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Saw 2

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Saw 2 Kritik

Saw 2 Kritik

Saw 2 Kritik
4 Kommentare - 09.05.2021 von ProfessorX
In dieser Userkritik verrät euch ProfessorX, wie gut "Saw 2" ist.

Bewertung: 3 / 5

Zwei Jahre nachdem Jigsaw (Tobin Bell) das letzte Mal Fallen gestellt hat, wird er von dem Detective Eric Matthews (Donnie Wahlberg) und seiner Einheit gestellt. Doch es wird klar, daß Jigsaw bereits Vorkehrungen getroffen hat, und ein neues Spiel in Szene gesetzt hat. Dabei wird eine Gruppe Krimineller mit Amanda Young (Shawnee Smith), Xavier Chavez (Franky G.), Jonas Singer (Glenn Plummer), Addison Corday (Emmanuelle Vaugier), Laura Hunter (Beverly Mitchell), Obi Tate (Timothy Burd) und Daniel Rigg (Lyriq Bent) in ein monitorüberwachtes Haus eingesperrt und muss irgendwie einen Weg nach draußen finden. Darunter ist auch der Sohn von Matthews Daniel (Erik Knudsen).

Nachdem Saw im Jahr 2004 ein Überraschungserfolg für das produzierende Studio Lionsgate war, ließ auch eine Fortsetzung nicht lange auf sich warten. Dazu nahm man sich das Konzept aus dem ersten Film und dachte es weiter. Und mit weiter ist hier vor allem größer gemeint. Denn mit Saw II haben wir einen Film der gleich mehrere Charaktere in den Vordergrund rückt, und ähnlich wie im ersten Teil auf eine Art Nebenhandlung durch den Ermittler Eric Matthews setzt. Dabei krankt vor allem der Handlungsstrang der Inhafttierten an wahren Charakteren, denn auch diese sind leider allzu eindimensional, als das sie mir persönlich etwas bedeuten würden.

Zudem krankt auch nicht nur Jigsaws Körper, sondern seine eigene Ideologie. Denn während der Vorgänger noch verlauten ließ, daß Jigsaw diejenigen bestrafe, die das Leben nicht zu schätzen wüssten, oder grobe Fehler begangen haben, lässt er im zweiten Teil auch Unschuldige büßen.

Natürlich sind die Fallen irgendwo kreativ, allerdings wird die Brutalität hier auch hochgeschraubt, um möglichst krass zu sein. Style over Substance lässt Grüßen. Ist einerseits zwar recht unterhaltsam, schadet auf der anderen Seite allerings massiv der Glaubwürdigkeit des Films.

Das Ganze hat einen ungeheuer tollen B-Movie-Charme. So sind die Fallen irgendwie kreativ und die Charaktere sind irgendwie Banane, die Handlungen sind irgendwie nicht so ganz rational und alles hat den Eindruck als wolle es den Zuschauer möglichst beeindrucken.

Ja, auch dieser Film kommt mit einigen überraschenden Wendungen um die Ecke, die ich zumindest nicht habe kommen sehen. Ob sie jetzt innerhalb der eigenen Logik des Films Sinn ergeben sei mal dahingestellt, aber unterhaltsam ist es alle Mal.

Dazu funktionieren auch die Protagonisten des Films wieder sehr gut. Tobin Bell als John Kramer gibt sich dieser Rolle voll und ganz hin und ist sich zu keinem Zeitpunkt für Over-Acting zu Schade. Donnie Wahlberg als Counterpart funktioniert ebenfalls sehr gut. Zum einen ist der Charakter durch seine moralsiche Ambivalenz zwar klischeehaft, aber gut gezeichnet. Zum anderen bringt Wahlberg das ruppige sehr gut rüber.

Außerdem erfährt man endlich auch mehr über John Kramers eigene Geschichte. Das der Film hierbei wieder mit Rückblenden arbeitet, ist ebenfalls erfrischend und fügt sich somit sehr gut in das gesamte Konstrukt, bietet dabei aber ebenfalls die nötige Abwechslung.

Wenn man sich die Mühe machte nach wirklichen filmischen Maßstäben zu rechnen, könnte man Saw II zu keinem Zeitpunkt als gut empfinden. Viel zu Hohl, viel zu Brutal und viel zu gewollt. Doch nach diesen Maßstäben sollte man besser nicht gehen. Denn der Film bietet eben das klassische "Mehr von Allem" und ist dabei zwar zu keinem Zeitpunkt gruselig, oder inhaltlich sinnvoll, aber auf jeden Fall unterhaltsam und überraschend.

