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Your Name. - Gestern, heute und für immer

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"JJ, komm und lerne Lensflare :)"

Your Name. - Gestern, heute und für immer Kritik

Your Name. - Gestern, heute und für immer Kritik
19 Kommentare - 17.02.2020 von MobyDick
In dieser Userkritik verrät euch MobyDick, wie gut "Your Name. - Gestern, heute und für immer" ist.
Your Name. - Gestern, heute und für immer

Bewertung: 3.5 / 5

Da ich ja jetzt gefühlt seit Ewigkeiten darauf warte, endlich den besten Film aller Zeiten, der jemals gedreht werden sein wird, hier zu verreißen, knöpfe ich mir sukzessive auch mal anderen Kram vor, den ich üblicherweise auch mal links, mal rechts liegen lassen würde. Heute ist der japanische bereits jetzt als Klassiker geltende Anime Your Name dran.

Der Film richtet sich vornehmlich an ein eher jugendliches Publikum und dürfte im Prinzip als eine Young Adult Verfilmung durchgehen. Die Protagonisten sind ein Junge und ein Mädchen etwa gleichen Teenageralters, die plötzlich regelmäßig im jeweils Körper des anderen aufwachen und das Leben des Gegenübers weiter leben. Hierbei helfen Sie dem Gegenüber in manchen Situationen und fangen an füreinander irgendwas zu empfinden. Das Problem ist, dass beide "sehr weit weg" voneinander leben. Und plötzlich hören die Identitätstausche auf.

Trailer zu Your Name. - Gestern, heute und für immer

Wer denkt, ich hätte jetzt den ganzen Film bis auf das Ende verraten, kann sich beruhigt zurück lehnen, das ist nur die Einleitung in eine Geschichte, die erst hier anfängt so den einen oder anderen Haken zu schlagen.

Und bis hierhin ist der Film auch absolut überragend, Fragen der Heranwachsenden an den eigenen Körper, die Sexualität (im Rahmen der Möglichkeiten solch eines Filmes), geistreiche Ideen und eine wunderbar charmante Paarung zweier Protagonisten in einer immer klar strukturierten Zeichentrickwelt bringen einen immer wieder schwelgerisch zum Schmunzeln.

Doch dann kommt der große Twist des Films, und der Film wandelt sich in eine reißerische hysterische, großflächig Apocalyptische Version von Il Mare (oder dem amerikanischen Remake) das Haus am See. Dabei wird minutenlang, unter Zuhilfenahme der billigsten Tränendrüsenquetschmechanismen hysterisch und quasi sinnentleert von beiden immer und immer wieder dasselbe geschrien, gesagt, gefleht, geweint, was auch immer. Das ist Herzschmerz mit dem Holzhammer für gefühlt die erste Reihe bei einem Jonas Brothers Konzert (weiß jetzt nicht, sind die jetzt noch in, sonst nehmt bitte die dringend angesagteste Boyband!). Ja irgendwie ist es immer noch spannend und irgendwie melancholisch und es endet plötzlich auch sehr abrupt. Alles eigentlich Eigenschaften, die vom Können der Macher zeugen. Und erst recht der Epilog, der genau im richtigen Moment den Film mit einem Gänsehautfeeling beenden lässt.

Das ist schon wirklich ganz großes Können, was einem hier aufgetischt wird. Aber der Mittelteil, der genauso konzipiert ist, wie es das Zielpublikum abzuholen hat, ist mir selbst zu schablonenhaft, zu hysterisch, zu wenig eigenständig mit diversen Anleihen bei anderen Filmen, und zieht das Ganze für mich ganz gehörig nach unten.

Da kann auch das halbwegs vernünftige Ende mit seinen immer noch hysterischen Einsprengseln nicht mehr viel retten.

Ziemlich guter Anime, der beim Zielpublikum sicherlich locker 2 Punkte höher als bei mir, aber ich finde der Film beginnt sehr sehr stark, und ab dem Twist, wird er sehr hysterisch und gibt die subtile und intelligente Unterhaltung für die ganz großen Gefühle auf. Dass beides kombinierbar ist, zeigt sowohl gefühlt jeder dritte Miyazaki Film als auch die beiden oberen Werke. Naja, wie gesagt, ich weiß, dass das eine rein kommerzielle Entscheidung seitens der Macher ist und sie ist auch aufgegangen, keine Frage.

