Confederate

News Details Reviews Trailer Galerie
Kontroverse "Confederate"-Serie

"Confederate" der "Game of Thrones"-Schöpfer verdammt - HBO verteidigt

"Confederate" der "Game of Thrones"-Schöpfer verdammt - HBO verteidigt
7 Kommentare - Fr, 28.07.2017 von N. Sälzle
Ob sich die "Game of Thrones"-Serienschöpfer Benioff und Weiss mit "Confederate" einen Gefallen getan haben? Seit der Enthüllung gab es viel negatives Feedback. HBO riskiert es trotzdem.

Update: HBO nutzte die TCA-Pressetour, sich zu der Empörung um das neue Serienprojekt Confederate der Game of Thrones-Macher zu äußern. Man habe solche Reaktionen vorausgesehen, man wisse auch um die Schwierigkeit, eine solche Thematik zu wählen, doch man habe volles Vertrauen in David Benioff und Dan Weiss. Die Hoffnung ist, damit die immer noch notwendige Diskussion über Rassismus positiv-kritisch weiter anzustoßen.

Dass man dabei sensibel vorgehen muss, ist allen klar, doch man finde es das Risiko wert. Man gibt aber zu, dass die erste Pressemeldung dazu etwas zu wenig erklärend daher kam, ein Fehler, aus dem man lernt. Letztlich hoffen die Macher aber, dass die Zuschauer sich bis zum fertigen Produkt gedulden und dann erst ein Urteil fällen.

++++

Das Ende von Game of Thrones müssen zumindest David Benioff und Dan Weiss nicht fürchten. Ihr neues Projekt steht bereits und hat von HBO sogleich auch die Serienbestellung erhalten. Dabei befindet sich das Projekt laut der beiden Serienschöpfer bereits seit langem in der Entwicklung. Mit Game of Thrones haben sie allerdings bis 2018 noch alle Hände voll zu tun. Dann geht es weiter zu Confederate, so der Titel des neuen Vorhabens.

Ähnlich der Amazon-Serie The Man in the High Castle verschreibt sich auch Confederate einer alternativen Zeitlinie. Ein dritter amerikanischer Bürgerkrieg droht, denn einige der südlichen Staaten in Nordamerika haben sich vom Rest abgespalten und die Sklaverei ist dort nach wie vor legal. Wie auch Game of Thrones soll Confederate einer Vielzahl von Charakteren folgen, die auf beiden Seiten der entmilitarisierten Zone für ihre Meinung kämpfen. Darunter sollen sich nicht nur Freiheitskämpfer und Sklavenhändler befinden, sondern zudem Politiker und Journalisten und allerhand anderer Personen, die mal mehr, mal weniger mit dem Thema Sklaverei zu tun haben.

Dass diese Thematik nicht überall auf Wohlgefallen stößt, ist klar. Schon The Man in the High Castle wurde insbesondere für seine äußerst offensiven und provozierenden Werbemaßnahmen kritisiert, von der Welt, in der die Handlung angesiedelt ist, einmal ganz abgesehen.

Nach wie vor reagiert ein Großteil der US-Bevölkerung empfindlich auf den Bürgerkrieg, den Konflikt zwischen Konföderierten und Unionsstaaten, und insbesondere das Thema Sklaverei. Dementsprechend fallen auch einige Twitter-Kommentare bereits aus, die Confederate schon im Vorfeld verdammen und anprangern, man würde damit ein weiteres Mal die Sklaverei hochhalten.

Erfahre mehr: #Drama
Interessante Meldungen
Aktuelle News
DVD & Blu-ray
AmazonAmazonAmazonAmazon
Was denkst du?
7 Kommentare
Avatar
theMagician : : Unvergesslicher
30.07.2017 02:25 Uhr
0
Dabei seit: 03.05.13 | Posts: 1.158 | Reviews: 0 | Hüte: 34

Bloß nicht die eigene Vergangenheit verarbeiten. Inzwischen sind einige hundert Jahre vergangen und dennoch fühlen sich die Amerikaner auf den Schlips getreten wenn das Thema Sklaverei auftaucht. Und wenn wir deutschen uns wegen dem x-ten WW 2 Film und Nazi Verallgemeinerung äussern, dann sind wir die Intoleranten. Nicht alle, aber die meisten Amerikaner sind nicht aufgeklärt wenn es um andere Länder geht. Habe ich die Erfahrung gemacht. Es gibt natürlich auch andere die sehr viel aufgeklärter sind

You, me, or nobody is gonna hit as hard as life. But it ain’t about how hard you hit. It’s about how hard you can get hit and keep moving forward

Avatar
LastGunman : : Moviejones-Fan
29.07.2017 13:39 Uhr | Editiert am 29.07.2017 - 13:40 Uhr
0
Dabei seit: 05.09.15 | Posts: 302 | Reviews: 0 | Hüte: 4

Komisch, nicht? Denn dann würde The Man in the High Castle ja auch die Nazis hochhalten.

