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Wonder Woman

Kriegerin für Liebe und Gerechtigkeit - Sailor...Woman

Wonder Woman Kritik

12 Kommentar(e) - 16.06.2017 von ZSSnake
Hierbei handelt es sich um eine User-Kritik von ZSSnake.
Filmkritik

Wonder Woman Bewertung: 3/5

Heute gab es den lang erwarteten und überhaupt nicht gehypten Wonder Woman für mich endlich im Kino zu sehen. Nach all den Diskussionen und Vorablorbeeren wollte ich mir doch gerne selbst ein Bild machen, was Patty Jenkins da nun abgeliefert hat. Ohne viel weiteres Gerede also hinein in den Inhalt.

Trailer zu Wonder Woman
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Inhalt:
Diana (Gal Gadot), Tochter des Zeus, wächst auf der Insel der Amazonen fernab der wirklichen Welt auf. Als der Pilot Steve Trevor (Chris Pine) auf ihrer Insel notlanden muss, erfährt sie vom Ersten Weltkrieg. Im Glauben, dass dahinter der Kriegsgott Ares steckt, den nur eine Kriegerin der Amazonen besiegen kann, zieht sie mit Steve und ein paar seiner Freunde los, um dem Treiben ihres Bruders Einhalt zu gebieten.

Kritik:
Wonder Woman sollte die Rehabilitation des DCEU werden, der große Hit, sowohl an den Kinokassen als auch bei den Kritikern, nachdem grade Letzteres weder Man of Steel noch Batman v Superman, geschweige denn Suicide Squad gelungen war. Und im Vorfeld sah es ganz danach aus, als wäre Warner und DC dieses Mal der große Wurf gelungen. Wonder Woman kam bei den US-Kritikern überwiegend sehr gut an und konnte dazu noch viele Zuschauer in die Kinosäle locken. Und so viel muss man dem Film wirklich lassen: er ist solide.

Gal Gadot spielt die Rolle der Amazonenheldin überzeugend, wie bereits in BvS, und schafft es den Film gemeinsam mit Pine wunderbar zu tragen. Nicht zuletzt die wirlich gute Onscreen-Chemie der beiden Darsteller sorgt dafür, dass sie durch die Laufzeit führen können und man mehrfach denkt "ach, was sind die süß zusammen". Dianas Unschuld und Steves Abgebrühtheit prallen hier ein wenig aufeinander und beide können ein wenig vom Blickwinkel des jeweils anderen profitieren. Passt also, der Rest des Casts hingegen ist überwiegend einfach da. Keiner macht seinen Job schlecht, mitnichten, alle funktionieren für den Film gut. Steves persönliche Howling Commandos erinnern an Captain Americas kleine Eingreiftruppe aus dem First Avenger und sind sympathisch, ohne jedoch je über ihre Stereotype "Der Indianer" (Eugene Brave Rock), "Der traumatisierte Schotte" (Ewen Bremner) und "Der silberzüngige Inder" (Saïd Taghmaoui) hinauszuwachsen.

Und in dieser Stereotypität liegt auch das größte Problem des Films. Denn abgesehen davon, dass wir die Insel der Amazonen neu kennenlernen mitsamt Dianas persönlichem Onkel Ben/Pa Kent, der gestrengen Frau Mama und ihren nicht namentlich benannten Freundinnen, hat der Film wirklich nichts Neues zum Superheldenportfolio der letzten Jahre beizutragen. Ja, er spielt im Ersten Weltkrieg und in Captain America hatten wir nur den Zweiten Weltkrieg am Start, trotzdem ist das Kriegs-Szenario im Kern das gleiche. Der Krieg ist böse, neue Helden braucht das Land, um den großen, fiesen Bösewicht aufzuhalten, der den gemeinen Deutschen unter die Arme greift beim Krieg führen.