Also langer Rede kurzer Sinn

7 Punkte, und trotzdem klare Empfehlung zu schauen !

Your Name. - Gestern, heute und für immer Bewertung
Bewertung des Films
710
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19 Kommentare
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PrequelFan : : Moviejones-Fan
19.02.2020 16:13 Uhr
0
Dabei seit: 25.01.20 | Posts: 168 | Reviews: 15 | Hüte: 17

@Raven13

Ah danke, da schaue ich doch gleich mal rein. smile

"Mir gegenüber im Nachteil zu sein, ist ein Vorteil, den ich Dir gegenüber behalten will."

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
19.02.2020 12:03 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 3.198 | Reviews: 31 | Hüte: 318

@ GierigeEnte

Hier mal ein Link zu meiner Topliste aller meiner Lieblingsfilme:

https://www.moviejones.de/toplisten/644/meine-persoenlichen-lieblingsfilme-p1.html

Aber eigentlich könnte ich die Liste noch erweitern. Auch ein paar Filme aus der Star Trek Reihe gehören für mich dazu.

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PrequelFan : : Moviejones-Fan
19.02.2020 10:00 Uhr
0
Dabei seit: 25.01.20 | Posts: 168 | Reviews: 15 | Hüte: 17

@Raven13

"Das gelingt dir meiner Meinung nach recht gut. Die Kritiken, die ich bisher von dir gelesen habe, waren in meinen Augen immer sehr objektiv und schön geschrieben."

Danke, das ist ein riesiges Lob für mich. <3

"Für mich muss es zum Film passen."

Klar, das steht außer Frage. Zu manchen Filmen passt einfach kein Bad-End. Sei es eine Komödie oder dergleichen. Allerdings fallen mir einige Filme ein, bei denen das Happy-End meinen Eindruck ziemlich geschmälert hat. Es muss ja nicht unbedingt alles schief gehen, aber viele gute Enden sind teilweise so ... uninspiriert. :p

"Manchmal möchte ich halt einfach auch nur glücklich den Abend ausklingen lassen"

Das sei Dir vergönnt. ^^

"Filme sind für mich in erster Linie Unterhaltung"

°○° :p

"Ich meinte quasi "Logiklöcher", in denen Teile des Films einfach nicht zusammenpassen, weil Drehbuchautoren und Regisseure nicht aufgepasst haben."

Ah okay, sorry, mein Fehler. smile

"Die Personen handeln meistens überaus dämlich, wenn es um das eigene Überleben geht."

Ja, das ist etwas, was man meines Erachtens ausblenden muss. Ich hatte letztens eine Diskussion mit jemandem, über "Midsommar". Die Gruppe flieht dort nicht, als es zu ... komischen Ereignissen kommt. Für mich ein Punkt, den ich akzeptieren konnte, weil die Charaktere eben so handeln und auch deutlich wird, dass sie nicht fliehen möchten. Und mein Diskussionspartner regt sich die ganze Zeit darüber auf, dass das ja so sinnlos wäre, er schon längst abgehauen sei und den Film überhaupt nicht ernstnehmen könne. Was hat mich das genervt. :p

Er ignoriert all die tolle Bildsprache des Filmes, lässt gar nicht zu, dass die Atmosphäre bei ihm wirkt und hält sich an solchen Oberflächlichkeiten auf, die bei einem künstlerischen Werk meiner Meinung nach völlig irrelevant sind.

"Weshalb nicht gleich den Bösewicht KO schlagen und fesseln UND die Waffe behalten?"

Dahingehend hast du völlig recht, das ist einfach schlecht gelöst. Da hätte man im Drehbuch sicher eine stimmigere Variante gefunden oder verdeutlichen müssen, dass die Hauptfigur beispielsweise nicht bereit ist, selbst Gewalt anzuwenden. Aber einfach die Waffe fallen lassen und zu flüchten, ist halt faules Writing, dem stimme ich zu. "Erzählerische Unzulänglichkeit" ist eik schönes Wort dafür. smile

Mal noch eine andere Frage ... was sind Deine Lieblingsfilme?

"Mir gegenüber im Nachteil zu sein, ist ein Vorteil, den ich Dir gegenüber behalten will."

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
18.02.2020 21:56 Uhr | Editiert am 18.02.2020 - 21:56 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 3.198 | Reviews: 31 | Hüte: 318

@ GierigeEnte

"Ich versuche, soweit wie möglich objektiv zu bleiben."

