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Matt Reeves über "The Batman"

Endlich! "The Batman"-Panel bringt den Trailer & Offenbarungen!

Endlich! "The Batman"-Panel bringt den Trailer & Offenbarungen!
71 Kommentare - So, 23.08.2020 von S. Spichala
Das DC FanDome-Panel startete zwar kurz mit Robert Pattison als neuer Dunkler Ritter in "The Batman", doch dann übernahm der Regisseur selbst mit allen Infos und dem Trailer zum neuen Film!
Achtung, diese Meldung enthält Spoiler!
Endlich! "The Batman"-Panel bringt den Trailer & Offenbarungen!

Nun ist es soweit, das The Batman-Panel startet! Mit Regisseur Matt Reeves und dem neuen Titelstar Robert Pattinson, der am Anfang des Panels gleich mal eine Überraschung für den Schluss anteast. Wir nehmen es vorweg, es ist der Trailer! Auch auf Deutsch:

"The Batman" Trailer 1 (dt.)

"The Batman" Trailer 1

Auch beim Panel hier wird wieder klar, der neue Batman-Film wird ein Teil des neuen DCEU-Multiverse sein. Mit auch Schurken noch auf ihrem Weg, große Superschurken zu werden wie Catwoman, The Pinguin und der Riddler. Denn mit einer One Year-Backstory thematisiert The Batman Year Two, bedeutet, er bastelt sich auch noch seinen Anzug selbst und ist noch kein Superheld, kein Symbol der Hoffnung, sondern ein Selbstjustizler, der von der Öffentlichkeit gefürchtet wird.

Das macht der Trailer zu The Batman schon gut deutlich, auch Selina Kyle aka Catwoman (Zoë Kravitz) sieht man mit noch eher selbst gemachter Maske, wie es aussieht. Manches erinnert auch an die Gotham-Serie, wie die Schlägerbande im Joker-Stil, doch der finstere Look sieht definitiv noch etwas finsterer aus als in der Serie.

Gotham City soll durch die Augen korrupter Polizisten gesehen werden, erklärte Reeves, und ein nicht wiedererkennbarer Ort sein. Auch das Batmobil und die Bathöhle dauerten ein Jahr Ideen hin und herschieben, wie sie aussehen sollten. Reeves betonte auch die zwei auszubalancierenden Seiten, einerseits seine Trauer, gebrochen zu sein, andererseits seine Stärke als Selbstjustizler. Die zu lösenden Mordfälle werden 70er-like geerdete Straßenstorys sein.

Reeves verriet, es seien 25% von The Batman fertig, und der Trailer teast als Kinostart die Jahreszahl ?0?1 an, also noch 2021 - man versucht den Start am 30. September 2021 also möglichst zu halten.

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Quelle: DC FanDome, Warner Bros.
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71 Kommentare
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filmfanfb : : Moviejones-Fan
01.09.2020 23:59 Uhr
0
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@Uatu

Und schon daran gedacht, dass nicht seine Hautfarbe der Grund seiner Besetzung ist, sondern sein Schauspieltalent und warum sollte man dann eine gute Besetzung (was du ja auch sagst) nicht besetzen?

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filmfanfb : : Moviejones-Fan
01.09.2020 23:57 Uhr
0
Dabei seit: 12.07.13 | Posts: 110 | Reviews: 1 | Hüte: 18

@Uatu

Ein Missbrauch ist laut Definition: "(vorsätzlich) falsch, der eigentlichen Bestimmung o. Ä. zuwiderlaufend gebrauchen; in unredlicher, unerlaubter Weise [für eigennützige Zwecke] gebrauchen, benutzen"

Wenn es gut besetzt ist kann es also kein Missbrauch sein, weil eine gute Besetzung ja nicht falsch ist, unerlaubt oder unredlich ist.

Das ist auch nicht so schwer zu verstehen.