Dass die Schrecken des Krieges nebenbei auch noch durch das PG-13 weniger verstörend als vielmehr blutleer und harmlos präsentiert werden, tut dem Film keinen Gefallen. Dass der Krieg furchtbar ist weiß jeder, hier ist er jedoch eher Spielplatz der unbesiegbaren Heldin und ihrer kleinen Männertruppe. Die wenigen Momente, in denen wirklich Schrecken in den Krieg einfließen könnten, werden dabei dann durch die Scheu, sie wirklich zu zeigen, zunichte gemacht. Da passiert etwas Furchtbares, man sieht zwei verschwommene Leichen und eine "Nein, nein, nein" dahinsagende Gal Gadot und danach war es das mit den Konsequenzen auch schon wieder. Grade das Setting erster Weltkrieg hätte mit seinen extrem inhumanen Bedingungen und dem gewissenlosen Schlachten auf allen Seiten wirklich Potenzial gehabt verstörenden Background für die recht unschuldige Heldin zu bieten. Am Ende wird jedoch so weit eingegrenzt, wie es das Rating nötig macht und übrig bleibt "Ja, im Krieg sterben auch Frauen und Kinder und es gibt wirklich Verletzte und Tote".

Visuell bewegt sich der Film dabei zwischen beliebig und ganz cool, ohne jedoch je wirklich Akzente zu setzen. Grade gegen Ende gibt es ein paar wirklich holprige CGI-Momente - Stichwort "Wabbel-Lasso", an denen man sich grade bei einer solchen Produktion durchaus stoßen kann. Überhaupt schlägt der Schlusskampf dermaßen über die Stränge, dass er den Rest des Films irgendwie noch überflüssiger wirken lässt, als er es ohnehin schon ist. Bei dem Maß an Macht die da präsentiert wird fragt man sich doch ernsthaft: "wenn der gute Ares unbedingt ganz viele Menschen töten will, ja warum macht er es denn dann nicht einfach seit Jahren und spielt bloß den Strippenzieher?" Denn nehmen wir mal die Prämisse "Wonder Woman einführen" und überlegen uns, dass wir wissen in welchem Zustand sie in BvS eingreift, dann ist uns auch bewusst, dass die Chancen, sie hier am Ende verlieren zu sehen, denkbar schlecht stehen. Und wie bereits bei den Star Wars-Prequels sind es grade solche völlig fehlenden Unvorhersehbarkeiten oder echte Gefahren für den Hauptcharakter, die dem Film jedwede Spannung nehmen.

Von Beginn bis Ende passiert halt was. Dazwischen gibt es, zugegeben gut umgesetzte, Action, ein paar Charaktermomente und den einen oder anderen, auch hier zugegeben gelungenen, Witz, um das Ganze aufzulockern. Fühlt sich formelhaft an - und warum? Weil es formelhaft ist! Es ist eine Origin-Story aus dem Lehrbuch, die gegen Ende derartig Cheese auspackt, dass es im Kino reihenweise laktoseintolerante Leichen gab. Wenn die Heldin einen unfreiwillig an Sailor Moon denken lässt, dann spricht das Bände. Und zwar weniger Shakespeare und als vielmehr Groschenroman. Jedenfalls lässt Wonder Womans Motivation am Ende nicht viel mehr als angestrengtes Augenrollen zu.

Fazit:
Macht das den Film nun also schlecht? Keineswegs, Wonder Woman ist fast durchgehend eben wirklich solide. Charaktere sympathisch, Heldin sympathisch, Effekte okay, Score vorhanden, Theme cool (wenn auch bereits aus BvS bekannt), Story nett. Alles ist irgendwie da und irgendwie ganz cool. Der Film unterhält einen für seine 140 Minuten überwiegend. Aber mehr bietet er eben nicht als eine solide Superhelden-Origin nach Schema F. Der Halbe Twist und der finale Cheese-Overkill machen ihn wirklich nicht zu etwas Besonderem nach inzwischen 15 Jahren Superhelden-Filmen seit Raimis Spider-Man. Und auch wenn mit Wonder Woman die erste wirklich solide umgesetzte weibliche Superheldin über die Leinwand flimmert - Supergirl, Elektra und Catwoman waren wirklich nichts - kann man dem Film eben trotzdem keinen Sonderstatus andichten, den er schlicht nicht erreicht. Letztlich kann man ihn sich angucken, wird sicherlich ganz gut unterhalten werden und am Ende mit dem Gefühl aus dem Kino gehen, keinen Mist gesehen zu haben. Wenn das das Bestreben von Warner/DC war, dann Gratulation, Mission erfüllt. Wer jedoch gehofft hat, dass das DCEU nun richtig durchstartet, der mag eventuell etwas ernüchtert sein ob dieses netten Filmchens.