Das gelingt dir meiner Meinung nach recht gut. Die Kritiken, die ich bisher von dir gelesen habe, waren in meinen Augen immer sehr objektiv und schön geschrieben. Natürlich fließt immer ein wenig Subjektivität mit ein, das lässt sich nicht vermeiden, wie MobyDick ja schon geschrieben hat. Dennoch bleibst du ja bei deinen Kritiken deinem Kodex treu. Das finde ich halt wichtig, damit man die Personen hinter den Reviews besser einordnen kann, was Vorlieben und Geschmäcker angeht.

"Allerdings habe auch ich so meine Präferenzen, siehe beispielsweise meine Vorlieben für Bad-Ends"

Stimmt, das habe ich schon mitbekommen. Bei mir ist es eher so, dass ich weder das eine noch das andere bevorzuge. Für mich muss es zum Film passen. Ein Feel-Good-Film oder eine spaßige Komödie oder auch ein MCU-Film sollte nicht unbedingt ein Bad-End haben, denn dann wäre das "Good Feeling" dahin. Manchmal möchte ich halt einfach auch nur glücklich den Abend ausklingen lassen, egal ob ein gutes Ende kitschig oder unglaubwürdig ist. Filme sind für mich in erster Linie Unterhaltung, und meistens bevorzuge ich dabei gute Gefühle und möchte nicht vor Trauer eingehen. Aber es gibt halt auch Filme, beide denen es sehr ernst und realistisch zur Sache geht, da passt ein "Bad End" halt einfach besser. Aber wenn ich mich auf solche Filme einlasse, kann ich mich auch mit dem "Bad End" anfreunden.

"Meiner Meinung nach gehören Argumente über die "Logik" oder die "Glaubwürdigkeit" eines Filmes auf keinen Fall in eine objektive Kritik. Denn gerade diese Punkte kann man immer nur vom eigenen Standpunkt messen und die Charaktere danach zu beurteilen, ob man selbst auch so gehandelt hätte, ihre Entscheidungen "logisch" oder ihre Taten glaubwürdig findet, ist irrelevant, da Filme ja künstlerische Werke sind und somit auch frei jeglicher Logik auskommen können."

Diese Art Logik meinte ich an dieser Stelle eigentlich garnicht, sondern eher die Logik, die sich auf das Verknüpfen von Handlungssträngen bezieht. Ich meinte quasi "Logiklöcher", in denen Teile des Films einfach nicht zusammenpassen, weil Drehbuchautoren und Regisseure nicht aufgepasst haben.

Aber du hast Recht. Wenn es um die Nachvollziehbarkeit der handelnden Personen geht, hängt natürlich vieles von den eigenen Erfahrungen und dem eigenen Typus ab. Da kann man sich immer drüber streiten. Dies ist übrigens ein Aspekt, der mich den Großteil der Horrorfilme hassen lässt. Die Personen handeln meistens überaus dämlich, wenn es um das eigene Überleben geht. Sowas hasse ich ja wie die Pest. Wenn z. B. das Opfer den Bösewicht aus Glück überlistet und zu Boden schickt, nur um dann die Waffe direkt neben dem Täter wieder fallen zu lassen und abzuhauen, während der Bösewicht sich schnell wieder aufrappelt und sich freut, dass er direkt wieder zu der Waffe greifen kann. Weshalb nicht gleich den Bösewicht KO schlagen und fesseln UND die Waffe behalten? Sowas nervt mich immer gewaltig.

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PrequelFan : : Moviejones-Fan
18.02.2020 19:30 Uhr
0
Dabei seit: 25.01.20 | Posts: 168 | Reviews: 15 | Hüte: 17

@Raven13

"Ich selbst vergebe immer nur eine subjektive Punktewertung, unabhängig von objektiven Schwächen."

Ich versuche, soweit wie möglich objektiv zu bleiben. Filme, die ich feiere, halte ich daher für objektiv gut, solche, die ich zerreiße, für objektiv schlecht. Das ist nicht immer richtig und ich habe schon oft einsehen müssen, beispielsweise einem objektiv guten Film Unrecht getan und diesen fälschlich abgestraft zu haben, "Der Babadook" ist da so ein Fall. Ich habe die Symbolik nicht gerafft gehabt und die Genialität des Filmes folglich nicht erkannt. Man, habe ich mich geärgert, als mir das im Nachhinein erklärt wurde. ^^

Meine Kritiken sind also nicht immer objektiv, aber ich bemühe mich darum, was mir zumindest dahingehend gut gelingt, dass ich mich bei Filmen niemals langweile und die Bewertung danach auch als absolut sinnfrei erachte. Oder dass ich Filme nie bloß als "Unterhaltung" sehe, bzw. es kritisiere, wenn ein Film eben nicht mehr als Unterhaltung bietet. Schon allein, weil mich einfache Unterhaltung nicht wirklkch unterhält. :p

Allerdings habe auch ich so meine Präferenzen, siehe beispielsweise meine Vorlieben für Bad-Ends - obwohl ich der Meinung bin, dass auch das objektiv seine Richtigkeit hat - oder meine Schwäche für Western. Da gibt es eben auch andere Geschmäcker und wenngleich ich es unsinnig finde, sich bei einer Diskussion über Filme mit dem eigenen Geschmack zu verteidigen, muss ich eingestehen, dass man da nicht immer objektiv bleiben kann.