Umso besser, dass sich die Produzenten nicht beirren lassen.

Avatar
Beachwater : : Moviejones-Fan
28.07.2017 11:45 Uhr
0
Dabei seit: 26.07.12 | Posts: 111 | Reviews: 0 | Hüte: 6

Die USA sind groß und die Menschen sind verschieden. Es gibt dumme und kluge, nette und böse. Nicht verallgemeinern.

Avatar
Rubbeldinger : : Moviejones-Fan
28.07.2017 00:35 Uhr
0
Dabei seit: 31.08.15 | Posts: 1.665 | Reviews: 6 | Hüte: 49

Schwieriges aber interessantes Thema, das werd ich mir ansehn! "The Man in the High Castle" als Beispiel für diese Art von Serien, die kritische Themen anschneiden, find ich sehr treffend, ich mag diese Serie sehr, hat mir gut gefallen!

Das die Amis da ungern in den Spiegel sehn, ist mir schon klar, auch das die eher allergisch reagieren wenn sowas auf den Tisch kommt, auch wenn sie sonst dem Rest der Welt gerne dampfende Schüsseln auf den Tisch stellen, mit zweifelhaftem Inhalt, oder die wo schon dastehn leerfressen wenn grad keiner hinguckt, aber is halt so, wenn man schon lange nichts mehr auf dem eigenen Grund und Boden hat, worüber man sich wirklich Sorgen machen muss! Die Serie wird ihr Publikum finden, wenn auch vllt mehr in Europa als im Herkunftsland!

Ich trau den Herren Benioff und Weiss da schon eine anständige Serie zu, aber sollen sie erstmal GoT vollenden! Aber vllt gar keine dumme Idee, eine solche Serie auf den Weg zu bringen, solange man nebenher noch ein heisses Eisen im Feuer hat auf dasses draufschneit! Das könnte als Auffangbecken fungieren, sollte "Confederate" doch in die Hose gehn!

All Hail To Skynet!

Avatar
Darkwing : : Moviejones-Fan
20.07.2017 13:02 Uhr
1
Dabei seit: 14.03.10 | Posts: 111 | Reviews: 0 | Hüte: 4

Die Sklaverei hochhalten? Lächerlich! Eher will man nicht so gerne sich mit den eigenen dunklen Kapiteln der Geschichte auseinander setzen. Bei dem x-ten Film, der den 2. WK und den Holocaust thematisiert, ist man sich in Amerika nicht zu schade, das Thema immer oben zu halten. Aber wehe es geht um die eigene Sch%$%e, dann argumentiert man damit, man würde es "hochhalten"? Genauso könnte man als Deutscher sagen, dass Hollywood ständig den Holocaust und die Weltkriege hochhält, oder den bösen Russen, oder die Japaner, etc.

Die glauben da drüben wohl wirklich sie wären die Heiligen und der Rest der Welt böse, während ihre Regierung die halbe Welt in Brand steckt und Chaos stiftet, um sich der Schätze anderer Völker zu bemächtigen, damit man den eigenen Wohlstand (Der natürlich selbst erarbeitet ist...) erhalten kann.

Ich liebe Hollywood und seine Schauspieler, aber diese arrogante Mentalität da drüben kotzt mich nur noch an! Und mir mir auch beinahe dem gesamten Rest der Welt.

Avatar
kajovino : : Moviejones-Fan
20.07.2017 10:03 Uhr
0
Dabei seit: 22.10.13 | Posts: 429 | Reviews: 18 | Hüte: 12

Auf uns wirken die Amis schon lustig, weil sie so hinterwäldlerisch und kleingeistig sind. Leider wird es immer wieder deutlich, dass in Amerika wirklich viele Menschen leben, die total einfach und schnell zu beeinflussen sind. Das erinnert mich immer wieder an die Erläuterung der bikameralen Psyche aus Westworld. Das dazugehörige Buch von Julian Jaynes ist absolut empfehlenswert.

Ich bin Ironman!
Avatar
Hanky : : Moviejones-Fan
20.07.2017 09:56 Uhr
0
Dabei seit: 26.05.16 | Posts: 421 | Reviews: 0 | Hüte: 9

Ach die Amis sind schon ein lustiges Völkchen...

Mess with the best die like the rest !

Forum Neues Thema