3/5 Hüte bzw 6/10 Punkte gibt es von meiner Seite,

wer Superheldenfilme mag, der wird auch hier seinen Spaß haben und mit Gal Gadots Wonder Woman ist sicherlich eine starke Heldin im Cast der Justice League vertreten. Trotzdem gefielen mir persönlich insbesondere Man of Steel und Batman v Superman doch nochmal deutlich besser und ich bin nicht wirklich sicher, ob es diese nachgeschobene Origin wirklich gebraucht hat, da sie für das DCEU, wie es aktuell besteht, keinerlei Unterschied macht.



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Wonder Woman Bewertung
Bewertung des Films
610
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12 Kommentare - Moviejones distanziert sich von Userbeiträgen.
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ZSSnake
Expendable
Geschlecht | 18.06.2017 | 12:27 Uhr18.06.2017 | Kontakt
Jonesi

@ Jack-Burton:

Davon lasse ich mich mal überraschen. Und ja möglich, dass zuletzt mehr fertige Charaktere präsentiert werden die sich nur entwickeln, aber ich denke auch, dass das "Genre" Comicverfilmung eben diese Differenziertheit braucht, und ich persönlich (klar kann ich nur für mich sprechen) finde es spannender als immer wieder das gleiche. Ja, Diana ist zu Beginn unschuldiger als viele andere Figuren - aber diese Unschuld hat in Batman v Superman nicht wirklich gezeigt. Da ist sie bereits ähnlich kompromisslos und hat Spaß am Kampf. Wenn überhaupt ist sie jetzt verbitterter, wie man an ihrem letzten Gespräch mit Bruce unter dem Baum am Friedhof sieht. Bedeutet: ihre anfängliche Unschuld hat nicht wirklich Gewicht für die Diana die wir nun im weiteren sehen werden.

Ich mein gut, vielleicht orientiert man sich stärker daran in JL, dann ist das ne coole Sache, dann fühlt sich der Film etwas relevanter an. Aber so wie es aktuell ist und wie die Filme derzeit aussehen, hat ihre Origin mit ihrer Figur in/ab BvS nicht viel gemein, sieht man mal von ihren Kräften ab. Schauen wir mal wie es sich entwickelt, ich bin ja auch bereit SW Episode 7 mehr Begeisterung zu schenken, wenn er sich sehr gut in die neue Trilogie einfügt und man die Themen aus dem Film in den weiteren aufgreift bin ich glücklich. Genau so wäre es dann mit Justice League auch. Wir werden sehen wink

Mein Hype für Justice League ist jedenfalls auch nach dem FÜR MICH etwas enttäuschenden WW ungebrochen ^^

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
Jack-Burton
Truck Driver
18.06.2017 | 11:35 Uhr18.06.2017 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 18.06.2017 11:49 Uhr editiert.

@ Snake

"Ich glaube einfach, dass wir zu oft die gleiche "ein Held erwacht"-Story hatten, als dass man die WIRKLICH nochmal so liefern müsste."

"Deshalb fand ich Guardians of the Galaxy oder Ant-Man auch so gut, oder auch Deadpool, weil sie Origins sind, die aber quasi bereits "fertige" Characktere in eine andere Richtung formen durch Erfahrungen und die neuen Kräfte. Und ich denke halt, dass man sowas ähnliches mit Wonder Woman auch hätte machen können."