"(innere) Logik, Glaubwürdigkeit"

Wo wir schonmal bei dem Thema sind:

Meiner Meinung nach gehören Argumente über die "Logik" oder die "Glaubwürdigkeit" eines Filmes auf keinen Fall in eine objektive Kritik. Denn gerade diese Punkte kann man immer nur vom eigenen Standpunkt messen und die Charaktere danach zu beurteilen, ob man selbst auch so gehandelt hätte, ihre Entscheidungen "logisch" oder ihre Taten glaubwürdig findet, ist irrelevant, da Filme ja künstlerische Werke sind und somit auch frei jeglicher Logik auskommen können.

Das bedeutet aber nicht, dass man nicht auch anders an Filme herangehen darf und ich mit dem, was ich zu wissen glaube, recht habe. smile

"Mir gegenüber im Nachteil zu sein, ist ein Vorteil, den ich Dir gegenüber behalten will."

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
18.02.2020 19:04 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 3.198 | Reviews: 31 | Hüte: 318

@ FlyingKerbecs

Dankeschön! smile

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MobyDick : : Moviejones-Fan
18.02.2020 17:06 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 5.724 | Reviews: 123 | Hüte: 417

Man dankt smile

Dünyayi Kurtaran Adam
MJ-Pat
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FlyingKerbecs : : Hisoka
18.02.2020 16:55 Uhr
0
Dabei seit: 24.11.15 | Posts: 4.844 | Reviews: 27 | Hüte: 246

@Raven13 / MobyDick

Um dann wenigstens auch noch kurz was dazu zu sagen, wenn ich schon mal erwähnt wurde^^:

Hut für euch beide, da ich das auch so sehe. wink

Gerade auch die Bewertungen von mir sind meistens zu 100% subjektiv und das wird auch immer so bleiben. ^^

Zitat der Woche: "Bald werde ich schlafen, ewig schlafen, verdient hab ich das, ja. Stark bin ich dank der Macht, doch jetzt nicht mehr. Luke, wenn diese Welt ich verlassen habe, der letzte der Jedi wirst du sein. " ~ Yoda

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
18.02.2020 16:22 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 3.198 | Reviews: 31 | Hüte: 318

@ MobyDick

"Vielen Dank erstmal, dass du meine Reviews grösstenteils als objektiv ansiehst smile"

Gerne doch, mein Lieber! wink

"Auch meine objektiver wirkenden Kritiken, die sich ganz klar erst mal nach objektiven Masstäben abarbeiten, haben einen persönlichen bias. Ich versuche dann für den Leser dem entgegen zu wirken, indem ich dagegen halte, ob ich einen Film trotz der Wertung für empfehlens- oder sehenswert halte oder nicht."

Das ist wahr. Deine Kritiken sind für mich deswegen manchmal auch etwas schwer verständlich. Da erzählst du lang und breit, welche Schwächen ein Film hat und plötzlich lobst du den Film auf Ebene der Schwächen, was mich einfach manchmal etwas irritiert. Nach Lesen deines Textes erwarte ich dann meist eine bestimmte Richtung an Punktewertung und plötzlich fällt diese ganz anders aus, als es dein Text suggeriert oder andeutet. Bei dir orientiere ich mich daher eher an deinem Text als an deiner Punktewertung. laughing

"Aber um dir den Wind aus dem Segeln zu nehmen, ich persönlich glaube, es gibt keine objektiven Kritiken, jede Kritik ist subjektiv und spiegelt mindestens ein bisschen was vom Kritiker."

Damit hast du natürlich recht. Deswegen schrieb ich ja auch "möglichst objektiv". wink

"Klar kann man sich an meinen Kritiken und deren Punkten orientieren, aber besser noch man orientiert sich am Inhalt der Kritik, und manchmal auch was zwischen den Zeilen steht."