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Uatu : : The Watcher
31.08.2020 17:15 Uhr | Editiert am 31.08.2020 - 17:18 Uhr
0
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@filmfanfb:

"Man hat in den Trailer sofort erkannt, dass es Gordon ist und das sagt doch eigentlich auch, dass es eine gute Besetzung ist, also wird keine etablierte Figur missbraucht, sondern einfach gut besetzt."

Ja, Jeffrey Wright scheint ne passende Besetzung zu sein.
Das Problem ist, daß höchstwahrscheinlich ganz gezielt ein schwarzer Schauspieler gecastet wurde, um die "Diversitäten-Quote" zu erfüllen.
Also gut besetzt und dennoch missbraucht.

Ist doch gar nicht so schwer zu verstehen.

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filmfanfb : : Moviejones-Fan
28.08.2020 16:51 Uhr
2
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@Hanky

Ich kenn den Look der Figuren noch nicht und kann deshalb nicht jetzt sagen wie sie im Film aussehen werden. Jedoch muss man sagen, dass Arielle auch eine Vorlage hatte und schon die rothaarige Arielle hat gegen ihre Vorlage verstoßen, weil sie meistens blond gezeichnet worden ist und dann bei den Film rothaarig gemacht worde. Arielle ist nur eine Interpretation der kleinen Meerjungfrau und die neue Arielle wird eine neue Interpretation von Arielle sein.

@Watchman

Zu deinem Vorwurf, dass ich mir selbst wiedersprechen würde... Der erste Satz war auf eine konkrete Rolle bezogen und der andere auf den kompletten Cast. Das ist kein Widerspruch, sondern die Betrachtung des Einzeln und die Betrachtung des Gesamten.

Oceans 8 oder auch Ghostbusters sind extreme Negativbesipiele und ich sage ja, dass sowas nur einzeln passieren darf.

Ja, dass eine humoristische Sitcoms mit Klischee spielt, ist ja auch nicht verwerflich. Ich rede von ernsten Filmen und Serien.

Das mit den Privilegien in der Vergangenheit hilft heute nicht weiter, ist auch kein Argument jetzt mehr Minderheiten über Quoten zu casten und führt nur zum Stillstand dieser Entwicklung. Das ist mehr ein Argument für Quote statt Qualität.

Auch da hast du mein Text nicht richtig gelesen. Der Schauspieler muss immer zu der Figur passen und diese auh gut spielen können. Das ist ja die Qualität von der du redest und in unseren Beispiel Gordon und Catwoman wurden zwei Schauspieler gewählt, welche zum einen sehr gut sind und zum anderen sehr zu der jeweilligen Rolle passen. Also stimmt die Qualität, was sie immer tun sollte.

Und außerdem wer redet, denn von Quoten? Ich nicht. Viele Filmmacher wollen eine kulturelle Vielfätigkeit in ihren Filmen und brauchen dafür keine Quote... Doch dann sollte man auch diese Entscheidung der Filmemacher akzeptieren und dann mit den Film schauen wie gut der Schauspieler die Rolle spielen kann und nicht schon vorher meckern, weil die Hautfarbe nicht stimmt. Und dieser Film ist ja keine Fortsetzung eines anderen Films. Es ist eine Neuinterpretation eines Comics und diese Vorlage wurde schon von viele Filmemachern verändert. Bestes Beispiel: Joker aus The Dark Knight wird von jeden gefeuert, obwohl er viele Dinge der Vorlage verdrängt, damit es realistischer wirkt und da habe ich keinen gehört mit Was ist mit der Vorlage? Wieso fällt der Joker nicht in Säure, so wie es die Vorlage vorgibt? Weil es auch Blödsinn ist, weil es eine neue Interpretation der Figur ist.

Wie wäre es denn damit zB neue schwarze oder weibliche Comichelden zu erschaffen, statt es wie Oceans 8 zu machen? Leute sind neuen Charakteren wesentlich aufgeschlossener als Umbesetzten.

