeffekte an vielen Stellen schon damals nicht besonders waren. Emmerichs Methode möglichst billig zu produzieren, sieht man dem Werk leider an. Aber, und das ist der Unterschied zu Shin Godzilla, der Film ist was er ist und versucht nicht mehr zu sein an dem er scheitert. Daher als Popcornunterhaltung deutlich besser geeignet, wenn auch extremes guilty pleasure.

Wie aber bei Japangodzilla, sollte man aber auch hier nicht zu viel reininterpretieren. Es ist eine Riesenechse die eine Stadt kaputt macht. Da kann man zwar versuchen überall Botschaften drin zu verstecken, aber es bleibt eine gottverdammte Riesenechse auf nem Zerstörungstrip. Aber was solls, so was ist cool. :-)

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luhp92 : : BOTman Begins
24.02.2018 21:07 Uhr | Editiert am 24.02.2018 - 21:07 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 9.937 | Reviews: 127 | Hüte: 311

Da ich hier die "gesamte Mannschaft" um MD02GEIST versammelt habe und es zu der Diskussion nicht besser passen könnte:

Hier ein Comedy-Clip über zwei kämpfende Echsen, welches der "Ozzy Man" so synchronisiert, als ob sich hier der japanische und der US-amerikanische Godzilla bekämpfen. Sehr witzig.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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ShinGojira99 : : Moviejones-Fan
24.02.2018 18:25 Uhr
0
Dabei seit: 13.05.17 | Posts: 122 | Reviews: 2 | Hüte: 5

Also erstmal muss ich sagen, dies ist eine sehr schön geschriebende Kritik aber die gleiche Kritik hätte man auch für "Panik in NY" (1953) nehmen können. Ich finde du stellst Emmerich als einen Visionär da, obwohl er eigentlich nur "Panik in NY" neuverfilmt hat und den Namen Godzilla raufgeklatscht hat...

Ich gebe zu, anders wie Geist, dass mir der Film generell gefällt aber den Namen Godzilla hat er nicht verdient.

Godzilla Fan #2

MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
24.02.2018 18:15 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 7.103 | Reviews: 135 | Hüte: 312

@ Geist:

Irre, wie sehr einem so ein Film vor den Kopf stoßen kann. Weil letztlich ist es ja wirklich bloß ein völlig anderer Blickwinkel auf das gleiche Thema. Denkst du, dass viele Fans weniger Probleme mit dem Film gehabt hätten, wenn man es nicht Godzilla genannt hätte? Frage ich mich schon lange. Weil Godzilla-Fans ja mit der Emmerich-Version noch härter ins Gericht gehen als klassische Star Trek Fans mit Abrams Filmen...

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
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MD02GEIST : : Godzilla Fan #1
24.02.2018 18:11 Uhr
0
Dabei seit: 01.01.13 | Posts: 2.288 | Reviews: 23 | Hüte: 177

@ Snake
Gern geschehen.

Darum möchte - ich - meine Kritik auch mal schreiben. Es wird die wohl persönlichste und intimste Kritik neben der geplanten für das Original von 1954.

Doch das bedeutet auch sich diesen Monster wieder zu nähern, sprich die DVD die sich im Regal befindet sich rauszunehmen und in den Player zu stecken und dann die 2h + ein wenig nochmal zu schauen, nach 20 Jahren.

Glaube mir, ich bin jemand der wirklich nicht Captain Ahab sein will, aber dieser Film tut weh, er tut einfach nur weh. Dieser "Godzilla" ist nicht Moby Dick, der einem den gesamten Unterschenkel unter dem Knie wegriss - sondern es ist eher wie ein absichtlich gelegter Hausbrand aus dem ich nur mit Verwundungen kam.

Ich weiß das ist absolute Melodramatik und vielleicht sogar total übertrieben, aber mehr kann ich im Moment nicht sagen.

Monsters are born too tall, too strong, too heavy—that is their tragedy - Ishiro Honda
MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
24.02.2018 18:09 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 7.103 | Reviews: 135 | Hüte: 312

@ Mr. Bond:

Danke auch dir für den Hut und auch von mir einen an Geist für seinen Sportsgeist.

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MrBond : : Moviejones-Fan
24.02.2018 18:06 Uhr
0
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 2.398 | Reviews: 15 | Hüte: 309

Von mir gibt`s ebenfalls `nen Hut... aber für Review wink

Und für Geist, für seine Sportlichkeit!

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
24.02.2018 17:59 Uhr | Editiert am 24.02.2018 - 18:00 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 7.103 | Reviews: 135 | Hüte: 312

@ Geist:

Danke für den Hut :-)

Ich verstehe gut, warum der Film vielen Fans wie ein Affront gegen ihr Franchise vorkommt, aber mit den Hintergründen zum Film weiß man einfach, dass Emmerich damit einfach nie etwas Böses wollte, sondern eine eigene, neue Interpretation aus einem völlig anderen Blickwinkel. Er wollte sich klar von Tohos Godzilla abgrenzen und eine wahrhaftige westliche Variante erschaffen, die sich eben NICHT darauf verlässt, einfach die Ideen und Konzepte des Originals zu kopieren, eben weil sie im westlichen Kontext keinen Sinn ergeben würden. Ich respektiere ihn zutiefst dafür, dass er das damals gesehen hat und mit "seinem" Godzilla eben eine Vision geschaffen hat, die komplett abseits dessen funktioniert, was die japanischen Filme aussagten.