Das ist natürlich selbstverständlich! wink

"Ohne euch persönlich zu kennen, habe ich mit "der Film holt sein Publikum extrem ab" beispielsweise explizit an dich und FlyingKerbecs gedacht ;)"

Na sowas! laughing

"Ich hoffe ich hab mich jetzt nicht für dich disqualifiziert als Superkritikenguru, denn ich fände es schade, wenn du die Kritiken zum besten Film aller Zeiten der jemals gedreht worden ist und gedreht werden wird sowie einem ganz speziellen Film nicht lesen würdest, sobald sie in der MJ DB sind, und da dürftest du erst recht dann sehen, wie subjektiv so eine Kritik ist, mit allerdings auch objektivierten Kernelementen ;)"

Natürlich nicht. Grundsätzlich lese ich eigentlich jede User-Review hier auf Moviejones, auch wenn ich nicht immer jede einzelne kommentiere. wink

Auf deine Review zum "zum besten Film aller Zeiten der jemals gedreht worden ist und gedreht werden wird sowie einem ganz speziellen Film" bin ich schon sehr gespannt!

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MobyDick : : Moviejones-Fan
18.02.2020 15:49 Uhr
1
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 5.724 | Reviews: 123 | Hüte: 417

Raven13

Vielen Dank erstmal, dass du meine Reviews grösstenteils als objektiv ansiehst smile

Aber um dir den Wind aus dem Segeln zu nehmen, ich persönlich glaube, es gibt keine objektiven Kritiken, jede Kritik ist subjektiv und spiegelt mindestens ein bisschen was vom Kritiker.

Selbst ein Silencio, von dem ich grösste Stücke halte, was analytisches Diskutieren und Objektivizierung von Kritiken angeht, ist keiner, dem ich eine objektive Kritik zutraue, weil das eben nicht möglich ist, in meinen Augen, da kannst du mal gerne seine beiden sehr guten Kritiken zu Stirb Langsam oder den Murmeltier durchlesen ;)

Auch meine objektiver wirkenden Kritiken, die sich ganz klar erst mal nach objektiven Masstäben abarbeiten, haben einen persönlichen bias. Ich versuche dann für den Leser dem entgegen zu wirken, indem ich dagegen halte, ob ich einen Film trotz der Wertung für empfehlens- oder sehenswert halte oder nicht.

Aktuelle Beispiele meiner etwas kontroversen Kritiken:

Joker: Handwerklich mehr als nur solide, daher völlig verständlich, dass den einige total toll finden, mich holt er aber aus im Review kritisierten Gründen nicht wirklich ab

Once Upon a Time in Hollywood: Eigentlich ein Film für die Götter, was ich im Review auch ganz klar kommuniziere, aber ich Strafe den Film trotzdem extrem ab, aus ebenfalls im Review und der Diskussion nachlesbaren Gründen

Vice: Superfilm, trotzdem nur 6 Punkte, siehe Kritik

Usw

Klar kann man sich an meinen Kritiken und deren Punkten orientieren, aber besser noch man orientiert sich am Inhalt der Kritik, und manchmal auch was zwischen den Zeilen steht.

Ohne euch persönlich zu kennen, habe ich mit "der Film holt sein Publikum extrem ab" beispielsweise explizit an dich und FlyingKerbecs gedacht ;)

Die Punkte sind im Grunde genommen irgendwelche Richtgrössen eher für mich als den Leser, der gerne eine völlig andere Sichtweise haben darf und soll.

Ich hoffe ich hab mich jetzt nicht für dich disqualifiziert als Superkritikenguru, denn ich fände es schade, wenn du die Kritiken zum besten Film aller Zeiten der jemals gedreht worden ist und gedreht werden wird sowie einem ganz speziellen Film nicht lesen würdest, sobald sie in der MJ DB sind, und da dürftest du erst recht dann sehen, wie subjektiv so eine Kritik ist, mit allerdings auch objektivierten Kernelementen ;)

Dünyayi Kurtaran Adam
MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
18.02.2020 15:21 Uhr | Editiert am 18.02.2020 - 15:22 Uhr
1
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 3.198 | Reviews: 31 | Hüte: 318

@ MobyDick / GierigeEnte

Letztlich muss man für sich halt auch immer die Entscheidung treffen, ob man einem Film eher eine subjektive oder eher eine möglichst objektive Punktewertung geben möchte. Ich finde es eher schwierig, beides gleichzeitig in die abschließende Puntkewertung einfließen zu lassen, daher versuche ich es gar nicht erst.