Das sind für mich zwei Paar Schuhe. Ja, es gibt ja auch diese Helden schon, aber auch etablierte Figuren können in den verschiedenen Versionen anders aussehen. Gordon sah in keiner Filmversion gleich aus... Er war mal dicker, dünner. Reinoptisch verbindet die Darsteller der Oberlippenbart. Den hat Jeffrey Wright auch und wir reden ja gerade die ganze nur von einen rein optischen Merkmal.

Weiße Autoren schreiben eher weiße Charaktere, schwarze Autoren eher schwarze. Ist dies jetzt verwerflich oder nachvollziehbar?

Das ist doch nicht der Punkt, was sie eher schreiben. Es ist der Punkt, was sie auch schreiben. Ich will keine 50/50 und auch keine 60/40. Ich will, dass es eben auch schwarze Hauptrollen gibt und da gibt es tolle Entwicklungen. Doch: Wir sollten Schauspieler erst beurteilen, wenn man ihre Leistung im Kino gesehen hat und nicht schon im Vorfeld. Reeves hat die Rolle mit Wright besetzt und Reeves ist ein unglaublich großer Comicfan, der sich dabei was gedacht haben wird. Ich vertraue ihn und das was ich gesehen haben zurecht.

Bei Synchronrollen ist es ein bisschen was anderes, weil sie ja nur zu hören und nicht zu sehen sind und da gilt auch wieder: Wenn der Synchronschauspieler zu der Figur passt, dann ist es vollkommen okay, aber ich weiß auch, dass es in der Synchronbranche (und auch in der Schauspielbranche) zu oft nur auf bekannte Sprecher gesetzt wird und dadruch auch Neulinge teilweise einen schweren Start haben. Außerdem ist heute die Gesellschaft in den USA 63% weiß... 2060 sollen es 43% werden.

Ich sage es nochmal: Der Grundsatz sollte es sein, dass entscheidend ist, dass der Schauspieler oder die Schauspielerin zu der Figur passt und nicht welche Hautfarbe er/sie hat. Dennoch sollte man auch dann bei der Gesamtheit des Castes darauf achten, dass es eben eine kleine Vielfalt gibt, was einfach auch die Lebensrealität widerspiegelt und sodass sich schwarze Schauspieler nicht mehr benachteiligt sehen. Ich meine Viola Davis ist eine großartige Schauspielerin. Trotzdem kritisert sie zum Beispiel, dass weiße mehr bezahlt werden. Die Zeit schreibt: "Schwarze Schauspieler sitzen also in der Klemme, weil nicht genügend Rollen für sie geschrieben werden und weil ihnen der Weg zu nicht-stereotypen Rollen oft versperrt bleibt."

Zu den Burton-Filmen: Billy Dee Williams und seine Art hätten perfekt zu der Figur des Two-Face gepasst. Ich hätte auch kein Problem mit einen schwarzen Robin gehabt und das obwohl ich großer Fan der Batman-Comics bin.

@Uatu

Denn anstatt neue oder bereits existierende Repräsentanten von Minderheiten mehr in den Vordergrund zu rücken, werden im Namen der Diversität, etablierte Charaktere dafür missbraucht.

Wenn der Schauspieler zu der Figur passt, warum sollte man dann ihn nicht besetzen... Warum passt es nicht zur Comicvorlage? Man hat in den Trailer sofort erkannt, dass es Gordon ist und das sagt doch eigentlich auch, dass es eine gute Besetzung ist, also wird keine etablierte Figur missbraucht, sondern einfach gut besetzt.

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jerichocane : : Advocatus Diaboli
27.08.2020 09:24 Uhr
0
Dabei seit: 08.08.09 | Posts: 6.117 | Reviews: 22 | Hüte: 270

Zum Einen echt geiler Trailer, erinnert irgendwie wie eine Mischung aus Burton und Nolan. Robert Pattinson kommt auch gut rüber.

Wobei nach der Trailer Sichtung hätte auch Afflecks Batman in den Trailer gepasst. Irgendwie kam mir das vor als ob die Story ursprünglich auf Batfleck zugeschrieben war.

