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Movie 43

Kritik Details Trailer News
Geschmacklosigkeit, top besetzt

Movie 43 Kritik

Movie 43 Kritik
21 Kommentare - 25.01.2013 von Moviejones
Wir haben uns "Movie 43" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Movie 43

Bewertung: 1.5 / 5

"Ey, Alter, lass uns das bei YouTube hochladen!". Zwei Teenagerjungs drehen eine verrückt-gefährliche Aktion mit einer Dartscheibe und hoffen dafür auf jede Menge Views auf dem Onlineportal. Baxter (Devin Each), der kleine Bruder von Stevie (Nate Hartley), ist ein begabter Hacker und täuscht den beiden Tausende von Aufrufen vor, um ihnen dies dann als Aprilscherz zu offenbaren. Ganz klar, das schreit nach Rache! Stevie will für die Aktion Baxters Laptop mit Viren verseuchen, doch dazu müssen sie ihn erst mal aus dessen Zimmer herausbekommen. Also locken sie ihn mit dem Vorwand, dass sie einen illegalen, hochgeheimen Film suchen, den sogar FBI, CIA und Co. auf dem Schirm haben, an ihren PC, damit er ihnen hilft. Baxter ist angefixt und macht sich auf die Suche nach dem Film, den die zwei anderen mit MOVIE 43 angeben. Baxter findet unter diesem Suchbegriff auch was - und zwar verschiedene Clips, darunter über ein verrückt-ekelhaftes Blinddate, seltsame Erziehungsmethoden, Speeddating für Batmans Robin oder das Drama der ersten Periode. Doch noch ist keiner dieser Clips MOVIE 43! Also geht die Suche weiter...

Movie 43 ist eine Aneinanderreihung zwölf schräg-derber YouTube-Clips, wie man sie heutzutage in ähnlicher Art beim Surfen im Internet finden kann, notdürftig umrahmt durch die Geschichte der Suche nach dem angeblich existenten illegalen Film Movie 43. Jeder Clip kommt topbesetzt daher und je ein anderer, namhafter Regisseur wie auch anderer Autor war für die einzelnen Clips zuständig. Die beteiligten Regisseure sind: Steven Brill, Peter Farrelly, Will Graham, Steve Carr, Griffin Dunne, James Duffy, Jonathan Van Tulleken, Elizabeth Banks, Patrik Forsberg, Brett Ratner, Rusty Cundieff und James Gunn. Ob man die Clips jedoch zum Brüllen komisch findet, dürfte eine Frage des Humorgeschmacks sein - Teenagern der Generation YouTube und Fans von Jackass dürften sie jedenfalls gefallen. Die Clips sind absurd und übertreten jede Grenze des guten Geschmacks und reizen das, was man in YouTubes Clips tatsächlich zu sehen bekommt, bis ins Unerträgliche aus. Denn ein 30-Sekunden-Clip dieser Art mag noch witzig sein, macht man aber einen Kurzfilm daraus, möchte man jedes Mal nach ein paar Sekunden sagen, okay, Witz verstanden, bitte weiter.

Die jeweiligen Plots sind durchaus komisch aufgrund ihrer Absurdität und ihrem Spiel mit Klischees, ob es nun Juliet (Kate Winslet, Titanic) ist, die befürchtet, dass ihr Date ein "Sackgesicht" ist, das man sich schön trinken muss, die dann im Restaurant Davis (Hugh Jackman, X-Men Origins - Wolverine) gegenübersitzt, der reich, attraktiv und sehr charmant daherkommt, sich jedoch im wahrsten Sinne des Wortes à la Loriots Nudel-Sketch als selbiges präsentiert... Ob Robin beim Speeddating, inszeniert wie ein Fanmade-Clip, in dem Batman (Jason Sudeikis, Kill the Boss) Robins (Justin Long, Verrückt nach dir) Dates ständig versaut, indem er sich auf höchst peinliche Weise ins Date einmischt... Ob ein Teenager-Paar beim ersten Date, bei dem das Mädchen (Chloë Moretz, Dark Shadows) ihre Periode bekommt... usw. usf.

Trotz der scheinbar groben Konstruktion und simplen Inszenierung von Movie 43 durch die recht plumpe Aneinanderreihung der Clips stellt der Film durchaus eine auch zum Nachdenken über die YouTube-Generation anregende Inszenierung dar. Denn genauso funktioniert es im Internet, sich wahllos durch die Clips klicken und auf abgedreht absurde Filme hoffen, die einen mit tabulosen Storys unterhalten - je schräger umso besser. Jedoch bleibt die Frage, ob dies als Kinofilm hätte inszeniert werden müssen und nicht ein reiner DVD-Release oder tatsächlich konsequenter als YouTube-Film gereicht hätte. Denn im Kino erwartet man doch eher anderes. Man kann es natürlich auch so sehen, dass Movie 43 als erster YouTube-Kinofilm damit selbst ein Tabu bricht, nämlich genau die Erwartungshaltung durchkreuzt, die man an einen Kinofilm hat.

Mutig ist es allemal, so etwas auf die große Leinwand zu bringen - und sicher werden sich haufenweise Leute, die auf so was stehen, vor Lachen biegen. Wir können uns jedoch trotz der Topbesetzung, die neben schon genannten noch Stars wie Uma Thurman, Halle Berry, Richard Gere, Emma Stone und noch viele weitere mehr zu bieten hat, nicht eines gruseligen Schauers erwehren, dass dieser Film damit ähnlichen Projekten die Tür für die große Leinwand geöffnet hat - denn das, was wir als "großes Kino" bezeichnen, war es einfach nicht. Als einmaliges Projekt hat Movie 43 möglicherweise seine Berechtigung, doch wir hoffen, dass es das bleibt - einmalig.

Übrigens lohnt sich das Sitzenbleiben nach dem scheinbaren Ende von Movie 43, denn dann folgt noch ein eigentlich witziger, aber doch wieder recht geschmacklos ausartender Clip über einen eifersüchtigen Kater namens Beezel.

Movie 43 Bewertung
Bewertung des Films
310

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