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The Batman

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The Worlds Luckiest Detective

The Batman Kritik

The Batman Kritik
18 Kommentare - 15.03.2022 von PaulLeger
In dieser Userkritik verrät euch PaulLeger, wie gut "The Batman" ist.
The Batman

Bewertung: 3 / 5

Diese Kritik enthält SPOILER, da ich mich aufgrund der weitgehend begeisterten Stimmen hier mehr auf die Schwächen des Films konzentrieren wollte und diese nicht erörtert werden können, ohne bestimmte inhaltliche Entwicklungen aufzugreifen. Wie meine Wertung verrät, finde ich den Film insgesamt gut, was anhand dieser Kritik eher nicht so deutlich wird, aber ich wollte keinen ellenlangen Roman schreiben. Zu den inszenatorischen Stärken (Regie, Kamera, Sound) verweise ich daher einfach auf die Kritik von Raven13, der ich in diesen Punkten beipflichten kann.

KRITIK

Trailer zu The Batman

DC scheint seine Erfolgsformel endlich gefunden zu haben. Man nehme einen prestigeträchtigen Regisseur, picke sich zwei seiner Filme heraus und rühre diese zu einem zusammen (wahrscheinlich, damit der Rip-off-Charakter nicht so sehr auffällt). Was mit Scorsese/Taxi Driver/King of Comedy geklappt hat, sollte sich doch mit Fincher/Sieben/Zodiac wiederholen lassen, oder?

Finanziell mit Sicherheit, in qualitativer Hinsicht hat dagegen ja schon der vorherige Beitrag die Vorbilder deutlich verfehlt und so verhält es sich nun auch mit dieser Fincher-Hommage. Hauptproblem ist, dass der Film seine Laufzeit von drei Stunden nicht rechtfertigen kann. Weder ist die Handlung sonderlich komplex, noch hat das Werk inhaltlich etwas zu bieten, das über das hinausginge, was die meisten Comicverfilmungen in dieser Hinsicht liefern.

Banale Szenen werden hier bedeutungsschwanger in die Länge gezogen, dazu unnötige Nebenplots aufgemacht, die zu nichts führen. Da erstaunt es, dass eine offenbar an "Das Schweigen der Lämmer" angelehnte Szene zwischen Batman und dem in Arkham einsitzenden Joker dem Schnitt zum Opfer gefallen sein soll, weil sie laut Matt Reeves den Plot an der Stelle ausgebremst hätte. In der Kinofassung lassen sich immer noch mindestens ein halbes Dutzend weitere Szenen finden, die das gleiche Schicksal verdient gehabt hätten.

Mystery-Thriller ohne Mysterium

Auch was einem hier am Ende als große Enthüllung verkauft wird, ist im Grunde mehr als banal. Der als fieser Verbrecher eingeführte Carmine Falcone entpuppt sich als fieser Verbrecher, shocking! Auch die Korruption von Gothams Eliten wurde schon direkt zu Beginn etabliert, so dass die Aufdeckung der groß angekündigten Lüge, auf der Gotham aufgebaut ist, eher für Schulterzucken sorgt.

Die einzige Enthüllung, die tatsächlich eine tiefergehende Wirkung hätte entfalten können, wird direkt in der nächsten Szene wieder revidiert und hat daher überhaupt keinen Effekt. Das wäre auch eine Stelle gewesen, wo der Film tatsächlich mal einen düsteren Pfad hätte einschlagen können statt dies wie sonst zumeist nur zu behaupten.

Detektivarbeit a la Gustav Gans

In Anbetracht dessen, wie oft im Vorfeld betont wurde, dass man hiermit Batmans detektivische Fähigkeiten in den Fokus rücken wollte, ist die Detektivarbeit wohl die größe Enttäuschung, denn das was einem hier gezeigt wird, verdient schwerlich diese Bezeichnung. Auf Falcone als Mörder von Annika kommt der Meisterdetektiv, weil das Opfer praktischerweise die Tat als Voicemail mit dem Handy aufgezeichnet hat, das spart einem doch glatt tatsächliche Detektivarbeit. Noch praktischer, dass Falcone vollkommen grundlos während er gerade eine Frau erwürgt auch alles andere zugibt, was er getan hat, so dass Batman sämtliche Zusammenhänge auf dem Präsentierteller erhält, ohne selbst irgendwas dafür zu tun.

Den letzten Hinweis zu Riddlers Plan entschlüsselt er wiederum nur, weil zufällig gerade ein Polizist am Tatort ist, dessen Onkel in der Teppichherstellung tätig ist, und der ihm daher erklären kann, wozu das vom Riddler genutzte Mordwerkzeug gut ist. Holy coincidence, Batman!