Wenn WB/DC was kann dann Batman Filme :-)

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Uatu : : The Watcher
26.08.2020 14:40 Uhr | Editiert am 26.08.2020 - 14:55 Uhr
0
Dabei seit: 12.10.11 | Posts: 1.365 | Reviews: 1 | Hüte: 129

@filmfanfb:

"Vielleicht sollte man auch sagen, dass weiße jahrzehnte lang die einzigen bei großen Produktionen waren oder schwarze wurden in typischen Klischeebildern besetzt. Weiße hatten in den USA auch noch nie weniger Priviliegen als schwarze Menschen, andersrum war es der Fall. Und es ist nunmal Fakt, dass viele Minderheiten sehr lange nur bestimmte Rollen in Produktionen hatten."

Dass in einer weißen Kultur, in einer von weißen gegründeten Industrie, Minderheiten weniger repräsentiert sind und weniger Privilegien geniessen, hat doch nichts mit Diskriminierung oder gar Rassismus zu tun. Das hat viel mehr pragmatische Gründe. Sieht doch in China oder Bollywood beispielsweise, nicht anders aus.
Integration und Gleichberechtigung ist nun mal ein langwieriger Prozess, der glücklicherweise in den letzten Jahrzehnten viele Fortschritte gemacht hat.
Das Problem ist ja nicht, das es geschieht, sondern wie es geschieht. Denn anstatt neue oder bereits existierende Repräsentanten von Minderheiten mehr in den Vordergrund zu rücken, werden im Namen der Diversität, etablierte Charaktere dafür missbraucht.

Kaum Jemand stört sich an einem schwarzen, homosexuellen oder sonstwas minderheiten Hauptcharakter, aber wenn eben ein Stück Identität einer etablierten und lieb gewonnenen Figur im Namen der Diversität geopfert wird und ihr dabei eine neue Identität aufgezwungen wird, dann kann man sich, ob des aufgezwungenen Opfers, auch schon mal daran stören.
Würde ja auch ohne gehen (siehe Star Wars).

tl;dr: Das was Watchman sagt, Hut.

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DrStrange : : Moviejones-Fan
26.08.2020 14:17 Uhr
0
Dabei seit: 07.05.12 | Posts: 1.168 | Reviews: 8 | Hüte: 28

@Watchman, @Hanky, @filmfanfb:

Es ist seit geraumer Zeit schon ein Muster in Filmen und Serien zu erkennen, das der Zug hauptsächlich in eine Richtung fährt. Oder kann mir hier irgendjemand eine Rolle benennen, welche in der Vorlage eine schwarze Figur darstellt und dann mit einem weißen oder etwa asiatischen Darsteller/in besetzt wurde ? Würde man eben nun Blade oder Shaft z.B. mit einem Mads Mikkelsen besetzen, dann glaube ich würde in den Staaten eine Bürgerkrieg ausbrechen.

Schon mal eine Serie oder Sitcom gesehen in der der Cast überwiegend schwarz ist? Da werden andere Ethnien ebenfalls überwiegend klischeehaft dargestellt.

Cosby Show, Prinz von Bel Air... Absolut richtig.

Wie @Watchman schon schreibt, wird sicher auch kein schwarzer Synchronsprecher seine Rolle hergeben, nur weil er einen weißen Charakter spricht. Aber andersherum wird es inzwischen GEFORDERT.

Man sollte sich also vor Augen halten, das halt niemand über Blackwashing in diesem Ausmaße spricht, dies aber eindeutig existent ist. Nur erhebt hier niemand den Zeigefinger.

Ich empfinde dies zunehmend als ebenso negative Entwicklung.