Dass das Original ein Meisterwerk ist und sehr viel Tiefe und Bedeutung für das Land und seine Vergangenheit(sbewältigung) besitzt, will ich damit auch sicherlich nicht untergraben. Aber viel was danach kam, war eben (ähnlich großer westlicher Franchises) ein Ausbeuten des großen Namens. Sicherlich hatte vieles auch Kultfaktor dahinter und, wie man an deinen hervorragenden Reviews lesen kann, auch durchaus mal Alleinstellungsmerkmale und Daseinsberechtigung, aber sehr viele der Filme sind eben "einfach bloß" Monsterschinken. Und genau das wollte Emmerich ja eben nicht, was ich absolut klasse finde. Es wäre so leicht gewesen das Design zu klauen und ein anderes Riesenmonster dagegen zu schicken (siehe 2014), aber dann wäre es eben nur mehr eine billige Kopie anstatt wirklich etwas zu probieren, was eine Form von Daseinsberechtigung besitzt. Und Emmerich hat das zum Glück erkannt und sich genau davon abgegrenzt und geschaffen, was er geschaffen hat.

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MD02GEIST : : Godzilla Fan #1
24.02.2018 17:48 Uhr | Editiert am 24.02.2018 - 17:49 Uhr
2
Dabei seit: 01.01.13 | Posts: 2.288 | Reviews: 23 | Hüte: 177

Lieber ZSnake,

ich möchte dir für diese Kritik - obwohl sie absolut nicht meiner Sichtweise entspricht - einen Hut geben.

Du hast einen tollen Text geschrieben und das finde ich möchte ich einfach belohnen. Ich möchte einfach nicht als beleidigte Leberwurst auftreten, aber dieser Film hat mich einfach seelisch verletzt.

Ich habe nunmal eine andere Sichtweise auf den Film. Es gibt auch Fans die diesen Film mögen, dass sei denen und auch dir vollkommen gegönnt!

Abschluss. Gerade das der Film doch zu sehr mit den Traditionen und anderen Dingen gebrochen hat, ist ein Grund warum ich ihn wahrlich nur "Monsterfilm" sehen kann aber nicht als GODZILLA.

Vielleicht schreibe ich meinen Gegenentwurf mal bei Zeiten.

EDIT
Hut hast du erhalten auf die MrBonds Reaktion.

Monsters are born too tall, too strong, too heavy—that is their tragedy - Ishiro Honda
MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
24.02.2018 17:45 Uhr | Editiert am 24.02.2018 - 17:47 Uhr
2
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 7.103 | Reviews: 135 | Hüte: 312

@ Mr. Bond:

Ich danke für für die lobenenden Worte und ja, das mit den Franzosen hatte ich ja total vergessen, danke für den Hinweis nochmal. Alles in allem einfach ein sehr genialer Blockbuster mit dem Herz am rechten Fleck und dem nötigen Tiefgang, der offenbar so manchem entgangen ist. Aber wenn man hinter seiner halben Mauer aus Toho-Godzilla-DVDs und VHS sitzt und immer nur durch die Fanbrille schaut, ist es sicherich schwer offen für eine dermaßen andere Interpretation des Stoffs zu sein. Tatopoulos hatte es schön ausgedrückt als er sagte, es sei respektloser einfach das Originaldesign zu klauen und in einen anderen Kontext zu verfrachten, als sich etwas neues zu überlegen und dort mit einem eigenen Ansatz und frischen Designs was anderes zu probieren. Eben ein "Remake", welches genau das macht, was so viele andere vermissen lassen: sich vom Vorgänger abgrenzen und eigenständig was neues, erzählenswertes erzählen.

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MrBond : : Moviejones-Fan
24.02.2018 17:27 Uhr | Editiert am 24.02.2018 - 17:30 Uhr
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Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 2.398 | Reviews: 15 | Hüte: 309

Brilliant geschriebene Review. Du triffst die Aussage des Films punktgenau und beschreibst alle Hintergründe im Detail. Respekt für diesen ausgezeichneten Text. Kleine Anmerkung noch am Rande: Die Atomtests und die Beteiligung der Franzosen (um Jean Reno), war damals natürlich eine Spitze gegen die Atomtests unter dem damaligen französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac, die von der ganzen Welt verurteilt wurden und große Proteste auslösten.

Desweiteren glaube ich mich daran erinnern zu können, dass Tomoyuki Tanaka diese Interpretation, kurz vor seinem Tode, noch als hervorragend würdigte.

Alles in Allem sehr gut geschrieben. Wurde ja auch mal Zeit, dass mal jemand die wahren Hintergründe dieses Meisterwerks offen ausspricht.

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

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