Gothams Al Capone stiehlt die Show

Pattinsons Leistung ist okay, allerdings kann er hier bei weitem nicht so viel zeigen wie etwa in "Der Leuchtturm". Wright stinkt im direkten Vergleich gegen Morgan Freeman ab, während Zoe Kravitz immerhin bis zum Schluss ihren Kopf behalten darf. Ihre Figur fällt aber leider dadurch auf, dass sie zwar mehrfach erklärt, sie könne auf sich selbst aufpassen, nur um dann gleich zwei Mal als Damsel von Batman gerettet werden zu müssen. Zudem wirkt die Romanze zwischen den beiden reichlich erzwungen, wodurch sich auch keine richtige Chemie zwischen ihnen entwickelt. Was dem ganzen einen zusätzlichen Creepy-Touch verleiht ist die Tatsache, dass die erste Begegnung der beiden darauf hinauslief, dass Batman sie in Stalker-Manier beim Umziehen beobachtet hat.

Der eigentlich immer großartige Dano ist in der komplett vermummten Rolle etwas verschenkt und bekommt erst zum Ende hin eine große Szene ohne Maske, leidet dann aber darunter, dass seine Figur ein wenig wie ein Potpourri aus rezenten Batman-Widersachern wirkt. Turturro könnte den schmierigen Gangster auch im Schlaf spielen, während Serkis in einer undankbaren Rolle verheizt wird. MVP des Casts ist somit tasächlich der bis auf die Augen nicht zu erkennende Colin Farrell, dessen Oswaldo Cobbliopotto glatt als Hommage an Robert De Niros Al Capone-Darstellung in "The Untouchables" durchgehen könnte.

Kann man es eigentlich schon als neuen Hollywood-Trend bezeichnen, namhafte Darsteller bis zur kompletten Unkenntlichkeit zu maskieren und sie dann mit italienischem Akzent sprechen zu lassen, damit sie so die amüsanteste Performance des Films abliefern?

FAZIT

Reeves liefert hier ein paar beeindruckende Szenen (neben der allseits gelobten Verfolgungsjagd vor allem auch die von Maschinengewehrfeuer erleuchtete Kampfszene in ansonsten kompletter Dunkelheit) ab und lädt seine Geschichte mit einer passenden Atmosphäre auf, schießt sich aber mit der unnötig aufgeblasenen Laufzeit selbst ins Bein. Zudem hätte etwas mehr Eigenständigkeit und ein besseres Drehbuch gut getan.

The Batman Bewertung
Bewertung des Films
610

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18 Kommentare
1 2
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PaulLeger : : Moviejones-Fan
30.03.2022 16:05 Uhr
0
Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 1.379 | Reviews: 10 | Hüte: 161

@ luhp92

Inhaltlich hast du da einen Punkt, ich fand aber es war inszenatorisch die schwächste Szene des Films, der Green Screen war viel zu offensichtlich, sah daher ziemlich fake aus.

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
29.03.2022 20:50 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 15.200 | Reviews: 164 | Hüte: 540

@PaulLeger
"hätte es jetzt auch keinen großen Unterschied gemacht wenn er nach der Explosion verletzt, aber bei Bewusstsein geblieben wäre"

Ja, stimmt schon..

Die Glider-Szene mochte ich, zum einen weil man sich für diese Bat-Technik in Realfilmen mal wieder etwas Neues ausgedacht hat, zum anderen weil sich Batman erst noch souverän und "episch" aus der Bredouille zieht, dieser Umstand dann aber gebrochen wird, indem er zum Schluss gegen die Brücke klatscht. Ein deutliches Zeichen, dass sich Batman noch am Anfang seiner Karriere befindet.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

MJ-Pat
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MB80 : : Cheddar Goblin
24.03.2022 15:28 Uhr | Editiert am 24.03.2022 - 15:38 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 2.299 | Reviews: 41 | Hüte: 213

PaulLeger:

"Eine Szene, die zwar nichts mit Riddlers Plan zu tun hat, aber mich wahnsinnig gestört hat, war die, als der bewusstlose Batman von den Polizisten ins Revier gebracht wurde und keiner von ihnen auf die Idee gekommen ist, die Maske abzunehmen bevor er wieder zu sich kommt. Und wie Bats dann aus der Situation rausgekommen ist, nun ja..."

Das hat mich auch gestört, allerdings sind solche Szenen, auch weil er ja gerade aufwacht, als einer sagt "lets get the mask off", bei mir so im leicht irritierenden Bereich, und nicht im "das holt mich jetzt aus dem Film" Bereich. Das ist so der Level von dem Geologen, der bei Prometheus Panik bekommt und stiften geht, was halt nicht besonders elegant und überzeugend geschrieben geht, aber eben auch nicht den Film bricht, wie ja Legionen von "Cinema Sins" Abonnenten behaupten ;) Der Film ist definitiv mehr an seinen Themen und Inszenierung interessiert als an seinen Plot-Details, da gehe ich mit.