Ja aber hätte man dann nicht DIESES Rezept kopiert? Hätte man da nicht gesagt das man nichts neues wagt, weil man sich an dieser Herangehensweise orientiert?

Gerade weil es in der letzten Zeit so viele FERTIGE-CHARAKTERE origins gegeben hat war die Old Schoolige, mal wieder etwas anderes und hebt sich vom Marvel Allerlei ab. Vor Allem war der Charakter von vornherein Positiv, Diana WOLLTE ein Held sein, ihre Motivation war immer Optimistisch, was ich in den letzten Jahren von KEINEM anderen Superhelden gesehen habe.

So gesehn fand ich es erfrischend anders, auch wenn man vieles vielleicht schon mal gesehen hat, und ich denke Wonder Womans Charakter ist ein schöner Kontrast, zum strauchelnden Superman und zum grüblerischen Batman.

Ich kann mir schon die Diskussionen vorstellen die bei Justice League stattfinden Jede Figur hat ihre eigene Weltanschauung und diese verschiedenen ansichten bergen eine Menge Zündstoff.

...And THATS what Jack Burton has to say at this time...
ZSSnake
Expendable
Geschlecht | 18.06.2017 | 11:14 Uhr18.06.2017 | Kontakt
Jonesi

@ Kal-El:

Doch klar - ich hab aufgezählt was ich mit Nix Neues meine. Eine Origin stelle ich mir eben so vor, dass man mal bewusst von den genannten Plotpoints abweicht, was anderes probert. Sich vom Schema entfernt. Ein relativ gutes Beispiel wäre Dr. Strange. Denn der erzählt eine Origin-Story und grenzt sich dabei von den meisten dieser ausgetretenen Klischees weitestgehend ab. Der Bösewicht hat mit Strange nichts zu tun, wohl aber eigene Motivation und die beiden kommen sich eher durch Zufall ins Gehege. Strange braucht auch nicht die Motivation eines sterbenden Mentors, er wird durch äußere Umstände gezwungen besser zu werden und mehr als das egozentrische Arschloch zu werden, dass er bisher war.

Er ist als Charakter zu Beginn des Films bereits mit einer gewissen Reife ausgestattet und muss sich von sich aus verändern, anstatt durch seine Naivität zu fallen und wieder aufstehen zu müssen. Der gesamte Film ist immer noch eine Origin-Story, aber eben eine die sich ganz anders an das Thema rantraut als die meisten anderen Origins. Deshalb fand ich Guardians of the Galaxy oder Ant-Man auch so gut, oder auch Deadpool, weil sie Origins sind, die aber quasi bereits "fertige" Characktere in eine andere Richtung formen durch Erfahrungen und die neuen Kräfte. Und ich denke halt, dass man sowas ähnliches mit Wonder Woman auch hätte machen können. Ihre Origin quasi in eine moderne Geschichte verpacken. Sie auf einen Feind treffen lassen der sie sich immer wieder an ihre Anfänge erinnern lässt, ohne dem Thema einen kompletten Film zu widmen. Ich glaube einfach, dass wir zu oft die gleiche "ein Held erwacht"-Story hatten, als dass man die WIRKLICH nochmal so liefern müsste. Auf Nummer sicher, klar, aber eben auch nicht besonders einfallsreich oder spannend.

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
Kal-El
Moviejones-Fan
18.06.2017 | 09:30 Uhr18.06.2017 | Kontakt
Jonesi

Ich fühle mich absolut nicht auf die Füsse getreten, wieso sollte ich auch :-) Dir hat der Film nicht so zugesagt, das ist doch völlig legitim! Kann einige deiner Argumente nachvollziehen.

Meine Frage hast du aber noch nicht beantwortet cool

ZSSnake
Expendable
Geschlecht | 16.06.2017 | 14:16 Uhr16.06.2017 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 16.06.2017 14:17 Uhr editiert.