Saw 2 Bewertung
Bewertung des Films
610
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4 Kommentare
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ProfessorX : : Moviejones-Fan
12.05.2021 06:05 Uhr
0
Dabei seit: 17.05.14 | Posts: 638 | Reviews: 134 | Hüte: 18

@luhp92

Ich verstehe durchaus den Punkt, sehe nur einfach nicht, wie das die Filme irgendwie gut macht. Ich finde man kann in diesen Filmen durchaus viel finden, wenn man eben will. Auch die Art des Fallenstellens und eben die Moral, die Vertreten werden sind ja nochmal eigene Debatten wert.

Insofern ja: Es taugt auf jeden Fall für Gesprächsstoff.

Es ist tatsächlich auch einfach nur komisch.

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
11.05.2021 17:44 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 14.476 | Reviews: 158 | Hüte: 517

@Professor X

Ja, die Saw-Filme bzw. Jigsaw analysieren jetzt nicht die Strukturen, sie adressieren mehr die Einzelpersonen bzw. die Zuschauer, etwas in deren eigenem, individuellen Leben zu verändern und somit dann einen Teil zu einer gesamtgesellchaftlichen Verbesserung beizutragen.

Zur Brutalität, genau das meine ich. Die Filme sind hart, aber in einer Form, in der es lächerlich und unfreiwillig komisch rüberkommt. Bevor ich mir die Reihe komplett angesehen habe, hatte ich einige Zeit vorher schon eine Tötungsszene als Ausschnitt aus Teil 7 im TV gesehen und musste mich dabei fast schon kaputtlachen.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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ProfessorX : : Moviejones-Fan
10.05.2021 07:01 Uhr
0
Dabei seit: 17.05.14 | Posts: 638 | Reviews: 134 | Hüte: 18

@luhp92

Nun der Grundgedanke ist natürlich auch immer noch recht zeitgemäß. In Zeiten von Selbstoptimierung und dergleichen, wundert es nicht, daß man zu einersolchen Überzeugung kommt.

Allerdings kommt Jigsaw natürlich zu der falschen Schlußfolgerung und ich habe bisher auch nicht den Eindruck, daß die im Film verstehen wogegen sie eigentlich rebellieren.

Das ist ein bisschen so wie mit sehr vielen Filmen, oder auch der Kunst im Allgmeinen. Man hat also jetzt sozusagen den bösen Kapitalimus, und lehnt sich dagegen auf, ist aber nicht in der Lage die Strukturen richtig zu analysieren. Wobei die Filmemacher, oder Künstler (also auch Musiker, Maler ect.) vielleicht das Problem schon näher verstehen, es aber auch möglichst offen halten, um eben nicht zu sehr anzuecken, oder möglichst viele Leute zu erreichen. Zu sagen, daß etwas nicht stimmt ist in meinen Augen nicht so schwer, aber das genauer zu definieren, daß trauen sich iregndwie die wenigsten.

Zu den restlichen Saw-Teilen - die ich noch nicht gesehen habe - kann ich nur sagen, daß das natürlich auch schon durch das Word of Mouth jahrelang in meinem Kopf angekommen ist. Ich gehe auch nicht davon aus, daß die Filme besser werden laughing

Ja, vielleicht hätte man auch nach dem dritten oder so aufhören sollen.

Vom Härtegrad selber fand ich das gar nicht mal sooo krass. Ich meine klar, die sind schon hart, aber eben auf einer Ebene wo sie eher lächerlich sind. Da empfand ich z.B. Nymphomaniac schon als wesentlich heftiger. ^^

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
09.05.2021 19:02 Uhr | Editiert am 09.05.2021 - 19:03 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 14.476 | Reviews: 158 | Hüte: 517

Ich war überraschenderweise schon sehr fasziniert von dem Sozialdarwinismus, mit der sich die Saw-Reihe diverser gesellschaftlicher Probleme in den USA annimmt. Da hat auch was von Uwe Bolls Rampage-Trilogie.

Insgesamt steht und fällt die Reihe jedoch mit Leigh Whannell als Drehbuchautor und Tobin Bell als Jigsaw, alles ab Teil 4 ist fast nicht mehr die Rede wert. Teil 1 war zudem noch schön subtiler und effetiver Terror, danach kam ohne James Wan auf dem Regiestuhl dann der Torture Porn hinzu.

Filmisch ist das (erst recht in den späteren) Fortsetzungen nicht mehr ernstzunehmen, der Torture Porn wird immer krasser ja, aber dadurch immer alberner. Skandalfilme oder eine Gefährung für die Jugend, wie es in den 2000ern so oft hieß, sehe ich hier überhaupt nicht. Im Gegenteil, wenn sich Jugendlich an der Saw-Reihe schon ein Beispiel nehmen, dann halte ich es für viel wahrscheinlicher, dass sie von den inhaltlichen Motiven beeinflusst werden und zur gesellschaftlichen Verbesserung beitragen. Das wäre dann sogar etwas Gutes, was die Saw-Reihe bewirkt hat^^

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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