"Mich wunderts ja schon ein bisschen, dass diese ganzen Sachen in den Diskussionen auf MJ bislang gar nicht thematisiert wurden, weil hier bei anderen Filmen sonst ganz gerne ausgiebiges Nitpick-Bingo angesagt ist. Scheint so als müsse ein Film nur penetrant genug auf düster machen, dann übersieht man Plot-Probleme nur allzu gerne.^^"

Das Nitpick Bingo wird stufenweise reduziert, wenn folgende Komponenten da sind: a) Film von DC b) Film ist düster und ergo "ernst" c) Film ist von Zack Snyder^^

Ich hoffe ich habe das noch richtig im Kopf, aber ist bei Zack Snyders JL nicht der (neue) Startpunkt, dass der Schrei von Sups die erste Box erweckt, weil der essentielle Verteidiger der Erde tot ist? Nun, die Box ist seit Jahrtausenden da, und Sups erst seit ein paar Jahren, also... ähm... Wie gesagt, korrigiert mich, aber so ein Fehler wäre dann schon eher "Plot-brechend" auf meiner Skala.

“...and the stronger the fear of boredom, the louder the music."

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PaulLeger : : Moviejones-Fan
24.03.2022 00:03 Uhr | Editiert am 24.03.2022 - 00:05 Uhr
0
Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 1.379 | Reviews: 10 | Hüte: 161

@ luhp92

Stimme dir da zu und dachte bei meiner Anmerkung auch nicht an die Kritiken, sondern an die Diskussionen auf der Kommentarseite des Films. Dort brauch ich die zwar genauso wenig, aber bei anderen Filmen wird das teilweise schon exzessiv betrieben (sogar bei solchen, die so viele wirkliche Schwächen haben, dass ich mich frage wieso man sich nicht lieber auf die konzentriert) daher wundert es mich nur, dass es bei diesem anders ist.

Nichtsdestotrotz frag ich mich bei solchen Sachen wie der Polizeiszene immer, wieso die Drehbuchautoren sich überhaupt in so eine Situation hineinmanövrieren, die kaum befriedigend zu lösen ist. So unverwundbar wie Bats den ganzen Film über in seinem Anzug war, hätte es jetzt auch keinen großen Unterschied gemacht wenn er nach der Explosion verletzt, aber bei Bewusstsein geblieben wäre, damit hätte man sich das Problem erspart.

Die Szene im Polizeirevier hatte ja auch keine großen Auswirkungen auf den Plot wenn ich mich recht erinnere, das was er mit Gordon bespricht hätte er auch in der Kathedrale machen können. Außer man wollte unbedingt eine Fluchtszene mit dem Glider einbauen, aber die fand ich jetzt eher weniger gelungen, hätte es also auch nicht gebraucht.

Aber wie gesagt, solche Sachen sind für die Qualität kaum entscheidend, wenn man möchte könnte man zu so ziemlich jedem Film irgendwelche Ungereimtheiten finden und breit treten. Problematisch ist es nur, wenn die innere Logik des Films zu offensichtlich ignoriert wird, aber das ist bei "The Batman" nicht der Fall.

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
23.03.2022 22:52 Uhr | Editiert am 23.03.2022 - 22:53 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 15.200 | Reviews: 164 | Hüte: 540

@PaulLeger

Wenn mich ein Film enorm überzeugt, bin ich leicht gewillt, über solche Plotprobleme hinwegzusehen und erwähne die nicht unbedingt extra auch noch. Da arbeite ich lieber die Stärken in einem Text heraus und wenn ich das Gefühl habe, dass das Auszählen von Schwächen in diesen Text nicht hineinpasst, lasse ich das eben weg.

Ich bin auch kein Fan davon, nitpicky Logikfehler aufzulisten. Das hat für mich immer etwas Antikünstleriches an sich, aus dem Alter, als ich mir noch über die Videos von CinemaSins einen abgelacht habe, bin ich raus.