Und nochmal, damit auch keiner sich auf die Füße getreten fühlt oder so:

Der Film ist ja wirklich nicht SCHLECHT. Ich gönne jedem seinen Spaß daran, aber für mich war er viel zu beliebig, grade nachdem MoS, BvS und auch zu weiten Teilen Suicide Squad gezeigt haben wie angenehm anders Snyder bzw Warner das DC-Universum angeht. Wonder Woman wirkte da wie ein zielgruppengerechter Rückschritt im großen Stil. All der Mut und die Andersartigkeit wurde einfach zugunsten "eines weiteren Superheldenfilms" aufgegeben. Und das Feeling war oft nah an Marvel ohne die Kernigkeit der bisherigen DC-Filme.

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
ZSSnake
Expendable
Geschlecht | 16.06.2017 | 14:10 Uhr16.06.2017 | Kontakt
Jonesi

@ Kal-El:

Für jeden der hier mitliest - SPOILERWARNUNG

Was Neues wie z.b. nicht zum x-ten Mal den Plotpoint "Mentorcharakter stirbt, gibt noch ein Stück Weisheit mit und erweckt den Wunsch des Helden etwas zu ändern" (Onkel Ben, Pa Kent, Waynes Eltern,etc). Oder den Umstand, dass der "große Böse" auf direkte Weise mit dem Helden verbunden sein muss (Iron Man, Superman, Spider-Man gleich mehrfach, Fantastic Four, Thor, usw) . Die Überprotektiven Eltern die irgendwas vor dem Hauptcharakter verschweigen, was für ihn und seine Entwicklung wichtig/relevant sein müsste und ihn deshalb versuchen von seinem Schicksal fernzuhalten (Superman, Alfred bei Batman indirekt). Das Fallen und wieder Aufstehen als alles schon verloren scheint. Ein cheesiges "Ich liebe dich" von zwei Charaktere die sich bisher kaum kennen und das einfach unverdient wirkt.

Viele der Elemente im Film sind einfach so ausgelutscht und zielguppengerecht zusammengeklaut, dass es sich 90% der Zeit wie "hab ich schonmal gesehen" anfühlte. Das ist das Problem, nicht, dass das eine oder andere Element bekannt war, sondern das sich der ganze Film uneigenständig und austauschbar anfühlte. Kompetent, ja, aber eben auch langweilig.

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
Jack-Burton
Truck Driver
16.06.2017 | 13:57 Uhr16.06.2017 | Kontakt
Jonesi

Man of Steel hatte eine ANDERE Origin Story, die sich vom Restlichen Comicbrei abhebt, ich denke das meint Snake.

Wonder Woman ist zwar gut, aber folgt in dieser Hisicht den gängigen Schema, das ist kein vergleich zu MoS.

...And THATS what Jack Burton has to say at this time...
Kal-El
Moviejones-Fan
16.06.2017 | 13:53 Uhr16.06.2017 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 16.06.2017 13:56 Uhr editiert.

Deine Kritik wegen Settings und fehlendem Blut kann ich durchaus nachvollziehen, hat mich ehrlich gesagt auch gestört. Andererseits kann ich die Entscheidung von WB auch verstehen, denn sie wollen ja auch mit der PG-13 viele junge Menschen (Mädchen) erreichen, ein WW ab 16 oder gar 18 hätte sicher nicht den gewünschten Umsatz gebracht.

Ich lese immer wieder, nicht nur bei dir, "immer das gleiche, nix neues" (überspitzt zitiert). Ich frage mich dann, was genau neues gemacht werden sollte. Das Rad kann man nicht neu erfinden, oder das Auto hat nun mal 4 Räder. Ein Superheld-Origin-Story fängt nun mal da an wo er/sie geboren wird, Werdegang gezeigt usw. Das ist jetzt wirklich eine ernst gemeinte Frage: was meinst du mit neues, was stellst du dir da konkret vor? Wie sollte eine Origin Story erzählt werden?