Ich selbst vergebe immer nur eine subjektive Punktewertung, unabhängig von objektiven Schwächen. Wenn mich objektive Schwächen also nicht stören, vergebe ich auch gerne mal hohe Wertungen für Filme wie Aquaman, genauso würde ich einem objektiv perfekten Film auch mal mit einer schlechten Wertung abstrafen, wenn er mir subjektiv überhaupt nicht gefallen hat. Jeder, der ähnlich denkt und einen ähnlichen Geschmack hat, wie ich, der kann mit meinen Reviews sicherlich mehr anfangen als mit Reviews von objektiven Kritikern, die mehr auf andere Dinge wie Drehbuch, (innere) Logik, Glaubwürdigkeit und dergleichen achten.

Jeder, der mich und meinen Filmgeschmack kennt, weiß, was er bei meinen Reviews zu erwarten hat. Jemand, der also eher wissen will, wie gut ein Film objektiv ist, sollte entsprechend eher objektive Reviews und Wertungen lesen und meine Reviews meiden, weil diese den Leser nur zum Kopfschütteln bringen würden.

Um also auf euch beide zurückzukommen: Ich finde, ihr solltet entweder nur die eine oder nur die andere Variante anwenden., ansonsten seid ihr schwer einschätzbar. Ich z. B. kann dich, MobyDick, immer nur schwer einschätzen. Eigentlich halte ich deine Reviews immer für sehr objektiv und deine Wertungen entsprechend passend zu deiner objektiven Review. Wenn du dann aber plötzlich für eine "Gurke" wie "6 Underground" 6 Punkte vergibst, passt das gar nicht so recht in dein eigentliches Bewertungsschema, das ich mit dir in Verbindung bringe. Nichts für ungut. wink

Die beste Lösung ist eigentlich, immer eine Zweifach-Wertung abzugeben: Eine subjektive UND eine objektive Punktewertung.

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MobyDick : : Moviejones-Fan
18.02.2020 14:41 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 5.724 | Reviews: 123 | Hüte: 417

GierigeEnte

Bei 6 Punkten gibt es schon deutliche Abstufungen, beispielsweise zwei Extremen:

Underground 6 ist ein absoluter Scheissfilm, den kann ich nicht allen Ernstes irgendjemandem empfehlen. Doch der Film hat mir im Moment des Schauens so viel Spass gemacht, dass ich ihn wieder besseren Wissens wirklich gut bewertet habe.

Vice ist ein absolut überragendes Werk, intelligent spannend, sensationell gespielt, aber so garstig und faltig, böse und real, dass ich den sicherlich nicht jedem empfehlen kann. Dann bekommt so ein absolutes Highlight die gleiche Wertung wie Underground 6.

Und wir brauchen nicht darüber streiten, welcher Film tatsächlich richtig gut ist...

Dünyayi Kurtaran Adam
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PrequelFan : : Moviejones-Fan
18.02.2020 12:55 Uhr | Editiert am 18.02.2020 - 12:57 Uhr
0
Dabei seit: 25.01.20 | Posts: 168 | Reviews: 15 | Hüte: 17

@MobyDick

Sehr schöne Kritik, lässt sich gut lesen!

"Dabei wird minutenlang, unter Zuhilfenahme der billigsten Tränendrüsenquetschmechanismen hysterisch und quasi sinnentleert von beiden immer und immer wieder dasselbe geschrien, gesagt, gefleht, geweint, was auch immer. Das ist Herzschmerz mit dem Holzhammer"

Klingt, als würde ich dort minutenlang den Kopf schütteln wollen. ^^

"7 Punkte sind bei mir eine klare Empfehlung und absolut sehenswerte Filme"

Gut so! Bei mir sogar bis 6 Punkte. smile

"Mir gegenüber im Nachteil zu sein, ist ein Vorteil, den ich Dir gegenüber behalten will."

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MobyDick : : Moviejones-Fan
17.02.2020 18:52 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 5.724 | Reviews: 123 | Hüte: 417

Luhp92

Nee, eigentlich nicht, der Film tut genau das, was er tun will und holt dabei alle ab, die er abholen möchte, mich hingegen spricht er subjektiv mit seinem hysterischen Part in der Mitte weniger an, weshalb ich das zwar stärker akzentuiere, ich erkenne jedoch seine Qualitäten an und bemerke dies auch smile

Dünyayi Kurtaran Adam
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
17.02.2020 18:26 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 13.480 | Reviews: 150 | Hüte: 477

Der Text liest sich bedeutend schwächer, als es die Bewertung vorgibt^^

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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