Die Frage, warum die Polizisten Bruce Wayne nicht die Maske abgezogen haben, stellte ich mir natürlich ebenfalls. Eine solche Szene gibt es mit dem Joker und seiner Schminke im Polizeirevier in "The Dark Knight" genauso. Da habe ich auch nicht verstanden, warum das viele Leute so furchtbar aufgeregt hat. In beiden Fällen machen das für mich die Stärken locker wett. Zumal es auch immer noch Batman-Filme sind, normalerweise würde so gut wie jeder Mensch Bruce Wayne sofort an seiner Kinnpartie erkennen, von den Leuten, die die Bathöhle gebaut haben, mal ganz zu schweigen. Deswegen kann ich leicht darüber hinwegsehen, wenn Batman oder der Joker auf wunderliche Weise nicht enttarnt werden.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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PaulLeger : : Moviejones-Fan
23.03.2022 21:35 Uhr | Editiert am 23.03.2022 - 21:40 Uhr
0
Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 1.379 | Reviews: 10 | Hüte: 161

@ MB80

Wollte ich auch nicht vorwerfen, deshalb nur die Andeutung, weil ich mich glaube ich auf andere Sachen konzentriert habe nachdem mich die Details des Plots nicht mehr ganz interessiert haben.

Das dürfte die beste Herangehensweise sein, um den Film zu genießen.

Riddler/Nolans Joker haben ja gefühlt immer alle Fäden in der Hand und alles ausgetüftelt, quasi aus dem nichts, und wenn man dann in die Handlungspunkte genauer rein schaut (auch wenn ich jetzt keinen zitieren kann) gibt es kleinere Probleme...

Ein Beispiel wäre Riddlers Enthüllung, Batman sei sein Komplize gewesen, weil er Falcone in das Licht geführt habe, wo er ihn dann erschießen konnte und dass dies ohne Batman nicht möglich gewesen wäre, weil Falcone sich ja nie in die Öffentlichkeit gewagt hat und somit für den Riddler stets außer Reichweite war. Dumm nur, dass Falcone zuvor im Film auf der ziemlich öffentlichen Trauerfeier für den Bürgermeister gezeigt wurde, bei der Riddler sogar in der Kathedrale anwesend war...

Klar, das kann man meinetwegen damit erklären, dass der Riddler verrückt ist und irrational handelt, aber nichtsdestotrotz nimmt es halt dem potentiell starken Moment der Enthüllung direkt den Impact. Wäre eine starke Pointe gewesen, wenn tatsächlich erst Batman durch sein Handeln Riddler das Erreichen seiner Ziele ermöglicht hätte, aber das war eben nicht der Fall, er hätte ihn dazu nicht wirklich gebraucht.

Eine Szene, die zwar nichts mit Riddlers Plan zu tun hat, aber mich wahnsinnig gestört hat, war die, als der bewusstlose Batman von den Polizisten ins Revier gebracht wurde und keiner von ihnen auf die Idee gekommen ist, die Maske abzunehmen bevor er wieder zu sich kommt. Und wie Bats dann aus der Situation rausgekommen ist, nun ja...

Mich wunderts ja schon ein bisschen, dass diese ganzen Sachen in den Diskussionen auf MJ bislang gar nicht thematisiert wurden, weil hier bei anderen Filmen sonst ganz gerne ausgiebiges Nitpick-Bingo angesagt ist. Scheint so als müsse ein Film nur penetrant genug auf düster machen, dann übersieht man Plot-Probleme nur allzu gerne.^^

MJ-Pat
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MB80 : : Cheddar Goblin
22.03.2022 07:17 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 2.299 | Reviews: 41 | Hüte: 213

PaulLeger:

"Ich bin kein Fan davon in einer Kritik Nitpicking zu betreiben und glaub mir, hätte ich das im Sinn gehabt, wäre der Absatz deutlich länger geworden. Allein den Plan vom Riddler könnte man genüsslich sezieren..."

Wollte ich auch nicht vorwerfen, deshalb nur die Andeutung, weil ich mich glaube ich auf andere Sachen konzentriert habe nachdem mich die Details des Plots nicht mehr ganz interessiert haben. Aber der Film ist auch "a lot", nicht nur nach der Laufzeit, den nochmal zu sehen mit der Kritik an der Handlung im Kopf dürfte interessant werden. Er leidet auch, fiel mir noch ein, an dem Problem mit dem "overpowerten" Bösewicht, auch so ein Problem vom Dark Knight, das irgendwie nie jemand anspricht. Riddler/Nolans Joker haben ja gefühlt immer alle Fäden in der Hand und alles ausgetüftelt, quasi aus dem nichts, und wenn man dann in die Handlungspunkte genauer rein schaut (auch wenn ich jetzt keinen zitieren kann) gibt es kleinere Probleme... Denke genau darauf zielst du auch mit Satz zwei ab.

Bei mir würde der Film tatsächlich bei satten 7.5-8 von 10 landen denke ich, ich war im Vorfeld eher kritisch, aber dann angenehmt überrascht, wie gut die drei Stunden rum gingen.

“...and the stronger the fear of boredom, the louder the music."

