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Kathleen Kennedy hat die Macht

"Star Wars"-Regie: Wieso Trevorrow nicht darf und Bird noch könnte

"Star Wars"-Regie: Wieso Trevorrow nicht darf und Bird noch könnte
0 Kommentare - Mo, 14.05.2018 von R. Lukas
Während Brad Bird anscheinend jederzeit ins "Star Wars"-Universum einsteigen könnte, musste Colin Trevorrow bei "Star Wars - Episode IX" gehen. Jetzt erfahren wir mehr zum Warum.
"Star Wars"-Regie: Wieso Trevorrow nicht darf und Bird noch könnte

Der Star Wars-Regiestuhl ist ein ziemlich heißer, das bekamen Phil Lord und Christopher Miller bei Solo - A Star Wars Story besonders schmerzhaft zu spüren. Auch Gareth Edwards hatte bei Rogue One - A Star Wars Story keinen leichten Stand. Und dann wurde noch Colin Trevorrow als Regisseur von Star Wars - Episode IX abserviert und durch den bereits Lucasfilm-erprobten J.J. Abrams ersetzt. Ein neuer Bericht des Wall Street Journal bringt etwas mehr Licht in diese Angelegenheit.

Bekanntlich stimmte Trevorrows Vision für Star Wars - Episode IX nicht mit den Vorstellungen von Lucasfilm-Präsidentin Kathleen Kennedy überein. Und wenn wir eines gelernt haben, dann, dass sie meistens das letzte Wort hat. Er soll entlassen worden sein, weil Kennedy mit seiner Arbeit am Skript zunehmend unzufrieden war. Sein und Derek Connollys ursprünglicher Entwurf wurde von ihr verworfen, stattdessen kam Jack Thorne (Wunder) an Bord, um ihr Drehbuch umzuschreiben, aber auch das lief nicht wie gewünscht. Danach wollte Trevorrow selbst einen weiteren Versuch starten, Kennedy jedoch beschloss, ihn vor die Tür zu setzen und dieses Kapitel hinter sich zu lassen.

Er war nicht der erste Regisseur, der kreative Differenzen mit ihr hatte, und wird wahrscheinlich auch nicht der letzte gewesen sein. Allerdings kommen andere wesentlich besser mit Kennedy und ihrem strikten Star Wars-Regiment aus. Rian Johnson etwa, dem sie bei Star Wars - Die letzten Jedi nach eigener Aussage genügend kreativen Freiraum ließ, um die Geschichte, die ihm am Herzen lag, so zu erzählen, wie er sie erzählen wollte. Abrams wiederum erzählt, es habe bei Star Wars - Das Erwachen der Macht zwar ständig Meinungsverschiedenheiten zwischen und Kennedy gegeben, aber sie nehme auf, was die Leute sagen, und finde einen kreativen Weg, um es zu berücksichtigen. Er kann offenbar gut mit ihr, sonst wäre er wohl kaum mit Star Wars - Episode IX betraut worden. Von Anfang an habe er einen Haufen Ideen gehabt, in welche die Richtung die Story gehen könnte. Doch hätte er nicht mal in seinen wildesten Träumen gedacht, dass er die Chance haben würde, sie umzusetzen.

Wer auch gut mit Kennedy kann, ist Brad Bird, der als heißer Kandidat für Star Wars - Das Erwachen der Macht galt (als der Film noch nicht so hieß). Letztlich machte er A World Beyond, aber er scheint eine Art Freifahrtschein fürs Star Wars-Universum zu haben: Kennedy kenne er schon lange und George Lucas auch schon eine Weile, sagte Bird in einem Interview mit Fandango. Sicher sei es ein sehr spaßiges Universum, und er könnte sich etwas vorstellen, das perfekt wäre, um Kennedy deshalb anzurufen. Sie hätten ihn wissen lassen, dass er - wenn er irgendeine Idee hat, die in dieses Universum hineinpassen würde - sie doch bitte kontaktieren soll. Ausschließen würde Bird es darum nicht, dass er eines Tages noch Star Wars-Regisseur wird. Aber er hat auch viele andere Ideen, die er zu gerne realisieren will.

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