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Home - Ein smektakulärer Trip

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Daseinsberechtigung verfehlt

Home - Ein smektakulärer Trip Kritik

Home - Ein smektakulärer Trip Kritik
1 Kommentar - 15.03.2015 von Moviejones
Wir haben uns "Home - Ein smektakulärer Trip" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Home - Ein smektakulärer Trip

Bewertung: 2.5 / 5

Ob Kung Fu Panda, Die Croods, Drachenzähmen leicht gemacht oder Monsters vs. Aliens, in der Vergangenheit hat Dreamworks Animation viele verrückte und oft äußerst liebenswerte Animationsfilme in die Kinos gebracht. Der Erfolg war fast immer auf ihrer Seite, doch in den letzten Jahren geriet der Erfolgsmotor ins Stocken. Jetzt versucht man das Ruder seit einiger Zeit herumzureißen und Home - Ein smektakulärer Trip soll dabei helfen.

Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir befinden uns an Bord des Raumschiffs der Boovs, kleiner vielbeiniger Außerirdische, die eine Sache besonders gut können - weglaufen. Auf der Flucht vor einer bösartigen Alienrasse suchen sie auf immer neuen Welten Unterschlupf. Ihre neue Heimat soll die Erde werden. So werden die Menschen kurzerhand "freundlich" umgesiedelt und der Planet Erde gehört von nun an den Boovs. Ein ganz spezieller Boov ist Oh, der irgendwie anders ist als die anderen. Oh macht gern einmal Fehler, doch sein jüngster zieht schreckliche Konsequenzen nach sich und er muss fliehen. Dabei lernt er das Menschenmädchen Gratuity "Tip" Tucci kennen. Tip wurde vom Umsiedlungskommando übersehen und versteckt sich nun vor den Boovs und ist mit ihrer Katze Schwein auf der Suche nach ihrer Mutter. Schnell freunden Tip und Oh sich an und wollen sich gegenseitig helfen, ihre Probleme aus der Welt zu schaffen.

Trailer zu Home - Ein smektakulärer Trip

Im Lexikon unter der Suchphrase "Wie bastel ich mir einen Animationsfilm?" sollte in Zukunft Home - Ein smektakulärer Trip stehen. Der neueste Wurf der Dreamworks-Macher ist das perfekte Beispiel dafür, wie man anhand eines Baukastenprinzips einen Animationsfilm erstellt. Genre: Science Fiction, da bietet sich eine Alienrasse an. Für die Hauptfiguren werden Einzelgänger gewählt, die zu Großem fähig sind. Pelziger Sidekick in Form einer Katze ist immer gut. Story darf ruhig verrückt sein, muss auch keinen Sinn haben. Dramaturgie wird einfach aus anderen Filmen kopiert. Moralische Komponente noch zufügen und das Genre-übliche Standard-Happy End. Fertig ist Home - Ein smektakulärer Trip. War doch gar nicht so schwer!

Es spricht nichts dagegen, bekannte Ideen aufzugreifen und neu aufzubereiten. Viele Filme sind deswegen gut, weil sie vertraut wirken oder einfach eine unverwüstliche Geschichte erzählen, die wir einfach immer wieder gern hören. Doch bei Home - Ein smektakulärer Trip schießt man hier den Vogel ab, darüber trösten dann auch nicht die wunderschönen Bilder hinweg. Jedem Moment merkt man diesem Film an, dass die Macher alles wollten, nur kein Risiko eingehen. Alles wirkt bis ins kleinste Detail zielgruppengenau durchorganisiert, fast nach Lehrbuch wird vorgegangen, um dramatische Szenen, Wendungen und Gags zu platzieren. Für Überraschungen ist da keine Zeit. Verstärkt wird dies noch durch eine Boov-Sprache, die wie eine Mischung aus Tom Hanks in Cloud Atlas und Jar Jar Binks-Sprechse in Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung anmutet, nur das Ganze in noch infantilerer Art und Weise. Gerne hätten wir anderes geschrieben, doch verstärkt wird dies durch die Stimme von Bastian Pastewka, der eine deutliche Verschlechterung zur ursprünglichen Synchronisation von Oh im Trailer darstellt.

Natürlich darf ein Animationsfilm einfach sein, sich auf wesentliche Dinge konzentrieren, aber muss man sich dabei wirklich mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner begnügen? Geht man nur nach der Zielgruppe, dann macht Home - Ein smektakulärer Trip eigentlich alles richtig. Kinder bis zu zehn Jahren werden diesen Film lieben. Nur gehen sie leider nicht allein ins Kino und in der Regel sind ein, wenn nicht sogar zwei Erziehungsberechtigte dabei und die müssen diesen Film nun auch einmal miterleben. Da liegt dann auch das Hauptproblem. Während der Film eben seine Zielgruppe erreicht, gibt es darüber hinaus leider keine Daseinsberechtigung. Alles schon mal dagewesen. Und nur weil es Kindern gefällt, macht es ihn noch lange nicht zu einem guten Film, denn trauen wir diesen wirklich so wenig zu? Haben nicht auch sie etwas mehr Anspruch verdient? Es gibt einfach so viele ältere Filme, die genauso gut für Kinder geeignet sind, mehr bieten und an denen sich eben auch Erwachsene erfreuen können.

Somit verkommt Home - Ein smektakulärer Trip zu einem netten, immer wieder auch lustigen Animationsspaß mit wirklich tollen Effekten, der aber im Kern eines nicht verleugnen kann: So ungewöhnlich seine Protagonisten sind, so gewöhnlich ist das, was drumherum passiert. Kleine Kinder wird der kunterbunte Alienspaß dennoch viel Freude bereithalten, der Rest schaut bei so viel Gewöhnlichkeit aber mächtig in die Röhre.

Home - Ein smektakulärer Trip Bewertung
Bewertung des Films
510

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1 Kommentar
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Trekker : : Moviejones-Fan
24.03.2015 19:38 Uhr
0
Dabei seit: 19.12.14 | Posts: 925 | Reviews: 13 | Hüte: 57
Ich kann es jetzt zwar nicht mit Argumenten unterfüttern, aber ich habe das ganz starke Gefühl, dass die Zeit des Animationsfilms (zumindest so, wie wir ihn kennengelernt haben), so langsam aber sicher vorbei ist!
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