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PaulLeger : : Moviejones-Fan
21.03.2022 19:38 Uhr
0
Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 1.379 | Reviews: 10 | Hüte: 161

@ MB80

Kann deine Punkte sogar gut nachvollziehen, auch wenn ich dabei einen ganz kleinen "nitpicky" Vibe bekomme ;)

Ich bin kein Fan davon in einer Kritik Nitpicking zu betreiben und glaub mir, hätte ich das im Sinn gehabt, wäre der Absatz deutlich länger geworden. Allein den Plan vom Riddler könnte man genüsslich sezieren...

Hab aber versucht es auf die Detektivarbeit einzugrenzen, weil der Film so offensiv als Detektivfilm verstanden werden will, daher denke ich, dass diese Kritikpunkte valide sind.

Dieser Film dagegen, genaues Gegenteil, haut Batman am Ende einfach mal den "I am vengeance" Spiegel-Klatsche hin, was ich für Zeitgeist-y angemessen halte.

Allerdings tatsächlich auch sehr on-the-nose. Es den Terroristen aussprechen zu lassen war schon fast auf dem Subtilitätslevel von Snyder.

Dagegen kopiert er aber inhaltlich den dritten Nolan. In beiden Filmen überwirft ein scheinbarer Terrorist die korrupte Gesellschaft Gothams, und in beiden stellt Batman den status-quo wieder her.

Hab auch angedeutet, dass Danos Riddler für mich wie eine Mischung aus Nolan-Joker und Nolan-Bane wirkt, Bane eben hauptsächlich aufgrund des Plans.

Auch hier danke für den Hut. Deinen Schilderungen nach würde ich vermuten, dass deine Wertung höher ausfällt?

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
20.03.2022 19:08 Uhr | Editiert am 20.03.2022 - 19:10 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 15.200 | Reviews: 164 | Hüte: 540

@PaulLeger
Zum Joker in den Fortsetzungen, das sehe ich genauso. Warner Bros castet nicht Barry Keoghan, nur um ihn dann überhaupt nicht einzusetzen. Sollte "The Batman 2" ohne Joker katastrophal floppen und WB die Reihe wieder einstampfen, könnte es aber tatsächlich nur beim Cameo bleiben^^ Siehe Joe Manganiello als Deathstroke im Snyderverse.

Gegen den Joker als Antagonisten im letzten Pattinson-Film hätte ich gar nichts einzuwenden, nur jetzt hat man gerade Jared Leto entlassen und hat schon wieder den nächsten Joker als Cameo am Start. Zwischen Heath Ledger und Jared Leto lagen immerhin acht Jahre. Deine Aussagen zum Interview geben mir aber zumindest Hoffnung, dass der Joker in "The Batman 2" erstmal nicht auftauchen wird.

Ah, stimmt, der Kravitz-Paltrow-Vergleich ist mir beim Lesen entgangen.

"Wie kommts, dass es dich beim ebenfalls Fatsuit tragenden Leto nicht so gestört hat?"

Das müsste ich rückwirkend auch kritisieren, ja. Aber hier verhält es sich immerhin so, dass sich Leto in seine überzechnete Rolle reinsteigert, durch Gestik, Mimik, Dialoge und Akzent etwas Charakteristisches erschafft. Das müsste ein anderer Schauspieler erstmal nachmachen. Während ich in Farrells Cobblepot nur einen normalen Gangster gesehen habe, den locker auch ein anderer Schauspieler spielen könnte. Abseits davon war Colin Farrell ja eines der Werbeaushängeschilder des Films, da wurde seitens WB viel mehr Gewese um den nicht erkennbaren Farrell gemacht.

@MB80
Danke für den Podcast-Tipp.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

MJ-Pat
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MB80 : : Cheddar Goblin
20.03.2022 15:19 Uhr | Editiert am 20.03.2022 - 15:21 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 2.299 | Reviews: 41 | Hüte: 213

PaulLeger:

