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Ready Player One

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Filmkritik zu Ready Player One

Ready Player One Kritik

Ready Player One Kritik
1 Kommentar - 29.07.2023 von filmfreak99
In dieser Userkritik verrät euch filmfreak99, wie gut "Ready Player One" ist.
Ready Player One

Bewertung: 3.5 / 5

Altmeister-Regisseur Steven Spielberg verfilmte hier den Bestseller-Roman (2011) von Ernest Cline, in dem sich alles um eine dystopische Zukunftswelt dreht. Dort entfliehen die Menschen der unangenehmen Realität, indem sie über VR-Brillen ein virtuelles Multiplayer-Game spielen, in dem sie alles sein und überall hin können: Andere Wesen von fremden Planeten, Figuren aus Zeichentrickfilmen, furchteinflößende Kreaturen oder sogar andere Geschlechter mit anderen Namen, Surfen auf Monsterwellen, Bergsteigen mit Batman oder Skifahren an den Pyramiden.
Die Leute verbringen die meiste Zeit in dieser Scheinwelt, nur zum Essen und Schlafen verlassen sie sie wieder. In dieser Welt kann man sogar Geld verdienen und dieses in der Realität benutzen, jedoch kann man auch alles wieder verlieren, wenn sein eigener Avatar getötet wird.

Der 18-Jährige Waisenjunge Wade Watts (Tye Sheridan) lebt im Jahr 2045 bei seiner Tante Alice (Susan Lynch) in der Stadt Columbus im US-Bundesstaat Ohio. Auch er ist ein großer Fan der virtuellen Welt namens „Oasis“. Durch eine Umweltkatastrophe im Jahr 2027 leben die meisten Menschen verarmt in sogenannten „Stacks“, in Siedlungen, die aus übereinander gestapelten Wohncontainern bestehen. Die Erfinder von Oasis, James Halliday (Mark Rylance) und Ogden Morrow (Simon Pegg), wurden dadurch steinreich. Ogden stieg allerdings eines Tages aus der gemeinsamen Firma „Gregorious Games“ aus und Halliday verstarb plötzlich im Jahr 2040. Doch Halliday hatte kurz vor seinem Tod noch ein Video-Testament erstellt und später an alle ausgesandt. In dieser Botschaft teilte er mit, dass in der Oasis ein sogenanntes „Easter Egg“ (hier: Osterei = ein in einem Spiel verborgenes Objekt) versteckt ist. Wer das Ei findet, erbt sein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar und erhält auch die Kontrolle über die Oasis. Das Easter Egg ist jedoch nicht leicht zu entdecken. Um es sich zu schnappen, gilt es, 3 Schlüssel zu finden, die gut im Spiel verborgen sind und jeweils ein Rätsel mitliefern. Informationen, um die Rätsel zu lösen, liefert nur eine virtuelle Datenbank, in der alles über Hallidays Leben gespeichert wurde. Wade alias Parzival möchte unbedingt gewinnen, dazu braucht er aber auch die Hilfe seiner virtuellen Freunde Artemis (Olivia Cooke), Aech (Lena Waithe), Daito (Win Morisaki) und Sho (Philip Zao). Und auch der profitsüchtige Unternehmer Nolan Sorrento (Ben Mendelsohn) mit seiner Firma IOI (Innovative Online Industries) ist darauf aus, dieses Spiel für sich zu entscheiden. Denn dadurch würde er zum mächtigsten Wirtschafts-Boss der Welt aufsteigen.

Trailer zu Ready Player One

Ganz unterhaltsamer Sci-Fi-Streifen vom Altmeister des Eskapismus, Steven Spielberg, aber beileibe nicht sein bester Film und schon gar kein Meisterwerk. Da hat er schon Besseres in diesem Genre abgeliefert, wie zum Beispiel „E.T.“ (1982) oder „Minority Report“ (2002). Das Grundgerüst der Romanvorlage hat man im Drehbuch beibehalten, allerdings wurde der Schwerpunkt zu sehr auf die virtuelle Welt der Oasis gelegt und wenig über das wirkliche 2045 erzählt. Es gibt nur am Anfang einen Hinweis durch die Off-Stimme Wades, dass es zuvor 2027 eine große Maissirup-Dürre und einen Bandbreitenaufstand gab, infolge dessen offenbar viele Menschen umgekommen sind, auch seine Eltern. Das Ganze klingt aber nicht wirklich bedrohlich, eher hört sich das ziemlich harmlos an. Trotzdem soll die Wirklichkeit nun so grausam sein, dass alle in eine Scheinumgebung fliehen, welches aber im Film nicht vermittelt wird.