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Watchman : : Moviejones-Fan
26.08.2020 13:31 Uhr
5
Dabei seit: 30.04.13 | Posts: 239 | Reviews: 0 | Hüte: 26

@filmfanfb

Ich habe Blackwashing absichtlich in "" gesetzt weil es nicht ganz das Gleiche ist wie Whitewashing. Beim Blackwashing werden i.d.R. nur einzelne Charaktere neu besetzt, ähnlich wie beim Genderswap. Wobei es dort auch Unterschiede gibt wie Ocean‘s 8. Und da wären wir auch wieder beim Problem. Der Film heißt Oceans 8 nur um auf der Trilogie mitreiten zu können. So wird der Film immer mit der Trilogie verglichen und hat eine ungleich schwerere Bürde zu tragen. Ein neues Franchise wäre möglich gewesen aber gelassen. Da muss man die Produzenten mal fragen warum sie Frauen pushen wollen aber nur im Schatten des "männlichen" Erfolges, statt was Neues zu machen und dem Ganzen bessere Chancen zu geben für sich selbst zu stehen. Gleiches gilt, wenn ein weißer Charakter plötzlich schwarz wird oder wenn Shaft plötzlich von einem Weißen gespielt werden würde. Welcher Weiße ist schon so cool wie Shaft? Und ist es dann nicht auch wieder ein Klischee, dass Schwarze cooler sind als alle anderen? U.a. deswegen halte ich von PC nichts.

Das in einem mehrheitlich weißen Land die Mehrzahl der Charaktere weiß sind sollte nicht überraschen. Das Minderheiten in Klischeerollen besetzt werden überrascht da eigentlich auch nicht oder? Das ist in anderen Kulturen und Ländern wo Weiße nicht die Mehrheit stellen genauso. Schon mal eine Serie oder Sitcom gesehen in der der Cast überwiegend schwarz ist? Da werden andere Ethnien ebenfalls überwiegend klischeehaft dargestellt. Scheint niemanden zu stören. Da ich selbst zu einer sehr klischeebehafteten Ausländergruppe gehöre, finde ich klischeehafte Rollen bis zu einem gewissen Grad völlig in Ordnung. Selbst bei den Simpsons sind die Deutschen doch deutscher als deutsch dargestellt worden. Niemand hat sich darüber beschwert oder? Als ob wir verlernt hätten über uns selbst zu lachen.

Das mit den Privilegien in der Vergangenheit hilft heute nicht weiter, ist auch kein Argument jetzt mehr Minderheiten über Quoten zu casten und führt nur zum Stillstand dieser Entwicklung. Das ist mehr ein Argument für Quote statt Qualität.

Mit historisch Korrekt ist es aber in alle Richtungen so ne Sache oder? Bei Dr. Who im 17. Jhr während eines Krieges sehr viele Schwarze zu sehen die für England kämpfen ist genauso so unkorrekt wie einige Netflix Adaptionen. Da ist zwar deutlich die Quote zu sehen, aber kritisieren darf man dies nicht. Ist ja nur eine TV Serie. Wenn es aber historisch unkorrekt um Weiße geht ist es absolut ok dies zu kritisieren. Diese Einbahnstraße ist halt Heuchelei.

Das heißt nicht das ich Whitewashing nicht auch kritisch sehe wie im Film Exodus zB. Aber andersrum muss man sich bei diesem Film fragen, würde man genug Ägypter finden die die Hauptrollen min. genauso gut besetzt hätten wie die weißen Schauspieler und eine ähnliche Publicity außerhalb Ägyptens generiert hätten.

Ebenso bei Synchro Rollen. Wenn es nicht genug gute schwarze/asiatische Sprecher gibt, (weil sich zu wenige bewerben oder es einfach zu wenige gibt) wer soll die Rolle dann sprechen in einem mehrheitlich von Weißen bewohntem Land? Eine 3. Minderheit? Wer darf dann Tiere sprechen? Aliens? Ich denke es gibt da keine einfache Lösung, sondern dies wird sich mit der Zeit natürlich entwickeln. Tut es mMn auch schon. Da brauch es keine Quoten und Weiße sollten sich nicht dafür entschuldigen müssen andere Ethnien zu synchronisieren und die Rollen dann ablegen. Ich habe nicht gelesen, dass sich James Earl Jones oder Terrence C. Carson/ Christopher Judge (Kratos, GOW) für ihre Synchroarbeiten von weißen Charakteren entschuldigt hätten oder die Notwendigkeit gesehen haben diese Rollen aufgrund ihrer Hautfarbe abzugeben. Warum auch? Deren Stimmen passen hervoragend zu den Charakteren.