Kann deine Punkte sogar gut nachvollziehen, auch wenn ich dabei einen ganz kleinen "nitpicky" Vibe bekomme ;) Mich persönlich hat gar nicht so sehr die fehlende Detektivarbeit, oder besser Detektivarbeit ohne Cleverness, gestört, das war für mich eher im Hintergrund. Was mich etwas gestört hat, war mehr die zumindest scheinbar überladene Story, bei der man sich alle 30 Minuten austauschen musste, welche Namen jetzt der hot shit sind, um dann zu sagen man geht jetzt nach B, weil man gerade bei A war... Ich war beim ersten mal LA Confidential aber auch überfordert, muss nichts heißen. Fand es nur etwas anstrengend, ergo vielleicht nicht optimal gelöst. Für mich lag der Fokus, und das war angenehmerweise inszenatorisch gelöst, vor allem auf dieser "Unschärfe". Und hier haben sich Style und Story gedeckt: der Film hatte ganz oft Augen bzw. Charaktere im Fokus, nur am Rand wurde es unscharf. Hier wurde ganz geschickt umgesetzt, wie sich auch Batmans Bild langsam wandelt, er startet ja auf einer eher moralisch sicheren Position und muss dann langsam lernen, dass da viel Grau im Schwarz-Weiß ist... Und, daher der Fokus auf die Augen: alles Blickwinkelabhängig ;) (und das ist mir aufgefallen, bevor ich den "Cuts" Podcast gehört habe!).

Was ich noch ganz interessant fand war, wie sich der Film zu den letzten beiden Nolans verhält. Nolans The Dark Knight wird ja immer wieder als einer der offensichtlichsten post-9/11 Filmen zitiert. Wenn man ganz böse ist, könnte man dem auch leichte propaghandistische Elemente unterstellen: Der böse Terrorist hat kein Motiv, außer eben die Welt brennen zu lassen, und die vollkommen übergriffige Überwachungsmethoden des Helden sind in dem Fall legitim. Aber hey, er ist eben der "Dark Knight", den wir brauchen, und einer von den Guten... und am Ende stellt er ja auch brav seinen Überwachungsapparat ab (im echten Leben brauchte es dann aber einen gewissen E. Snowden, um der NSA auf die Finger zu hauen). Nolen stellt sich ja hier fast schockierend affirmativ hin, was Bushs USA post 9/11 so gemacht haben. Dieser Film dagegen, genaues Gegenteil, haut Batman am Ende einfach mal den "I am vengeance" Spiegel-Klatsche hin, was ich für Zeitgeist-y angemessen halte.

Dagegen kopiert er aber inhaltlich den dritten Nolan. In beiden Filmen überwirft ein scheinbarer Terrorist die korrupte Gesellschaft Gothams, und in beiden stellt Batman den status-quo wieder her. Irgendwie scheint Batsy hier im Hamsterrad zu sein: er will zwar auch aufräumen, aber wenn es hart auf hart kommt, wird er dann doch arg "konservativ" ;) Fand die Beobachtung zumindest ganz interessant.

Zwei Punkte noch:

"Zudem wirkt die Romanze zwischen den beiden reichlich erzwungen, wodurch sich auch keine richtige Chemie zwischen ihnen entwickelt."

Ja, da bin ich ganz bei dir... Der Kuss kam vor allem überraschend, weil er so unmotiviert war. Schwachstelle des Films.

"Kann man es eigentlich schon als neuen Hollywood-Trend bezeichnen, namhafte Darsteller bis zur kompletten Unkenntlichkeit zu maskieren und sie dann mit italienischem Akzent sprechen zu lassen, damit sie so die amüsanteste Performance des Films abliefern?"

Hmmm. "Celebri-suiting?" Fand allerdings, Farrel war eines der Highlights des Filmes, also beschwere ich mich nicht. Wenn das Ergebnis so gut ist, können die gerne Tilda Swinton in JEDEN Fatsuit stecken, und alle Rollen spielen lassen.

“...and the stronger the fear of boredom, the louder the music."

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PaulLeger : : Moviejones-Fan
20.03.2022 15:16 Uhr
0
Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 1.379 | Reviews: 10 | Hüte: 161

@ luhp92

Zu den Filmanleihen, da kannst du auch noch "Saw" nennen^^ Der Riddler hat für seine Opfer ja ein paar fiese, extravagante Fallen auf Lager. Mit Bruce Waynes Führen eines Tagebuchs über sein Handeln in der verkommenden Stadt und dem Voice Over hatte der Film auch etwas von Rorschach bzw. "Watchmen".

Und "Fast & Furious 7" (?), aus dem die kitschige Abschiedsszene zwischen Bruce und Selina übernommen wurde.^^

Interessanterweise hab ich auch einige Ähnlichkeiten zu einem MCU-Film erkannt, in Rot-schwarz getauchte Szenen, der prominente Einsatz eines Nirvana-Songs, die verstorbenen Eltern als Plotelement gab es auch in "Black Widow".

Von der Joker-Batman-Szene in Arkham wusste ich gar nichts. Zum Glück ist die rausgeflogen, mir war der Cameo schon zu viel für einen Film, der wunderbar für sich alleine steht. Ganz abgesehen davon, dass ich auf den Joker in den nächsten Batman-Filmen erstmal verzichten kann.

In meinem Kinosaal hat die Szene auch für hörbare Unruhe gesorgt, glaub viele leiden langsam an Joker-Übersättigung.