Edit: ah ok, sowas meinst du:

Man nehme einen Bösewicht aus ihrem Rooster, lasse sie heute dagegen kämpfen, quasi zum ersten mal wieder nachdem sie erneut aktiv wurde wie in BvS, und dann zeigt man immer wieder Momente aus den letzten 100 Jahren, an die sie sich erinnert. Da hätte man eben das DCEU voranbringen und trotzdem ihren Charakter vorantreiben und erklären können. So war er einfach unglaublich auf Nummer sicher gespielt und das hat mich echt null begeistert...

Also, nein da bin ich anderer Meinung.Ich kann dir jetzt kein konkretes Beispiel nennen, aber ich kenne enige Filme mit Sprügen. Und genau da liegt das Problem. Viele würden diese Sprünge kritisieren. Siehe MoS. Was haben die nichtgeschimpft (nit hier, damals war ich nicht auf MJ). Sowas überfordert den "durchschnittlichen" Zuschauer heutzutage, was ich schade finde...

ZSSnake
Expendable
Geschlecht | 16.06.2017 | 13:29 Uhr16.06.2017 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 16.06.2017 13:29 Uhr editiert.

@ Jack-Burton:

Ich glaube nicht, dass ich allzu schnell Lust auf ne zweite Sichtung haben werde, dazu war er mir zu belanglos. EVENTUELL falls er nächstes WE noch in OV läuft...mal sehen. Ja, man erfährt etwas über die Figur, aber das eigentlich für mich Interessante und das was ich mich nach BvS wirklich fragte - nämlich wieso sie quasi 100 Jahre nicht wirklich was getan hat - wurde ja nicht wirklich beantwortet. Da liegen 100 Jahre leben mit den Menschen zwischen dem Ende von WW und dem Anfang von BvS. Und dass sie in BvS bereits erfahren ist, sagt sie ja quasi selbst, sie spricht doch davon früher schon solchen Gegnern gegenübergestanden zu haben.

Ich glaube ein anderer Ansatz - nämlich ein moderner mit Rückblenden/Erinnerungen - hätte hier besser funktioniert. Man nehme einen Bösewicht aus ihrem Rooster, lasse sie heute dagegen kämpfen, quasi zum ersten mal wieder nachdem sie erneut aktiv wurde wie in BvS, und dann zeigt man immer wieder Momente aus den letzten 100 Jahren, an die sie sich erinnert. Da hätte man eben das DCEU voranbringen und trotzdem ihren Charakter vorantreiben und erklären können. So war er einfach unglaublich auf Nummer sicher gespielt und das hat mich echt null begeistert...

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
Jack-Burton
Truck Driver
16.06.2017 | 12:16 Uhr16.06.2017 | Kontakt
Jonesi

Hmmmm?

Schade das dich der Film nicht abgeholt hat. Vielleicht zündet bei dir der Film erst bei der 2. Sichtung. Er war wohl ein typischer origins Film, da geb ich dir recht, aber er ist trotzdem sehr Eigenständig, da wir so eine Heldin noch nie gesehen haben. Nach ihrem Auftritt in BvS wurde ich sehr neugierig auf diese Figur, und auch wenn der Film nicht wirklich viel für die Entwicklung des DCU tut, so tut sie eine Menge für die Entwicklung von Wonder Womans Charakter. Für mich war Wonder Woman ein Unbeschriebenes blatt im DCU und dieser Film wirft ein total anderes Licht auf die Figur und die Szenen in BvS, wo sie ziemlich mysteriös rüber kam. Man erfährt sehr viel über ihre Motivation, warum sie so ist wie sie ist, und warum sie so besonders ist, und das entwickelt am ende doch auch das DCU.

Das der Film jetzt anders daher kommt wie MoS oder BvS find ich sogar gut, denn im DCU muss sich nicht jeder Film gleich anfühlen.

...And THATS what Jack Burton has to say at this time...

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