Wie gesagt. Wenn man sagt es geht darum eine Rolle gut zu besetzten und nicht auf die Hautfarbe oder Herkunft zu achten, muss das allgemein gelten und nicht nur in eine Richtung. Bei Gegebenheiten wie historischen Serien finde ich eine korrekte Darstellung auch ansprechender bin mir aber bewusst, dass dies nicht immer Umsetzbar ist. Ich bin aber dagegen Charaktere zu tauschen nur um eine Quote zu erfüllen. Weiße Autoren schreiben eher weiße Charaktere, schwarze Autoren eher schwarze. Ist dies jetzt verwerflich oder nachvollziehbar?

" Ich will heute keinen Filmen mehr sehen, wo es nur weiße Hauptdarsteller gibt ..

Mir ist die Hauptfarbe egal, solange der Schauspieler gut zur Rolle passt,"

Hmm. Wiederspruch in 2 Zeilen?

Diese Forderung ist in "neuen" Filmen oder Serien ja auch kein Problem. Nur bei Vorlagen kann es halt schwierig werden.

Wie wäre es denn damit zB neue schwarze oder weibliche Comichelden zu erschaffen, statt es wie Oceans 8 zu machen? Leute sind neuen Charakteren wesentlich aufgeschlossener als Umbesetzten.

Ich bin großer Fan der Burton Batman Filme, aber Billy Dee als Dent passte für mich nicht und ein schwarzer Robin wäre ebenfalls eine Fehlbesetzung gewesen. Da ich als Comic Leser aber eine gewisse Verbindung zu solchen Charakteren habe verstehe ich natürlich, wenn man dies anders sieht, bzw. mit den Comics nichts zu tun hat. Die Frage ist dann nur wieder warum eine Vorlage geändert werden muss und nicht etwas Neues gemacht wird.

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Hanky : : Moviejones-Fan
26.08.2020 12:59 Uhr
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@filmfanfb

Kann ich leider nicht zustimmen, denn ich empfinde den Vergleich leider als sehr hinkend, so wie du es beschreibst, sieht sich doch kein echter rothaariger in irgendeiner Art und Weise representiert. Höchsten das dort ein künstlicher rothaariger Charakter entstanden ist.

Das ist von mir natürlich rein subjektiv empfunden und ist ziemlich sicher der Tatsache geschuldet das ich selbst rote Haare habe. Es wäre schön wenn die Filmindustrie wirklich Derversity betreiben würde, ich empfinde das leider nicht so, eher wie eine Richtung bezüglich einer Gruppe. Das es das geschichtliche Resultat ist, welches du ja auch angeführt hast, ist mir natürlich bewusst. Nur sollte man das Kind dann auch beim Namen nennen und nicht unter dem "Deckmantel" der Deversity verkaufen.

Hoffe konnte zumindest meinen Standpunkt zum Thema verständlich erklären ^^

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filmfanfb : : Moviejones-Fan
26.08.2020 12:33 Uhr
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@Hanky

Doch es ging um die Hautfarbe... Wenn es nur um die Haarfarbe gingen würde, ist hoffentlich dann allen Kritikern klar, dass man die Haare färben kann und die blauen Augen von Arielle könnten auch einfach mit Farblinsen hergestellt werden. SIe hätten also die roten Haare und die blauen Augen und wollen wir wetten... Es würden immernoch einige meckern, weil sie eben nicht weiß ist und der Protest in den sozialen Netzwerken wäre sicherlich auch nicht so groß gewesen, wenn eine weiße junge Frau besetzt worden wäre. Ich weiß, dass du auf Ginger-Girls ansprichst, aber man muss nunmal sagen, dass es in Hollywood sehr viele Fake-Gingers gibt, welche sich die Haare nur rot gefärbt haben. Ich habe mehrere Videos von Halle Bailey gesehen. Ihre Gesangs- und Sprechstimme passt wirklich extrem zu Arielle, ihr Gesicht mit ihren großen Augen auch und sie hat einen zuckersüßen Charakter. Für mich ist sie eine sehr gute Wahl.