In dem Interview, das ich gelesen habe, sagte Reeves auch, dass der Joker-Auftritt nicht als Vorbote für die Fortsetzung zu verstehen sei. Halte ich für nicht sehr glaubwürdig, bzw. wenn dann mag das für den zweiten Film gelten und im dritten Teil taucht er dann auf. Kann mir keiner erzählen, dass man für einen einmaligen Wegwerf-Cameo einen mittlerweile doch recht großen Namen wie Barry Keoghan nimmt.

Commissioner Gordon mit Lucius Fox verwechselt? Oder meinst du William Somerset?

Somerset, im gleichen Satz zieh ich ja auch (scherzhaft) den Vergleich zwischen Zoe Kravitz und Gwyneth Paltrow.

Genau deswegen verstehe ich nicht, warum ausgerechnet Colin Farrell von vielen gelobt wird. Wenn man einen dicken Gangster haben möchte, warum castet man dann Colin Farrell und verbirgt ihn hinter Fatsuit und Maske? Gibt es außer Vincent DOnofrio, der an Marvel vergeben ist, keine Schauspieler vom Format eines James Gandolfini mehr, die so eine Rolle spielen könnten?

Was auch immer der Grund gewesen sein mag, als PR-Coup hat es auf jeden Fall hervorragend geklappt, Farrells Aussehen wurde im Vorfeld ja mit am meisten diskutiert.

Wie kommts, dass es dich beim ebenfalls Fatsuit tragenden Leto nicht so gestört hat?

@ TiiN

Danke für den Hut.

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
19.03.2022 20:58 Uhr | Editiert am 19.03.2022 - 21:43 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 15.200 | Reviews: 164 | Hüte: 540

Zu den Filmanleihen, da kannst du auch noch "Saw" nennen^^ Der Riddler hat für seine Opfer ja ein paar fiese, extravagante Fallen auf Lager. Mit Bruce Waynes Führen eines Tagebuchs über sein Handeln in der verkommenden Stadt und dem Voice Over hatte der Film auch etwas von Rorschach bzw. "Watchmen".

Ich würde aber nicht sagen, dass mit "The Batman" Finchers "Sieben" verfehlt wurde. Beides sind stark von der düsteren Atmosphäre getragene Kriminalthriller mit hintergründiger Handlung, da kommt "The Batman" der Qualität von "Sieben" schon nahe, auch wenn Letzterer natürlich den Twist als Trumpfkarte hat und sich allgemein rauer und fieser gebärdet. Keine Ahnung, warum man sich für "The Batman" im Gegensatz zu "Joker" für eine PG-13-Ausrichtung entschieden hat.

Von der Joker-Batman-Szene in Arkham wusste ich gar nichts. Zum Glück ist die rausgeflogen, mir war der Cameo schon zu viel für einen Film, der wunderbar für sich alleine steht. Ganz abgesehen davon, dass ich auf den Joker in den nächsten Batman-Filmen erstmal verzichten kann.

"Die einzige Enthüllung, die tatsächlich eine tiefergehende Wirkung hätte entfalten können, wird direkt in der nächsten Szene wieder revidiert und hat daher überhaupt keinen Effekt."

Jein. Man sieht trotzdem, dass es sich bei Bruce Wayne noch um einen nicht vollständig reifen, zutiefst verletzlichen jungen Mann handelt, für den in diesem Moment erstmal eine Welt zusammenbricht. Aber ja, das hätte man noch vertiefen und konkretisieren können, wenn man diesen Weg weiter beschritten hätte.

"Wright stinkt im direkten Vergleich gegen Morgan Freeman ab"

Commissioner Gordon mit Lucius Fox verwechselt? Oder meinst du William Somerset?

"namhafte Darsteller bis zur kompletten Unkenntlichkeit zu maskieren"

Genau deswegen verstehe ich nicht, warum ausgerechnet Colin Farrell von vielen gelobt wird. Wenn man einen dicken Gangster haben möchte, warum castet man dann Colin Farrell und verbirgt ihn hinter Fatsuit und Maske? Gibt es außer Vincent DOnofrio, der an Marvel vergeben ist, keine Schauspieler vom Format eines James Gandolfini mehr, die so eine Rolle spielen könnten?

Paul Dano hingegen, man kann sein Chargieren ja zurecht krisitieren, aber immerhin liefert er etwas Erkennbares und Erinnerungswürdiges ab. Mir gefiel diese Interpretation eines wahnsinnigen Nerds mit autistischen Zügen.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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theMagician : : Criminal
19.03.2022 14:09 Uhr
0
Dabei seit: 03.05.13 | Posts: 1.732 | Reviews: 0 | Hüte: 53

Sehr gut Kritik. Deckt sich mit meiner Meinung und daher auch meine Antwort wenn mich andere nach dem Film fragen: "Ist ok, aber wird nicht gebraucht. Schade um die Ben-Affleck-Version."