Zumindest gibt der Streifen eine finale, aber wenig überraschende Aussage ab: Die Wirklichkeit ist doch besser als der Cyberspace, "denn die Realität ist die einzige, die real ist und nur dort bekommt man was Vernünftiges zu essen". In der hier vorgestellten Wirklichkeit gibt es auch weniger Futuristisches, als man vielleicht zuvor annahm. Da wird höchstens mal eine Pizza per Drohne bestellt oder mit ähnlichen Geräten Jagd auf Flüchtige gemacht. An dieser Stelle ist eventuell die Angst vor Totalüberwachung im Film angedeutet worden. Die Schauspieler bleiben dabei insgesamt etwas hinter den toll gemachten Spezialeffekten zurück, zu dominant ist die Computerwelt der Oasis in diesem Streifen. Als Zuschauer wird man fast davon erschlagen, wenn sich die Protagonisten um die Figur des Parzival auf die sogenannte „Quest“ machen, auf die Suche nach den 3 farbigen Schlüsseln. Schon die erste Aktion mit dem Autorennen, das auf New Yorks Liberty Island startet, kann man viele Details erst auf den zweiten Blick erkennen. Am unübersichtlichsten wird es dann in der Schlacht auf dem düsteren Planeten Doom, auf dem vermutlich ein weiterer Hinweis für die Quest zu finden ist.

Das große Plus von „Ready Player One“ sind die zahlreichen Referenzen auf die Popkultur speziell der 70er und 80er Jahre. Filme, Musik oder Videospiele, Vieles aus jener Zeit wird hier zitiert. Am originellsten ist meiner Meinung nach „Zemeckis Zauberwürfel“, mit dem man die Zeit um eine Minute zurückdrehen kann. Eine zweideutige Anspielung auf den berühmten Rubiks Würfel und gleichzeitig auf Robert Zemeckis, dem Regisseur der „Zurück-in-die-Zukunft“-Filme. Beide waren sozusagen Hits in den 1980ern. Musikalisch hat hier wieder Alan Silvestri mit Hand angelegt, der schon bei den erwähnten Zurück-in-die-Zukunft-Streifen als Komponist agierte und auch Spielberg war zu jener Zeit dort schon als Produzent mit von der Partie. So schließt sich der filmische Kreis!

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Ready Player One Bewertung
Bewertung des Films
710

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1 Kommentar
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sanchosfreddy : : Moviejones-Fan
31.07.2023 09:30 Uhr
0
Dabei seit: 27.08.14 | Posts: 34 | Reviews: 4 | Hüte: 0

In der Tat sicherlich keiner der besten Film von Spielberg. Frühere Klassiker ware da sicherlich eindringlicher und Qualitativ (Story, Schauspieler und Handarbeit etc.) weitaus besser.

Dieser Film ist allerdings nachweislich "massentauglicher" produziert. Schauspielerisch muss ich zugestehen, dass da Tye Sheridan und mit Abstrichen Ben Mendelson herausstechen. Aufgrund des ansonsten hohenn Einsatzen für CGI kommen alle anderen zu kurz.

Den Widrigkeiten zum trotz hat dieser Film einen sehr hohen Wiederschauwert. Das liegt für mich an der spaßigen Story, einer guten Optik und der ansonsten sehr guten Chemie der Figuren.

MIt den 3,5 hüten gehe ich aber mit, da der Film für sich alleine betrachtet als "seichte Unterhaltung" betrachtet werden kann und ganz klar Menschen anspricht. Wer es nicht mit Videospielen, Musik und Filmen der früheren Zeit hält, wird klar ausgegrenzt und wird einige Anspielungen nicht verstehen. Aber den Spagat nimmt man gerne in Kauf und - wie gesagt - mich holt der Film ab.

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