@Shred

Also wie gesagt ich finde den Vergleich immer schwer, weil Lucius Fox eine der wenigen wichtigen schwarzen Rollen in der Batman-Welt ist und es viele, viele andere weißen Rollen gibt. Das kann man andersrum nicht sagen, also man kann nicht sagen, dass es viele schwarze Hauptrollen gibt... Ich würde es aber akzeptieren, wenn dafür eine andere Hauptrolle, welche in den Comics eigentlich weiß dargestellt wird, von einen schwarzen Schauspieler gespielt wird. Und zu Pat Hingle und Alfred: Ich bin halt in der Zeit augewachen und da ich die Filme vor den Comics kannte, dachte ich halt, dass er so aussieht. Erst später in der Animationsserie habe ich dann die Figur mit Brille, weißen Haaren und Oberlippenbart und mit vielen Muskeln gesehen, aber ich finde Pat Hingle auch irgendwie sehr sympathisch in der Rolle. Jetzt schaue ich mal auf den Trailer: Pingiun sieht zumindest vom Gesicht comicnah aus, Catwoman sieht vom Gesicht auch comicnah aus... Den Riddler haben wir noch nicht gesehen, aber ich habe große Hoffnung, dass Andy Serkis auch sehr comicnah aussieht. Ich kann ihn mir jedensfalls sehr gut mit Halbglatze und den typischen Oberlippenbart vorstellen oder halt mit streng nach hinten gekämmten Haaren und den Bart.

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Hanky : : Moviejones-Fan
26.08.2020 10:13 Uhr
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@filmfanfb

Grundsätzlich guter Kommentar und auch zumindest für mich nachvollziehbar Argumentiert.

Als erstes, für mich persönlich stellen die Änderungen in The Batman auch kein Problem dar (beurteile das eigentlich je Charakter und nicht pauschal), da ich einfach auch keine allzu große Verbundenheit zu den Charakteren habe. Kann aber durchaus die Leute Verstehen die es eben anders sehen, wenn Sie sagen 2 mal Ungerecht (black-/whitewashing) ergibt eben kein Gerecht. Ziel sollte eher für neue zukünftige Charaktere eine bessere Herangehensweise sein, aus den Fehlern der Vergangenheit gelernte Entwicklung sein.

Dein Beispiel Arielle finde ich persönlich wiederrum dann doch sehr kritisch, denn bei diesem Charakter geht es in meinen Augen weniger um die Hautfarbe als um die Haarfarbe, in diesem Fall sehe ich die geplante Änderung als ganz klaren Fehler an. Da es ein Verlust eines Vorbildes angeht für eine bestimmte Gruppe, also eher das Gegenteil von Diversity.

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AngryBBanner : : Moviejones-Fan
26.08.2020 09:25 Uhr
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@filmfanfb...

Fürs übern Tellerrand gucken n Hut..

winkMein ersten..

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Shred : : Moviejones-Fan
26.08.2020 09:22 Uhr | Editiert am 26.08.2020 - 09:23 Uhr
0
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@filmfanfb

aber dennoch würdest du und sicherlich viele andere aufschreien wenn Lucius Fox plötzlich nicht mehr von einem Schwarzen gespielt wird, oder? Man könnte ja da ebenfalls mit dem Argument kommen, Darsteller XY passt hervorragend zur Rolle, auch wenn er Asiate ist oder ein rothaariger Ire. Ich habe mich damals übrigens auch aufgeregt das die Figur Terry Fitzgerald in Spawn von einem weißen Darsteller gespielt wurde. Den von dir genannten Pat Hingle in den Burton Filmen beispielweise fand ich auch nicht passend besetzt, ebenso warte ich bis heute auf einen Alfred Darsteller der wenigstens etwas der Comicvorlage näher kommt. Mag sein das ich da in meiner Denkweise etwas festgefahren bin, aber ich will einfach die Figuren wie ich sie aus den Comics kenne, wiedererkennen ohne das, wie Watchman es sagte, eine Quote erfüllt werden muss.