You, me, or nobody is gonna hit as hard as life. But it ain’t about how hard you hit. It’s about how hard you can get hit and keep moving forward

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TiiN : : Goldkerlchen 2021
17.03.2022 18:02 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 7.429 | Reviews: 153 | Hüte: 457

Eine sehr schöne und gut begründete Kritik, PaulLeger! Gefällt mir wirklich sehr. Vielleicht besonders gut, weil ich es bis heute nicht verstehen kann, wie der Film von gefühlt 95 % der Leute ohne große Kritik gefeiert wird.

Einige deiner Punkte hatte ich auch in meiner Kritik beanstandet. Deine Ausführungen zu Batmans Detektivarbeit und den einzelnen Charakteren haben mir besonders gut gefallen gleichzeitig hervorgebracht, wieso ich die drei Stunden überhaupt nicht packend sondern ehrer eintönig fand.

Einen Hut für dich.

MJ-Pat
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FlyingKerbecs : : Kakashi
17.03.2022 10:28 Uhr
0
Dabei seit: 24.11.15 | Posts: 6.714 | Reviews: 43 | Hüte: 326

@PaulLeger

Ich glaub deine Skala geht nur von 7 bis 10, oder?

Nee, naja meistens schon, einfach weil meine Ansprüche an Filme leichter zu erfüllen sind, ist ja mein Hobby und ich will Spaß haben. Gut ist bei mir in Punkten 8/10. 6 und 7 Punkte sind bei mir "ok".

Und ich schaue ja nicht wahllos Filme, ich schaue meistens die, die mich interessieren aus diversen Gründen und da ist halt selten ein Film dabei, den ich nur mittelmäßig oder schlecht finde. Oftmals kann ich das vorher aber schon vermuten, dass mir ein Film nicht so gut gefällt, auch wenn ich es nicht hoffe, z.B. bei Filmen wie Monster Hunter oder Mortal Kombat, die hab ich ja nicht so gut bewertet. Ich wusste ja um die bescheidenen Kritiken und Zuschauerrezensionen, hatte aber gehofft, wenigstens gut unterhalten zu werden, aber selbst das haben die nicht geschafft und andere Probleme hatten sie ja auch.

Solange mich ein Film gut unterhält und es nichts gibt, was mich am Film wirklich aufregt, ist eine Bewertung von weniger als 7 Punkten unwahrscheinlich. Natürlich gibt es Ausnahmen.

Ja mein Bewertungsmaßstab ist gnädig, aber schlimm ist es ja nicht. So kann ich umso mehr Filme genießen.^^

Hier mal meine Verteilung:

Gesamtzahl an Filmen, die ich geschaut und bewertet habe (Stand heute): 1201

  1. 5 Hüte - 5 % - 58 Filme
  2. 4,5 Hüte - 13 % - 156 Filme
  3. 4 Hüte - 37 % - 441 Filme
  4. 3,5 Hüte - 28 % - 331 Filme
  5. 3 Hüte - 11 % - 133 Filme
  6. 2,5 Hüte - 5 % - 55 Filme
  7. 2 Hüte - 1 % - 14 Filme
  8. 1,5 Hüte - 1 % - 9 Filme
  9. 1 Hut - 0 % - kein Film
  10. 0,5 Hüte - rund 0 % - 4 Filme

Wie du siehst, 65%, fast zwei Drittel aller von mir gesehenen Filme haben 3,5-4 Hüte bekommen. Nur 13% 4,5 und 5 % 5 Hüte. Wenn man bedenkt, dass ich größtenteils nur Filme schaue, die meinen Lieblingsgenres entsprechen, sind die Bewertung nicht übertrieben gut.

Aber jeder hat halt seinen eigenen Bewertungsmaßstab. Wenn ich z.B. einen Film meiner bevorzugten Genres schaue und er am Ende 4 Hüte bekommt, ist das generell gesehen "nur" eine solide Bewertung für diese Art Filme.

4,5 Hüte bekommen Filme, die ich überdurchschnittlich gut finde und 5 Hüte bekommen meine Lieblingsfilme und dann i.d.R. erst nach mind. 2 Sichtungen. 5 Hüte vergebe ich nach der Erstsichtung nur sehr selten.

Bei dir ist das ganze etwas nach unten verschoben, was ja völlig ok ist. Muss ich mir für die Zukunft einfach merken.smile

Ich bin nicht kreativ.

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