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filmfanfb : : Moviejones-Fan
26.08.2020 00:46 Uhr | Editiert am 26.08.2020 - 11:43 Uhr
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@Shred

@Watchman

@Hanky

Also ich finde es ja lustig wie alle Blackwashing mit Whitewashing vergleichen. Vielleicht sollte man auch sagen, dass weiße jahrzehnte lang die einzigen bei großen Produktionen waren oder schwarze wurden in typischen Klischeebildern besetzt. Weiße hatten in den USA auch noch nie weniger Priviliegen als schwarze Menschen, andersrum war es der Fall. Und es ist nunmal Fakt, dass viele Minderheiten sehr lange nur bestimmte Rollen in Produktionen hatten. Zum Whitewashing: Die einfache Kritik lehne ich ab, also das es immer blöd ist. Es kommt immer darauf an. Wenn aber jetzt ein Film in Asien des 19. Jahrhundert spielt, wäre es extrem blöd asiatische Charaktere mit weißen oder schwarzen Menschen zu besetzen. Es muss immer in die Umgebung und zum Setting des Films passen. Und das wichtigste: Der Schauspieler muss zum Charakter passen und es darf nicht zu oft in einen Film passieren wie es bei Der Legende von Aang passierte.

Aber jetzt zum eigentlichen Thema: Blackwashing bei The Batman. Ich finde sowohl Jeffrey Wright wie auch Zoe Kravitz passen für mich zu hundert Prozent zu den Rollen. Wenn man mal die verschiedenen Interpretationen von Gordon und Catwoman vergleicht und dann die Comicversionen sieht muss man sagen, dass es schon immer einige Unterschiede gab. In Batman aus den 60ern war Gordon weißhaarig, aber ohne seinen bekannten Oberlippenbart und Brille. In den 90er-Batmanfilmen war Gordon etwas dicker, ohne Brille, aber mit seinen Oberlippenbart. Bei der The Dark Knight-Trilogie kam man den Comics schon sehr nah wie auch bei Justice League. Jetzt haben wir einen Gordon mit Brille und Oberlippenbart, welcher charakterlich sehr gut zu der Rolle passt. Übrigens wollte Tim Burton schon 1989 einige eigentlich weiße Personen schwarz besetzen und hat es auch getan. Harvey Dent war in Batman 1989 zum Beispiel von Billy Dee Williams gespielt worden. Schade, dass er dann durch Tommy Lee Jones als Two-Face ersetzt worde, weil er zu hundert Prozent zu der ROlle gepasst hätte. Burton wollte sogar Robin schwarz besetzen und ich kann das absolut verstehen... Ich will heute keinen Filmen mehr sehen, wo es nur weiße Hauptdarsteller gibt und die meisten Comiccharaktervorlagen sind nunmal weiß, weil sie zu einer Zeit enstanden sind, als Schwarze weniger Rechte als Weiße in den USA hatten. Also kurz gesagt: Mir ist die Hauptfarbe egal, solange der Schauspieler gut zur Rolle passt, bin ich zufrieden. Das gilt für Gordon, Catwoman von The Batman, Nick Fury im MCU, Arielle in der Realverfilmung...

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AngryBBanner : : Moviejones-Fan
25.08.2020 09:56 Uhr
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@Hanky

Vielen Dank aber es steht außer Frage das soetwas berichtigt gehört. Als ich zu Hause gemerkt habe das ich jemand anderen im Sinn hatte und sich meine Kommentare gar nicht auf Hansel bezogen, war es mir äußerst unangenehm und ich war verärgert über dieses Missverständnis.

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